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Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern
dapd

Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden. Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

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Portobello39 18.03.2012, 03:47
140. Aha...

Zitat von sysop
Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden.
Werte Redaktion,könnte man in journalistischer Aufbereitung mal im Ministerium für Meteoritenschutz nachfragen, wie die Lage bei einem Einschlag der Klasse 5 (hoffentlich gibts sowas) wäre?
Und wie reagieren unsere Helfer beim Vulkanausbruch in der schwäbischen Alb, weiss da das Ministerium für Vulkanausbrüche schon was, oder macht das das PIK, nachdem der Klimawandel verlustig geht?
PS: Japan schaltet seine AKW´s nach der Revision wieder an! Und zwar JETZT und HEUTE!
Das ist SpOn nicht einmal eine Notiz wert, die anderen (FAZ, Focus ua.) sind da schon benchmark, oder?

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Crom 18.03.2012, 03:52
141.

Zitat von die_piratenbraut
Vielleicht sollten Sie sich vor Augen führen, warum in Japan Demonstrationen abgehalten werden. Kleiner Tipp: Nicht gegen Naturkatastrophen.
In einer Demokratie finden dauernd irgendwelche Demonstrationen statt. Das sagt erst einmal wenig.

Übrigens, durch Kohlebergbau sind in Deutschland mehr Menschen gestorben als durch Atomkraft. Kohlekraftwerke werden jetzt wieder angefahren. Der Atomausstieg kostet also Menschenleben.

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tylerdurdenvolland 18.03.2012, 03:53
142. ,,,,

Zitat von Desconocido 2
Das stimmt schon, leider sind schon alle Mittel Tepcos erschöpft und die Firma hängt direkt am Tropf der Staatskredite. Dieses hält die Jap. Regierung für richtig. Ich bin mal gespannt wie viele "Kredite" zurückgezahlt werden. Sicherheiten hat der Staat jedenfalls keine verlangt.
Selbstverständlich werden die nicht zurückgezahlt, warum auch.
Meint du die Sanierung der Asse, das Bauen von Zwischen- und End-Lagern in Deutschland und die tausendjährige "sichere" Aufbewahrung des anfallenden Atommülls würde von "unseren" Energie Konzernen bezahlt? Versuch doch mal rauszufinden, wieviel wirklich stark strahlender Atommüll bei der ja mit ganz, ganz grosser Garantie stattfindenden Schliessung aller deutschen AKWs anfallen wird und teil es uns hier mit...

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Crom 18.03.2012, 03:53
143.

Zitat von digitalesradiergummi
Mal angenommen, Fukushima wär in Biblis passiert. Das Erdbeben in Japan war sehr stark, es war unter dem AKW nur noch so stark, wie es auch in Biblis sein könnte.
Wo nehmen Sie den Tsunami her? Den vergessen Sie wohl.

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tylerdurdenvolland 18.03.2012, 03:59
144. ...

Zitat von Altesocke
wenn ich den betriebsbericht richtig lese, hat rwe zum beispiel ein vermögen von 55mrd €. das ist der berühmte tropfen auf dem heißen stein. --> wann mögen es die akw-beführworter endlich begreifen?

Qas genau sollen denn Betreiber, Besitzer und Aktionäre begreifen? Sie belieben wohl zu scherzen? Wollen sie uns etwa ernsthaft sagen, dass diese bei etwaigen Katastrophen zur Verantworrtung gezogen würden?
Die können ja noch nicht mal eine angemessene Entsorgung des Atommülls finanzieren.
Gott-sei-Dank hat Deutschland genügend Steuerzahler die solche Kosten ja, wie bei den Banken schon, ohne zu murren übernehmen werden. Und natürlich läuft das in Japan und in jedem anderen Land der Erde auch so.

Was genau haben sie denn erwartet?

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tylerdurdenvolland 18.03.2012, 04:03
145. ...

