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Stiller Karfreitag: Kampf dem Tanzverbot
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Keine Chance für Partylöwen: Wie an allen "stillen Feiertagen" gilt in Deutschland an Karfreitag ein strenges Tanzverbot. Doch Studenten und junge Feierwütige wehren sich gegen das Gesetz. Tanzdemos sind allerdings nicht erlaubt - das versuchen sie kreativ zu umgehen. Studenten protestieren gegen Tanzverbot an Karfreitag - SPIEGEL ONLINE

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der_durden 29.03.2013, 22:57
640.

Man lese folgenden Artikel aus dem Jahr 2011:
Kommunen in Hessen wollen das Tanzverbot an Ostern durchsetzen, darunter auch Städte im Rhein-Main-Gebiet | Rhein-Main

Das ist so absurd, das ist so albern... Ich kann gar nicht fassen, dass es so etwas geben kann.

Zitat aus dem Artikel:
Zitat von
Das Sonderbare: „Discos können öffnen und Musik spielen - es darf aber nicht getanzt werden“, sagte ein Stadtsprecher. „Es gibt ein Tanz-, aber kein Feierverbot.“ Musik dürfe so laut wie immer gespielt werden.
Bedeutet das nun, dass für die Gläubigen das Tanzen als solches des Teufels ist... Absurd, absurder, am absurdesten...

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andrews45 29.03.2013, 22:59
641.

Wiki sagt dazu:
....Dieser sieht vor das Tanzverbot am Karfreitag (6-21), Volkstrauertag und Totensonntag auf 6-17 Uhr zu begrenzen und an allen anderen Tagen, an denen das Tanzen bisher verboten war, zu erlauben. Zudem sollen auch diese zeitlichen Einschränkungen Ende Februar 2018 aufgehoben, und das Tanzverbot damit endgültig abgeschafft werden. Mit den Stimmen der SPD, der Grünen und der Linken, gegen die Stimmen der CDU und der rechtspopulistischen BIW hat die Bremische Bürgerschaft am am 13.03.2013 in zweiter Lesung diese Gesetzesänderung beschlossen.

Na bitte, geht doch.

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bloßmolwassage 30.03.2013, 23:02
643. Ich lese

Zitat von trallala34
(der freie Tag ist im Lohn bereits eingerechnet), ist ihr Argument haltlos.
hier immer wieder "mit eingerechnet".

Bei wie vielen Arbeitnehmern in D war eigentlich schon das "Urlaubsgeld" bzw. "Weihnachtsgeld" im Lohn eingerechnet und heute sehen sie keinen Cent mehr davon.

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Higgsteilchen 30.03.2013, 23:03
644.

Zitat von andrews45
Nein. Als gesetzlicher Feiertag sollte er bestehen bleiben. Aber der zwingende kirchliche Bezug sollte entfernt werden. Wer unbedingt Karfreitag feiern möchte, bitte. Alle anderen machen an dem freien Tag worauf sie Lust haben. Warum soll ich denn auf freie Tage verzichten, nur weil ich mir nicht vorschreiben lassen möchte wie ich diesen Tag zu verbringen habe?
Der christliche Bezug wird genau dann entfernt, wenn es die Mehrheit so wünscht und nicht wenn es ein paar verwirrt-größenwahnsinnige Atheisten meinen, bestimmen zu müssen. Als selbst eigentlich Nichtgläubiger wird mir immer mehr angst und bange vor dem Tag, an dem fundamentalistische Atheisten, wie hier im Forum zuhauf vertreten, einmal tatsächlich etwas zu sagen haben werden...

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yaenz 30.03.2013, 23:07
645.

Zitat von ehf
Naja, Lebenerfahrung lässt sich auch nicht im Crachkurs vom Soziologieprof vermitteln (der heute selber gerade Mitte 30 sein kann, lol, Stichwort Jungprofessor)
hm. reichen zehn jahre arbeit im kompletten sozialen feld; pädagogische und pflegerische tätigkeiten? da kommt man mit der kirche immer mal wieder in berührung, egal, wie wenig man das will. und man bekommt auch hautnah mit, wie sie zwar die eigenen einrichtungen schön fremdfinanzieren lässt (jaja, sgb8, subsidiaritätsprinzip, ich weiß. es lässt sich aber kein anderer träger so dermaßen dafür abfeiern, seinen job zu machen.), aber laufend grundrechte bricht, indem sie beispielsweise homosexuellen menschen die kündigung ausspricht.

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benji030 30.03.2013, 23:08
646. ...

