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Syrischer Terrorchef Golani: Ein Phantom meldet sich zu Wort
AFP

Abu Mohammed al-Golani gilt als mächtiger Kriegsherr in Syrien. Nun hat der Chef der radikal-islamistischen Nusra-Front dem TV-Sender al-Dschasira sein erstes Interview gegeben. Wieder verhüllte er dabei sein Gesicht, legte aber seine Scharia-Pläne für das Land offen. Syrien: Nusra-Chef Golani spricht mit Taisir Aluni von al-Dschasira - SPIEGEL ONLINE

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inorbschw 19.12.2013, 17:58
20. Verlorene Jahre

Hätten Chinesen und Russen dem al Assad-Anhang nicht die Lizenz zum Massakrieren erteilt, dann hätten Terroristen weniger gut in Syrien Fuß fassen können. Wenn der Terror schon irakisch-syrische Wurzeln hat, dann sollte man wenigstens das Problem erst einmal eingrenzen: Die Kurden können in einem eigenen Staat in Ostsyrien, Kurdistan, Mossul und Kirkuk sehr gut selbst für die Sicherheit der Einwohner sorgen. Die Lösung sollte auch den Amerikanern nützlich und sinnvoll erscheinen. Hilfsmaßnahmen werden jetzt auch schon über Erbil in den Osten Syriens geführt.

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Streitaxt 19.12.2013, 18:07
21. Armes Syrien

Weder Assad noch den "Rebellen" geht es um das Volk. Im Grunde hilft nur eins: Der Westen stellt eine wirklich schlagfähige Truppe auf und stellt ein Ultimatum. Wer nach Ablauf des Ultimatums noch mit einer Waffe in der Hand herum läuft wird erschossen. Danach Blauhelme stationieren und den Wiederaufbau organisieren.

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pauschaltourist 19.12.2013, 18:08
22.

Zitat von sysop
Die ersten Anschläge, zu denen sich die Nusra-Front bekannte, zielten auf streng gesicherte Einrichtungen der syrischen Geheim- und Sicherheitsdienste. Weil diese Angriffe kaum ohne Insiderwissen hätten durchgeführt werden können, halten sich bis heute Gerüchte, sie seien vom Regime inszeniert worden.
Wer die unzähligen Videos der Rebellen genannten Gruppen kennt, vermutet eher, Assads Truppen setzen sich überwiegend zusammen aus ungebildeten, überforderten und nachlässigen Bauernsöhne denn aus motivierten und an Eigensicherung denkende Elitesoldaten.

Selbst das THW könnte die in den Videos gezeigten und vermutlich auch wirkungsvollen Attacken gegen die schlecht gesicherten Posten ausführen.

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ffrchk 19.12.2013, 18:09
23.

Warum hat am Anfang des Konfliktes der Westen denn stets verhindert, dass die Regierung gegen die Aufständischen vorgeht, indem z.B. eine Flugverbotszone geschaffen wurde?

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Atheist_Crusader 19.12.2013, 18:11
24.

Zitat von Bernd Hofmann
Die islamischen Gesellschaften in Syrien, Ägypten, etc. haben es schwer, zu einem gesellschaftlichen Konsens zu finden. Warum?
Vielleicht, weil man in diesen Gesellschaften es als ein Zeichen von Schwäche sieht, wenn man von seiner Position abrückt?

Bei allem Gerede von einer Entwicklung zu bestimmten politischen und gesellschaftlichen Modellen in der islamischen Welt darf man eines nicht vergessen: Diese Entwicklung ist NICHT mit der des Westens vergleichbar. Denn sie sehen die Ergebnisse bereits an anderen Stellen in der Welt.
Das muss aber nicht unbedingt etwas gutes sein. Zwar kann man das "Ziel" sehen... aber zugleich wird es eben als dem Westen zugehörig gesehen. Das heißt, Dinge die Demokratie, Säkularismus, Menschenrechte, etc. sind nicht nur Konzepte, sondern vor allem mal westliche Konzepte. Und damit hängt deren Akzeptanz zu einem guten Teil vom Ruf des Westens ab. Was - wie ich finde - ziemlich verständlich ist. Warum sollte man so sein wollen wie Jemand, den man hasst... und von dem man den Eindruck hat, dass er einen auch hasst?

