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Spott im Namen Darwins: Fisch frisst Fisch
sethness

An der Frage von Schöpfung und Evolution entzündet sich der Konflikt zwischen religiösen Fundamentalisten und wissenschaftsorientierten Menschen. Charles Darwin wird zur Identifikations- und Symbolfigur der Skeptiker und Religionsgegner - sie spotten und provozieren in seinem Namen. Spott im Namen Darwins: Fisch frisst Fisch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

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stanislaw 12.02.2012, 12:41
130.

Zitat von Walde
Aber Gott kommt mit Sicherheit auch ohne die Evolutionstheorie aus.
In der Tat tut er das rein theoretisch. Wenn man sich jedoch die Belege für Evolutionstheorie und für Gotttheorie ansieht, dann ist die Gotttheorie doch reichlich überholt.
Es ging jedoch darum, dass der OP behauptete, die überwältigende Mehrheit der Religionsanhänger zweifelt nicht an der Evolution, weil sie sich eben nicht widersprechen. Ein Eingeständnis, um die unwiderlegbaren Fakten aus der Evolutionstheorie mit dem Glauben zusammen zu bringen.
Die Frage ist nur, was soll ich mit einem Gott, der nicht das Leben erschaffen hat?

MfG Stefan Fröhlich
42 ;-)

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paul otto 12.02.2012, 12:42
131. Glaube gegen Glaube

Die Evolution innerhalb der Arten ist belegt und plausibel, alles andere äußerst wackelig. Der Selektionsdruck verhindert eher einen Artenwechsel, als ihn zu fördern - ein Regenwurm wird ein immer besserer Regenwurm werden und keine Beinchen kriegen, ein Reh ein immer besseres Reh und so hochkomplexe Systeme wie Fledermäuse oder Delphine sind mit "unvollständigem" Ortungssystem kaum im Überlebensvorteil. Unsere Lebenserfahrung spricht doch eher für etwas externe Software, wie auch immer man sich das vorstellen mag.

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cassandros 12.02.2012, 12:42
132. Beweislastumkehr

Zitat von neeanders
Irrtum, bei der Evolutionstheorie sind nicht nur "kleinere Zwischenschritte" noch nicht gefunden, sondern diese ist selbst in Kernaussagen noch nicht bewiesen!
Vorsätzliche Falschaussage!

Zitat von neeanders
Rätselhaft ist nach wie vor die Entstehung von Leben aus toter Materie und ein weiteres, großes Problem,
Ja und? Das ist ein schwieriges Problem, das aber wissenschaftlich erforscht wird.
Ein Scheinargument, dünner als Nebel an einem sonnigen Sommertag.

Zitat von neeanders
dass die ausgegrabenen Fossilien die Behauptung Darwins schlichtweg widerlegen, die heutigen hoch entwickelten Tierarten hätten sich durch Evolution aus einfacheren Formen herausentwickelt.
Vorsätzliche Desinformation!
Die fossilien belegen genau das!
Woraus sollen sich die heutigen hoch entwickelten Tiere "herausentwickelt" haben? Dem unkompensierten Spieltrieb eines imaginären Gottdings?


Zitat von neeanders
Also nix mit "wissenschaftlich belegt"!
Belegt ihr doch erstmals irgendwie minimal die Existenz eures Gottes.
Dann frage ich, woraus der sich entwickelt hat.

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Layer_8 12.02.2012, 12:42
133. Spinnen fressen Fliegen

Zitat von sysop
An der Frage von Schöpfung und Evolution entzündet sich der Konflikt zwischen religiösen Fundamentalisten und wissenschaftsorientierten Menschen. Charles Darwin wird zur Identifikations- und Symbolfigur der Skeptiker und Religionsgegner - sie spotten und provozieren in seinem Namen.
England hat historisch gesehen schon eine Sonderrolle, intellektuell gesehen. Shakespeare, Newton, Darwin, Maxwell et. al.

Deutschland steht dem aber nicht nach. Goethe, Gauß, Einstein, Heisenberg et. al.

