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Tempolimit auf Autobahnen: Liebe macht blind
DPA

Wenn es um ein mögliches Tempolimit geht, pochen viele Deutsche mit vollkommen irrationalen Argumenten auf das Recht zum Rasen. Die Wahrheit ist: Es gibt keine guten Gründe gegen ein Tempolimit - und die Debatte darum erinnert leider stark an den Streit um schärfere Waffengesetze in den USA. Tempolimit auf Autobahnen: Liebe macht blind - SPIEGEL ONLINE

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ralf_si 08.05.2013, 19:27
120.

Zitat von meging
Was für ein schwachsinniger Vergleich. Mit einer Waffe kann man Spass am Schießstand haben, ihre Primäraufgabe ist allerdings das Töten.
Ja, das ist richtig. Und wie man in Frankreichs Vorstätten sieht: Es sind die illegalen Waffen, die dafür eingesetzt werden! War nicht heute auch in der Bild ein Bericht über Drive-by-Shooting in Frankfurt? Sicherlich ein Sportschütze, der die Straße mit dem Schießplatz verwechselte. Solange illegalen Waffen im Spiel sind, darf man den Menschen nicht das Recht auf Selbstverteidigung durch Waffen verbieten (auf die Bullen und den Staat kann man eh nicht vertrauen. Schon gar nicht, wenn gewisse zugewanderte Familien beteiligt sind). Warum müssen immer andere Länder herhalten, wenn's um die angebliche Vernunft geht? Tempolimit in anderen Staaten? Dann können wir ja auch unsere Wirtschaftsinteressen in der Welt mittels Kriegen durchsetzen. Das machen andere Staaten auch!

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whaleryda 08.05.2013, 19:27
121. Ich glaube nicht, dass

die Masse der Deutschen gegen ein Tempolimit ist - nur 120 als Limit, das ist schon ein schlechter Witz. Ein deutsches Auto braucht dann auch keiner mehr.

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mattx1977 08.05.2013, 19:27
122. Schau, schau...

Zitat von G111
Ich fahre regelmäßig nach Dänemark (Tempolimit 120) und freue mich jedesmal über die entspannte und unaufgeregte Fahrweise - nicht nur auf den Autobahnen. Bei der Rückfahrt scheinen fast alle Verkehrsteilnehmer nach der Grenze unter absonderlichem Verfolgungswahn zu leiden. Offen gestanden, mich kotzt die Raserei in Dtl an und würde mich über ein Tempolimit sehr freuen.
So verschieden kann man sein! Mich "kotzts" z.B. immer mordsmässig an wenn ich nach Dänemark fahr. Tucker ich mit Tempo 130 durchs Flachland, keine Menschenseele auf der Strasse, und wenn dann doch mal ne dänische Karre kommt, dann rauscht die an mir mit Tempo 160 vorbei. Ich danke dann Gott jedes Mal, dass ich hier nur zur Durchfahrt bin.

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xitrix 08.05.2013, 19:27
123. dieser Vergleich

ist einfach unglaublich. Amerikanische Waffengesetze und die deutsche Autobahn im Kontext der Emotionalisierung gleichzustellen ist hanebüchen.

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asteinx 08.05.2013, 19:28
124. Gähn

Ich schlafe bei 120 oft ein. Finde den jetzigen Tempolimit-Schilderwald schon jenseits von gut und böse. Ganz besonders wenn ich gemütlich 140 fahre und wegen einem Hubbel auf 80 soll. Da möchte ich gern jemanden erwürgen in dem Moment.

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slowboarder 08.05.2013, 19:28
125. also irgenwie

finde ich ich 200 km/h auf dauer ermüdender als 120.
und wenn ich müde bin, macht mich schnelles fahren auch nicht wacher.
sollte es ein europaweites, generelles Temoplimit geben, dann wäre ich zusätzlich dafür, daß dann auch die Autos bei diesem Tempo abgeregelt werden müssen.
dann das würde den Verkehr zustätlich Stressfreier machen, weil man keine Tempokontrollen fürchten muss und man bräuchte auch weniger Ordungskräfte, um das Tempolimit durchzusetzen.

Gruß Slowboarder

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founder 08.05.2013, 19:28
126. 25 Jahre Minivan

So 1988 gab es in Deutschland eine ähnliche Debatte.

Ich stand da als junger wilder Autofahrer gerade vor einem Neuwagenkauf. Sollte schon über 200 km/h schnell sein,
was 1988 noch recht viel war.

