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Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang
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Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass. Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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Apologet 07.04.2012, 13:12
200. Erinnern

Zitat von spon-40a-mnr9
Diejenigen die sich hier für die Verfechter der Demokratie halten, indem sie Schmähschriften gegen Günter Grass verfassen, sind in Wirklichkeit das wahre Problem der Demokratie. Sie kapieren nicht, dass Demokratie von Pluralismus lebt. Pluralistische Diskurse werden durch kontroverse Thesen angestoßen. Nichts weiter wollte Grass erreichen.
Ich werde Sie beim nächsten Buch von Thilo Sarrazin daran erinnern.

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freiheitsglocke 07.04.2012, 13:12
201.

Zitat von 2013
Beiträge wie Ihrer fördern geradezu den Antisemitismus. Wann merken Sie das denn endlich mal. Grass hat recht mit seiner Kritik an diesem Hardliner-Regime in Israel. Akzeptieren Sie das einfach!
1. Für Antisemitismus ist nur einer verantwortlich: Der Antisemit selbst.

2. Grass spinnt.

Hoffe, ich konnte helfen!

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sorata 07.04.2012, 13:12
202. Über den Tellerrand.

Zitat von Baikal
.. dieses Panoptikum von schwachsinniger politischer Korrektheit an die Welt gebracht zu haben, ist ein überhaupt nicht groß genug einzuschätzender Erfolg. Das sind exakt dieselben, die nach einem von Israel - pardon: der israelischen imperialistischen Regierung - angezettelten Krieg wieder mal von nichts gewußt haben werden.
In ausländischen Medien, besonders in Frankreich und Spanien, aber auch in England, Italien und in Skandinavien ist man mehr darüber empört, wie Israel einem weltweit renommierten Schriftsteller und Nobelpreisträger Mund und Meinung verbieten will. Man findet diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit unerhört. Auch wie die deutschen Medien auf das Grass-Gedicht reagieren findet man dort unbegreiflich. Letztlich war das dann doch wohl eher ein israelisches und auch ein Eigentor der deutschen Medien.

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lupenrein 07.04.2012, 13:12
203.

Ganz egal, was Grass in seinem 'Gedicht' von sich gegeben haben mag,
die äusserst intensive Zusammenarbeit zwischen Israel - wirtschaftlich und militärisch !! - und der BRD vermag er dadurch auch nicht im gesingsten zu stören.

Hören Sie diesen äusserst interessanten Beitrag auf Radio Bayern 5.
!!

Notizen aus Israel: Das 17. Bundesland | Notizen aus aller Welt | B5 aktuell | Radio | BR.de

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dx456 07.04.2012, 13:12
204.

Zitat von hasenfuss27
Und ich schäme mich dafür, dass es offenbar in Deutschland unmöglich ist, Israelische und Internationale Nahostpolitik zu kritisieren, ohne dass gleich jemand die Nazikeule auspackt...
Niemand packt die Nazikeule aus, wenn man einem ehemaligen Mitglied der Waffen-SS alte Denkweisen vorwirft.
Zitat:Der Schriftsteller steht selbst wegen seiner jahrzehntelang verschwiegenen Mitgliedschaft in der Waffen-SS in der Kritik.

Man muss die Realität einfach anerkennen ...

Wie kann es sein, dass er der SPD nahesteht?

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!!# 07.04.2012, 13:12
205. Kein Gedicht sondern eine ganz normale politische Stellungnahme

Zitat von aramis45
Nein Einspruch, es geht hier nicht nur um ein Gedicht, nimmt man diese Denkweise als Maßstab das Inhalte nicht mehr wichtig sind, hätte dieser Herr Grass keinen Nobelpreis für Literatur verdient!...
Das Schriftstück des Herrn Grass kam mir vor wie eine ganz normale politische Stellungnahme, keineswegs wie ein Gedicht. Im sogenannten Gedicht des Herrn Günter Grass wird das Selbst-Verteidigungsrecht des jüdischen Staates aberkannt. Dies ist für mich ein eindeutiger Indiz seines Judenhasses. Es ist mir egal, wie man solche Gefühle nennt: Antisemitismus, Judenhass oder sonstwas. Herr Günter Grass hat seine Gefühle eindeutig formuliert. Daher ist die Diskussion über die korrekte Benennung solcher Gefühle überflüssig.

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Moewi 07.04.2012, 13:14
206.