Und möge jedwede Religion in absehbarer Zeit irrelevant werden

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blowup 12.02.2012, 12:42
134. Schnuller

Zitat von karloo
Natürlich kann die Evolutionstheorie nicht die Entstehung des Universums erklären - ist ja auch nicht ihr Ziel. Weil etwas (noch nicht) durch Wissenschaft erklärbar ist soll Religion diese Lücke füllen? Habe ich Sie da richtig verstanden? Bei mir muss zumindest die Lücke nicht mit einer Religion gefüllt werden - meine Welt existiert auch ohne einen Gott.
Einverstanden. Aber Wissenschaft unterliegt halt eben auch einem Wandel. Und vielleicht werden die Lücken irgenwann durch eine andere Art von Wissenschaft erklärt. Was mich stört, ist die Arroganz der Wissenschaft. Man tut, als wäre alles im Prinzip gelöst und jetzt braucht es noch ein paar Jahrzehnte oder vielleicht hundert Jahre mit den dann entsprechen Technologie und den Superrechnern und alles ist geklärt. Da glaube ich nicht im geringsten dran. Es wird - wie immer - überraschende Erkenntnisse und Denkmodelle geben, die vieles von dem, was wir heute so selbstverständlich glauben zu wissen, als ziemlich bemitleidenswert da stehen lassen. Das war immer so und wird immer so sein. Nur die jeweils aktuellen Forscher glauben, den Stein der Weisen zu haben. Pure Arroganz.

Sheldrake und andere zum Beispiel belegen recht deutlich, dass die neuen Erkenntnisse der Physik, Quantenmechanik etc., in der Biologie noch gar nicht angekommen sind. Das physikalische Grundwissen der Biologen fußt auf antiquierten Modellen. Da wird es sicherlich noch Überraschungen geben.

Religion braucht man deswegen aber auch nicht. Wobei man auch mal definieren müßte, was Religion eigentlich meint. Gibt es eigentlich nur die - in meinen Augen infantile - Religion der alten Männer mit Rauschbart etc., die zwar das ganze - unvorstellbare große - Universum geschaffen haben, aber offensichtlich den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als sich um die Moral der Menschen zu sorgen? Warum kann man nicht von einem Prinzip, einer Kraft etc. überzeugt sein, die wir zwar noch nicht kennen, die aber keinen antropomorhen Gott voraussetzt. Oder einen, dem die Menschen vollkommen gleichgültig sind, weil er sich mittlerweil andere Spielzeuge geschafft hat? Daran erkennt man, was Religion im Kern ist: ein Schnuller, Opium fürs Volk.

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Ylex 12.02.2012, 12:43
135. Religion ist lebenswichtig

Zitat von jenom
Ohne Religion, könnten vernünftige Lösungen für alle Probleme gefunden werden.
Nein, mit Sicherheit nicht. Ich gebe zu, dass die historische Rolle der Religion sehr problematisch bis destruktiv ist, heute hauptsächlich weil sie sich der Wissenschaften erwehren müssen, die die Religionen grundsätzlich in Frage stellen. Es werden wieder Zeiten kommen, in denen sich Religion und Wissenschaft nicht mehr "bekriegen" und sich als ein Nebeinander arrangieren - dazu müssen aber beide Federn lassen: die Wissenschaft muss ihren Anspruch aufgeben, ein allgemeingültiges Weltbild einführen zu können, und die Religion muss ihre praktischen Lebensgestaltungsansprüche aufgeben, nicht jedoch ihren jeweiligen Offenbarungscharakter. Religion ist lebenswichtig. Viele Menschen in der modernen Gesellschaft ahnen nicht einmal, wie sehr sie der Religionsverlust in ihrer Persönlichkeit deformiert - ich will mich da selbst nicht ausschließen.

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Ty Coon 12.02.2012, 12:44
136.

Zitat von neeanders
Irrtum, bei der Evolutionstheorie sind nicht nur "kleinere Zwischenschritte" noch nicht gefunden, sondern diese ist selbst in Kernaussagen noch nicht bewiesen.
Das ist schon ziemlich grober Unfug.

Zitat von
Rätselhaft ist nach wie vor die Entstehung von Leben aus toter Materie und ein weiteres, großes Problem, mit denen die Evolutionstheoretiker zu kämpfen haben ist
Evolutionsbiologen beschäftigen sich mit der Entstehung der Arten, nicht unbedingt mit der Entstehung des Lebens. Das Leben existiert -- was hätten Sie da gerne noch bewiesen bekommen?

