Forum: Blogs
Streit über Bleiberecht: Lampedusa vor dem Brandenburger Tor
DPA

Das Lampedusa-Drama wirkt sich auch auf Deutschland aus: Über die italienische Insel kommen Flüchtlinge nach Berlin und Hamburg. Was fordern sie und: Dürfen sie bleiben? Lampedusa-Flüchtlinge: Streit über Bleiberecht in Deutschland - SPIEGEL ONLINE

Seite 1 von 11
Hesekiel 16.10.2013, 10:11
1. optional

Den Flüchtlingen steht ein faires Verfahren zu - nicht mehr, nicht weniger. Lassen sich Bundesländer jetzt durch derartige Erpressungen zur Annahme von Anträgen bewegen, oder entsteht auch nur der Eindruck, dass dies der Fall gewesen wäre, wird sich in Folge dessen die nächste Gruppe Flüchtlinge wahrscheinlich genau so verhalten.

Die Umfragen zur Aufnahme oder Nichtaufnahme leiden darüber hinaus an einem systemischen Fehler. Es sollte nicht die Frage gestellt werden, ob generell mehr/gleichbleibend/weniger aufgenommen werden sollte, sondern ob die Befragten die Unterbringung in direkter Nachbarschaft, sagen wir im Umkreis von einem km dafür hinnehmen würden. Ansonsten weiss der besser situierte Befragte doch gleich, dass seine Antwort selbst im Extrem nie Einfluss auf seine persönliche Lebenssituation haben werden und antwortet entsprechend sorglos.

Beitrag melden
Polyprion 16.10.2013, 10:12
2. Der Vergleich hinkt!

Zitat von
Bei der Zahl der Asylanträge im Verhältnis zur Bevölkerungszahl lag Deutschland im Jahr 2012 mit 945 Anträgen pro einer Million Einwohner auf Platz elf.
Hier wird suggeriert, daß man doch 945 Asylbewerber auf eine Million Einwohner locker verkraften könnte, eher noch deutlich mehr - kein Problem, was stellen sich manche da an?!
Doch wenn ich die reine Rechnung aufstelle, wie viele Fremde (und darum geht es doch in dieser Berichterstattung, nämlich den Deutschen die Fremdenangst, die Angst vor Überfremdung, zu nehmen) auf eine Million "Deutsche" kommen, dann haut die Statistik niemals hin, bei einem Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund von >15 Millionen bei einer Gesamtbevölkerung von 80,5 Millionen in Deutschland.

Beitrag melden
mukkesucker 16.10.2013, 10:13
3. ich lese immer die Flüchtlinge

Sorry, aber wenn ich irgendwo hinkomme um meinen Hintern zu retten, dann stelle nicht ich die Bedingungen - sowas geht echt nur in Deutschland! Ich bin dafür Flüchtlinge in Not aufzunehmen, aber eben nur die und in begrenzter Zahl. Alles andere verursacht Zulauf bei den Extremen!

Beitrag melden
ekel-alfred 16.10.2013, 10:13
4. Namenlos?

Zitat von sysop
"Wir haben die Fahrt nach Lampedusa überlebt", sagt ein Kongolese, der seinen Namen nicht nennen will.
Warum will er seinen Namen nicht nennen? Anonymität ist nicht sehr hilfreich, um bei der hiesigen Bevölkerung um Verständnis und Asyl zu werben. So ist er nur ein Unbekannter von vielen........

Beitrag melden
Sulo101 16.10.2013, 10:17
5. Die Menschen fordern etwas von uns?

Eine Gesellschaft muss Flüchtlingen auch die Möglichkeit zum Selbsterhalt geben können (Arbeit). In einem begrenzten Rahmen ist dies im Billigstlohnsektor möglich. Was ist aber mit den bereits existierenden Billiglöhnern? Wieviele Flüchtlinge können und sollen wir aufnehmen, das Elend ist der Welt ist unendlich. 100.000? Eine Million? Zehn Millionen? Fünfzig Millionen? Was werden die hier dazu beitragen, dass das Gesellschaftsvermögen erhalten bleibt? Neben der humanitären Verpflichtung, Menschen zu retten muss man - das ist menschlich - an den eigenen Selbsterhalt denken. Sonst haben wir bald auch nichts mehr. Wenn wir den Lebensstandard in den Herkunftsländern nicht erhöhen, sondern mit korrupter Wirtschaftspolitik nur verschlechtern (unter tatkräftiger Mithilfe der einheimischen Eliten) kommen die eben alle irgendwann nach Europa. Aber darüber darf man ja nicht reden... Aufnahme aller, die kommen wollen ist keine Lösung? Was sollen die denn hier machen?

