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Strengere Gesetze: US-Bürger kaufen Waffenläden leer
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Der Amoklauf an der Grundschule in Newtown und die Debatte um schärfere Waffengesetze hat eine bizarre Folge: Die Waffenkäufe in den USA steigen rapide. Viele Geschäfte sind regelrecht leergekauft - weil deren Kunden offenbar eine strengere Regulierung fürchten. USA: Amerikaner horten Waffen aus Angst vor strengeren Gesetzen - SPIEGEL ONLINE

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Moewi 12.01.2013, 20:36
100.

Zitat von singlesylvia
Na siehste, das ist doch aussagekräftig. Etwas ironisch: Jetzt schauen wir uns noch an, in welchem Land die meisten gewaltsamen Todesfälle je 100.000 Einwohner im Straßenverkehr vorkommen. Dann bringen wir die dortige Regierung dazu, nach einem LKW-Amoklauf mit mehreren Toten zu erwägen, den Gebrauch und die Ausstattung von LKWs wesentlich strenger zu reglementieren. Daraufhin werden dann schnell noch LKW-Hamsterkäufe getätigt, vielleicht kaufe ich mir dann auch einen. Will sagen: Wo gibt's mehr Opfer pro 100.000 Einwohner? Wird da nicht vielleicht im falschen Film gekämpft?
Aber sowas von!
Warum sind Sie nicht dem normalen Muster gefolgt und haben das beliebte fiktive PKW-Verbot ins Spiel gebracht?

Falsch benutzt oder verunfallt, kann ein Fahrzeug sicher zu Todesfällen führen, das passiert leider jeden Tag.

Umgekehrt wird Sie eine verunfallte oder missbrauchte Schusswaffe aber niemals zur Arbeit oder in den Urlaub bringen, oder Ihren örtlichen Supermarkt mit Waren versorgen.

Oder anders: Was ist der Zweck eines Verkehrs- uns Transportmittels, und welches der einer Schusswaffe?

Man kann unvergleichbare Dinge nicht vergleichen.

Und ganz nebenbei: Wenn es um Verkehrstote pro Mio EW geht, schneiden Europäer AUCH besser ab ;o)

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Moewi 12.01.2013, 20:41
101.

Zitat von madicus
Aber warum wohl? Weil immer mehr Kriminelle wissen, dass sie bei der naechsten Straftat auf bewaffnete Gegenwehr stossen koennen. ALs ich in Niederayern lebte habe ich mich des Oefteren mit meinem Gewehr in meinem Vorgarten gezeigt. Vorbeifahrende (tschechische) Kundschafter haben das kapiert. Fazit: Keine Einbrueche und keine Toten.
Komisches Argument: Die laxen Waffengesetze mit der weiten Verbreitung von Schusswaffen gibt es in den USA ja nun schon seit gefühlter Ewigkeit.

Die Einbrüche aber trotzdem. Und die Toten auch...

Was also wollten Sie um Himmels Willen sagen?

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mk70666 12.01.2013, 20:46
102. Nochmal:

Zitat von petsy157
Sorry dass ich mich einfach so eingemischt habe, ...
"Einmischen" ist nicht das Problem, das ist jedem hier gerne gestattet :o)
Aber nochmal: es geht mir einfach darum, irgendwie zu versuchen aufzuzeigen, dass es einfach totaler Humbug ist, die Gefährlichkeit von Schusswaffen immer wieder auf eine Stufe mit Messern und Knüppeln zu stellen.
Zitat von petsy157
Ich kenne einiges der Cops des SWAT-Teams meiner Stadt und denen ist eine klare Info lieber, als so eine unsichere Sache mit Messern oder sonstwas...
Verstehe ich nicht ganz, soll das heißen ein Gegner mit einer Schusswaffe ist für das SWAT-Team eine "sicherere Sache" als einer mit einem Messer?

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alpenkraut 12.01.2013, 20:47
103.

Für die US-Regierung hat das den Vorteil, dass sie ihre Rüstungsausgaben perspektivisch auf null fahren kann.
Bei ca. 300 Mio. bewaffneten Kämpfern greift die USA bestimmt keiner an...

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Hupert 12.01.2013, 20:49
104. Danke....

Zitat von Moewi
Umgekehrt wird Sie eine verunfallte oder missbrauchte Schusswaffe aber niemals zur Arbeit oder in den Urlaub bringen, oder Ihren örtlichen Supermarkt mit Waren versorgen. Oder anders: Was ist der Zweck eines Verkehrs- uns Transportmittels, und welches der einer Schusswaffe? Man kann unvergleichbare Dinge nicht vergleichen.
...aber ändern wird das am verqueren Denken der Waffenbesitzer wohl nichts.

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spiegkom 12.01.2013, 20:54
105. @Hoschi101 @ syracusa Schon lustig

Was glauben Sie vielleicht, wie gut die Amerikaner verstehen, dass man hier in Deutschland auf den Autobahnen rumrasen kann (inkl. Massenkarabolagen). Die sagen: Die spinnen, die Deutschen. Die Opferzahlen dieses komischen Hobbies sind wesentlich größer als die Toten der Amokläufe in USA.

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Thomas_USA 12.01.2013, 20:57
106.

Zum Thema - ich fuehle mich hier in der Stadt, im Bus und in der Bahn waehren ich meine Waffe tragen kann wesentlich sicherer als auch nur beim Umsteigen mit der Bahn in Berlin oder Frankfurt. Keine Chance, dass ich hier totgetreten oder halbtot geschlagen werde.

