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Streit über Bildungsplan: Ist Homosexualität heilbar?

Über 140.000 Menschen haben inzwischen die Petition gegen den neuen Lehrplan der grünroten Regierung in Stuttgart zur sexuellen Erziehung unterschrieben. Was ist da los: Leben dort die Schwulenhasser? Homosexualität im Unterricht: Jan Fleischhauer zur Debatte - SPIEGEL ONLINE

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Non-Duper 16.01.2014, 14:28
10. Irreversibilität

Man ist das Strapazieren schlichter Alternativen im sogenannten öffentlichen Diskurs ja gewohnt, aber haben Sie schon mal davon gehört, dass Erlebtes irreversibel (!) zur zweiten Natur werden kann? Dass die biologische Natur Unbestimmtheitsstellen aufweist, die durch Urszenen der Sozialisation singulär ausgestaltet werden? Nicht dass man dies für wahr halten muss, aber man muss es doch zumindest berücksichtigen, wenn man über die ganze Chose nachdenkt.

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firehorse67 16.01.2014, 14:30
11. Bw ist

rückschrittlich und provinziell, es wundert mich nicht, dass hier so viele die petition unterschrieben haben.
als ich vor 28 jahren hier her zog und der dunkelhäutige freund der familie zu besuch war musste ich mir am nächsten tag anhören, was denn der "neger" bei uns wollte. und als ich als alleinerziehende mit zwei söhnen eine wohnung suchte hieß es, "hätten sie einen mann könnten sie die wohnung bekommen". mich wundert hier im bundesland der spießer so langsam gar nichts mehr.

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hjka 16.01.2014, 14:36
12. nein Herr Fleischhauer

Zitat von sysop
Über 140.000 Menschen haben inzwischen die Petition gegen den neuen Lehrplan der grünroten Regierung in Stuttgart zur sexuellen Erziehung unterschrieben. Was ist da los: Leben dort die Schwulenhasser?
die BWler sind keine Schwulenhasser. Wir haben es nur satt uns von diesem grünen Pack ständig neue Vorschriften machen zu lassen und so genannten Reformen zuzusehen, die a) nur unser Geld kosten und b) grandios scheitern, s. Schulreförmchen, auch pure Stümperei genannt.

In drei Jahren sind die Grünen wieder da wo sie wieder hin gehören. Nämlich versenkt vom Wähler.

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petit oiseau 16.01.2014, 14:36
13. Das fehlende Wort aus Zeile 3 hat angerufen...

Also entweder schreibt er in letzter Zeit zu aufgeregt oder zu unkonzentriert. Finde es jedenfalls interessant wenn Leute die auch gern mal in Talk-Shows über "bildungsferne Schichten" schwadronieren keine fehlerfreien Kolumnen mehr hinkriegen. Aber so können unstudierte Menschen wie ich wenigstens auch mal klugscheißern. Danke Jan.

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JaWeb 16.01.2014, 14:36
14. Daneben

"Die Vorgaben zur 'Akzeptanz sexueller Vielfalt' gehen davon aus, dass Sexualität ein soziales Konstrukt sei, wie es die Genderforschung lehrt, kein genetisches Schicksal."

Belege für diese steile These lässt Herr Fleischhauer in seiner Kolumne außen vor, was nicht verwundert, da sie an den Haaren herbeigezogen ist. Der eigentliche Fehler der Schwulenbewegung bestand übrigens darin, Konservativen und Reaktionären viel zu lang die Hoheit über die Stammtische zu überlassen und nicht entschieden genug -auch juristisch- gegen ihre Kultur der Unterdrückung und Diskriminierung vorzugehen.

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taglöhner 16.01.2014, 14:36
15. konstruiertes Konstrukt

Zitat von strayboy
wirft da etwas durcheinander: die ach so boese Genderforschung unterscheidet zwischen "sex" und "gender" - nur das letztere ist ein soziales Konstrukt. Die Biologie bestimmt mit welchem "sex" man geboren wird, Rollenerwartungen etc. an einen bestimmten "sex" - i.e. "gender" - sind sozial und kulturell bestimmt.
Aber welche Rollenmuster fremdinduziert sind und welche nicht kann Genderforschung trotz größten Anstrengungen nicht nachweisen. Der Gegenstand der "Forschung" ist selbst ein Konstrukt. Eine reine Luftnummer.

