Forum: Blogs
Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern
dapd

Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden. Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Seite 11 von 76
kjartan75 17.03.2012, 23:07
100.

Zitat von Promethium
Brauchen wir auch nicht! Wir haben nämlich keine Tsunamis....
Nur Tsunamis können Gaus produzieren wie uns die Historie lehrt... Jaja, es gibt schon ein paar verstrahlte Träumer hier. ;)
Japan hat verdammt viel Glück gehabt, dass die Winde für sie günstig standen. Wenn die Radioaktivität nicht Richtung Meer hinausgetragen worden wäre, dann gäbe es nicht so viele Spaßvögel wie Sie.

Beitrag melden
Havenpirat 17.03.2012, 23:09
101.

Zitat von Vergil
Wenn der Staudamm eines großen Wasserkraftwerks durch einen terroristischen Anschlag bersten sollte oder wenn es in einem Chemieunternehmen einen großen Unfall mit hochgiftigen Chemikalen geben sollte, können auch extrem hohe Schäden auftreten, die kein Unternehmen mehr schultern kann.
Und erst die ganzen verstrahlten Landstriche nach nem Staudammbruch!

Nun ja,nachdem wir endlich diese Dinosaurier abgeschaltet haben unterhalten wir uns auch gerne mal über Chemie,aber ich hab grad nochmal geschaut,das war/ist nicht das Thema des Artikels

Beitrag melden
TS_Alien 17.03.2012, 23:15
102. .

Zitat von Promethium
Brauchen wir auch nicht! Wir haben nämlich keine Tsunamis....
Merkwürdig, dass bereits vor dem Tsunami zumindest in einem der Reaktoren von Fukushima ein ernster Störfall eingetreten ist. D.h. bereits das Erdbeben hat diesen Reaktor stark geschädigt.

TMI und Tschernobyl haben auch keine Tsunamis erlebt. Forsmark stand kurz vor einem GAU. Und das sind nur die bekannten Fälle.

In deutschen AKWs ist bereits eine Menge passiert. Man muss sein Glück nicht ausreizen.

Beitrag melden
mrsa 17.03.2012, 23:18
103. Doch lieber Standarddünger

Zitat von futaba
Sie verwechseln da spezifische Radioaktivität mit Gesamtradioaktivität. Die Menge machts ... Kalium40 ist mit Abstand die wichtigste Quelle menschlicher Strahlungsbelastung.
Um die Gesamtradioaktivitäten zu beurteilen müsste man wissen, wieviel Kalisalz gefördert und wieviel Müll mit welcher Aktivität eingelagert wurde. Letzters ist meines Wissens auch den Verantwortlichen unbekannt.

In Bezug auf Ihren ursprünglichen Vorschlag, denn Müll als Dünger zu verwenden, habe ich mal nach Quellen gesucht und überschlagen:
Danach hat Kalisalz aufgrund des Kalium40 eine Aktivität von ca. 1,3 x 10^7 Bq pro m3 (großzügig nur mit Kaliumchlorid gerechnet), also eine ca. 1000 bis 1000000 fach geringere Strahlung als der mittelradioaktive Müll in der Asse.

Düngen Sie also ruhig Ihre Tomaten damit - wohl bekommts.

Beitrag melden
peterm8s 17.03.2012, 23:22
104. Almosen-Märchen

Zitat von Desconocido 2
Schon heute speist Tepco die Geschädigten mit Almosen ab und dieses auch nur wenn es sich nicht vermeiden lässt. Diese Praxis werden die sicherlich nicht ohne Grund ändern.
Glauben Sie nicht alles was Sie hier in der Presse dazu lesen: Die Schadensersatzansprüche werden nicht von der Firma festgelegt, sondern von einem Regierungsgremium geleitet.
Es gibt keine ernsthaften Hinweise darauf, dass die Entschädigungen nach schlechteren Normen berechnet würden, als es bei anderweitigen Versicherungen der Fall wäre.
Tepco muss zwar vom Steuerzahler gestützt werden, aber das kann den Leuten mit Entschädigungsansprüchen erstmal einerlei sein.
Der Staat stützt Tepco, mit durchaus überschaubaren Summen, vor allem auch deshalb, weil die größten Verluste Tepcos durch die Ausgaben für Treibstoffimporte entstehen, die auch politisch verursacht werden: Alle KKW wurden ausgesetzt und der Staat erlaubt es den Energieerzeugern nicht die Strompreise entsprechend den gestiegenen Kosten der Öl-und Gasimporte zu erhöhen.
Es wäre ziemlich kurzsichtig den Wert von Tepco nach dem jetzigen marcet cap einzuschätzen. Nicht nur im Monopoly-Spiel ist so eine utility langzeitig von ziemlich unschlagbarem Wert.

Zitat von Desconocido 2
...ist Grund genug die Atomkraft aufzugeben. Einfach aus einem Grund: Es gibt Alternativen.
Und das wären? Die Fluktuierer Solar und Wind? Nicht Ihr Ernst, oder?
Braunkohle, Steinkohle und viel Gas zu den Fluktuirern - ja das ginge auch. Fracking rules! CO2 Problematik ist ja sowas von Gestern:)

Interessante Diskussion dazu gerade in Großbritannien, wo einige der einflußreichsten 'grünen' Journalisten und Aktivisten sich aktiv für den beschleunigten Ausbau der Kernkraft einsetzen, als nicht geliebte, aber einzig realistische Weise CO2 zu vermeiden.

Beitrag melden
atherom 17.03.2012, 23:25
105.

