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S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Eine Mauer für Bayern

Bayern will sich vom Rest des Landes abspalten? Nur zu! Und am besten die Seppls errichten dann auch noch eine Mauer um ihren Freistaat, auf dass möglichst wenig Oktoberfeststimmung in den Rest des Landes schwappt. Silke Burmester über Bayern und seine Exporte - SPIEGEL ONLINE

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agua 23.09.2012, 15:44
80. Lustiger Artikel

eigentlich.Und ganz im Sinne des derzeitigen Zeitgeistes.Die einen nutzen den Artikel zum bashing, und andere fuehlen sich angegriffen.Ich muss gestehen, ich mag die Laugenbrezeln.Fuer die "Kultur", sich eimerweise Bier, bis zum Koma einzuverleiben, habe ich auch nichts uebrig.Die Musik und die Trachtenkleidung,entspricht auch nicht meinem Geschmack.Und die Sprache, die verstehe ich auch nicht so richtig, und wenn die, die sie sprechen, einen gewissen Alkoholpegel erreicht haben, verstehe ich sie irgenwann gar nicht mehr.Es ist eben ein Voelkchen fuer sich, aber im Ausland denken die Menschen wirklich, dass die Bayern die Deutschen representieren.Fuer Auslaender ist Bayern gleich Deutschland.

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nocheinbuerger 23.09.2012, 15:48
81.

Zitat von neue_mitte
Ich gebe zu, meine Multikulti-Toleranz stößt an ihre Grenzen, wenn es um den Islam und seine Sympathisanten geht.
Während es aber in der einheimischen Journaille en vogue ist, sich über die ach so provinziellen und hinterwälderischen Bayern zu mokieren, ist es dagegen Autobahn und Pfui-Äks-Nazi, das gleiche mit den Anhängern der laut regierungsamtlicher Definition Religion des Friedens zu tun.

Zitat von
Während die Autorin aber hier wahrscheinlich Zustimmung für den Verriss von Auszügen bayrischen Kultur und Tradition bekommt, weil ist ja das blöde Bayern, muss unsereins sich alles mögliche gefallen lassen, wenn er auch fremde Bräuche und Gebahren bemängelt. Bayern zeigt wenigsten Ecken und Kanten, an denen man sich stoßen kann. Das gelingt so keinem anderen Bundesland. Die Bayern leben ihre Tradition, sind stolz darauf und lassen sich da wenig von aussen einreden. Keine politisch korrekt weichgespülten nichtssagenden Waschlappen, sondern noch deutschtümelnde Traditionsausleber.
Doch. Den östlichen Bundesländern gelingt das. Die leben auch weiterhin ihre thüringischen, mecklenburgerischen, sächsischen und brandenburgerischen Traditionen. Aber gerade deswegen sind sie in den Augen der Medien besonders Autobahn und Dunkeldeutschland.

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Spiegelkritikus 23.09.2012, 15:53
82.

Zitat von shakin65
ein kräftiges LOL an die Autorin dieses Artikels. Das Schlimmste an Bayern sind die Zugereisten, die zumeist in Lederhose auch das Oktoberfest mit ihrer Anwesenheit beehren.
Besonders amüsant für die Alteingesessenen sind auch die Japaner mit ihren Lederhosenimitaten!

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cythere 23.09.2012, 15:53
83. Quote

Diese Kolumne ist großartig, weil sie zeigt, dass die Quote stimmt, wenn die Provokation sitzt. Also beschweren Sie sich allesamt nie wieder über die hohen Quoten des Unterschichtenfernsehens, wenn Sie sich so herrlich engagieren dank einer Unterschichtenkolumne.

Herrlich, dieser ganze Plebs!

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automaticfahrer 23.09.2012, 15:55
84.

Die Reaktionen einiger bayrischer Foristen legen für mich die Vermutung nahe, daß es da vielleicht den einen oder anderen Minderwertigkeitskomplex gegenüber uns Nordlichtern gibt. Warum eigentlich? Etwas mehr Souveränität, bitte! Was stört es die Eiche, wenn die Sau sich an ihr scheuert.

Nun seinerseits die Norddeutschen niederzumachen kommt mir doch einigermaßen kindisch vor
.
Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen, die wunderschöne Gegend um Rosenheim in mehreren Aufenthalten kennenzulernen und ich fand es großartig. Nette, offene Leute mit Interesse an dem offenkundig Norddeutschen, leckeres Essen, herrliche Landschaft mit Freizeitmöglichkeiten ohne Ende. Ich, als hanseatischer Agnostiker, trage mich ernsthaft mit dem Gedanken, meinen herannahenden Ruhestand dort zu verbringen.

Übrigens, um einen Irrtum hier mal aufzuklären, die Bezeichnung „Preiss“ für Hamburger mag südlich des Mains üblich sein, sie ist aber falsch. Hamburg war nie preußisch.:-)
Grüße aus Hamburg!

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a.f. 23.09.2012, 15:57
85.

nun,
ich lebe in einem kleinen Dorf südlich von München am Alpenrand. Weder wurden meine Kinder ausgegrenzt, weil sie die Kirche nicht besuchten, noch wird bei uns in dem Stil diskutiert, den wohl Frau Burmester so gewöhnt ist.
Ich war noch nie auf dem Oktoberfest, weil mir das Fest wohl ebenso zuwider ist, wie die Reeperbahn in Hamburg. Sowenig wie ich die Hamburger allgemein als Nutten und Zuhälter dank des Rufes der Reeperbahn bezeichne sowenig sollten die Bayern mit den Besoffenen des Oktoberfestes verglichen werden.

