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Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern
dapd

Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden. Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

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Mustermann 18.03.2012, 09:22
170. Was Sie nicht sagen

Zitat von Promethium
Brauchen wir auch nicht! Wir haben nämlich keine Tsunamis....
und Sie garantieren als Experte persönlich dafür, dass in deutschen AKW's nix passieren kann. Gut zu wissen.

"Der Unfall von Fukushima wäre vermeidbar gewesen, wenn die japanische Aufsichtsbehörde Nisa und der Eigner und Betreiber Tepco ihre Aufgaben erledigt und bei der Anlagensicherheit internationale Standards befolgt hätten",....

"Hätten die Japaner die international geltenden Standards für die Sicherheit von Kernkraftwerken beachtet, hätte ihnen das Risiko auffallen müssen, dass ihre Anlage von einem schweren Tsunami getroffen werden könnte, und sie hätten sie entsprechend mit einem hohen Deich nachrüsten müssen. Selbst wenn Ihnen das nicht aufgefallen wäre, hätten schon einfache, weltweit durchgeführte Routineverbesserungen verhindern können, dass die Anlage von einem Tsunami zerstört wird." .....

"Nach dem Unfall gab es viele verschiedene Akteure. Da waren die Arbeiter vor Ort. Da war der Tepco-Führungsstab in Tokio, da war die Aufsichtsbehörde Nisa, innerhalb der Regierung gab es die unterschiedlichsten Ansichten, da war der Premierminister, der seinen technischen Beratern nicht traute und selbst eingriff. Bei der Reaktion der Regierung auf den Unfall gab es schwerwiegende Organisationsprobleme."


Es war also letztendlich nicht ein Tsunami sondern Organisationsversagen das zum Desaster geführt hat.

Aber das kann in D. nicht passieren nie. Da sind Sie sich bestimmt ganz sicher. Das sagt die zitierte Studie ja auch in D. keine Probleme ;-).

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harry_buttle 18.03.2012, 09:23
171.

Zitat von lensenpensen
Zwar hat man z.B. bei der Sturmflut an der Deutschen Nordseeküste und insbesondere in Hamburg, im Februar 1962, nicht optimal gehandelt (es war ja auch erst 17 Jahre nach dem Krieg), aber damals hatte man wenigstens etwaige Möglichkeiten, um zu reagieren.
Yepp.
Schmidt hat seine Kompetenzen überrissen und eigenmächtig die Bundeswehr gerufen.
Und es hat geholfen, ein Mann mit Weitsicht.

Unter den aktuellen Politclowns
ist ein solcher Mann nicht mal zu erahnen.

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Benjowi 18.03.2012, 09:23
172. Sehr überlegtes Vorgehen.....

Zitat von teldg
Natürlich haben WIR keine Tsunamis, aber schon die Franzosen könnten davon betroffen werden. Nehmen wir zum Beispiel das AKW Penly in Nordfrankreich ... direkt am Meer. Ein Supergau wegen eines Tsunamis und wie fast immer Westwind vom Atlantik und schon können wir Nordfrankreich, Belgien, Luxemburg und den westlichen Teil Deutschlands resp. Bayerns abschreiben. Der Schaden wäre unbezahlbar, die gesamte Weltwirtschaft würde komplett zusammenbrechen, weil das dichtbesiedelte Westeuropa einer der Motoren der Weltwirtschaft ist. Penly ist zu weit weg ? Na gut ... dann eben Cattenom bei Metz, direkt an der deutschen Grenze. Ein total veraltetes AKW, das fast täglich wegen Problemen abschaltet und bei dem man mit verrosteten Schrauben, verseuchtem Wasser, in warmen Sommern mit Kühlwasserproblemen usw.. kämpft. Ausserdem ist das KW wahrscheinlich nicht erdbebensicher (obwohl nahe am Rheingraben). In Europa stehen etwa ein Dutzend AKW direkt in erdbebengefährdeten Gebieten ... auch in Deutschland.
Tja, und das Problem ist, dass -selbst wenn sie alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet haben, die alten Kisten in Frankreich, Tschechien usw. erhalten bleiben und noch etliche neue in den Niederlanden, Tschechien, möglicherweise Polen und einige mehr erhalten bleiben, was im Klartext heißt, dass Sie in Zukunft so gut wie alle in vielen Beiträgen beschriebenen Nachteile dieser Art der Energieumformung behalten,evt. Vorteile dagegen nicht. Un die CO2-Problematik wird zur Zeit beim deutschen Vorgehen vollkommen ausgeblendet.....

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slartibartfass-d.ä. 18.03.2012, 09:25
173. AKWBeteiber zahlen nicht!