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andreu66 19.12.2013, 18:16
25. Offene Ankündigung von Genozid und Vertreibung

Ein großer Prozentsatz der syrischen Bevölkerung sind Christen oder islamische Minderheiten, die von den Sunniten als Häretiker und somit vogelfrei betrachtet werden.
Wenn nun ein massenmordender Terrorist, davon spricht, dass man Syrien als islamisch betrachtet, bedeutet das Massenmord und Vertreibung.
Es ist sicherlich nichts Positives, wie der Artikel uns hier wohl Glauben machen will.

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mesopotamien00 19.12.2013, 18:17
26.

Der hat mehr Vor den Kurden Angst , die vertreiben doch diese terrorbanden erfolgreich im Norden , 95% der kurdische Gebiete wurden von den verteidigungseinheiten der Kurden befreit , die Islamisten kommen gegen die gut disziplinierte und organisierte kurdischen Krieger nicht an , vor 3 Tagen haben diese Terrorgruppen 300 kurdische Zivilisten entführt die noch immer in ihrer Gewalt sind , diese Islamisten konsumieren Drogen trinken Alkohol vergwaltigen Frauen , das sind Kriminelle ,Mörder ,Babykiller, schlimmer als assad !!! Sie entführen die Zivilisten im Norden weil sie gegen die Volksverteidigungseinheiten (YPG) nicht ankommen !!

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majkusz 19.12.2013, 18:22
27. Vielleicht sollten wir uns einfach mal raushalten...

Die Situation scheint mir mehr als verworren...wer ist "gut", wer ist "böse"??? Solange wir das nicht eindeutig wissen, sollten wir uns vielleicht einfach mal raushalten! Da muß nicht zwingend zum Nachteil der leidenden Bevölkerung sein...einfach mal drüber nachdenken, bevor hier und in vielen anderen Forum mal wieder gesammelte Tele-Weisheit aus der kuschelig-warmen und vorbildlichen EU (und USA) zu Syrien, Sudan, Ukraine, Russland, Ägypten, Afghanistan, Irak, etc verbreitet wird...

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reuanmuc 19.12.2013, 18:30
28.

Zitat von Atheist_Crusader
Aber es macht ihn zur besten verfügbaren Option.
Das ist schlicht und einfach Unsinn. Assad ist so gut wie tot. Er wird von den Islamisten gejagt und irgendwann treffen sie ihn. Seine Armee wird immer schwächer, auch wenn sie vorläufig noch einzelne Erfolge vorweisen kann, die Assad jedoch nichts mehr nützen. Er kann das Land nicht mehr regieren. Zwar ist dieser Terrorist vor allem ein Großmaul, aber die Fanatiker scheren sich nicht um Friedensverhandlungen und kämpfen weiter, wobei natürlich auch viele Kämpfer der Al-Nusra ins Paradies eingehen. Das Volk zahlt die Zeche für all diese selbstherrlichen Idioten.

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makromizer 19.12.2013, 18:42
29.

Zitat von sybaris
Nun - möchte der Westen immer noch, daß Assad gestürzt wird? Der "syrische Frühling" wie naiv die Europäer wieder einmal waren. Und vor allem noch mehr "syrische Flüchtlinge" aufnehmen - da sind niiieeemals islamische Extremisten darunter - niiieee!!!
Das ist doch total einfältig.
Dass die Islamisten in Syrien nicht gerade ideal sind, ist auch im Westen durchaus bekannt. Das nun als pseudounbekannt darzustellen, dient doch nur dazu, davon abzulenken, was für eine Katastrophe Assad für Syrien darstellt.

Der Westen hat es allerdings tatsächlich total verpennt, zu einem Zeitpunkt einzugreifen, als es noch andere Fraktionen als Islamisten und Assad gab, wofür man ihm definitiv einen Vorwurf machen kann. Der jetztige Zustand ist genau das Resultat davon, einfach mal abzuwarten und zu schauen, wie sich die Situation von selbst löst.

Die internationale Syrienpolitik ist das absolute gegenteil von interventionistischem Gehabe, was hier jeder Verschwörungsprofi immer unterstellt, es ist vielmehr ein Zeichen für die absolute planlosigkeit und zeigt, dass die internationale Gemeinschaft im Grunde genommen praktisch gar nichts tut, egal was auch passiert. Wenn wir ein zweites Somalia vor der Tür stehen hätten, wir würden es wieder genau so geschehen lassen, total egal, was 1994 alles beteuert wurde.

Ab und zu tröpfeln die Saudis und die Russen noch ein paar Waffen an die Kriegsparteien, damit die Suppe wenigstens am kochen bleibt, aber auch das ist meilenweit von einem strategischen Vorgehen entfernt, den Konflikt zu beenden.

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