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Stiller Karfreitag: Kampf dem Tanzverbot
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Keine Chance für Partylöwen: Wie an allen "stillen Feiertagen" gilt in Deutschland an Karfreitag ein strenges Tanzverbot. Doch Studenten und junge Feierwütige wehren sich gegen das Gesetz. Tanzdemos sind allerdings nicht erlaubt - das versuchen sie kreativ zu umgehen. Studenten protestieren gegen Tanzverbot an Karfreitag - SPIEGEL ONLINE

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rs1985 29.03.2013, 17:48
160.

Zitat von sysop
Keine Chance für Partylöwen: Wie an allen "stillen Feiertagen" gilt in Deutschland an Karfreitag ein strenges Tanzverbot. Doch Studenten und junge Feierwütige wehren sich gegen das Gesetz. Tanzdemos sind allerdings nicht erlaubt - das versuchen sie kreativ zu umgehen.
Wer an Karfreitag tanzen gehen möchte, soll dann bitte auch arbeiten gehen. Es geht an Karfreitag auch nicht darum, dass den Menschen ein Glaube "aufgezwungen" werden soll, sondern dass allen Menschen in Deutschland die Möglichkeit geboten werden soll, sich mit dem Thema "Tod" auseinandersetzen zu können. Ich halte den "Kampf" gegen Stille Feiertage für reinen Egoismus von jungen Menschen und halte die Empörung auch für respektlos gegenüber Gläubigen. Es werden gerne die Annehmlichkeiten eines arbeitfreien Tages in Anspruch genommen, aber Kompromisse im Gegenzug für diese Annehmlichkeiten scheinen die Gegner der Stillen Feiertage nicht eingehen zu wollen.

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deepfritz 29.03.2013, 17:48
161.

Wie gut dass ich nicht in Deutschland lebe!
Lebensqualität sieht anders aus...

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kobalt55 29.03.2013, 17:48
162.

Diese Frage ist vollkommen falsch gestellt.Richtig wäre dann schon....brauchen wir diesen Feiertag noch???
Es ist ein christlicher Feiertag und wenn die Masse der Gesellschaft diesen nicht mehr wünscht,gehört er abgeschafft.Jeder Christ hat laut Gesetz ohnehin
das Recht frei zu nehmen.Alle anderen können dann
arbeiten und tanzen!

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apira 29.03.2013, 17:49
163.

Zitat von Whitejack
Ist das Tanzverbot am Totensonntag dann auch schlecht? Oder stört es nur dann, wenn "Religion" draufsteht?
Nö, unsinnige Verbote sind immer schlecht.

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ServicePackXXL 29.03.2013, 17:49
164. autofahren auch untersagen!? - wenn der mitmensch einfach stört

Zitat von gustavsche
Da formiert sich die linke Spaßgesellschaft, die es nicht erträgt, an Karfreitag nicht in die Diskothek zu können. Aber wehe, jemand will am Sonntag einkaufen gehen. Dann jammern die ob des Kommerzes. Ich bin kein Christ, respektiere aber, wenn die nun mal vom Christentum geprägte Gesellschaft den Karfreitag zum stillen Tag erhebt. Es gibt zig andere Tage im Jahr, an denen man Tanzveranstaltungen besuchen kann.
komisch, tanzveranstaltungen anderer leute störten mich noch nie, aus den discokellern da unten in den straßenschluchten der stadt dringt vorschriftsmäßig kein decibel lärm, wohl aber ist das ständige rauschen der autos wahrzunehmen, woran ich mich schon lange gewöhnt habe und nehme es - in gottes namen - einfach hin, auch am "stillen" karfreitag wie an allen anderen tagen des jahres.

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Vaen 29.03.2013, 17:50
165.

Wahnsinniger Unsinn, den hier manche von sich lassen von wegen "konsequent bleiben und den Feiertag als solches abschaffen!".

Erstens: Ja, gut, wer genau sagt etwas gegen diese Konsequenz? Eine Feiertagsregelung muss man nicht an religiöse Daten knüpfen, es ließen sich andere bedeutende Daten in der Geschichte finden. Und selbst wenn nicht, ich habe noch keinen Kritiker des Tanzverbots gehört, der bei diesem Argument eingeknickt ist. Es gibt genug Arbeitnehmer, die auch an Karfreitag arbeiten würden oder es jetzt schon tun.

Zweitens: Hier geht es nicht um Hedonismus oder Ungezügeltheit oder Jammern auf hohem Niveau. Hier geht es darum, dass die vorsintflutlichen Regelungen einer Religionsgemeinschaft dergestalt Eingang ins Gesetz gefunden haben, dass sie Nicht- oder Andersgläubigen ein verbindliches Verhalten vorschreiben. Was ist das für ein riesengroßer Scherz?

Wenn ich dieses Allerlei an "Ihr könnt doch mal einen Tag ruhig sein!"-Schwachsinn höre, vergeht es mir. Keine Gruppe von Gläubigen welcher Kirche auch immer hat in einem religionsneutralen Staat anderen zu sagen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Ich greife ein Argument eines Vorredners auf: Niemand der hier anwesenden Christen würde für eine andere Glaubensgemeinschaft als die eigene Verhaltseinschränkungen in Kauf nehmen.

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woizakenig 29.03.2013, 17:50
166.

Zitat von rotweisser
... über 360 Tagen im Jahr tanzen und feiern bis zum Abwinken. Warum muss das auch noch ausgerechnet am Karfreitag bzw. am Abend Gründonnerstag sein? Richtig: weil man am nächsten nicht arbeiten muss, da ja Karfreitag und somit Feiertag ist. Also, wenn tanzen erlaubt wird, dann auch den Feiertag ganz abschaffen. Denn wer feiern kann, der kann auch arbeiten gehen!
Und wer saufen kann, kann auch ausschlafen! Wir sind nicht mehr in den 60ern.

Und für die Stammtischhelden hier mit dem Kindergartenargument "dann schaffen wir den Feiertag ab, dann seht ihr was ihr davon habt unseren heiland zu schmähen":
Die Kirche profitiert schon genug von der Gesellschaft, da kann auch die Gesellschaft was zurückbekommen, in Form von Feiertagen. Vom Steuerzahler finanzierte kirchliche Sozialeinrichtungen zählen nicht!

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wastl300 29.03.2013, 17:50
167. Wer intolerant und

Zitat von ein-berliner
## Sehr schlimm, die Partygänger werden gegängelt. Sind das auch dieselben, die Feten mit Beerdigungen in der eigenen Familie verwechseln? Aber der Stoff muß ja täglich ins Gehirn.
neidisch ist soll schweigen.

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ehf 29.03.2013, 17:50
168.

Zitat von tanja's
Ich respektiere diejenigen, die Karfreitag in Frage stellen und lieber tanzen möchten. Die spannende Frage wäre nur, ob diese dann auch bereit wären, auf den Feiertag zu verzichten. Das glaube ich nämlich nicht!
Bezeichnend ist doch, dass gerade unsere "Berufstoleranten" ein Problem haben, dies zu tolerieren. Sollen se doch heimlich bei sich im Keller tanzen!

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nachdenklich99 29.03.2013, 17:50
169.

Zitat von gast-2
Wer an Karfreitag tanzen will, der kann auch an den übrigen christlichen Feiertagen zur Arbeit gehen.
Wer am Karfreitag nicht arbeiten will, soll gefälligst Urlaub nehmen!

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