Zitat von klausbrause
Genau. Seine Altervorsorge sollte eingezogen werden, die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen und den Käufern seiner Bücher das Geld zurückerstattet werden. Sein Wohnhaus ist einzuebnen. Habe ich noch was vergessen?
Sie meinen (ich weiss, WIE Sie's meinen) also Aktionen, wie sie Israel bei Angehörigen von Attentätern durchführt (Haus plätten etc.)? Lupenreine Sippenhaft(ung), aber das ist doch eine Nazi-Erfindung. Das kann Israel doch UNMÖGLICH machen, und weil nicht sein kann was nicht sein darf...
Man stelle sich das vor: Jemand schreibt in ein Forum, dass "dieeinzigedemokratieimnahenosten" (merke: EIN wort) Israel Methoden benutzt, die von Wehrmacht und SS im Partisanenkrieg angewandt wurden. Was gäbe das einen Aufschrei...

Bin gespannt ob dieser Artikel durchkommt.

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Christian Wernecke 07.04.2012, 13:14
207. Nachgedacht?

Zitat von zakalwe.
Grass sollte Deutschland verlassen. Seine Dämonisierung von Israel und die Verharmlosung des grausamen Irans ist einfach nur peinlich für unser Land.[...]
Sagen Sie mal, wissen Sie eigentlich, was Sie da schreiben? Ist Ihnen nicht klar, dass diese Auffordung an anderer Stelle in der deutschen Geschichte auch schon ergangen ist? Wenn Sie nicht mit anderen verwechselt werden wollen, denken Sie bitte über Ihre Worte noch einmal nach.

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caecilia_metella 07.04.2012, 13:14
208. Das Ende aller Fragen

"Heftiger attackierte der Dramatiker Rolf Hochhuth Grass im 'Münchner Merkur'. Ebenfalls direkt an Grass gewandt schreibt Hochhuth, er schäme sich "als Deutscher Deiner anmaßenden Albernheit, den Israelis verbieten zu wollen, ein U-Boot deutscher Produktion zu kaufen".

Aber der Focus, den Herr Grass setzen will, ist durchaus richtig.
Letztlich geht es ihm um Rüstungsgeschäfte, die nicht nur die genannten Nationen, sondern die ganze Welt gefährden können.

Darauf springt nur niemand in den deutschen Medien an.

Ist es so normal, wenn da in Regierungen voller meist alter Männer, die das Alltagsleben ihrer jeweiligen Bevölkerung nur aus von ihnen zugelassenen (man darf auch denken zensierten) Medien kennen, einsame Entscheidungen PRO Vernichtung, also über Leben und Gesundheit von großer Teile der Welt - das sind Männer, Frauen und Kinder sowie die Umwelt - getroffen werden dürfen?

Interessanterweise sind die Verantwortlichen dann meist verschwunden, wenn es darum geht, die Urheber des Elends zu ermitteln und zur Verantwortung zu ziehen.

Verteidigung ist notwendig, solange es etwas gibt, wogegen man sich verteidigen muss.

Sie ist auseinanderzuhalten von Kriegshetze und Geschäften von Lobbyisten mit Lobbyisten, deren hohe Kosten die betreffenden bzw. betroffenen Völker auch noch selbst tragen sollen.

Mir fällt zu dem Thema immer wieder das ein:
Männer pinkeln einsam. (Parodie auf Engel fliegen einsam.)
Offiziell tun sie das gar nicht, weil noch heute jeder einzelne kulturell gebildete Mann so sehr herrlich er-schaffen wird, dass er weit entfernt von allen Urinstinkten die ganze Welt zu regieren vermag.
Ihnen kann man 100.000mal erzählen, dass ein Volk mehr ist als Männer. Sie begreifen es nicht in ihrer Selbstbezogenheit, die sie oft auch noch als Liebe zu ihrem lokalen, kleinkarierten Gott verkaufen wollen, von dem sie behaupten, er habe das gesamte Universum erschaffen.

Diese Männerlogik, die sich im Denken und Sprechen offenbart, mit all ihren Inkonsequenzen und Korruptionen sollte noch einmal gut überdacht werden. Wir sind ja nun globalisiert. Und es gibt tatsächlich in allen Ländern auch genug intelligente Männer, die z.B. noch genau wissen, dass Atom-U-Boote, die dem Ziel ZERSTÖRUNG dienen, nicht besonders umweltfreundlich sind und deshalb ebenso schlecht für unsere Kinder wie für Kinder in entfernten Ländern.

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Andreas-Schindler 07.04.2012, 13:14
209. Historiker

Zitat von sysop
Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Ralf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.
Was anscheinend einigen entgangen ist, das Gedicht bezieht sich auf das Israel des 21. Jahrhunderts und nicht auf etwas im vorherigen Jahrhundert und früher. Somit stellt sich die Frage warum auf eine Aussage eines Historiker so viel Wert gelegt wird. Es spielt keine Rolle was vor 70 Jahren passiert ist, sondern was in den nächsten 70 Jahren passiert. Es Interessiert nicht ob Grass zur Waffen-SS Eingezogen wurde oder nicht. Ich musste wie viele andere auch zur Bundeswehr.

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