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Steile These: Die Menschen werden dümmer
Corbis

Wann erreichen die Menschen ihren intellektuellen Zenit? Ein US-Forscher hat eine provokante Theorie: Es war schon vor mehreren tausend Jahren, seitdem befinden wir uns im Sinkflug. Als Erklärung dienen neben den Genen frühzeitliche Jäger - und Banker-Boni. Steile These von Gerald Crabtree: Die Menschen werden immer dümmer - SPIEGEL ONLINE

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pcpero 25.11.2012, 09:32
340. Relation & Perspektive,

Zitat von spon-facebook-10000259994
Nach dieser These wurden alles Jäger aussortiert welche, nicht schlau genug waren, wodurch die Intelligenz nur steigen konnte. Nun sind aber die Frauen nicht jagen gegangen und wurden dieser These nach nicht aussortiert, also hat sich das Erbgut sehr wohl gehalten …. Erst kürzlich habe ich eine andere These gelesen, nach der die Menschen vor 100 eben nicht dümmer waren als wir heute. Würde man das Wachstum des iQs zurückrechnen wäre der damalige Durchschnitt bei 70 gelegen, wohingegen er heute bei 100 liegt und 70 die Grenze zur geistigen Behinderung bedeutet. Offensichtlich war der Durchschnitts Mensch vor 100 Jahren aber nicht geistig Behindert, somit stellt sich die Frage warum sie dann einen so geringeren IQ hatten. Die simple aber durchdachte These lautet also: Wenn wir den IQ genauer anschauen, testet er all jene Dinge, welche heutzutage für das Schul und Berufsleben wichtig sind,also vor allem abstrakte Denkweisen welche durch unser Bildungssystem zwangsläufig ansteigen. Man kann also sagen, dass die Menschen von 100 Jahren lediglich Praktisch gedacht haben und weniger abstrakt.
Der IQ bringt uns hier nicht weiter. Viel wichtiger istheutzutage die Sozialkompetenz, weil wir in Gemeinschaften/Teams interagieren, und nicht solitär als Hochintelligenzler in der Einöde. Ich halte jedoch die Pauschalierung auf alle Menschen für falsch, da sie eben nicht die Spezialisierung der Gruppe berücksichtigt. Die These könnte richtig sein, wenn man die fortschreitende Bequemlichkeit als Ursache heranzieht, denn ohne die Herausforderungen zu kreativem, adäquaten Handeln stimmt die Vermutung. Aber auch nur in der Regression von Kompetenzen, die sich in neuronalen Verschaltungen zeigen. Aber kann ein Waldläufer am PC für dumm gelten?

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welthungerkrise 03.12.2012, 14:12
341. ist alles so gewollt

ein dummer konsument ist besser als ein schlauer. zumindestens bei dem dreck den wir konsumieren sollen.

das fernsehprogramm ist auch nicht gottgegeben, dort wird mit voller absicht die neuen generationen verdummt/geprägt.

und da wir in fast allen lebensbereichen unsere fähigkeiten nach außen auslagern, werden wir dümmer und unsere technologie intelligenter. ein taschenrechner ist ein einfaches beispiel für dieses prinzip. derjenige der ihn entwickelt hat, ist sicherlich in sachen mathematik nicht dümmer geworden, aber die breite masse die ihn regelmäßig nutzt auf jeden fall.


ps: interessante these yifter

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welthungerkrise 04.12.2012, 22:32
342.

Zitat von M_Natas
Kant ist nicht allzu schwer, sobald man sich an seine Sprache gewöhnt hat.
ist das im grunde nicht mit allem so :)

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demokratie-troll 14.06.2013, 10:21
343. Gewisse Dinge sind anders nicht zu erklären^^

Zitat von sysop
Leiste sich dagegen heute ein Wall-Street-Banker ein falsches Urteil, so bekomme er einen dennoch dicken Bonus und sei ein attraktiver Partner, schreibt der Entwicklungsbiologe, der offensichtlich Freude daran hat, seine These mit plakativen Beispielen zu unterfüttern.
Nur Gehirnschrumpfung kann diese Gesellschaft noch erklären: Irgendwie musste der Wissenschaftler ja erklären, warum Bonusbanker ein besonders kleines Gehirn haben und dabei trotzdem so besonders erfolgreich sind, diesen Mangel an all die Habenichtse zu vergemeinschaften, auf deren Kosten er sein närrisches Luxusleben führt.

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PHein 14.06.2013, 11:45
344. Intelligenz

Die Menschen sollten nicht den Fehler machen zu glauben, dass sie als einziges Lebewesen schlau sind und immer schlauer werden und ihre Eigenschaften nicht weitervererben würden.

Der Mensch wird im Schnitt tatsächlich dümmer, weil durch teilweise übertriebene Chancengleichheit Intelligente ausgebremst werden.

Noch ein wichtiger Punkt: Alle Menschen sind nicht aus dem Grund gleich viel wert, weil sie alle gleich viel können und gleich gut sind, sondern weil alle Menschen sind. Es gibt auch Menschen, die sehr wenig können und ziemlich talentfrei sind. Dann muss man akzeptieren. Trotzdem sind sie vollwertige Menschen und haben den Respekt aller verdient.

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spejismo 14.06.2013, 12:22
345. Über den unwesentlichen Überfluss.

Zitat von sysop
Wann erreichen die Menschen ihren intellektuellen Zenit? Ein US-Forscher hat eine provokante Theorie: Es war schon vor mehreren tausend Jahren, seitdem befinden wir uns im Sinkflug. Als Erklärung dienen neben den Genen frühzeitliche Jäger - und Banker-Boni.
"Ich würde wetten, dass ein DURCHSCHNITTLICHER Bürger aus dem Athen vor 3000 Jahren, der plötzlich in unserer Zeit auftauchen würde, einer der hellsten und intellektuellsten Köpfe wäre. Mit einem guten Gedächtnis, einer großen Palette von Ideen und einem klaren Blick für das WESENTLICHE." –Sagt der US-Forscher Crabtree.

Ich finde, das ist ein sehr wesentlicher Aspekt.
Der Kern des "Untergangs" unseres Gehirns fing mit dem Überfluss an Unwesentliches an.
Wir produzieren alles Mögliche, konsumieren ES auch, und zerstören uns langsam dabei.
Die Nahrungsindustrie ist ein gutes Beispiel dafür.
Aber auch das so genannte Kultur-Establishment bietet einen Überfluss an Unwesentliches.
Kultur ist in den westlichen Ländern im Überfluss vorhanden und die wird überall exportiert.
Wir ersticken in Angeboten von Produkten aus Musik, Büchern, Bildern, Filmen, die als Kulturgüter betrachten und vermarkten werden. Das heißt, ein Überfluss an unwesentliche Kreativität ist im Gange und der Mensch -der Konsument- nimmt sich nicht mal die Zeit diesen Überfluss zu hinterfragen. Es wir weiter und weiter konsumiert OHNE zu reflektieren, bis wir platzen.
Mich ärgern am meisten die Kulturbetrieben, Kulturvertreiber, Kulturattachés, Kultursenatoren, etc, weil die diejenigen sind, die entscheiden, was Kultur ist oder nicht. Sie entscheiden über das Wesentliche oder das Unwesentliche der Kreativität.
Und leider muss man auch in der Kulturszene feststellen, dass der Überfluss an Unwesentliches auf dem Vormarsch ist.
Aber wenn die Kunst die kernige ESSENZ ihres Wesens verliert,
dann können wir uns nicht wundern, wenn der DURCHSHNITTLICHE Mensch das AUCH tut.

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