Beitrag melden
Munster 16.10.2013, 10:17
6. ...

Der Politik sind die Hände gebunden: Geht man auf die Forderungen der Flüchtlinge ein, schafft man einen Präzedenzfall und das ist angesichts der Massen an Menschen, die sich gerne in Europa niederlassen wollen würden, schlicht und ergreifend nicht vertretbar.
Ich glaube keiner möchte in unseren Städte Zustände haben, wie sie mittlerweile in Marseille beispielswiese vorhanden sind, aber das ist nun mal die logische Konsquenz, wenn zahlreiche Menschen einwandern, die sich auf einem völlig anderen Bildungsniveau befinden.
Deswegen bleibt der Politik nix anders übrig als den Flüchtlingen gegenüber hart zu bleiben.
Das mag für manche Menschen unmenschlich klingen, aber man kann das Problem nun mal nicht kurzfristig lösen, sondern muss langfristig denken und eine nachaltige Lösung des Problems kann nur die Verbesserung der Situation in den jeweiligen Ländern sein, aus denen diese Menschen flüchten.
Es hilft niemanden, wenn wir unsere Städte zu sozialen Brennpunkten verkommen lassen, nur damit wir uns für den Moment ein Gefühl von Menschlichkeit und Mitgefühl verleihen.

Beitrag melden
maniak 16.10.2013, 10:21
7. Es ist erschreckend

wie wirklich alle Parteien einfach nix dazu sagen und mit sich selbst beschäftigt sind. Eigentlich finden alle gut, wie es ist. Die Menschen sind allen egal. Zu groß ist die Angst, es nicht managen zu können. Dabei sollte jeder Politiker wissen was zu tun ist. Nämlich endlich ein neues Asylrecht und eine Einwanderungpolitik. So lange sich Europa so abschottet, werden Menschen sterben. Und Europa braucht junge Menschen und Kinder. Es ist ein trugschlusss wenn sie glauben, sie könnten nur die besten Fachkräfte aus armen Regionen an Land ziehen und es sich aussuchen. Es wird nicht reichen, um die Renten zu sichern und ihren Wirtschaftvorteil auszubauen. Besser sie investieren in kinderreiche Familien auch von Einwanderern.
Aber auch die Kinder der deutschen Unterschichtsfamilien müssen endlich besser gefördert werden und aus ihrer Perspektivlosigkeit und Teufelskreislauf heraus gezogen werden. Allein schafft man den Ausstieg so gut wie nie aus einer unteren Schicht.

Beitrag melden
Malshandir 16.10.2013, 10:24
8. Kein Demonstrationsrecht

Art. 8 (1) GG DEUTSCHE haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

Also hier demonstrieren Nicht-Deutsche. Ein soilches recht gibt es nicht, somit handelt es sich um eine illegale Versammlung.
Daneben befinden sich diese Personen illegal im Lande.
Schon 2 Gesetzesverstösse in so kurzer Zeit, da muss man sich als Staat fragen, ob man so jemanden überhaupt will.

Daneben wenn man sich auf den Krieg gegen Ghaddafi beruft. Nun das Land ist doch nun frei, wieso dann Asysl. Wieso Deutschland, wir wearen nicht am Krieg beteiligt, anders als die USA, UK und Frankreich.

Es sind IMO nur Wirtschaftsflüchtlinge und anstatt jetzt das eigene Land wieder aufzubauen, nachdem man es selber mitzerstört hat, geht man eher nach Europa, die sollen sich drumkümmern.

Es ist an der Zeit klarzustellen, dass sich jedes Land zuerst um seine Probleme selber küümmern muss, danach die regionalen Organisationen wie EU, AU usw.

Beitrag melden
Zappa_forever 16.10.2013, 10:25
9. Danke...

Zitat von Munster
Der Politik sind die Hände gebunden: Geht man auf die Forderungen der Flüchtlinge ein, schafft man einen Präzedenzfall und das ist angesichts der Massen an Menschen, die sich gerne in Europa niederlassen wollen würden, schlicht und ergreifend nicht.....
...für diese unaufgeregte, zutreffende Analyse. Ihr letzter Satz sollte allerdings noch fett hervorgehoben werden.

Beitrag melden
Seite 1 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!