Zitat von futaba
Zunächst halten wir mal fest, dass die Haftung der AKW-Betreiber hier nicht länger bestritten wird. .... Übrigens: Die Strompreiserhöhung bei Tepco soll nach Abschluss der Entschädigungen wieder rückgängig gemacht werden, im Gegensatz zum EEG Aufschlag in Deutschland.
Und das haben sie selber sauber vorgerechnet. die 10millarden/anno werden nicht aus dem Vermögen der AKW Betreiber entnommen, sondern per staatlich legimitierter und verordnenter Zwangsabgabe von der japanischen Bevölkerung bzw. den Tepcokunden. wenn ich ürbrigens ein Tepcokunde wäre wurde ich jetzt wegen der gestiegenen Kosten den Anbieter wechseln und wo nehmen die dann die Einnahmen her?

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beraterit 18.03.2012, 09:25
174. Gebäudeversicherungen schliessen auch Naturkatastrophen

Zitat von Herr Bayer
Keine Versicherung versichert AKW-Unfälle (Schadenshöhe zu groß). Die Betreiber haften nur bis zu einer festgelegten Obergrenze. Grenzüberschreitende Haftung gibt es nicht (Tschechien würde für Schäden wegen eines Super-GAU in Temelin nicht für in D aufgetretene SChäden haften). Meine Gebäudeversicherng (wie alle anderen auch) schließen Schäden durch AKW-Unfälle von der Versicherung aus.
und Kriege aus.

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Sachsenimker 18.03.2012, 09:26
175. Zwei Fragen an Haftpflichtversicherer

Welcher Versicherer weltweit versichert Kernkraftanlagen?
Wie berechnene sich die Prämien?

Erst wenn das geklärt ist, sollten wir weiterfaseln. Bisher habe ich lediglich Bullshit gelesen.

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digitalesradiergummi 18.03.2012, 09:30
176. Es wird massiv abgerüstet

Zitat von netiew
Nicht wenige Experten sind der Ansicht, dass es in absehbarer Zeit möglich sein wird, Kernkraftwerke zu bauen, bei denen ein Gau nicht mehr auftreten kann. Alle Experten sind sich aber darüber einig, dass die Weiterentwicklung der Atomwaffen nicht stehen bleibt. Die vorhandenen Atomwaffen können das Ende der Welt bedeuten. Glaubt man diesem russischen Oberstleutnant Petrow, waren wir schon mal ganz dicht dran. Niemand außerhalb der Militärapparate kann beurteilen, ob nicht einzelne Menschen oder Computer dazu in der Lage sind, einen Atomkrieg auszulösen. Warum wird dieser Zustand einfach so hingenommen? Warum hat Abrüstung so wenig Gewicht?
1000de von Atomraketen werden veschrottet, und es kommen
keine neuen hinzu. Ihr Sprengstoff kommt
in die AKWs, wjrscjheinlich zahlt mal wieder
der Steuerzahler, und das Müllproblem sind die Armeen auch los.
es sollten so rund 4 Jahresweltförderungen
Uran sein. Ao1-2 aud der Ex-DDR(Wismuth)
Wenn das alle ist, wirds teuer. Die Nuklearindustrie muss sich
dann was einfallen lassen.

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QuixX 18.03.2012, 09:30
177.

Zitat von Vergil
hat auch noch niemand daran gedacht, einmal Norwegen zu fragen, ob es seine Wasserkraftwerke - die es ja selbst braucht - überhaupt Deutschland als Zwischenspeicher zur Verfügung stellen will.
Hallo Norwegen, wollt ihr Geld verdienen?

Sie werden ja sagen.

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harry_buttle 18.03.2012, 09:34
178.

Zitat von Hannovergenuss
Die Rechnung ist Unsinn, Japan importiert momentan mehr Fossile Energieträger umd den fehlenden Atomstrom zu ersetzen und zwar für 240 !!! Mrd. Dollar pro Jahr und hat dadurch erstmals ein Handelsbilanzdefizit!




Quelle?

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felix_bach 18.03.2012, 09:39
179. Lesen macht klug

Als AKW Liebhaber sollten Sie lieber den Beitrag richtig lesen:AKW Betreiber muessen keine Haftpflichtversicherung abschliessen, steht da. Aber das ist die typische Argumentation: Nur das lesen, was einem gefaelllt und den "Gegenr" als kleines Dummerchen darstellen

Zitat von Bln79
Ja, genau das ist der Grund. Sie schließen ja auch eine Haftpflichtversicherung ab, damit Sie im Schadensfall selbst auf den Kosten sitzen bleiben. *lol* Wenn man schon AKW-Kritiker ist, dann sollte man bitte auch entsprechende Logik anwenden. Ohne Haftpflichtversicherung sind die Betreiber nämlich selbst haftbar.

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