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Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern
dapd

Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden. Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

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knuty 18.03.2012, 10:51
210.

Zitat von Promethium
Höhere Deiche hätten 15.000 Menschenleben retten können und ein Atomausstieg vor Fukuschima KEIN EINZIGES!
Sie behaupten wider besseren Wissens wiederholt Unwahrheiten.

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Eutighofer 18.03.2012, 10:52
211. Ich habe Angst

Ich habe Angst - vor Gutgläubigen, die noch immer behaupten, dass Stromerzeugung durch Kernkraft die gefährlichste Art der Stromerzeugung ist.

Unfälle mitberücksichtigt sterben bei der Stromerzeugung durch Kohle oder Wasserkraft mehr Menschen als durch Kernenergie.
Das ist das Ergebnis wissenschaftlicher Studien -aber Glaube ist bekanntlich oft stärker als Wissenschaft.

Stromerzeugung: Opfer der Energie - Wissen - Tagesspiegel

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gucky2009 18.03.2012, 10:52
212.

Zitat von rebell_am_ball
Wenn die Betreiber gegen eine Havarie schon nicht versichert sind: wie sehen die Notfallpläne von RWE, E.on, Vattenfall und EnBW aus? Im Falle von Vattenfall kennt man es ja zur Genüge: Verschweigen, vertuschen, lügen. Was aber täten ein Herr Grossmann oder ein Herr Teyssen bei einem GAU? Hinterm Schreibtisch abtauchen und alles dem bösen Staat überlassen?
Du hast doch schon die Notfallpläne zusammengefasst: "Verschweigen, Vertuschen, Lügen".

Und falls der Supergau eintritt fehlt noch: Vom Staat finanzielle Stütze einfordern.

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Olaf 18.03.2012, 10:52
213.

Zitat von sysop
Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden.
Ah ja, sicher eine kleine Wahlkampfhilfe vom Chef des BfS, Wolfram König, für seinen alten Amigo Trittin im Wahlkamof in NRW.

Wolfram König

Schließlich hat der ihn wohl wegen seiner Linientreue zum Chef des Bundesamtes für Strahlenschutz gemacht. Seine fachliche Qualifikation kann es nicht gewesen sein, er hat Stadtentwicklung studiert.

Folgerichtig hat das BfS nach Meinung des Wssenschaftsrates unter ihm auch Kompetenz in Strahlenschutzfragen verloren.
Zitat von Wissenschaftsrat
]Demgegenüber sind im Falle der Fachbereiche „Sicherheit in der Kerntechnik“ und „Si-cherheit nuklearer Entsorgung“ erhebliche Mängel bei der wissenschaftlichen Basierung des Aufgabenspektrums feststellbar. Beide Fachbereiche nehmen zu wenig Anteil an den sich international abzeichnenden technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen. Das BfS ist auf internationaler Ebene in diesen Themenfeldern insgesamt zu wenig sichtbar. Bei den in Auftrag gegebenen Studien handelt es sich nur zum Teil um wissenschaftlich-technische Fragen.
Dafür wurde aber die Verwaltung gegenüber den Wissenschaftlern gestärkt. Wer braucht schon Forschung.

Zitat von Wissenschaftsrat
Die Bedeutung von Forschung für die Amtsaufgaben wird seitens der BfS-Leitung nicht hinreichend erkannt, so dass genuin wissenschaftliche Tätigkeiten zugunsten von ad-ministrativen Aufgaben zurückgedrängt werden. Die wissenschaftliche Dimension vieler Routineaufgaben des BfS wird von den Beschäftigten häufig unterschätzt.
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...7y91Jg&cad=rja

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Andreas-Schindler 18.03.2012, 10:53
214. Rettungsdienste

Zitat von sysop
Für einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden.
Es gab mal eine Doku auf ARTE die Rettungsdienste und Zuständige Dienste Befragte was für Pläne es gibt wenn es zum GAU wie in Japan käme bei ein KKW. Antwort: es gibt keine Pläne, niemand ist Zuständig, dafür ist die Werksfeuerwehr des KKW zuständig...

Bei Fukushima wurde das KKW durch das Erdbeben beschädigt und wurde Runtergefahren. Durch den Tsunami ging der Strom für Kühlung dann Flöten. Ersatz für die Notstromakregate kam nicht durch weil die Straßen durch den Tsunami unpassierbar waren.

Im Übrigen sorgen die vielen Solar und Windkraftwerke dafür das der Strompreis in Deutschland nicht so stark steigt wie ohne. RWE Bejammerte das vor paar Wochen öffentlich, wodurch die Gewinne nicht so stark steigen wie Erwartet.
Also ein weiterer Ausbau der Solar und Windenergie würde den Strompreis in Deutschland eher Stabilisieren als ein Ausbau von KKW.

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Reiner_Habitus 18.03.2012, 10:54
215. -

Zitat von Crom
Japan ist dichter besiedelt als Deutschland. Bevölkerungsdichte: Deutschland: 229 Einwohner pro km² Japan: 337 Einwohner pro km²
Einwohnerzahl pro km^2 in der Präfektur Fukushima: 144

Einwohnerzahl pro km^2 im Ballungsraum Hamburg, Frankfurt oder dem Ruhrgebiet. Also Städten die in Hauptwindrichtung eines GAUs liegen würden: ca. 1500-3000.

