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Steile These: Die Menschen werden dümmer
Corbis

Wann erreichen die Menschen ihren intellektuellen Zenit? Ein US-Forscher hat eine provokante Theorie: Es war schon vor mehreren tausend Jahren, seitdem befinden wir uns im Sinkflug. Als Erklärung dienen neben den Genen frühzeitliche Jäger - und Banker-Boni. Steile These von Gerald Crabtree: Die Menschen werden immer dümmer - SPIEGEL ONLINE

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muellerthomas 13.11.2012, 15:30
50.

Zitat von tart
...ist, dass seine Intelligenz nicht nur von den Genen abhängig ist. Ich bin mir sicher dass sich bei optimaler Erziehung und Förderung der Durchschnitts- IQ enorm steigern lassen würde. Das die westliche Gesellschaft mom. durchaus eine Phase der Verblödung durchmacht kann durchaus sein,-)))
Tatsächlich werden die IQ-Test seit Jahrzehnten immer wieder so angepasst, dass ein Durchschnittswert von 100 herauskommt. Ohne diese Anpassung wäre der Wert jedoch nicht, wie offenbar hier viele annehmen, niedriger, sondern wesentlich höher.

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rainer24 13.11.2012, 15:30
51. Zuviel Sarrazin gelesen?

Was ich hier an Sozialdarwinismus lese grenzt teilweise schon an Beleidigung. Was ist den mit der Säuglingssterblichkeit,die noch nie so niedrig war, wie heute? Wieviel Da Vincis, Hawkings usw. sind in dieser Zeit bereits an leicht behandelbaren Krankheiten, Hungersnöten oder Gewalttaten im noch nicht produktiven Alter verstorben? Nur der durchschnittliche IQ war immer 100.

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petrapanther 13.11.2012, 15:31
52.

Zitat von zweistein59
so sehen. Mache grad die Erfahrung, das ca. 70 Jahre ausreichten um aus unseren Mitbürgern eine graue, willenlose Masse zu machen, welche nur noch reflexartig auf äußere Einflüsse reagiert. Die Fähigkeit, mittels Verstand Ursache, Wirkung und Handlung in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen ist beunruhigend degenerativ.
Vor 70 Jahren schrieb man das Jahr 1942. Die Bezeichnung "graue, willenlose Masse" dürfte die Bewohner des Dritten Reiches wohl besser beschreiben als Ihre heutigen Mitbürger, finden Sie nicht?

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SirLurchi 13.11.2012, 15:31
53. Lol!

Zitat von wahrsager23
So, so, wer ist denn dem GröFaz und seiner Knalltütencharge hinterhergelaufen? Das sind jetzt diejenigen, die über die Jugend schimpfen. Einfach mal diesen vermeintlichen, früher war alles besser-Mist nicht glauben.
Ja! - Die behaupten von uns, wir würden den Wohlstand genießen, den sie aufgebaut hätten ... Die haben ja auch halb Europa in Schutt und Asche gelegt, es war ihre Schei...-Pflicht, wie aufzuräumen.

Und besonders intelligent war es obendrein auch nicht!

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hyperinflation 13.11.2012, 15:31
54.

Was er völlig übersehen hat, der große Knick kam mit der Einführung der privaten Fernsehsender.
Ab diesen Zeitpunkt hat sich die Intelligenz der Zuschauer tatsächlich auf das Lebensnotwendige reduziert (z.B. Bierflasche öffnen).

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Ben de Haas 13.11.2012, 15:32
55. bevor die kulturpessimisten hier...

...das weihnachtsfest vorziehen - ein reality check:

- http://en.wikipedia.org/wiki/Flynn_effect

das, was ein IQ-test misst, ist im mittel ueber das letzte jahrhundert deutlich und kontinuierlich gestiegen. das sind die empirischen daten, auch wenn's missfaellt. das sagt natuerlich nicht unbedingt etwas ueber die letzten paar jahrtausende aus. aber ueber die wahrnehmungen derjenigen, die 'degeneration' zu ihren lebzeiten ausgemacht haben wollen.

- der selektionsdruck, dem jaeger und sammler ausgesetzt waren, war sicher ein anderer als der dem sesshafte gesellschaften ausgesetzt waren und sind. aber die frage ist welche art von 'intelligenz' er beguenstigt. ich wage zu bezweifeln, dass es um z.b. die eines quantenphysikers geht. die lebenserwartung stephen hawkings im busch waere doch eher begrenzt.

