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Tattoos und ihre Entfernung: Ein Fall für den Tintenkiller
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Unsere Autorin Anja Rützel wollte sich schon immer tätowieren lassen. Bei der Körperverzierung kam sie aber nicht über Selbstbräuner-Experimente hinaus. Jetzt fühlt sie sich neu animiert - von einer Anti-Tattoo-Sendung im TV.

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stefano.fereri 22.06.2015, 21:53
60. Hürde beim Personalchef

Zitat von BillyDerKitt
Wir glauben an die reine Merkel'sche Lee(h)re, die Unabhängigkeit der deutschen Medien. Wir glauben zudem, dass die Amerikaner die Guten sind und Putin der Teufel ist. Und wir heißen Otto, Friedrich, Detlef und Heinz-Günter. Es beschleicht einen das Gefühl, Ihnen hat man nicht die Haut, sondern das Gehirn tätowiert?
Sie scheinen nicht dazu zu gehören. Die Namen sind eher Max, Paul, Mia, Tim, Sophie, Anna, Alexander etc. Ein bisschen nobel bzw. ambitionierter klingend. Damit du bei der nächsten Bewerbung dann nicht gleich schon wegen deines RTL-Namens - "Aufgewachsen mit Eltern, die ihr Leben vor der Glotze verbringen" - im Papierkorb landest.

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steffmuc 22.06.2015, 22:19
61.

Zitat von tättowiert
Wieso sollte ich eine sein? Privat zeige ich meine Tattoos gerne, auch alle meine Kollegen kennen diese. Allerdings erwarten benannte Kunden immer noch das "gefleckte" Aussehen. Worüber ich mich im Stillen eben amüsiere. Leben und leben lassen ist schon schwer...
Den Ausdruck "Pussie" fand ich jetzt auch übertrieben, aber wer sich als "Elite" bezeichnet weil er als Consultant (!) arbeitet, und sich anscheinend irgendwie unkonventionell fühlt, weil er ein Tattoo hat, muss schon mit ein wenig Häme leben können.

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lestat3006 22.06.2015, 22:27
62. @Nr. 44, karend,

nein, ich lasse mir mein Sternzeichen, das Känguru, auf die Wade stechen. Und zwar auf die rechte Wade, wie es von rechts nach links springt, denn nach links ist die richtige Richtung.....

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_gimli_ 22.06.2015, 22:43
63.

Zitat von peter_1974
Mit 40 habe ich sehr, sehr lange und intensiv über das Motiv nachgedacht. Mit 40 muss ich niemandem etwas beweisen, sondern mache so etwas ausschließlich für mich. Und vielleicht am wichtigsten: Mit 40 habe ich die Geduld und das Geld für einen guten Tätowierer.
So sieht's aus. Ich kenne Uni-Professoren, deren Tattoos sehr ästhetisch sind. Und Abteilungsleiter in DAX-Konzernen, die sich für ein kleines Vermögen den Rücken mit Yakuza Tattoos verzieren ließen.

Ich trage übrigens keine Tattoos, bewundere aber gut gemachte als geniale Kunstwerke.

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kram 22.06.2015, 22:46
64.

Hoffentlich werden die Möglichkeiten der Entfernung immer besser und schmerzfreier und kostengünstiger.
Ich wünsche es den unglücklich Gezeichneten.

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alex-1966 22.06.2015, 22:58
65. Unglaublich und unzumutbar...

Zitat von DieterKühne
..unsere Schwiegertochter muss als Ärztin Patienten auch nackt betrachten und hat bereits viele verunstaltete Körper gesehen, macht ihr keinen Spaß. Blaurote Tattoos erinnern sie immer fatal an Raucherbeine.
...das die Schwiegertochter als Ärztin nackte verunstaltete und dazu tätowierte Körper betrachten muss. Kann das denn nicht arbeitsrechtlich ausgeschlossen werden? Wo kommen wir denn hin, wenn nicht einmal die Patienten ästhetischen Gesichtspunkten entsprechen...

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skipper8888 23.06.2015, 00:36
66.

Ich bin schon manchmal erstaunt mit welcher Naivität und Selbstverständlichkeit sich, an sich schöne Menschen, mit grottenschlechten Tattoos verunstalten lassen und auch noch stolz darauf sind. Ich weiß nicht mehr genau wer es gesagt hat, aber der Spruch " Auf einen Ferrari klebt man ja auch keine Aufkleber", der passt irgendwie.

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Hagbard_Celine235 23.06.2015, 00:53
67. was bin ich froh...

... der Großteil der Kommentare machen mich hoffen, dass nach dem ganzen "Tattoos sind doch voll der Mainstream"-hype wieder die alte "Tattoos sind was für Assos"-Phase eingeläutet wird und sich wieder mehr Leute tätowieren lassen, für die es eben nicht nur eine Moderescheinung ist. Kam mir schon Spießig vor mit meinem Tattoos. Wie immer aber ein super geschriebener Artikel von Fr. Rützel, klasse! Selbst als (großflächig) Tätowierter sehr amüsant.

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iLady 23.06.2015, 07:15
68.

Zitat von telltaleheart
Mit dem Thema befasste sich auch kürzlich eine Sendung von "Quarks & Co". Zwar habe ich nie ernsthaft überlegt mich tätowieren zu lassen, nachdem ich da die kunterbunten Lymphknoten verstorbener Tätowierter gesehen habe wäre das Thema für mich aber endgültig erledigt. Mal vom rein ästhetischen Aspekt abgesehen, den ich bei diesen verwaschenen, verzerrten, mit der Zeit verblassenden Kritzeleien, die immer etwas von Fleischbeschaustempel haben, meist nicht erkennen kann: die meisten Tattoofarben enthalten hoch bedenkliche Stoffe wie Ruß, Metalle wie das stark allergene Nickel oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die krebserregend sind. Der Körper wehrt sich gegen das Endringen der Pigmente mit einer Entzündungsreaktion, was den Abtransport eines großen Teils der Pigmente in die Lymphbahnen bewirkt, wo sie sich anreichern. Die gesundheitlichen Folgen sind unklar, weil kaum erforscht, ....
Ja das mit den Lymphknoten fand ich auch erschreckend
ich kann jedem der sich tätowieren lassen möchte nur diese folge "Quarks & Co". empfehlen... Sehr neutrale Sendung die keine Meinung (dafür oder dagegen) ein nimmt sondern nur sachlich informiert!

gut, wer zum Beispiel schon durch rauchen seinem Körper entsprechend Gifte zuführt, braucht sich um Farbe in den Lymphknoten auch keine Gedanken mehr machen... ;-)
dann ist es nur noch eine Frage ob man es schön findet oder nicht...

ich finde es nicht schön....

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majestic12 23.06.2015, 07:55
69. Ach Gottchen...

Schön zu sehen, dass die alten Reflex der Pseudointellektuellen noch funktionieren, die beim Anblick tätowierter Haut Schnappatmung kriegen. Reicht es nicht mehr, sich im SPON-Forum herumzutreiben, um seine überragende Intelligenz darzulegen? Unbefleckte, weiße Haut als Statussymbol? Cute! Wer‘s braucht...
Hach, da komme ich mir mit meinen großflächigen Tattoos doch fast wieder ein bisschen rebellisch vor... Dabei sind wir doch alle gleich! Die Beleidigung anderer Menschen als blöde, asozial, hässlich und dumm scheint auch in der Oberschicht immer noch das Mittel erster Wahl zu sein, um seine festbetonierten Wertevorstellungen an den Mann zu bringen...

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