Die Einwohnezahl in der Uckermark ist übrigens 42 pro km^2

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knuty 18.03.2012, 10:55
216.

Zitat von Higans
Um mal Klartext zu sprechen, dann kann man sich nämlich die Diskussion ersparen, auch deutsche AKW's müssen mit einem Restrisiko arbeiten. AKW's ohne Restrisiko wären nicht bezahlbar.
AKWs ohne Restrisiko gibt es nicht, kann es nicht geben. Oder haben Sie schon mal von einer völlig fehler- und verschleissfreien Maschine gehört? Und selbst wenn es die gäbe, ist da immer noch der Mensch.

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litholas 18.03.2012, 10:56
217. ...

Zitat von rebell_am_ball
Wenn die Betreiber gegen eine Havarie schon nicht versichert sind: wie sehen die Notfallpläne von RWE, E.on, Vattenfall und EnBW aus? Im Falle von Vattenfall kennt man es ja zur Genüge: Verschweigen, vertuschen, lügen. Was aber täten ein Herr Grossmann oder ein Herr Teyssen bei einem GAU? Hinterm Schreibtisch abtauchen und alles dem bösen Staat überlassen? ...
Falls nichts dazwischenkommt dann tun die dasselbe wie die Direktoren in Japan: Urlaub machen und sich auf das auf Jahre vom Staat gesicherte hohe Einkommen für die Verwaltung der von ihnen selbst verschuldeten Katastrophe freuen. Millionen scheffeln während die Leidtragenden in Notunterkünften hausen.

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W. v. Ockham 18.03.2012, 11:04
218. Engstirnig!

Zitat von Promethium
Es ist einfach verlogen zu behaupten in Deutschland könne ein Unfall wie in Tschenobyl passieren.
Dieser ständige Versuch, die Atomkraft sicher zu reden, weil hier oder dort Unfälle wie in Fukushima oder Tschernobyl angeblich nicht möglich wären, ist doch Quatsch.

In Deutschland kann - wie in jedem anderen Land mit Atomkraft-Nutzung übrigens auch - ein auslegungsübergreifender Störfall auftreten. Jederzeit.

Falls uns die Unfallhistorie etwas aufzeigt, dann doch folgendes: Es lässt sich nicht vorhersagen, wann es wo aus welchem Grund zu einem auslegungsübergreifenden Störfall kommen wird.

Für sich genommen wäre jeder der Unfälle absolut vermeidbar gewesen. Das Problem ist aber, dass für die Betreiber zum jeweiligen Zeitpunkt der Unglücke ein solcher Unfall eben nicht VORSTELLBAR gewesen ist.

Die Liste der potenziellen Gefahren ist leider tatsächlich endlos, eine Wiederholung eines Störfalls nach exakt gleichem Muster ist absolut nicht zu erwarten (und ist bisher auch noch nicht vorgekommen). Sich bei der Betrachtung der Risiken nur auf die bekannten Gefahren zu beschränken ist doch gerade die Ursache für fast alle der bisherigen Großunfälle.

Ihre Argumentation "ein Unfall wie in Tschernobyl ist in Deutschland nicht möglich" ist schon buchstäblich gefährlich engstirnig!

Da können Sie auch behaupten, dass Segelflieger nicht abstürzen können, weil der Motor nicht ausfallen kann.

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peterm8s 18.03.2012, 11:05
219. Sicherheit in Kernkraftwerken

Zitat von W. v. Ockham
Die Liste der Unfälle kerntechnischer Anlagen enthält im Zeitraum zwischen 1952 und 2011 14 Ereignisse mit Einstufung INES 5 oder höher (=auslegungsüberschreitender Störfall!).
In bundesdeutschen Kernkraftwerken hat es überhaupt nur drei 'Störfälle' gegen, definiert als INES 2. Keinen einzigen 'schweren Störfall' (INES 3) oder 'Unfall' (INES4)...

In einem einzigen Jahr sterben in Deutschland mehr Menschen durch Dachstürze im Zusammenhang mit Solarstrom und Explosionen im Zusammenhang mit Biogasanlagen, als durch Kernkraft in der ganzen Laufzeit in der Bundesrepublik.

Auch in der Havarie in Fukushima gab es keine Todesfälle durch Strahlung.

Es wird angenommen, dass nach der Havarie in Chernobyl in Europa ca 100 000 gesunde Kinder nur aus Angst vor Strahlenschädigungen abgetrieben wurden. Wer hat da wohl eine sehr starke Mitverantwortung, wenn nicht die do-gooders im IPPNW und anderen Panik- und Angstpropagandisten...
Einer der Kronzeugen auch der deutschen Antikernkraftpropagandatruppen, der britische Biologe Chris Busby, ist aufgeflogen, dass er in Japan mit nutzlosen 'Antistrahlenpillen' den Reibach zu machen versucht.

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