Zitat von Vergil
Soso. Es kommt aber nicht auf kurzfristige Zeiträume an, sondern auf langfristige Abläufe. Und auf längere Zeiträume gesehen ist Deutschland zum Stromimporteur gewesen - und zwar zum Atomstromimporteur. Das hat vor allem damit zu tun, dass der ausländische Atomstrom sehr billig ist. Und deutscher Strom immer teurer wird. Das Problem bei den erneuerbaren ist aber doch vor allem: Was tun, wenn kein Wind weht? Die Windkraft ist die wesentliche Komponente, fällt sie kurzfristig aus, müssen andere - konventionelle - Lösungen einspringen oder es muss sofort Strom importiert werden. Wir brauchen also für den Fall der Windstille konventionelle Kraftwerke in der herkömmlichen Größenordnung, die zudem von jetzt auf sofort einspringen können. Wir sparen daher mit den erneuerbaren Energien keine Kraftwerke ein. Sonnenkraft kann man ohnehin vergessen. Die großzügige Förderung der Solarenergie war und ist eine Bescheuertheit größeren Ausmaßes. In Deutschland scheint einfach nicht genug Sonne. Was in Norwegen Sinn hat - Wasserenergie - oder in Afrika - Sonnenenergie -, hat in Deutschland noch lange keinen Sinn. Der Anteil der Sonnenenergie am Gesamtenergieaufkommen ist trotz Milliardenförderung immer noch im Promillebereich. Hinzu kommen die Stromspitzen. Weht nämlich viel Wind, entstehen plötzlich Überspannungen, die vom Netz aufgefangen werden müssen. Deutschland nutzt hierfür auch die polnischen u.a. Stromnetze. Die Polen wehren sich hiergegen bereits, weil durch diese Vorgehensweise ihren eigenen Netzen der Kollaps droht. Speicherlösungen müssen her. Doch das wird dauern, wenn es überhaupt klappt. Vielfach wird vorgeschlagen, norwegische Wasserkraftwerke bzw. Seen als Zwischenspeicher zu nutzen. Doch abgesehen von dem dafür erforderlichen intelligenten und ausgebauten Stromnetz - was nicht vorhanden ist und noch Jahre oder Jahrzehnte dauern wird -, hat auch noch niemand daran gedacht, einmal Norwegen zu fragen, ob es seine Wasserkraftwerke - die es ja selbst braucht - überhaupt Deutschland als Zwischenspeicher zur Verfügung stellen will. Ich bin nicht gegen den Ausstieg aus der Atomkraft. Aber ich ärgere mich, dass so viele Naivlinge die Augen vor den immensen Problemen verschließen, die der Ausstieg aus der Atomenergie mit sich bringt.
Das wird sich auch nicht ändern lassen... Denn den meisten Menschen kommt es darauf "dazu zu gehören", zu den "Guten". Da muss die Realität einfach mal hinten anstehen....
Politische Korrektheit ist in Post-Demokratien nun mal die einzige verbliebeneTugend, für selbstständiges Denken oder gar die Realität ist in dieser Welt kein Platz mehr.

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Crom 18.03.2012, 04:06
146.

Zitat von Reiner_Habitus
.Aber es sind ja nur 80.000 Menschen betroffen. In D sähe es bei einem solchen Unfall schon ganz anders aus.
Japan ist dichter besiedelt als Deutschland.

Zitat von
Nur bei uns ist es so dass in dem verseuchten Gebiet wahrscheinlich nicht 144 Menschen pro km^2 leben sondern in der Regel wesentlich mehr
Bevölkerungsdichte:
Deutschland: 229 Einwohner pro km²
Japan: 337 Einwohner pro km²

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Crom 18.03.2012, 04:10
147.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Zusätzlich das Wirrwarr durch 17 Bundesländer in denen sich kein Minister traut, Entscheidungen zu treffen.
Haben die Spanier jetzt Mallorca endlich an uns verkauft oder welches ist dieses ominöse 17.Bundesland?

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tylerdurdenvolland 18.03.2012, 04:15
148. ..

Zitat von vostei
Dafür hat die Politgilde Tepco mit dem bloßen auswechseln des Vorstands 2002 geschont - schon damals wäre Knast angesagt gewesen wegen Betrugs. Offtopic!!! Hier geht es um Deutschland.
Sie sollten die Beiträge von futaba nicht einfach so abtun. Diese sind nämlich eigentlich sehr, sehr lehrreich. Wie sein Avatar andeutet hat er Beziehung zu Japan, (und nein, sie wollen ganz bestimmt nicht wissen, was futaba bedeutet).

Seine Beiträge hier zeigen ganz offen, wie normale Japaner denken, im Zusammenhang mit AKWs und leider auch anderswo.... Man kann natürlich so, wie das viele deutsche Medien tun, zu den Anti AKW Leuten in Tokyo gehen und dann ganz Tolles berichten, nur.... in der Realität sieht es so aus, das in einer 36.000.000 Stadt 10.000 gegen AKWs demonstrieren, und zwar im Gegensatz zu Deutschland NACHDEM die Stadt gerade nochmal mal an der Verstrahlung vorgeschrammt ist.

Kleiner Tip an alle: Was deutsche Medien betrifft, so gibt es eine sehr lobenswerte Ausnahme, Johanes Hano vom ZDF.
In der ZDF Mediathek sollte man sich alles von ihm ansehen, wenn man am tatsächlichen Japan interessiert ist. Vor allem sein Interview mit dem damaligen Premier von Japan, Kan.

Futaba repräsentiert Japan nur einfach ehrlich....

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tylerdurdenvolland 18.03.2012, 04:18
149. ...

Zitat von makese
AKW Betreiber haften NUR mit dem Betriebsvermögen, jedoch nicht wie z.B. ein kleiner Handwerker mit dem Privatvermögen. Und das Betriebsvermögen ist DEFINITIV BEGRENZT. Also ist es eine BEGRENZTE Haftung.
Sie haben völlig recht.
Vielleicht sollte man um der Vollständigkeit willen noch hinzufügen, dass dies in der "FREIEN" Marktwirtschaft generell so ist. Deswegen nennt man sie ja "frei".

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