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Streitgespräch über Deutschlands Lage: "Hört euch diesen Quatsch an, mit dem mein Vat
Matthias Jung / DER SPIEGEL

Was passiert, wenn Eltern der AfD anhängen, ihre Kinder die rechtspopulistischen Thesen aber nicht ertragen? Für das SPIEGEL-Streitgespräch haben wir zwei Familien an einen Tisch gesetzt - dann wurde ausgeteilt.

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BenjaminG 02.03.2017, 08:27
1. Interessantes Projekt

und (leider) wie zu erwarten das gleiche, was man auch sonst in den Gesprächen hört. Gibt es irgendwo das ungeschnittene Tanskript dazu? In dem Artikel sind mir zu viele Sprünge in den Unterhaltungen. Ich weiss somit nicht, ob nicht auch andere Gespräche aus dem Kontext gerissen wurden, durch auslassen von Kommentaren dazwischen.

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geando 02.03.2017, 08:43
2. Das Setting ist natürlich rein Zufällig?

Die ollen Alten sind AfD-Symphatisanten, die coolen "jungen" Leute sind Linksliberal- dieses Setting könnte Zufall sein- ist es aber nicht. Schon diese Kombination suggeriert ja, das die Zukunft den Linksliberalen gehört, die AfD maximal die Vergangenheit einnehmen kann. Dies wiederum ist linksliberales Wunschdenken, denn es konnte (zum Glück) noch nie eine politische Strömung ohne Opposition in einer Demokratie schalten und walten.

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imlattig 02.03.2017, 09:17
3. na, hier...

wird mal klargestellt: es sind nicht die prekären und abgehängten, aus denen sich die afd rekrutiert, sondern es sind die besserverdienenten rentner, pensionäre und beamten. also ein publikum das keine abstiegsängste zu befürchten hat. denen ist unwohl bei dem gedanken mit anderen zu teilen.

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moritz27 02.03.2017, 10:16
4. Ich hab auch schnon mal

eine solche Debatte miterlebt. Dort kehrte schlagartig Ruhe ein, als der Vater (Rentner) bekanntgab: "Ihr habt mich bekehrt. Ich werde mein Vermögen der Flüchtlingshilfe vererben. Ihr könnt dann ja von denen euren Pflichtteil einfordern - oder natürlich auch darauf verzichten."

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omop 02.03.2017, 10:18
5. Daran zeigt sich einiges..

die Älteren haben mehr Erfahrung und die Jungen sind doch vielfach sehr naiv (war aber früher nicht anders).
Wie lautet ein bekanntes Zitat: wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, hat kein Herz, wer es im 40 immer noch ist, hat kein Hirn.
Man hätte auch die Überschrift wählen können: wie uns die Jungen mit ihren linken Parolen einlullen wollen.

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Glückspilz 02.03.2017, 10:20
6.

Zitat von geando
Die ollen Alten sind AfD-Symphatisanten, die coolen "jungen" Leute sind Linksliberal- dieses Setting könnte Zufall sein- ist es aber nicht. Schon diese Kombination suggeriert ja, das die Zukunft den Linksliberalen gehört ...
Mal angenommen Spon hätte dieses Setting tatsächlich bewusst so gewählt um etwas zu suggerieren, dann ja wohl genau das Gegenteil. Da wir eine rapide alternde Gesellschaft sind, in der Rentner in Zukunft eindeutig die Mehrheit stellen, müsste ihre Aussage logischerweise so heissen: "Schon diese Kombination suggeriert ja, das die Zukunft den AfD-Symphatisanten gehört ..."

Vielleicht sollte man nicht immer gleich böse Absichten unterstellen, sondern einfach mal dankbar dafür sein das es immer noch Journalismus gibt der Menschen mit verschiedenen Sichtweisen zu Wort kommen lässt.

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geando 02.03.2017, 10:38
7. @Glückspilz

Zitat von Glückspilz
Vielleicht sollte man nicht immer gleich böse Absichten unterstellen, sondern einfach mal dankbar dafür sein das es immer noch Journalismus gibt der Menschen mit verschiedenen Sichtweisen zu Wort kommen lässt.
"einfach mal dankbar dafür sein"- Dankbar? Ja, ok. Ich dachte bloss bisher, das es eine journalistische Selbstverständlichkeit wäre, "Menschen mit verschiedenen Sichtweisen zu Wort kommen zu lassen". Aber vielleicht ist dem ja nicht mehr so und man sollte "Dankbar" dafür sein, zumindest wenn das Setting nicht von vornherein auf klare Sieger und Verlierer ausgelegt ist. Finde ich trotzdem irgendwie merkwürdig, wenn man in einer freien Gesellschaft für mediale Ausgewogenheit "einfach mal Dankbar" sein muss.

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LondoMollari 02.03.2017, 11:06
8. An Ihrem Kommentar auch

Zitat von omop
Daran Zeigt sich einiges .... die Älteren haben mehr Erfahrung und die Jungen sind doch vielfach sehr naiv (war aber früher nicht anders). Wie lautet ein bekanntes Zitat: wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, hat kein Herz, wer es im 40 immer noch ist, hat kein Hirn. Man hätte auch die Überschrift wählen können: wie uns die Jungen mit ihren linken Parolen einlullen wollen.
Nämlich die Geisteswelt solche Leute. Auf in die Zukunft mit dem wie es immer schon war! Das muss so bleiben, weil das war vorher auch schon so! Wir lösen die Probleme von morgen - und zwar schon heute mit den Antworten von Gestern!

So was bringt einem im sich stets wandelnden Leben ja ungeheuer weiter. Fragen Sie mal die Dinosaurier! Oder die Bauer von Pferdedroscheken! Überhaupt - Technik. Ist ein tolles Beispiel wie Ihre Geisteshaltung doch gutes schafft. Motto: "2017 - Motoren der Zukunft. Diesel oder Dampfmaschiene!" ...

Und Leute die glauben in einer Globalisierten Zukunft, wo wir uns bei immer knapper werdenden Ressourcen gegen Gebilde wie USA, China, Russland oder in Zukunft auch Indien antreten werden müssen liege das Heil beim Rückzug in unseren kleinen, süßen Nationalstaat, alles "fremde" möglichst außen vor halten und die Tür dicht machen dem kann ich nur ein möglichst schnelles Realitätsupdate wünschen. Wissen Sie was? In China gibt es *Städte* die haben mehr Einwohner als Deutschland. Und die Leute da sind hungrig auf bildung und vorran zu kommen. Und gegen sowas wollen Sie dann hier anstinken? Womit? Knödelkatapult, zurück zur Vergangenheit und "Ottomotor - so neumodischen Kram brauchen wir nicht, deinem Vater und GRoßvater und deren Vätern haben auch immer Pferde gereicht!"
Ihr Artikel ist ein schönes Beispiel dafür wie satte Alte, die ihre Schäfchen im Trockenen haben meinen nur weil es Ihnen gut geht muss da sauch für alle andere gelten und alles wird schon gut wenn es nur so bleibt wie es ist.
Fazit: Wie die Alten unsere Zukunft vertattern!

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Sonderlich 02.03.2017, 11:22
9. Schweinefleisch essen...

... als Wesenskern der deutschen Identität ...na, wenn wir sonst nichts zu verlieren haben ist doch alles Prima!

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