Forum: Blogs
Steile These: Die Menschen werden dümmer
Corbis

Wann erreichen die Menschen ihren intellektuellen Zenit? Ein US-Forscher hat eine provokante Theorie: Es war schon vor mehreren tausend Jahren, seitdem befinden wir uns im Sinkflug. Als Erklärung dienen neben den Genen frühzeitliche Jäger - und Banker-Boni. Steile These von Gerald Crabtree: Die Menschen werden immer dümmer - SPIEGEL ONLINE

Seite 9 von 35
Severian 13.11.2012, 16:01
80. Es ist doch wohl allgemein bekannt,

Zitat von Hafenschiff
Und auch schon zu Kants Zeiten konnte kaum jemand seinen Gedankengängen folgen. Kant war ja nicht der Normalfall seiner Zeit, sondern auch damals einer der intellektuell führenden Köpfe. In seiner Zeit hätte 70% der Bevölkerung seine Texte noch nicht mal lesen können (weil Analphabeten), geschweige denn verstehen.
dass man um 1750 jeden x-beliebigen Königsberger auf der Strasse um eine kurze Kritik der reinen Vernunft oder eine kleine Metaphysik der Sitten bitten konnte. Kant war einfach geschickt genug, sich die finanziellen Mittel für die Niederschrift jener Gedankengänge beschaffen zu können, die ohnehin für Hinz und Kunz bereits evident waren. Damit würde er übrigens gut in die heutige Zeit passen.

Beitrag melden
chunky 13.11.2012, 16:01
81.

Zitat von sysop
Wird die Menschheit also durch fehlenden Selektionsdruck langsam, aber sicher immer dümmer, so dass die Menschen irgendwann in einer fernen Zukunft nur noch stumpf die Wiederholungen von Serien auf Fernsehern gucken, die sie schon längst nicht mehr selbst konstruieren können
Wieso "in ferner Zukunft?" Das ist doch schon längst Realität! Oder kennt jemand eine deutsche Firma, die LCD-Panels produziert?
Und beim Thema Fernsehserien fällt mir eine noch steilere These ein: Die Erfindung der "Scripted Reality" Formate hat die Geschwindigkeit der Menschheitsverdummung potenziert... x-p

Beitrag melden
philipp234 13.11.2012, 16:02
82. Beispiel verdreht

"Ob also allein der hellste Kopf der erfolgreichste Jäger war, ist fraglich." - Das ist nicht die Konsequenz aus dem Beispiel - die lautet nämlich: "Die Dummen sterben bei der Jagd! Ob der Stärkste stärker wird oder der Schwächste stirbt ist jedoch ein großer Unterschied!

Beitrag melden
thisiswhatwedo 13.11.2012, 16:02
83. Westliche Werte überlegen ?

Ich finde das der Intellekt; oder die Intelligenz des Menschen schon lange Entzaubert ist ! Da wir immer mehr in Zellenkosmos existieren; geht auch die Fähigkeit verloren ein gewisses Maß zu halten. Ob Dumm oder Klug; beides entspringt aus einem Fluss ! Und Sie werden sich immer Ähnlicher; !?!

Beitrag melden
Friedrich Hattendorf 13.11.2012, 16:03
84. Jäger-Boni

Zitat von Willi Wacker
"...frühzeitliche Jäger - und Banker-Boni" Was sind Jäger-Boni?
ganz einfach:

wer das Mammut umgebracht hatte, bekam das grössere Bratenstück

Beitrag melden
JoschSche 13.11.2012, 16:04
85. ...

Zitat von sysop
Wann erreichen die Menschen ihren intellektuellen Zenit? Ein US-Forscher hat eine provokante Theorie: Es war schon vor mehreren tausend Jahren, seitdem befinden wir uns im Sinkflug. Als Erklärung dienen neben den Genen frühzeitliche Jäger - und Banker-Boni...
Diese These ist - aller oberflächlichen Sinnhaftigkeit zum Trotze - barer Unsinn und bestenfalls dazu geeignet, Sozialdarwinisten die verstaubte Argumentekiste zu füllen.

Es wird der unbestreitbare Umstand ignoriert, dass der Selektionsdruck für Individuen der menschlichen Spezies heute kaum noch von direkter Auseinandersetzung mit Mutter Natur geprägt ist. Dank arbeitsteiliger und hochorganisierter Gesellschaft ist die Spezies heute zwar um Längen überlebensfähiger als sie es zuvor je war - aber zugleich stellt das Leben in solch komplexen Strukturen dramatisch höhere interlektuelle Anforderungen an die Indiviuen als alles was zuvor da war.

Seine Wette, antike Griechen würden heute alarmautomatisch "brillieren" würde der Forscher krachend verlieren. Allein Wissenschaft und Kommunikation von heute wären schon enorme Hürden für Altertümler, überhaupt erst effizient zu werden...

Allerdings - der Selektionsdruck hat sich im Laufe der Entwicklung zunehmend auf die Ebene der Eigenschaften und Strukturen der Gesellschaften verlagert. Deren vorläufige Fehlentwicklungen - siehe Raubbau am Lebensraum, Geld- und Eigentumswahn, Schwachsinns-Unterhaltung u.v.m. - sind nicht zu bestreiten. Deren Ursache liegt (schon immer) in fehlerhaften Denk-, Herrschafts- und Machtstrukturen, an denen festgehalten wird - obwohl sie sich längst als untauglich erwiesen haben.

