Forum: Blogs
Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang
DPA

Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass. Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Seite 1 von 74
Anna-Maria-49 07.04.2012, 11:53
1.

Zitat von sysop
Schriftstellerkollege Ralf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.
Nun hat er aber lange überlegt.

Hochhuth, wer war das doch gleich nochmal?

Beitrag melden
thorland 07.04.2012, 11:55
2. Kann Herr Hochuth mal die Kirche im Dorf lassen?

Tut mir leid, meine Sympathien für Herrn Grass sind begrenzt und sein lierarisches Werk halte ich in Teilen für überschätzt.
Auch das betroffene Gedicht zählt nicht zu dem besten, was es an Lyrik gibt.

Bedauerlicherweise gibt es in der Bundesrepublik offizielle Sprachregelungen, ungeschriebene Gesetze, was gedacht und gesagt werden darf und unendlich viele Tabus.

Das grundgesetzliche Recht auf freie Meinungsäußerung ist zur Farce verkommen.

Herr Grass hat sich geäußert. Man muß seine Meinung nicht teilen, aber ihn nun so mit Dreck zu überschütten, weil er das Tabu "Israel" zum Ziel seiner Gedanken gemacht hat, ist einer Demokratie unwürdig.

Beitrag melden
qranqe 07.04.2012, 11:57
3. Geht mir genauso!

Mir geht es nicht anders. Es ist entsetzlich, welche Parallelen Grass gezogen hat.

Ich finde den Typen allerdings auch mehr als unsympathisch seit herauskam, dass er, der anderen gerne einen unsauberen Umgang mit der NS-Vergangenheit vorgeworfen hat, selbst eine hat, die er fast sein ganzes Leben lang verschiegen hat.

Das ist Heuchelei pur - und die merkwürdige Schützenhilfe für iranische Vernichtungspläne setzt dem ganzen die Krone auf.

Beitrag melden
fourchette 07.04.2012, 11:57
4. Na, Ja

Zitat von sysop
Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Ralf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.
In den Foren herrscht überwiegend Zustimmung zu Herrn Grass. Kann es sein, dass die Piraten gerade aus dem Defizit zwischen Politik und Medien einerseits und die Bevölkerung andererseits ihre positiven Resultate herausziehen, weil sie tatsächlich offen sind?

Beitrag melden
Baikal 07.04.2012, 11:57
5. Danke, Grass, ..

Zitat von sysop
Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Ralf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.
.. dieses Panoptikum von schwachsinniger politischer Korrektheit an die Welt gebracht zu haben, ist ein überhaupt nicht groß genug einzuschätzender Erfolg. Das sind exakt dieselben, die nach einem von Israel - pardon: der israelischen imperialistischen Regierung - angezettelten Krieg wieder mal von nichts gewußt haben werden.

Beitrag melden
hasenfuss27 07.04.2012, 11:59
6.

Zitat von sysop
Schriftstellerkollege Ralf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.
Und ich schäme mich dafür, dass es offenbar in Deutschland unmöglich ist, Israelische und Internationale Nahostpolitik zu kritisieren, ohne dass gleich jemand die Nazikeule auspackt...

Wie jedesmal sind dise Diskussionen einfach nur verblendet und lächerlich... leider...

Beitrag melden
Herr Hold 07.04.2012, 12:00
7. Überzogen

Zitat von sysop
Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Ralf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.
NUn ist es doch aber mal gut. Ein Schriftsteller äussert sich zur Politik Israels. Offensichtlich darf man das nicht, ohne gleich in eine Ecke gestellt zu werden. Ein Tabu scheint gebrochen, insofern hat er recht.

Beitrag melden
christian.stuermer 07.04.2012, 12:01
8. Literaturnobelpreis aberkennen

Man sollte ihm den Literaturnobelpreis aberkennen. Ein Nobelpreis für einen Schriftsteller, der des Antisemitismus verdächtigt wird, ist unerträglich. Vor allem dann, wenn dieser aus Deutschland kommt. Hier ist Toleranz fehl am Platz.

Beitrag melden
dude-ranch 07.04.2012, 12:04
9.

So langsam schäme ich mich, dafür ein Deutscher zu sein. Nicht wegen Grass, sondern wegen allen anderen.

Es geht darum, dass ein Land politisch gesehen ziemlichen Mist verzapft. Es ist ein Verbündeter von Deutschland, na und?

Reicht die Meinungsfreiheit nur bis zur israelischen Grenze? Werdet mal wach! Die planen dort allen Anscheins nach einen Krieg! Ein Krieg, der nichts weiter bringt, als unvorstellbares Leid über die Zivilbevölkerung und ein paar Milliarden mehr auf den Konten einer weniger, der davon profitieren.

Da wird man doch wohl noch aussprechen dürfen, dass man so etwas nicht gutheißen kann. Und dass auch der Iran in Grass' Gedicht kritisiert wird, sollt hier auch nicht vergessen werden, wobei, achso.. ist ja eh gleichgeschaltete Presse hier, hab ich schon wieder vergessen. Armselig!

Beitrag melden
Seite 1 von 74
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!