Und auch soziale und kulturelle Errungenschaften sind genetisch prädisponiert.

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a-user 16.01.2014, 14:37
16. Danke!

Danke für diesen konstruktiven Beitrag.
Ich habe die Petition unterschrieben, eben aus dem von Ihnen genannten Grund.
Ich halte gar nichts von einer Therapie für Menschen, die mit Ihrem Dasein zufrieden sind und andere nicht in ihrem Leben einschränken. Hier spreche ich ausdrücklich Dasein und nicht sexuelle Identität, weil eben ein Mensch mehr wert ist als nur seine sexuellen Eigenschaften. Homosexuelle oder was auch immer können mit ihrem Leben zufrieden sein und brauchen dann auch keine Therapie. Und wenn diese Menschen als Menschen leben und nicht nur als wandelnde sexuelle Identitäten, dann habe ich kein, aber auch gar kein Problem damit - warum auch!?!

In dem Entwurf des Bildungsplans ist mir selbst eben zuviel Wert auf sexuelle Identität gelegt worden und nicht auf Menschsein selbst (z.B. Mensch mit Behinderungen, ältere Menschen, etc.). Deshalb meine Unterschrift und nicht weil ich religiösen Fundamentalismus oder gar Homophobie unterstütze!

Die Gender-Ideologie (mehr ist es nicht) reduziert das Menschsein auf die Sexualität und konstruierte Unterkategorien wie soziale, persönliche, juristische, nachbarschaftliche, kollegiale, verwandtschaftliche und biologische Sexualität. Und genau das ist mir ein zu eingeschränktes Bild von dem menschlichen Sein. Ich bin mehr als das!
Dazu muss man nicht auf irgendwelche religiösen Texte zitieren, Gender-Blabla auswendig lernen, sondern einfach seine Toleranz beachten und auf unsere Verfassung schauen. Und das ist gut so!

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der_hans 16.01.2014, 14:38
17. ..

Zitat von sysop
Über 140.000 Menschen haben inzwischen die Petition gegen den neuen Lehrplan der grünroten Regierung in Stuttgart zur sexuellen Erziehung unterschrieben. Was ist da los: Leben dort die Schwulenhasser?
Ich glaube das Problem bei Christl Vonholdt und vielen anderen Konversionstherapisten ist, dass sich ihre medizinische "Fachmeinung" von ihrer religiösen Überzeugung ableitet bzw. von dieser beeinflußt ist. So hat Frau Vonholdt selbst in vielen Publikationen dargelegt, wieso sie Homosexualität gemäß der Bibel für sündhaft und nicht gottgewollt hält.

Die Frage, die sich dann stellt ist, ob ihre "wissenschaftlich-medizinische" Position zur Homosexualität überhaupt als objektiv und glaubhaft betrachtet werden kann, wenn sie zugleich "rein zufällig" diese religiösen Überzeugungen hat.

Und das Jan Fleischhauer diesen Aspekt nicht einmal für erwähnenswert hält würde ich als unseriösen Journalismus bezeichnen, da hier ein relevanter Punkt zur Bewertung der Tätigkeit von Frau Vonholdt einfach verschwiegen wird.

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taglöhner 16.01.2014, 14:44
18. Von wem geerbt?

Nun, solange der geringste Hinweis fehlt, dass Homosexualität genetisch veranlagt ist, aber im Gegenzug Hinweise auf Traumatisierungen oder Prägungen bei einem Teil der Betroffenen festgestellt werden können ist es naheliegend über "Therapien" nachzudenken. Leidensdruck ist ja vorhanden.

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dantheman77 16.01.2014, 14:58
19. Luftnummer...

Zitat von Tagelöhner:" ber welche Rollenmuster fremdinduziert sind und welche nicht kann Genderforschung trotz größten Anstrengungen nicht nachweisen. Der Gegenstand der "Forschung" ist selbst ein Konstrukt. Eine reine Luftnummer. Und auch soziale und kulturelle Errungenschaften sind genetisch prädisponiert"
...ähh, könnten sie mir den letzten Satz ihres kleinen Beitrags bitte näher erläutern? Mir drängt sich nämlich der Eindruck auf, dass eben dieser die eingentliche Luftnummer ist...

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