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balces 13.11.2012, 15:32
56. optional

Der Mensch hat meiner Meinung nach so viele unterschiedliche intellektuelle Fähigkeiten, dass es nicht wirklich sinnvoll ist, von der Intelligenz an sich oder einem Intelligenzquotienten zu sprechen. Daher ist mir die These dieses Wissenschaftlers viel zu plakativ. Auf einzelne intellektuelle Fähigkeiten angewandt, hat er aber sicherlich recht. So war es früher bestimmt wichtiger als heute, ein gutes Gedächtnis zu besitzen oder eine lebensgefährliche Situation blitzschnell erfassen zu können. Menschen, die das konnten, haben sich also eher fortgepflanzt. Umgekehrt, nehmen Sie mal ein Computergenie von heute oder einen theoretischen Physiker. Die können ihre Talente in unserer Zeit voll entfalten, wären aber früher aufgeschmissen gewesen. Denn was hätten sie, bitte schön, in der Steinzeit mit ihren geistigen Fähigkeiten anfangen sollen? Allerdings brauchen wir keine Angst zu haben, irgendwann nur noch von Computergenies umgeben zu sein: Die Kriterien für die Partnerwahl sind nämlich zum großen Teil sehr konservativ und richten sich immer noch nach den Anforderungen der Steinzeit (macht ja vielleicht auch Sinn, denn wer weiß, vielleicht lande ich mal wieder in der Steinzeit und dann will ich schließlich mit meinem Partner und meinen Kindern überleben)

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Olaf 13.11.2012, 15:38
57.

Zitat von Europa!
Intelligenz ist sehr schwer messbar. Eine körperliche Degeneration erscheint mir viel wahrscheinlicher. Aber auch die wird überkompensiert durch bessere Werkzeuge, Arbeitsteilung und Ernährung. Dass die Menschen im Mittelalter viel kleiner waren, sieht man ja zum Beispiel an den Ritterrüstungen.Ob sie weniger leistungsfähig waren, ist eine andere Frage.
Intelligenz ist auch eine Frage der Ernährung und der medizinischen Versorgung gerade im Kindesalter.

Und die dürfte heute besser sein als früher, jedenfalls in den Industrieländern.

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barlog 13.11.2012, 15:41
58.

Zitat von schnitti23
In der Tat: Vergleicht man die Menschen vergangener Jahrtausende, so konnten die damals weit mehr als heute. Man wußte ohne Uhr die Tageszeit, das Handwerk war unerreicht, man verstand die Zeichen der Natur usw. Sie waren zwar nicht so gebildet wie heute, denn Schulen gabs nur wenige. Aber intellektuell waren sie uns überlegen. Was haben wir heute? Verblödungsfernsehen, was viele auch noch gut finden. Kopfrechnen ist völlig aus der Mode, können nur noch wenige. Schreiben und lesen ist für viele Neuzeitmenschen schwierig. Insgesamt gesehen kann man der These nur zustimmen.
In der Tat, das sehe ich genauso.
Wenn sich Menschen unserer westlichen Gesellschaft nicht gerade in einer Aus- oder Weiterbildungssituation befinden, bewegen sie sich in einer Welt, die von Jahr zu Jahr weiter so so ausgebaut wird, daß Körper und Hirn immer weniger gefordert werden.
Ob Komfortfunktionen im Auto, Computerprogramme, Suchmaschinenbedienung . ...überall werden immer mehr Schritte zu automatischen Abläufen verknüpft und, was ich auch sehr bemerkenswert finde: Gute Handwerker sterben aus.

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disi123 13.11.2012, 15:45
59. Naja

Zitat von s.n.a.f.u
...ich habe es schon seit längerem Vermutet. Wir bauen massiv ab. Ich dachte ja unser Zenit war im 17 Jh. im Zenit der Aufklärung. Mit solchen Genies wie Mozart, B eethoven und Adam Weishaupt... ;) Wenn diese These stimmt, kann ich die Entwicklungen, vorallem in der westlichen Welt, umso besser nachvollziehen...
Ueber Mozart, Beethoven usw. wurde ja auch berichtet. Ueber normale Buerger wurde kaum geschrieben, wenn diese ueberhaupt lesen und schreiben konnten.

Wir stehen auf Schultern von Giganten. Allerdings muessen wir das auch erst einmal alles begreifen was dort erdacht wurde, um darauf aufbauen zu koennen.
Nehmen Sie einen beliebigen Menschen aus dieser Zeit mit einem normalen Hauptschulabschluss und schicken ihn ins Europa des 12. Jahrhunderts. Er wuerde als Held und Genie gefeiert werden, schon alleine weil er mit dem arabisch/inidischem Zahlensystem umgehen kann.

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