Es ist kein Waffen"wahn", sondern die Ausuebung eines grundgesetzlich zugesicherten Rechtes. Dies als "Wahn" zu bezeichnen, kennzeichnet die unglaubliche Arroganz des typischen deutschen Kleindenkers, der sich ueber sein 300-Seelen-Dorf hinaus nie mit anderen Kulturen auseinander setzen durfte/musste. Daher wohl auch der "Gutmenschen" / "Alles besser wisser" / "Die Weisheit mit Loeffeln gefressener" - Kommentar des anderen Posters. Einfach mal drueber nachdenken.

Zitat von Schiebetürverriegler
Ich plante, irgendwann in naher Zukunft mit meiner Frau einige Wochen an der Ostküste der USA zu verbringen. Wenn ich aber lese, was dieser Waffenwahn langsam für Zustände annimmt, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee ist..... Übrigens, die dumme Bemerkung "Gutmensch" können Sie behalten...

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rudi_1957 12.01.2013, 21:00
107. Messer

Zitat von mk70666
"Einmischen" ist nicht das Problem, das ist jedem hier gerne gestattet :o) Aber nochmal: es geht mir einfach darum, irgendwie zu versuchen aufzuzeigen, dass es einfach totaler Humbug ist, die Gefährlichkeit von Schusswaffen immer wieder auf eine Stufe mit Messern und Knüppeln zu stellen. Verstehe ich nicht ganz, soll das heißen ein Gegner mit einer Schusswaffe ist für das SWAT-Team eine "sicherere Sache" als einer mit einem Messer?
Hallo,
lesen Sie mal hier: Es ist tatsächlich so, dass Gesetzeshüter vor einem plötzlich auftauchenden Messer viel mehr Respekt haben, als vor einer Schusswaffe. Home

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singlesylvia 12.01.2013, 21:01
108.

Zitat von petsy157
[...] Und diese Einrichtung hat sich bestens bewehrt. Die Ordnung in den Schulen ist vorbildlich und auch die Schuler lernen den Respekt.
Wenn man viele Leute mit Waffen um sich hat, ist man natürlich bestens bewehrt. Nur, ob sich das Ganze auch bewährt?

Da habe ich so meine Zweifel, besonders angesichts Ihres letzten Satzes, dass die Schüler Respekt lernen. Das tun sie meiner Meinung nach nämlich nicht, sondern sie lernen Furcht oder sogar Angst vor einem ständig möglichen Einsatz der Waffe gegen sie.

Respekt ist etwas anderes, Respekt bedeutet Achtung und Anerkennung eines Menschen um seiner selbst willen und nicht, weil er eine Waffe trägt. Den Kindern verantwortlichen und respektvollen Umgang miteinander beizubringen, versagen die meisten Erwachsenen, weil sie es selber nicht gelernt, sondern Furcht bzw. Angst vor Waffen immer mit Respekt verwechselt haben. Nach außeh hin sichtbares Zeichen ist der Einsatz von Cops auf dem Schulgelände; Cops, die wahrscheinlich einen geringen Bildungsstand und wenig bis gar keine Erfahrung in intellektueller Problemlösung haben. Es wird schwer, den Kids solchen Cops gegenüber trotzdem Respekt und nicht nur Angst vor deren Waffengebrauch beizubringen.

Probieren Sie es aus: Nehmen Sie den Cops erst alle Waffen ab, auch Schlagstöcke und ähnliches. Dann lassen Sie über einen gewissen Zeitraum einen Cop nach dem anderen nicht mehr erscheinen. Was meinen Sie, wie lange es dauert, bis ihre schöne Ordnung zerbröselt?

Oder überzeugen Sie mich, dass die Cops auf Schulhöfen einen Bildungsabschluss ähnlich dem deutschen Abitur und eine psychologische Ausbildung mit Schwerpunkt Deeskalation, gewaltfreiem Stressmanagment und gewaltfreier Entschärfung juvenalem Konfliktpotential haben. Solche Cops könnten Sie wahrscheinlich nicht mehr aus dem Schulgeld bezahlen; die bräuchten dann aber auch keine Waffe mehr, die hätten dann wirklich den Respekt der Schüler. Übrig bleibt dann noch die Frage, warum derlei Qualifikationen offenbar von den Lehrern nicht mitgebracht werden, so dass es überhaupt irgendwelcher Cops bedarf.
Wie gesagt: Der Einsatz von Cops macht deutlich, dass bei der Erziehung der Kids irgendwo fürchterlich versagt wurde.

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Promethium 12.01.2013, 21:01
109. Studien

Zitat von Moewi
"Von 100.000 Einwohnern sterben in den USA sechs eines gewaltsamen Todes. Keines der anderen 16 untersuchten Länder kam dem Bericht zufolge diesem Wert nahe - Finnland lag mit zwei gewaltsamen Todesfällen je 100.000 Einwohner noch am nächsten."
Das ist wohl eine zimliche Unsinnsstudie. Natürlich kann man willkürlich 16 Länder aussuchen bei denen die Mordrate niedriger ist als in den USA. Aber was soll das beweisen? Die USA liegen bei der Mordrate zwischen Mittelamerika und Kanada.
Genau wie man das auch erwarten würde.

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