Zitat von mrsa
Na ja, wenn Sie Dreck darüber definieren, dass man ihn sieht, haben Sie sicherlich recht. Schicken wir doch einfach ein Gebäudereinigunsteam mit ein paar Staubtüchern und Wischeimern in die Asse, dann wird es dort auch wieder sauber. Vielleicht zahlts ja auch die Krankenkasse als gesundheitsförderne Maßnahme :-). O.k. ab einer bestimmten Höhe der Strahlung wird tatsächlich alles rein, nämlich klinisch rein. Nur gibt es einige Leute, die nicht unbedingt von der Strahlung gesäubert werden möchten, damit andere sich vorher eine goldene Nase verdienen. In Bezug auf Fukushima waren die Auswirkungen der Welle und des Erdbebens landesweit und unmittelbar tatsächlich weitaus größer als die des Supergaus. Aufgrund der Windrichtung wurde aber der Großraum Tokyo weitgehend verschont. Bei vielen europäischen Meilern fehlt allerdings das Meer, auf das der Dreck geweht werden könnte. Und um die Vögel machen Sie sich mal keine Sorgen, die sind lernfähig. Ähnliche Argumente gabs seinerzeit schon beim Ausbau der Hochspannungsleitungen, um z.B. die sauberen AKWs ans Netz zu bringen. Diese Leitungen sollen damals auch ein paar Vogelleben gekostet haben.
Um die Vögel mache ich mir als Nichtornithologe wirklich keine Sorge.
Aus ästhetischer Sicht schon eher. In Frankfurt-Süd leiden wir allerdings eher unter Flugzeugen (bzw. Fluglärm), als unter den Windmühlen,
wobei man sich da tatsächlich fragen müsste, was besser wäre. Ich
habe in Sizilien und Kalabrien diese Windmonster gesehen und sie
tragen zur Schönheit der Landschaften nur bedingt bei.
Die Tatsache ist und bleibt, dass die Atomkraft in unmittelbarer Nähe
Deutschlands eher aus-, als abgebaut wird. Was immerhin den Vorteil
hat, dass wir dazuimportieren können, sofern die alternativen Energien dem Industriestandort Deutschland (mal) nicht ausreichen sollten. Und noch etwas ist sehr positiv: der von den deutschen Atomkraftgegnern
befürwortete Ausbau der friedlichen Atomenergie im Iran, eröffnet auch hier zusätzliche Importalternativen: man kann sich endlich von den
iranischen Ölimporten unabhängiger machen, von Atomstromimporten
abhängiger.

Beitrag melden
Havenpirat 17.03.2012, 23:28
106.

Zitat von Promethium
Brauchen wir auch nicht! Wir haben nämlich keine Tsunamis....
Ach immer dieses Scheinargument....oder wissen Sie wirklich nicht worum es sich dreht?
Ich versuchs mal zu erklären.
In einem Land das den Begriff Tsunami geprägt hat und in dem nicht selten Erdbeben auftreten ist ein Kernkraftwerk eben an genau diesen vor die Hunde gegangen.(Übrigens am Erdbeben der Tsunami hat nur den Rest gegeben)Was heißt das?
Menschliches Versagen und/oder Fahrlässigkeit heißt das.
Tschernobyl ist auch am menschlichen Versagen vor die Hunde gegangen,nicht weil es da vor Kommunisten wimmelte.
Und nun erklären Sie mir und den anderen hier das menschliches Versagen hier und jetzt in D.Land/Europa/Weltweit vollkommen unmöglich ist!

Beitrag melden
WilliStock 17.03.2012, 23:32
107. Mein Gott!

Zitat von sysop
Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden.
da hab ich neulich bei Youtube ein Video gesehen, dass in Sichtweite der zerstörten Reaktoren ein Messgerät gezeigt hat, dass 500 Mikrosievert anzeigte! Da waren Menschen am arbeiten!

10.000 t radioaktiv verseuchtes Wasser sind bei der Katastrophe ins Meer geflossen!

Na ja, in 3000m Höhe, z.B. im Gebirge, beträgt die Strahlung ca. 1000 Mikrosievert.
Eine Wasserfläche von ca. 100 km² bei einer Tiefe von 100m wiegt etwa 10.000.000.000 t, so dass da radioaktive Wasser um den Faktor 1:1 Million verdünnt wurde.

Alles relativ, zudem hat Deutschland noch nie einen Tsunami erlebt, oder?

Beitrag melden
mrsa 17.03.2012, 23:34
108. Auf Ihr Wort

Zitat von Promethium
Brauchen wir auch nicht! Wir haben nämlich keine Tsunamis....
Tsunamis hatten die Ukrainer auch nicht. Und ein Erdbeben auch nicht. Dasselbe gilt für Harrisburg, Sellafield, Majak (Kyschtym-Unfall)...

Beitrag melden
LondoMollari 17.03.2012, 23:46
109. Nein ...

Zitat von Promethium
Brauchen wir auch nicht! Wir haben nämlich keine Tsunamis....
.. .wie gut das wir keine Erdbeben, inkompetente Betreiber, Terroranschläge, spontanen Trafo-oder-sonst-was-Brände, Flugzeugabstürze oder Gott-weiß-was sonst hier haben könnten das man in den bisherigen Planungen nicht mit einbezogen hat.

Aber was sag ich es - Gestalten wie Sie sind unbelehrbar. die haben auch im Feb. 45 noch feste an den Endsieg geglaubt ...

Beitrag melden
Seite 11 von 76
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!