Zitat von der_durden
Diese Diskussion hat auch nichts mit der von Ihnen beschrieben Höflichkeit zu tun, die wohl Gläubige wie auch Nichtgläubige haben und leben. Sie sagen es doch selbst: Sie essen nicht in der NÄHE von Muslimen Schweinefleisch, aber wohl fern von Ihnen. Ebenso gehe ich nicht in die Kirche tanzen und beanspruche auch nicht den gleichen Raum wie ein Gläubiger. Ich kann also niemanden verletzen. Das Problem ist, dass sich einige verletzt fühlen, nur weil andere Menschen könnten und das kann in einem demokratischen Land und Rechtsstaat nunmal nicht staatlich geschützt sein.
Ich verstehe Ihre Sicht der Dinge, selbst wohne ich in Berlin, wo heute ab 21 Uhr (lächerliche Schließzeit) die Clubs und Bars offen sind. Das verletzt für mich persönlich nicht meine religiösen Gefühle. Jedoch bin ich in einem atheistisch/agnostischem Umfeld(was Deutsche betrifft) aufgewachsen und bin es quasi gewohnt das auf Christen kaum Rücksicht genommen wird.
Im Endeffekt geht es den Leuten,die für eine solche Sperrstunde sind darum, dass es irgendwie pietätlos ist an dem Tag zu feiern, an welchem über 2,1 Mrd. Menschen ihres Messias gedenken, welcher in ihrer Auffassung für die Sünden der Menschen gestorben ist.
Das muss man nicht teilen, das kann man kleinlich nennen oder gar Schwachsinnig. Aber ich finde es nicht schlecht anderen Menschen so ein "kleinliches Verhalten" durchgehen zu lassen.
Freiwillig würden die wenigsten Menschen darauf Rücksicht nehmen und durch das Verbot wird eher das Gegenteil von Akzeptanz erzielt.
In einigen Jahren werden die meisten Foristen sich sowieso freuen können, da dieses Gesetz wohl bald in den meisten Bundesländern Geschichte sein wird.
So wie viele der christlichen Aspekte aus unserer Gesellschaft verschwinden. Das kann man gut finden oder nicht, ich finde es nur traurig, in diesem Forum über Christen herzuziehen, wir würden unseren Glauben der Mehrheit (?) aufzwingen wollen. Dabei bin ich generell gegen Verbote und würde mich freuen wenn eine solche Rücksichtnahme selbstverständlich wäre.
Man wird ja noch träumen dürfen.

Frohe Ostern, wer nicht glaubt genießt seine freien Tage ;)

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Hans58 30.03.2013, 23:09
647.

Zitat von anubis1981
Da können sie sehen das unser großartiges GG so viel gutes auch drinstecken mag nicht Perfekt ist, sonst hätte man das unsägliche Gottesgewäsch sofort raus gelassen.....
Immerhin hat man die Meinungsfreiheit nicht aus dem GG gestrichen, so dass Sie hier Christen mit dem Begriff "unsägliches Gottesgewäsch" diffamieren dürfen.

Die meisten Beiträge, die sich hier gegen die gesetzlichen Vorschriften aussprechen, verbinden ihre Argumente mit Polemik und Diffamierung.

Ausgeblendet wird hierbei völlig, dass die selben Karfreitagsregeln auch für "weltliche" Feiertage gelten.

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bloßmolwassage 30.03.2013, 23:09
648. Ein

Zitat von andrews45
Nein. Als gesetzlicher Feiertag sollte er bestehen bleiben. Aber der zwingende kirchliche Bezug sollte entfernt werden. Wer unbedingt Karfreitag feiern möchte, bitte. Alle anderen machen an dem freien Tag worauf sie Lust haben. Warum soll ich denn auf freie Tage verzichten, nur weil ich mir nicht vorschreiben lassen möchte wie ich diesen Tag zu verbringen habe?
Karfreitag ohne kirchlichen Bezug?

Was für ein Feiertag soll das denn bitte sein?

Ein Tanzfeiertag?

Na, dann reichen Sie mal eine Petition ein.

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wastl300 30.03.2013, 23:09
649. Das FTG wurde nur von Politikern erfunden

Zitat von amadeus300
Eigentlich ist die Sachlage doch sehr einfach: a) Nicht die Kirche verdammt die Gesellschaft zur Mitfeier des Feiertags. b) Vielmehr ist es der Staat, der es sich hier zur Aufgabe macht, den Feiertag gesetzlich zu schützen. Dabei verlangt der Staat als Mindestmaß Toleranz und Respekt gegenüber dem Festinhalt (Pietät). Es wird keine Mitfeier des Festinhalts erzwungen. Vielmehr wird eine in unserer Kultur verankerte Form der Pietät eingefordert. c) Wenn diese Gesetzgebung nicht einem gesellschaftlichen Konsens entspricht, obliegt es dem Staat, den kirchlichen Feiertagen den Schutz zu entziehen. d) Als gläubiger Christ habe ich keine Probleme damit, sämtlichen kirchlichen Feiertag den gesetzlichen Status zu entziehen und diese Tage als gewöhnliche Werktage zu behandeln.
Die Kirche kann gar nichts dafür. Der böse Staat war´s.

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