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Strafen für Freier: Französisches Parlament beschließt Prostitutionsgesetz
REUTERS

Nach heftigen Debatten im Vorfeld hat die französische Nationalversammlung ein neues Prostitutionsgesetz verabschiedet: Frauen, die ihren Körper anbieten, sollen künftig nicht mehr bestraft werden - dafür aber Kunden, die das Angebot annehmen. Prostitutionsgesetz: Französisches Parlament will Freier bestrafen - SPIEGEL ONLINE

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bolonch 30.11.2013, 10:38
60. Schweden

Zitat von inver
Die positiven Auswirkungen des Gesetzes, wie in Schweden, werden auch Deutschland dazu bringen, zu reagieren.
Die "positiven Auswirkungen" waren in Schweden insbesondere der sprunghafte Anstieg der Gewalt gegen Prostituierte.

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opinio... 30.11.2013, 10:40
61. Kampf gegen Prostitution in Frankreich

könnte die Renten sicherer machen: Das Resultat: Die Männchen, die ständig Sex-Signale erhielten, aber keinen Sex bekamen, hatten kleinere Fettspeicher und starben früher. Die Nervenzellen in ihren Gehirnen, die mit dem Belohnungssystem in Verbindung stehen, wurden durch den Gedanken an Sex scharfgestellt. Doch die Belohnung blieb aus. - Wenigstens für Fruchtfliegen!

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karlsiegfried 30.11.2013, 10:46
62. Durchgeknallt

Paris die Stadt der (käuflichen) Liebe. Zur Prostitution gehören immer zwei. Einer der zahlt und eine die nimmt. Die Prstitution wird bleiben und findet weiterhin im Verborgenen statt. Die spinnen doch die Franzosen.

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awun 30.11.2013, 10:46
63.

Zitat von spiekr
"Haben die die Sozialisten und Feministen andere gutbezahlte Arbeitsplätze für diese Frauen?" Es gibt noch viel andere Berufe, die man unter Zwang ausübt, insbesondere alle schlechtbezahlten und unangenehmen. Der Zwang besteht weniger darin, dass man in diese Jobs reingeprüpgelt wird, sondern dass man Geld zum Leben braucht und man keinen besseren Job ergattern kann.
Was wollen sie jetzt damit aussagen, es gibt andere Baustellen, darum kann man die Augen davor verschließen, dass junge Frauen aus Osteuropa und Asien verschifft werden und hier zur Prostitution gezwungen werden? In dem Gewerbe geht es keines Falls nur um die Notwenigkeit Geld zu verdienen, sondern der Zwang besteht auch von Leuten die einen dazu drängen. Man muss die Augen schon weit zukneifen um dies ignorieren zu können.

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anonym187 30.11.2013, 10:46
64. gute Arbeit

das muss man auch in Deutschland umsetzen!

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missing_link 30.11.2013, 10:48
65. Konsequenterweise

müssen künftig nicht Dealer, sondern nur noch Drogenkonsumenten bestraft werden.

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SasX 30.11.2013, 10:49
66.

Zitat von HansCh
Statt extrem zu reagieren wäre eher härteste Maßnahmen gegen Zuhälter (überwiegend der organisierten Kriminalität zuzurechen) zu ergreifen die Frauen mit Gewalt und psychischem Druck in die Prostitution treiben. Osteuropäerinnen werden Jobs versprochen, Deutsche junge Frauen von Loverboys angelockt, usw. M.E. hat der Staat hier total versagt.
Dafür benötigt man aber genau null neue Gesetze. Gesetze gegen Menschenhandel usw. existieren.

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awun 30.11.2013, 10:51
67.

Zitat von teekaysevenfive
Nicht alle Menschen sind so verklemmt, dass sie Sex und Liebe nicht trennen können. Und wenn jemand damit für sich im Reinen ist, dann sollte er seinen Körper freiwillig anbieten können und ein anderer sollte diese Dienstleistung auch erwerben können.
Nur mangelt es oft an der Freiwilligkeit bei vielen Prostituierten.

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Tod_den_Wäldern 30.11.2013, 10:51
68.

Zitat von spiegelforum1
Frankreich hat diesen Schritt nich aus Jux und Tollerei gemacht, sondern weil es extreme Probleme mit der Zwangsprostitution und dem Menschenhandel hat. Wenn 80%-90% der Prostituierten zum Sex gezwungen werden, hat das absolut nichts mit falschen Moralvorstellungen zu tun, es ist schlicht weg Vergewaltigung. Und da lieber Herr, kann man sich solche sinnlosen Kommentare einfach mal sparen.
Ich weiß nicht, woher Ihre Zahl rührt und kann sie auch nicht überprüfen, halte sie aber für genauso fragwürdig, wie alle Zahlen, die zum Thema Prositution gerne verbreitet werden. Also wieviele Prozente aller Männer schon mal bei einer Prostituierten waren, wieviele Männer täglich zu Prostituierten gehen, etc. Meist kommt man mit ein bißchen Überschlagen im Kopf darauf, dass diese Zahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit weit übertrieben sind.

Um es klar zu sagen: Ich finde Zwangsprostitution und Zuhältertum widerwärtig und würde auch hier Freier schwer belangen, wenn sie von den Umständen wussten.

Jedoch freiwillige Prostitution, und die ist nunmal nicht selten, ist ein ebenso zu schützende persönliche Entscheidung, wie jede andere Berufswahl. Und Prostituierte haben schlichtweg den gleichen Anspruch auf Anerkennung und Respekt, den auch Juristen, Köche, Krankenpfleger, Beamte oder sonstwer genießen.

Danke.

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Atomkrafteimer 30.11.2013, 10:53
69. Nein, nicht wirklich

Zitat von Esib
Ein ganz klar rechtstaatswidriges Gesetz. Man kann nur hoffen, dass jemand gegen das Schleifen des Rechtsstaats Klage erheben wird.
1.) Was Sie meinen ist verfassungswidrig. Das Rechtsstaatsprinzip meint zwar etwas ähnliches, aber dennoch nicht zwangsläufig das Gleiche.

2.) Hat Frankreich keine Verfassungsgerichtsbarkeit, wohl aber einen Verfassungsrat. Klagen gegen Gesetze, wie bei uns üblich, sind so m.W.n. nicht möglich.

3.) Glaube ich nicht, dass Sie ein Experte für französisches Verfassungsrecht sind und sich somit die Aussage "ganz klar" sparen können. Wenn das Gesetz auf dem dafür vorhergesehen Weg zustande kommt und es keine Grundrechte verletzt (das dürfte sich im Fall von Prostitution in der Tat schwer begründen lassen), dann ist das sicher nicht das "Schleifen des Rechtsstaats". Wohl aber scheint dieses Gesetz inhaltlich sinnlos zu sein - aber das ist ein anderes Thema.

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