Dann kam die ganze Tempo 130 Debatte und ich stellte mir vor, ich bestelle so einen Flitzer und nach einigen Wochen steht der beim Händler und dann gibt es Tempo 130 in Deutschland.

Der Neuwagen wurden dann mein erster Minivan. Die Vorstellung endlich ein schnelles Auto zu haben und dann Tempolimit war einfach zu frustrierend. So hatte ich wenigstens viel Innenraum.

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DreiZen 08.05.2013, 19:28
127. Die eigene Meinung ist immer richtig

Das gilt aber auch für die Befürworter des Tempolimits. Ist die Geschwindigkeit reduziert fährt man eben auch viel vorsichtiger -weil man mit einer Gefahr rechnet.
Bei einem nationalen Tempolimit würde eben diese Warnung wegfallen, bzw man müsste die Temposchranke dort nochmals heruntersetzen.

70% der Unfälle finden innerhalb von Ortschaften statt, 60% der tödlichen Unfälle auf der Landstrasse.
Ich sehe nicht dass Tempolimits wirklich helfen.

Helfen würden breitere Strassen, konsequente Rechtsfahrregeln die auch befolgt werden und somit mehr platz für den Verkehr und somit mehr Sicherheitsabstand.
DAS WÜRDE HELFEN.

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oannes 08.05.2013, 19:29
128. Darfs ein bisschen mehr sein?

Ich habe gerade 44 Kommentare zum Thema im Forum einer anderen online-Zeitung gelesen und komme zu folgenden Schlüssen:

Um die Wirtschaft anzukurbeln ist dem deutschen Autonarr jedes Mittel recht.

Höhere Geschwindigkeit, damit die ölverarbeitende Industrie nicht notleiden muss.
Auch den Versicherungen ist geholfen, wenn man die Prämien für dicke Autos erhöhen kann. Die natürlich notwendige, häufigere Erneuerung und Reparatur der Straßenbeläge, hilft ebenfalls die Konjunktur anzukurbeln.
Mehr Unfälle, mehr Arbeit für Werkstätten und Autohersteller. Höhere Geschwindigkeiten für den Profit der Reifenindustrie. Mehr Tote für das Bestattungswesen und mehr Krüppel für die Prothesen- und Rollstuhlhersteller. Mehr Unfallopfer für die Krankenhäuser und den Nutzen der Pharmaindustrie.
Dickere Motoren und voluminöseres Blech für das klitzekleine Ego der PS-Protzer, und letztlich feste Arbeitsverhältnisse für die Leute, die beim ADAc arbeiten und den Angestellten der PS_Presse.
Was habe ich noch vergessen? Autozubehörhersteller, Tuner, Schilderhersteller, die CSU.
Alles das ist schon ein paar Tote mehr wert, oder?

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b4u3r 08.05.2013, 19:29
129. Reiner Populismus!

Ich bin nicht strikt gegen ein Tempolimit. Aber wenn dafür ökologische Gründe angeführt werden, kann ich die Sache nicht mehr ganz ernst nehmen. Das ist in meinen Augen reiner Populismus! Denn wenn man wirklich mal was im alltäglichen Autoverkehr ändern möchte, das unmittelbar und nachhaltig Kraftstoff spart und die Umwelt schont, dann sollte man mal bei den weit verbreiteten "unintelligenten" Ampeln anfangen! Wer kennt es nicht? Man kommt an eine Kreuzung / Einmündung mit Ampel. Die Ampel wird rot. Man hält an, wartet. Dort, wo niemand kommt oder wartet, ist grün. Irgendwann kommt jemand von weitem. Jetzt bekommt er rot, darf anhalten, und ich bekomme grün und darf losfahren. 2mal Anhalten und wieder Beschleunigen. Dabei hätten wir beide unbehelligt voneinander unsere Fahrt fortsetzen können, wenn eine intelligente Ampel im Spiel gewesen wäre. Und das passiert jeden Tag zigtausendfach in Deutschland! (Nein, ich wohne nicht auf dem Land!)
Hier könnte man wirklich VIEL sinnlos verplemperten Kraftstoff sparen! Das kostet natürlich mehr Geld als an der Autobahn mal gerade ein 120 Schild aufzustellen. Aber vor allem ist das in Wahlkampfzeiten als Thema mit Sicherheit nicht so "griffig" für die potenziellen Wähler wie die populistische Forderung eines Tempolimits oder der Automobilindustrie CO2 Grenzen aufzubrummen... Schade, eigentlich. Den hier wäre wirklich was machbar!

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