Zitat von
dass die ausgegrabenen Fossilien die Behauptung Darwins schlichtweg widerlegen, die heutigen hoch entwickelten Tierarten hätten sich durch Evolution aus einfacheren Formen herausentwickelt.
Das werden Sie sicherlich auch genauer belegen können. Ohne weitere Ausführungen ist das nichts als Geraune.

Der Mensch ist ein Zufallsprodukt, es gibt keinen Masterplan der Schöpfung: das glaube ich nicht nur, davon bin ich überzeugt. Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, hätten die Säugetiere niemals den Planeten erobern und größer werden können. Vielleicht würden andernfalls heute Nachfahren von Dinos Satelliten ins All schießen und coole Ultrabooks basteln, die sich gut mit Krallen bedienen lassen.

Wenn überhaupt, sollten wir zu diesem Gesteinsbrocken beten, der möglicherweise vor rund 65 Mio. Jahren vor dem heutigen Mexiko ins Meer geflattert ist, und einmal artig danken! :)

Wer's locker nimmt, kann auch als Atheist gläubige Menschen respektieren. Andersherum muß ein Gläubiger kein Problem mit Darwin haben.

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stimmvieh_2011 12.02.2012, 12:44
137.

Zitat von karloo
Weil etwas (noch nicht) durch Wissenschaft erklärbar ist soll Religion diese Lücke füllen? Habe ich Sie da richtig verstanden? Bei mir muss zumindest die Lücke nicht mit einer Religion gefüllt werden - meine Welt existiert auch ohne einen Gott.
Strenggenommen war das schon immer die Funktion von Religion. Sie hat erklärt, was der Mensch nicht verstanden hat. Der Umfang dessen, was der Mensch nicht versteht, schrumpft und damit auch die Bedeutung von Religion.

Mein wissenschaftliches Weltbild ist wunderbar vereinbar mit einem Gott, der den Urknall herbeiführt und dann ein paar Milliarden Jahre zu schaut, wie die Naturwissenschaften ihm den Rest der Arbeit bis zur Schöpfung des Menschen abnehmen :D

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karloo 12.02.2012, 12:44
138.

Zitat von Mastermason
Danke für die Beleidigung. Wenn Sie mich kennen würden, würden Sie das Weichei ganz schnell zurücknehmen, aber das nur am Rande...
Das Ergebnis wäre dann wahrscheinlich (natürliche) Auslese. :)
Zitat von Mastermason
Sie haben also den ultimativen Beweis, dass Gott (oder wie auch immer eine höhere Wesenheit bezeichnet werden kann) nicht existiert? Na, dann bin ich mal gespannt, wie Sie mir Weichei das erklären wollen.
Den ultimativen Beweis braucht man als Atheist nicht da das Konzept eines Gottes garnicht existiert.
Denn auch unter Agnostiker existiert ja gar kein einheitlicher Begriff was denn dieser "Gott" überhaupt ist. Wie soll denn ein Beweis (für oder gegen) aussehen wenn nichtmal klar ist wonach gesucht werden soll.

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josifi 12.02.2012, 12:44
139.

Zitat von sagichned
Ich sehe schon, Sie kennen sich in der materie garnicht aus, was meine these bestätigt. MEnschen glauben an die Evolutionstheorie so wie die katholiken an die jungfrau maria. Es gibtr absolut keinen unterschied. Selbst darwin sagt, dass er es nicht verstehen kann, wieso man keine folssilen übergangsformen findet. Bis auf den heutigen tag sind keine fossilen übergangsformen von fischzu reptil, vom reptil zum seuger und vom reptil zum vogel bekannt.
Sie wissen schon, von welchen erdgeschichtlichen Zeiträumen Sie sprechen? Und nur weil etwas noch nicht gefunden ist, ist es nicht existent? Wissen Sie, wie wenige Prozent beispielsweise der Meere erst erforscht/bekannt sind?
Übrigens: Ich denke schon, dass ich mich mit dieser Materie etwas auskenne... ;-)

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