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Streit über Platzvergabe: Münchner Gericht verschiebt NSU-Prozess
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Der Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe beginnt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen später als geplant. Das Oberlandesgericht München hat den Auftakt auf den 6. Mai verlegt. Grund ist der Streit über die Presseplätze, die Akkreditierung beginnt nun von vorn. NSU-Prozess: Oberlandesgericht München - SPIEGEL ONLINE

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themistokles 15.04.2013, 13:05
1.

Zitat von sysop
Der Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe beginnt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen später als geplant. Das Oberlandesgericht München hat den Auftakt auf den 6. Mai verlegt. Grund ist der Streit über die Presseplätze, die Akkreditierung beginnt nun von vorn.
Was ein Theater... von allen Beteiligten! Anstatt pragmatisch vorzugehen, bemüht man Presse, Gerichte und Öffentlichkeit, nur um hinterher wieder bei Null anzufangen.

@LG München: Hättet ihr nicht einfach 3-4 Stühle mehr reinstellen können?
@Türkische Medien: Hättet ihr nicht einfach dort anrufen können und ehrlich sagen können, dass ihr den Termin verpennt habt anstatt gleich Zeter und Mordio zu verbeiten? Vielleicht wäre dann die Reaktion vom LG München anders ausgefallen und man hätte vieles auf dem kleinen Dienstweg regeln können...
@Presse: Musstet ihr wirklich gleich auf Konfrontationskurs gehen? Wir reden hier von zuwenig Sitzplätzen und einem verbaselten Termin, muss man da wirklich so ein Faß aufmachen?

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mebschmw 15.04.2013, 13:06
2. selten solche Richter gesehen

Was diese Richter fabrizieren, ist ähnlich peinlich wie die "Arbeit" der "Verfassungsschützer" und Polizei zuvor.

Statt einfach Platztausch zu erlauben oder nun nach der Blamage vor dem Bundesverfassungsgericht einfach 3 zusätzliche Plätze für ausländische Pressevertreter zu reservieren, wie es das BVerfG rechtssicher vorschlägt, wählen diese Richter erneut das komplizierteste Verfahren. Sind die mit göttlicher Eitelkeit gesegnet oder einfach nur zu stolz um Fehler einzusehen? Die dritte Variante, dass sie die Kompetenz der "Verfassungsschützer" haben, möchte ich nicht glauben müssen. Einfach nur peinlich das ganze Thema. Bananenrepublik Deutschland.

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gog-magog 15.04.2013, 13:08
3.

Zitat von sysop
Der Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe beginnt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen später als geplant. Das Oberlandesgericht München hat den Auftakt auf den 6. Mai verlegt. Grund ist der Streit über die Presseplätze, die Akkreditierung beginnt nun von vorn.
Ist schon seltsam, wie hier das Recht gebeugt werden kann in deutschen Gerichtssälen. Der Prozess wird damit zur Farce. Vermutlich wird er mit einem Freispruch enden, weil er jetzt schon Formfehler über Formfehler beinhaltet.

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Ulrich Vissering 15.04.2013, 13:08
4.

Zitat von themistokles
Was ein Theater... von allen Beteiligten! Anstatt pragmatisch vorzugehen, bemüht man Presse, Gerichte und Öffentlichkeit, nur um hinterher wieder bei Null anzufangen. @LG München: Hättet ihr nicht einfach 3-4 Stühle mehr reinstellen können? @Türkische Medien: Hättet ihr nicht einfach dort anrufen können und ehrlich sagen können, dass ihr den Termin verpennt habt anstatt gleich Zeter und Mordio zu verbeiten? Vielleicht wäre dann die Reaktion vom LG München anders ausgefallen und man hätte vieles auf dem kleinen Dienstweg regeln können... @Presse: Musstet ihr wirklich gleich auf Konfrontationskurs gehen? Wir reden hier von zuwenig Sitzplätzen und einem verbaselten Termin, muss man da wirklich so ein Faß aufmachen?

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pegoce 15.04.2013, 13:09
5. Was für ein Dilemma

Mal sehen wer sich bei der nächsten Vergabe als Benachteiligter meldet. Da wird der Prozess und die Sachaufklärung - um die es hier zu gehen hat - zur Farce.

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blue.sky 15.04.2013, 13:11
6. Mal schauen,

welche Gründe vor dem 6. Mai für eine weitere Verschiebung des Prozesses auftauchen. Der Status einer, in seiner Unglaublichkeit nicht zu übertreffenden Ermittlungs- und Gerichtsposse wird in dieser Angelegenheit konsequent untermauert. Die deutsche Gerichtsbarkeit gibt sich unter den Augen der Welt der Lächerlichkeit preis. Womit haben die Opfer und unser Land das verdient...???

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Proggy 15.04.2013, 13:11
7. Peinlich

die Gefahr war wohl zu groß, das von den 3 "zusätzlichen Plätzen für die INTERNATIONALE Presse" auch keine an türkische Medien gegangen wären - dem Risiko musste man wohl jetzt Sorge tragen. Ob eine neue Vergabe (mit Vorgaben?) jetzt Ruhe bringt, wage ich zu bezweifeln.

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herrflosse 15.04.2013, 13:12
8.

Zitat von themistokles
Was ein Theater... von allen Beteiligten! Anstatt pragmatisch vorzugehen, bemüht man Presse, Gerichte und Öffentlichkeit, nur um hinterher wieder bei Null anzufangen. @LG München: Hättet ihr nicht einfach 3-4 Stühle mehr reinstellen können? @Türkische Medien: Hättet ihr nicht einfach dort anrufen können und ehrlich sagen können, dass ihr den Termin verpennt habt anstatt gleich Zeter und Mordio zu verbeiten? Vielleicht wäre dann die Reaktion vom LG München anders ausgefallen und man hätte vieles auf dem kleinen Dienstweg regeln können... @Presse: Musstet ihr wirklich gleich auf Konfrontationskurs gehen? Wir reden hier von zuwenig Sitzplätzen und einem verbaselten Termin, muss man da wirklich so ein Faß aufmachen?

Fast alles richtig ,aber das Gericht hat ja mitterlweile bestätigt das es eine Vorab Email für bestimmte Pressevertreter gab...warum sollten sich da die Türkischen/BBC/NY Times Leute für etwas entschudligen was die Presseabteilung des Gerichtes verbockt hat ?


Irgendwie kommt diese Absage nicht überraschent,das Gericht ist mit so einem Fall einfach Überfordert .

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spon-facebook-1451260802 15.04.2013, 13:12
9. Trauerspiel

Mit einem gewissen Unverständnis beobachte ich die Platzdiskussion aus der Schweiz. Als Berichterstatter habe ich über den Swissair-Prozess und den Skyguide-Prozess (Flugzeugabsturz Überlingen) berichtet.

Beide Prozesse haben in einer Turnhalle stattgefunden um dem Andrang an Medien und Zuschauer gerecht zu werden. Vor allem beim Skyguide-Prozess waren auch viele Russische Medien in der Schweiz.

Das ganze war von der Zürcher Justiz gut vorberietet und der Zugang war problemlos.
Alle Journalisten und Zuschauer hatten ihren Platz.

Vielleicht sollten die Münchner mal in Zürich/Bülach nachfragen wie die beiden Prozesse organisiert worden sind.

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