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Stalingrad-Traumata: "Kinder tragen den Schmerz ihrer Eltern"
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Die Schlacht von Stalingrad hat Generationen traumatisiert, die Überlebenden sind geprägt von Grauen, Leid und Hunger. Die US-Therapeutin Marilyn Murray behandelt seit Jahren Betroffene in Russland. Im Interview spricht sie über zerrüttete Familien und das Schweigen der Eltern und Großeltern. Russland: Stalingrad bleibt ein Symbol der Tapferkeit - SPIEGEL ONLINE

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schwarzes_lamm 01.02.2013, 18:11
30.

Zitat von uspae2007
da gibt es doch und immer wieder Menschen, welche sich der Kriegsverbrechen der Deutschen nicht schämen.Es war die Sowjetunion welche die Hauptlast des 2. Weltkrieges getragen hat, mit 25 Mio Toten und sie war der Befreier vom Nazitum. Das wil man heute nicht mehr so recht wissen, eine wirkliche Schande.
Selbst ehemalige sowjetische Historiker, die nach dem Amtsantritt Gorbatscchows in der Moskauer Giftkammer , sprich dem sowjetische Staatsarchiv, forschen konnten, sprachen von 15 Mio. Opfern in der Sowjetunion .
In Zeiten des kalten Krieges sprach die verordnete Propaganda im Osten von 20 Mio. Opfern - daher ist es mir ein Rätsel, woher die Opferzahl von 25 Mio. herkommt.

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Jens Schuetz 01.02.2013, 18:12
31. Zuvorgekommen?

Zitat von chefchen1
- ohne Wehrmacht wäre die Rote Armee nicht nach Berlin gekommen. Einfach mal drüber nachdenken!
So denkt man in Deutschland.
In Russland hingegen kursiert die Theorie das Russland vor dem Angriff schon viele Truppen an der Grenze zusammenzog um mit Deutschland das gleiche zu machen.
Nun kann man diskutieren ob sie einen deutschen Angriff erahnt hatten und sich einfach nur gut vorbereitet hatten. Das Stalin vom deutschen Angriff aber so ueberrascht war und es nicht wahr haben wollte spricht dagegen.
Wer weiss mehr?
Danke.

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Hinkucker 01.02.2013, 18:18
32.

Zitat von bennysalomon
Tut es aber wie ich meine bewußt. Die Deutschen haben in Russland 25 Millionen Menschen grausam ermordet. Was denken Sie in welchem Zustand die Russen hier her gekommen sind? Und natürlich war es eine Befreiung, da die Deutschen dazu unfähig waren. Natürlich nicht für Deutsche wie Sie.

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ernstjüngerfan 01.02.2013, 18:21
33. Mörderische Befreier

Zitat von supra_crepidam
Ist alles unbestritten. Ich kann trotzdem nicht erkennen, warum eine mordende, vergewaltigende Bande, die eine Diktatur durch eine andere ersetzt, als Befreier bezeichnet werden sollte.
Das ist ja auch das Verstörende an der sog. "Befreiungsrede" des damaligen Bundepräsidenten von Weizsäcker anno 1985.

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ernstjüngerfan 01.02.2013, 18:24
34. Mörderische Befreier

Zitat von supra_crepidam
Ist alles unbestritten. Ich kann trotzdem nicht erkennen, warum eine mordende, vergewaltigende Bande, die eine Diktatur durch eine andere ersetzt, als Befreier bezeichnet werden sollte.
Das ist ja auch das Verstörende an der sog. „Befreiungsrede“ des ehemaligen Bundespräsidenten von Weizsäcker anno 1985

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balanc0 01.02.2013, 18:28
35.

Zitat von Jens Schuetz
So denkt man in Deutschland. In Russland hingegen kursiert die Theorie das Russland vor dem Angriff schon viele Truppen an der Grenze zusammenzog um mit Deutschland das gleiche zu machen. Nun kann man diskutieren ob sie einen deutschen Angriff erahnt hatten und sich einfach nur gut vorbereitet hatten. Das Stalin vom deutschen Angriff aber so ueberrascht war und es nicht wahr haben wollte spricht dagegen. Wer weiss mehr? Danke.
Die Russen hatten um die helfte der Truppen an der Grenze. Ich würde
Sie fragen wo Sie ihre Truppen zusammenziehen würden um sich zu verteidigen bestimmt nicht da wo es keine Feinde gibt ?

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andy69 01.02.2013, 18:32
36. Ansichtssache

Zitat von uspae2007
da gibt es doch und immer wieder Menschen, welche sich der Kriegsverbrechen der Deutschen nicht schämen.Es war die Sowjetunion welche die Hauptlast des 2. Weltkrieges getragen hat, mit 25 Mio Toten und sie war der Befreier vom Nazitum. Das wil man heute nicht mehr so recht wissen, eine wirkliche Schande.
Für mich waren eher Amerikaner und Engländer Befreier. Russland war damals unter einer genauso menschenverachtenden Führung wie Deutschland.
Die vielen Toten auf russischer Seite kamen ja auch daher, dass Stalin seine Soldaten hemmungslos opferte, egal wie viele (Tausende liefen sinnlos ohne Waffen ins Feuer der Deutschen), oder er Evakuierungen der Zivilbevölkerung untersagte - Menschenleben waren diesem Schwein genauso egal wie dem Schwein in der Wolfsschanze...

