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Straflager für Pussy Riot: Der Kreml sät Hass
AFP

Russlands Justiz hat Pussy Riot schuldig gesprochen, zwei Jahre müssen die drei jungen Frauen in eine Strafkolonie. Mit der Verurteilung der harmlosen Künstlerinnen begeht Kremlchef Putin einen großen Fehler - er führt zu einem immer größeren Widerstand der Opposition gegen den Staat. Kommentar zum Urteil gegen die Pussy Riot - SPIEGEL ONLINE

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Liberalitärer 17.08.2012, 22:00
170. Umsetzung

Zitat von Eutighofer
Von vielen Fehlurteilen und politischer Einflussnahme in Russland erfahren wir nichts. Dieser Prozess ist nur ein ganz kleiner Teil der russischen Willkürjustiz.
Sicher, aber es ist nicht immer so einfach.
Chordokowski hat auch in der Hauptsache in Straßburg verloren.
Und Timoschenko könnte bald wegen Mordes in der Ukraine dran sein.
Dagegen sind die Damen kleine Nummern.

Straßburg ist ein faires Gericht und Russland wird das umsetzen.

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kein Ideologe 17.08.2012, 22:03
171. 234567890ß

Zitat von amerlogk
Alle Christen die dieses Urteil gut heißen, handeln gegen ihren Gott, den der predigte Vergebung. Wer aber die Lehre verändert, ist ein Häretiker. MfG ein Atheist
man hätte die Mädels auch einfach mal eine Stunde in den Park schicken können, wenn Gott auf die Blitze verzichtet ist er nicht beleidigt. Um sein Bodenpersonal ist der alte Herr wirklich nicht zu beneiden.

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hummi 17.08.2012, 22:12
172.

So ein Quatsch ...

die Mädels haben nichts gemacht, wofür sie rechtliche belangt werden könnten. Darüber hinaus haben sie sich bei den "Gläubigen" in aller Form entschuldigt!

Das deutsche Rechtssystem mit dem russischen zu vergleichen, ist einfach ein Witz. Putin und seine Vasallen bestimmen wie das "Recht" in Russland ausgelegt wird, sonst keiner!

Zitat von Blutworscht
So ein Urteil wäre jederzeit auch in Deutschland möglich: (1) Wer 1. den Gottesdienst oder eine gottesdienstliche Handlung einer im Inland bestehenden Kirche oder anderen Religionsgesellschaft absichtlich und in grober Weise stört oder 2. an einem Ort, der dem Gottesdienst einer solchen Religionsgesellschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Hinzu kommt noch Hausfriedensbruch, Verstoß gegen das Vermummungsverbot etc.. Ein Sturm im Wasserglas, die meisten Russen wird das Urteil und der Fall schlicht egal sein, es begrüßen oder sogar noch zu milde finden. Das Putin hier einen großen Fehler begangen hat (wieso eigentlich er, er hat sich ja für Milde eingesetzt über Strafen entscheiden in Rechtsstaaten immer noch die Richter) ist vermutlich reines Wunschdenken. Bei Berichten über Russland hat man immer das Gefühl, dass die Leitmedien immer den schwachen und vom Westen manipulierbaren Boris Jelzin nachtrauern.

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Bart47 17.08.2012, 22:20
173. 1989

Zitat von artfreak
- genau diese hat Putin nun. Er hätte es aber gar nicht so weit kommen lassen müssen. Wäre er souverän mit der Aktion umgegangen und hätte sie einfach ignoriert, würde heute keiner mehr darüber reden. Aber es musste ja ein gewaltiges Exempel statuiert werden, damit solche (berechtigten) Aktionen keine Nachahmer finden. Ich würde sagen: Das hat nun eben gerade nicht geklappt. Klar kann er sie im nächsten Monat ganz großzügig begnadigen - aber dann ist es zu spät. Die Protestwelle wird wohl ein solches Ausmaß annehmen, dass die Begnadigung wie ein Selbsterrettungsakt wirkt, frei nach Schabowskis Worten anno 1989: "Aber ich liebe euch doch alle!"
war es nicht Schabowski, sondern Mielke...

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cooner 17.08.2012, 22:24
174. Quatsch!

Zitat von sysop
Russlands Justiz hat Pussy Riot schuldig gesprochen, zwei Jahre müssen die drei jungen Frauen in eine Strafkolonie. Mit der Verurteilung der harmlosen Künstlerinnen begeht Kremlchef Putin einen großen Fehler - er führt zu einem immer größeren Widerstand der Opposition gegen den Staat.
Nicht ZWEI Jahre, sondern 18 Monate. De U-Haft wurde bei der Verhängung des Strafmaßes eingerechnet. Spon, Spon, Spon...

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richard-kendel 17.08.2012, 22:26
175. Putins Gericht - Subversionscliquen zugearbeitet

Zitat von sysop
Russlands Justiz hat Pussy Riot schuldig gesprochen, zwei Jahre müssen die drei jungen Frauen in eine Strafkolonie. Mit der Verurteilung der harmlosen Künstlerinnen begeht Kremlchef Putin einen großen Fehler - er führt zu einem immer größeren Widerstand der Opposition gegen den Staat.

Das war ein politischer Fehler. Wem nutzt er?
Seinen Gegnern. Sind es wirklich seine Gegner?

f.k.

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okokberlin 17.08.2012, 22:27
176.

und auch nochmal hier:


ich halte das urteil für dumm, ein saftige geldstrafe und sozialstunden
wären besser gewesen.

ach übrigens:
in berlin wurde 2005 ein kirchenstörer zu 1,5 jahren knast verurteilt.

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gottfriedjosephbertram 17.08.2012, 22:30
177. optional

Das ist der Anfang vom Untergang des Regims Putin und Russland!

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radeberger78 17.08.2012, 22:38
178. Strafkolonie ist kein Gefängnis,

Zitat von sysop
Russlands Justiz hat Pussy Riot schuldig gesprochen, zwei Jahre müssen die drei jungen Frauen in eine Strafkolonie. Mit der Verurteilung der harmlosen Künstlerinnen begeht Kremlchef Putin einen großen Fehler - er führt zu einem immer größeren Widerstand der Opposition gegen den Staat.
da können Sie sogar die Kinder mitnehmen, dass ist bestimmt kein Gulag,
Freiheitsentzug ist natürlich nicht schön, sie hätten halt die Kirche in Ruhe lassen sollen, den Gläubigen wäre eine mildere Strafe wahrscheinlich nicht recht gewesen, insofern war es auch eine politische Entscheidung, bei der ganz klar eine Klientel zufrieden gestellt wird.

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pannenbaker 17.08.2012, 22:50
179.

Zitat von Blutworscht
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Da müßte dann jemand allerdings wohl erstmal "Alle Angehhörigen der Religionsgemeinschaft X sind Y" von der Kanzel brüllen - und würde selbst dann "nur" dem normalen Strafvollzug zugeführt. Wobei deutsche Richter hoffentlich nicht hinterweltlerisch genug wären, mehr als eine Geldstrafe zu verhängen.

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