Jedoch ist die Spezies insgesamt in ihren "soften" Überlebenskollektiven (Gesellschaften) in nie da gewesenem Ausmaß flexibel. Innerhalb einer Generation könnte diese sich selbst auf dramatisch veränderte Lebensbedingungen einstellen.

Außerdem: Wäre etwas an der "steilen These" dran, müssten Menschen die heute noch wie vor Jahrtausenden leben (und die gibt es...), längst "brillieren". Wir wissen, dass genau das Gegenteil der Fall ist...

Beitrag melden
frodosix 13.11.2012, 16:04
86. Das alles

Klar vermehren sich in heutigen Zeiten auch dumme Menschen. Wenn man der Erbguttheorie folgt heißt das aber nicht, dass alle Menschen immer dümmer werden. Schließlich wird es ja auch Mutationen geben, welche sich positiv auf die Intelligenz auswirken. Auch diese Menschen vermehren sich und geben ihr Erbgut weiter.
Die korrekte Überschrift wäre also nicht "Die Menschen werden dümmer", sondern "Dumme Menschen sterben nicht mehr aus".

Beitrag melden
wahrsager23 13.11.2012, 16:04
87.

Zitat von inci2
die dürften aber mittlerweile fast alle verstorben sein. bis auf die paar ausnahmen die älter als 90 oder 95 jahre sind. das ist ja fast schon ein beispiel für die steile these :-)
Es gibt auch Kinder aus der Zeit, die gerne von "früher" reden und wie gut es da war, das scheint wohl eine Verklärung der Jugend zu sein, auch wenn manche Kinder hungern mussten oder massig Tote gesehen haben.
Zitat von
ich schimpfe auch über die "jugend" und ich bin mitte 50. und meine tochter anfang 30, schimpft auch schon über die "jugend".
Wo hat es denn die Jugend her? Sind die Alten alle Intelligenzbestien?
Wer hat denn einen Riesenschuldenberg aufgebaut?
Wer hat denn die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert?
Die Jugend wohl kaum, es gibt genug Jugendliche, die sich für eine bessere Welt engagieren. Die wissen allerdings heutzutage nicht mehr genau, was in Goethes Faust steht, aber ist dieses Wissen überlebenswichtiger, wie sich heutzutage mit Computern auszukennen?

Zitat von
festzustellen ist, daß ein großer teil der menschen bestimmte dinge einfach nicht mehr machen. etwas nicht tun, es aber trotzdem können, sind auch 2 verschiedene paar schuhe.
Zeiten ändern sich, sie können doch auch kein Pferd beschlagen, sondern sie wechseln Reifen. Also so geht es auch der heutigen Generation, die können Internet-Votes machen, aber lesen nicht irgendwelche alten Literatur-Schinken. Dieselben Botschaften kann man auch im Internet nachlesen.

Zitat von
ich rechne wechselgeld schon aus, bevor die kasse das ausgespuckt hat. liegt daran, daß ich eben früher auch viel kassentätigkeit hatte.
Ja mei, ist ein netter Zeitvertreib, es gibt auch Jugendliche, die bei Rechenmeisterschaften teilnehmen.

Zitat von
die meisten tun das vielleicht nicht. das heisst aber noch lange nicht, daß sie es nicht könnten.
Ja, es wird das gemacht, was notwendig ist. Die Notwendigkeit bzw. Herausforderung bietet das Leben. Die Arbeitgeber verlangen heutzutage sehr gute Computerkenntnisse, aber nach Schiller "Die Räuber" wird man im Vorstellungsgespräch nicht gefragt.

Da ist es doch naheliegend, was sich die Jugendlichen an Wissen aneigenen. Ich persönlich finde Computerkenntnisse wichtiger, die Inhalte von Schiller oder Goethe kann man auch nachlesen, bzw. gibt es immer wieder Menschen, die kritisch berichten. Die Jugend ist auch kritischer, siehe die Piratenpartei, Attac etc.

Zitat von
daß es keine berufe mehr wie "maschenaufheberin" gibt, heißt auch noch lange nicht, daß es nicht eine menge leute gibt, die wissen wie man so etwas macht. dabei macht es übrigens keinen unterschied, ob man das an einem pulli macht oder an strümpfen, lediglich die gerätschaften sind für den strump filigraner.
Das Häkeln und Stricken ist gerade wieder total in. Es gibt sogar Menschen, die Handytaschen häkeln und damit Geld verdienen.

Beitrag melden
hamitschok 13.11.2012, 16:06
88. Witzig

wie einer (lennybruce) sich ungewollt selbst widerlegt. Aristoteles waere stolz auf ihn gewesen.

Beitrag melden
TeslaTraX 13.11.2012, 16:06
89. optional

unsere Gesellschaft fördert denken auch nicht, alles wird vorgekaut und leichter gemacht .... Sogar Meinungen werden nicht gebildet sondern unter den verfügbaren gewählt....

Beitrag melden
Seite 9 von 35
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!