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Stiller Karfreitag: Kampf dem Tanzverbot
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Keine Chance für Partylöwen: Wie an allen "stillen Feiertagen" gilt in Deutschland an Karfreitag ein strenges Tanzverbot. Doch Studenten und junge Feierwütige wehren sich gegen das Gesetz. Tanzdemos sind allerdings nicht erlaubt - das versuchen sie kreativ zu umgehen. Studenten protestieren gegen Tanzverbot an Karfreitag - SPIEGEL ONLINE

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Peter Werner 29.03.2013, 17:51
170.

Zitat von Xangod
Kapiere ich nicht - man kan 362 Tage im Jahr Tanzen. Das dürfte doch für den Tanzwütigsten genug sein. Und manchmal kann Verzicht auch den Spaß an etwas steigern. Und wer an den drei übrigen Tagen nicht die Beine still halten kann, soll es dann daheim tun.
Mir geht es nicht ums Tanzen, hiermit kann man mich jagen. Mein letzter Beusch einer Disko liegt bestimmt 20 Jahre zurück.
Mir geht es nur darum, dass der gesamten Bevölkerung auf religiösen Motiven Vorschriften gemacht werden.
In einer modernen Gesellschaft ist dies aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Nieman hindert gläubige Menschen, zu beten, eine religiöse Veranstaltung zu besuchen oder sich still zu besinnen. Dies ist deren selbstverständliches Recht.
Ebenso ist es jedoch selbstverständliches Recht der Nicht-Gläubigen, nicht mit diesen Dingen behelligt zu werden.
Was stört es einen Gläubigen, wenn an einem "stillen" Feiertag in einer Disko gefeiert wird? Oder in einer Wirtschaft Musik gespielt wird?
Niemand zwingt ihn, diese Orte aufzusuchen. Und wenn bei der An- und Abfahrt zu einer solchen Verantstaltung etwas Lärm entsteht, so ist dies eben zu tolerieren. Ebenso wie zahlreiche andere Geräusche in unserer Umwelt. Ebenso wie Nichtgläubige das Bimmeln der Kirchenglocken tolerieren oder stundenlange Papst-Übertragungen im Fernsehen.
Etwas mehr Toleranz wäre angebracht.
Warum soll dies nicht möglich sein?

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filos eleftherias 29.03.2013, 17:51
171. O tempora o mores

Interessant, wie der geistige Verfall die zunehmend weite Teile der Gesellschaft erfasst. Viele sind geistig nicht in der Lage, einen gesetzlichen Feiertag von einem Tanzverbot zu trennen, zumindest wenn es sich um den Karfreitag handelt. Es wird irrsinnigerweise gefordert, man müsse den ganzen Feiertag und den christlichen Hintergrund akzeptieren, wenn man denn schon frei genießen wolle. Traurig ist die mangelnde historische Perspektive solcher geistig armen Leute (Selig sind sie ja :-) ) und fehlende Fantasie, sich statt eines gesetzlichen Karfreitags eine gesetzliche Tag-und-Nacht-Gleiche-Feier und ähnliche neutrale Feiertage vorzustellen. Nein, ihr lieben, Tanzen ist unser Recht und wir scheißen auf euren Glauben. Feiertage kann man auch neutral einführen!

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andrews45 29.03.2013, 17:52
172.

Zitat von Paul Panda
Sehe ich genau so: Wer es nicht mal einen Tag im Jahr ohne dieses nervige Herumgehopse aushält, der sollte mal zum Arzt gehen, weil er offensichtlich ein psychisches oder ein motorisches Problem hat.
Das ist natürlich gehobenes Niveau und ein unschlagbares Argument. Wow.

Wer Karfreitag nicht ohne Gebet leben kann, sollte sich mal psychologisch durchleuchten lassen. Der hat wahrscheinlich Probleme mit der Realität.

Na, wie klingt das?

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fidelc. 29.03.2013, 17:53
173. Von mir aus

Zitat von WernerGg
Da gibt's doch tatsächlich ein paar Leute, die ernsthaft um ihr Menschenrecht auf 365 Tage Tanzen kämpfen. Wie schön, so entspannt zu sein! Klar: Die Leute geben vor, nicht um "Tanzen" sondern um das hehre Ziel "Trennung von Staat und Kirche" zu kämpfen. Dann müssten sie allerdings nicht gegen das Tanzverbot, sondern für die Abschaffung aller kirchlichen Feiertage einschließlich Weihnachten, Ostern Pfingsten kämpfen. Das wäre dann allerdings unerwünscht, weil man dann ja auch an diesen Tagen nicht tanzen könnte, sondern schlicht arbeiten müsste.
können sie alle religiösen Feiertage abschaffen. Daraus muss nicht zwingend eine Reduzierung der Feiertage folgen. Man könnte z.B. den Tag der Menschenrechte feiern, statt Feste, die nichts weiter sind als festgelegte Rituale eines irrationalen Götterglaubens.