Ich trage meine Tracht dem Anlass entsprechend. Gewebt und genäht nicht von billiger Kinderarbeit aus Entwicklungsländern sondern von heimischen Webereien und Dirndlnäherinnen. Sowie eigener Handarbeit. Dass dieses Kleid auch weiter von meiner Tochter getragen wird und nicht nach dreimaligem Tragen im Abfall landet sollte vielleicht in dieser Zeit auch mal zu denken geben.
Und es ist nicht vergleichbar mit den Sepplkostümen die eine Frau Burmester als Tracht versteht.

Ich bin stolz darauf.
Darauf, auf meinen Dialekt, den ich auch meinen promovierenden Kindern vermittelt habe, und darauf, dass wir nicht die Methoden einer Frau Burmester brauchen um Hamburg oder andere Kulturen zu kritisieren.

Es gibt nämlich ein Nebeneinander der Kulturen hier in Bayern. Auch im ländlichen Bayern!

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triebtier 23.09.2012, 15:57
86. Ja mei, wissns dös net...

...die CSU hat doch auch die Alpen erfunden! Mit Hi(r)n-
dernissen kennt sie sich aus. Seins staad (Seien Sie still) jenseits des Weißwurst-Äquators ;-)

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hallodri80 23.09.2012, 15:58
87.

Sehr geehrte Frau Burmester, falls das Satire sein soll, was ich für Sie hoffe, muss ich leider sagen: schon lange keine so schlechte mehr gelesen. Hat der Spiegel das nötig? Falls das ihr Ernst ist, wovon ich leider ausgehe: Sie haben es tatsächlich geschafft, mit einer unglaublichen Arroganz einen aus der Kirche ausgetretenen CSU-verachtenden Bayern, der sich trotzdem in München und dem schönen Bayern sauwohl fühlt, so zu beleidigen, dass er ab sofort den Spiegel sogar auf Twitter völlig entfolgen wird. Das Spiegelabo hat er zum Glück schon vor einem Jahr beendet, da die Qualität des Spiegels seit geraumer Zeit nachlässt und mittlerweile wirklich am Boden zu sein scheint. Ich kann nur sagen Pfui....schämen Sie sich, und der verantwortliche Chefredakteur gleich mit dazu. Zugegeben, Sie haben nicht in allen Punkten unrecht - augenkollapserregende Faketrachten und Pseudooktoberfeste in anderen Städten gehen mir genauso auf den Zeiger. Aber dann beleidigen Sie diese Leute und nicht alle Bayern! Und übrigens: wären Sie einmal auf die Wiesn gegangen, wüssten Sie, dass dort vor allem Helles und kein Weissbier ausgeschenkt wird.

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mixolydisch 23.09.2012, 16:00
88.

Zitat von Palmstroem
Das Interessante ist doch, dass München eine doppelt so hohe "Ausländerquote" hat wie Berlin. Trotzdem hat Bayern keine Probleme damit - im Gegenteil. Selbst Preuß`n - die in Bayern noch mehr Ausländer sind als Afrikaner sind gut integriert - nur auf dem Oktoberfest fallen sie mit den verhunzten Lederhosen und kitschigen Dirndl´n auf. Ein echter Münchner würde sich in dem Aufzug schama!
Das liegt aber bestimmt nicht an der CSU, sondern eher an der regierenden "Linken" in München!

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j t 23.09.2012, 16:03
89.

Zitat von betasheet
Bayern ist bekannt für seine florierende Wirtschaft, die niedrige Arbeitslosenquote, für die durchschnittlich im bundesvergleich hohen Einkommen, für seine guten Schulen, für Tradition, konservative familiäre Werte, gutes Bier, BMW und Audi. Erzählt man irgendwo auf der Welt, dass man Deutscher ist, fällt bald darauf das Stichwort Oktoberfest! Diese Kolumne kotzt sich nur über die Bayern aus. Das so etwas bei SPON veröffentlicht wird, ist eine Schande!!
Offensichtlich haben Sie gar nicht verstanden, dass Frau Burmester lediglich auf den Vorschlag von Herrn Scharnagel, wonach sich Bayern von Deutschland abspalten sollte, eingegangen ist. Ich gebe zu, Frau Burmester hat es etwas überspitzt und pointiert dargestellt. Aber vielleicht haben Sie ja auch einen dieser wertigen bayerischen Bildungsabschlüsse. Dann sei es Ihnen nachgesehen, dass Sie den Beitrag nicht so verstehen können, wie er gemeint war. Trösten Sie sich, sie sind hier im Forum nicht alleine! Ich selbst habe Verwandtschaft in der Nähe vom Chiemsee und nehme schon ein Stück weit für mich in Anspruch, mit den Sitten und Gebräuchen der dortigen Eingeborenen etwas vertraut zu sein. Glauben Sie mir, die Bayern wirken auf den Rest der Deutschen, naja, wie soll ich es formulieren, sagen wir mal etwas sonderbar.

Maßgeblich tragen zu diesem sonderbaren Bild Figuren wie Seehofer, Dobrindt, Söder und andere CSU-Granden bei, die wirklich in jedes Mikrophon was man ihnen hinhält, ihre krude Sicht der Dinge rein quatschen. Sämtliche Bundesminister der CSU machen zunächst einmal bayerische Politik im Bundestag, nicht Bundespolitik! Kein anderer Landesverband nimmt sich so etwas heraus! Und dann wundern Sie sich, warum das Verhältnis vieler Deutscher zu den Bayern etwas ambivalent ist?

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