Und Freiheit hatten die Menschen im russischen Sektor 40 Jahre danach noch nicht - nur eine andere Diktatur.

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Reinhardt Gutsche 01.02.2013, 18:37
37. Ein Elysée-Vertrag mit Rußland ?

Auf einem Sylter Friedhof gibt es eine Ehrentafel für die im II. Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten, getrennt nach zwei Kategorien: Westfront und Ostfront. Die Proportionen dieser beiden Kategorien sagen mehr als dicke historiographische Studien: Auf einen an der Westfront Gefallenen kamen neun an der Ostfront. Daraus folgt, daß der eigentliche II. Weltkrieg (zumindest sein europäischer Teil) im Osten statt fand. Dort, und nirgendwo anders, starben mehr Menschen, sei es als Kombattanten oder Zivilisten, als je in Kriegen der Menschheit in so kurzer Zeit gestorben sind. Es war der opferreichste Krieg der Menschheitsgeschichte. Es war überdies der erste, als solcher auch explizit deklarierte Weltanschauungskrieg, anfangs geführt im Namen einer sich als überlegen gierende germanische Herrenrasse gegen die als minderwertig und lebensunwürdig diffamierte „bolschewistisch-jüdisch-slawische Untermenschenrasse“, in der Niedergangsphase des Krieges geführt als Verteidigungskrieg des zivilisierten „Europas“ gegen die asiatischen bolschewistischen Horden aus dem Osten. Es war nichts anderes als die bellizistische Fortsetzung des hitleristischen Kernprogramms, die „Ausrottung des Marxismus mit Stumpf und Stiel“, wie es der frisch ernannte Reichskanzler der Reichswehrführung am 3. Februar 1933 versprochen hatte. Was die Kriegsschuld anbetrifft, so wird man nicht behaupten können, daß Deutschland von der Sowjetunion überfallen wurde, um ein berühmtes Wort von Clémanceau in Bezug auf die Kriegsschuldfrage des I. Weltkrieges abzuwandeln. Willy Brandt hat sich in einer historisch einmaligen Demutsgeste vor dem Warschauer Denkmal des Ghettoaufstandes für die in deutschem Namen verübte Shoa entschuldigt. Helmut Kohl und François Mitterand haben sich in rekonzilianter Geste über den Gräbern von Verdun die Hände gereicht, die „Erbfeindschaft“ endgültig beendend. Gerhard Schröder hat mit seiner Teilnahme an den Gedenkfeiern zur alliierten Landung in der Normandie 2004 eindeutig Farbe bekannt. Sogar kleineren Opfergruppen wie den Schwulen und den Sinti und Roma wurden eigene Denkmäler gewidmet. Wann wird deutscherseits endlich der größten aller Opfergruppen und dem mit Abstand wichtigsten Kriegsfeind Hitler-Deutschlands eine ebenbürtige Ehrung und Geste der Versöhnung zuteil? Solange dies nicht geschieht und Daten wie der Jahrestag der Schlacht von Stalingrad oder gar des 22. Juni (2011) von den Repräsentanten des heutigen Deutschlands nicht einmal eine Erklärung, geschweige denn eine Sondersitzung des Bundestages oder wenigstens eine Kranzniederlegung in Treptow wert ist, solange muß sich Deutschland den Verdacht gefallen lassen, daß in vielen Köpfen der Krieg gegen die Sowjetunion im Gegensatz zu allen übrigen Untaten Hitler-Deutschlands kein Unrecht, dessen Ziele gerechtfertigt und sein Ausgang für Deutschland ein Unglück war, aber vielleicht letztlich doch noch nicht endgültig verloren ist...

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jolip 01.02.2013, 18:41
38. Vorbereitung

Zitat von Jens Schuetz
So denkt man in Deutschland. In Russland hingegen kursiert die Theorie das Russland vor dem Angriff schon viele Truppen an der Grenze zusammenzog um mit Deutschland das gleiche zu machen. Nun kann man diskutieren ob sie einen deutschen Angriff erahnt hatten und sich einfach nur gut vorbereitet hatten. Das Stalin vom deutschen Angriff aber so ueberrascht war und es nicht wahr haben wollte spricht dagegen. Wer weiss mehr? Danke.
Wenn Sie sich das Deasaster in der Roten Armee nach Kriegsbeginn als gute Vorbereitung bezeichnen, würde mich dann doch interessieren, wie eine schlechte Vorbereitung ausgesehen hätte.
MFG
jolip

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hbmaenchen 01.02.2013, 18:43
39. Eigenartig

das die Trauma die Soldaten hatten. Was mit den Zivilisten, erst den Russen und den Polen, dann den Deutschen die Raub, Vergewaltigung und Mord erlebten, durch Soldaten!
Auch muss doch doch gesagt werden das die Verluste der Sowjets dramatisch hoch waren. Noch ein paar solcher Siege wie Stalingrad und die rote Armee hätte keine Soldaten mehr gehabt, was also gibt es da zu feiern?

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