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rroggenbrot 29.03.2013, 17:54
174.

Das Grantler-Argument "wenn ihr mit dem Tanzverbot nicht klar kommt soll der Feiertag abgeschafft werden, dann gehen wir alle arbeiten. Ällabätsch!" ist kleinlich, egoistisch und dumm. Man kann die Feiertage selbstverständlich ohne Tanzverbot zu Gunsten ALLER beibehalten, der religiöse Hintergrund ist geschichtlich bedingt und kein Grund den Menschen die ihr Leben selbstbestimmt leben etwas wegzunehmen. Schande über euch.

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c.werner 29.03.2013, 17:54
175.

Zitat von sysop
Keine Chance für Partylöwen: Wie an allen "stillen Feiertagen" gilt in Deutschland an Karfreitag ein strenges Tanzverbot. Doch Studenten und junge Feierwütige wehren sich gegen das Gesetz. Tanzdemos sind allerdings nicht erlaubt - das versuchen sie kreativ zu umgehen.
Also in Berlin hält sich kein Mensch an ein solches Verbot.
Den meisten Leuten dürft es eh unbekannt sein, dass am Karfreitag nicht getanzt werden darf.

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moneysac123 29.03.2013, 17:54
176.

"für jemand der seit sechzig Jahren im Ausland, darunter lange Zeit in Frankreich, lebt. Kann es so etwas geben ohne dass sich die Bürger wehren?" Die franzosen lassen sich nicht alles bieten! "Wer diese Regeln nicht akzeptieren kann, sollte das Land wechseln." So reden mitläufer. Beteiligung ist erste Bürgerpflicht! "Da wo ich herkomme, bemalt man Eier, huldigt dem Hasen und betrinkt sich beim Osterfeuer" :DD So true! Innerhalb ihrer gemeinschaften sind sogenannt christen akzeptiert, doch führen sie sich nicht vor augen, dass sie eine minderheit sind und andere subgruppen ihre eigenen wahrheiten haben. ich sollte ein subgruppe gründen, die an den osterhasen glaubt. oder an den klapperstorcht...evolution? Hat es nie gegeben :D

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wastl300 29.03.2013, 17:55
177. Genau, und am Freitag

Zitat von Xangod Beitrag anzeigen
Kapiere ich nicht - man kan 362 Tage im Jahr Tanzen. Das dürfte doch für den Tanzwütigsten genug sein. Und manchmal kann Verzicht auch den Spaß an etwas steigern. Und wer an den drei übrigen Tagen nicht die Beine still halten kann, soll es dann daheim tun.
Zitat von moev
Genau! Und Schweinefleisch essen kann man an 364 Tagen im Jahr, da sollte ein Tag des Verzichts als Zeichen an unsere muslimischen Mitbürger drin sein.
ist wie Sonntag arbeitsfrei, unseren jüdischen Freunden zuliebe. Weitere Beispiele wird es genug geben.

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Vaen 29.03.2013, 17:56
178.

Zitat von Buerste
Die Initiatoren des "Hasenfests"machen es sich entschieden zu einfach: Nicht "Ich lass dich beten - lass du mich tanzen!" müsste ihr Credo lauten, sondern "ich lass Dich beten- lass Du mich arbeiten!". Wer nicht bereit ist, den religiösen Hintergrund christlicher Feiertage zu respektieren, der kann genauso gut seinen alltäglichen Verrichtungen nachgehen. Aber vielleicht ist das alles ja auch nur ein grosses Missverständnis, weil "Feiertag" so schön nach Party klingt....
Nicht im geringsten zu einfach. Wer Toleranz genießt und Religionsfreiheit für sich in Anspruch nimmt, hat kein Recht, anderen Vorschriften zu machen. Basta.

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seine-et-marnais 29.03.2013, 17:56
179. Erst bilden, dann motzen

Zitat von ronald1952
machen, mit der Trennung von Kirche und Staat. Diese ganzen Kirch- lichen Feiertage gehörten längst abgeschafft, ebenso wie die Kirchen- steuer. Ist schon Merkwürdig das ganze, da wird Hitler und das Dritte Reich doch so Verteufelt, aber die Kirchensteuer die die Nazis eingeführt haben, daran scheint sich niemand von den Damen und Herren Politikern zu stören, gelle! schönen Tag noch,
Kirchensteuer gab es schon vor Hitler im Deutschen Reich, daher auch die Ausnahme in Frankreich für Alsace-Moselle. Also nicht das Ganze als Errungenschaft der Kirchen im 3. Reich verkaufen Kirchensteuer (Deutschland) sondern sich, bevor man vorlaut meckern möchte, informieren. Wie ich Sie kenne sind Sie sicherlich bereit Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag oder auch am 25. und 26. Dezember zu arbeiten. Konsequent sollte man schon sein.

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