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Tödliche Tigerattacke: Polizei ermittelt Tathergang im Kölner Zoo
DPA

Der Tod einer Pflegerin, die von einem sibirischen Tiger im Kölner Zoo getötet wurde, hat landesweit für Entsetzen gesorgt. Jetzt ermittelt die Polizei den Tathergang. Tödliche Tigerattacke im Kölner Zoo: Polizei ermittelt zum Tathergang - SPIEGEL ONLINE

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caliper 26.08.2012, 19:38
170. Keiner

Zitat von anvis23
Irren ist menschlich. (Und vielleicht gilt dies ja auch für den Zoofirektor, der im Statement den Eindruck erweckte, als wäre sein Handeln alternativlos gewesen.) Auch in Zukunft dürfte sich das kaum ändern. Um folgenschwere Versäumnisse im Umgang mit gefährlichen Zootieren weitestgehend auszuschließen, könnten mehr Sicherheitskontrollen sinnvoll sein, etwa über eine zweite Person oder elekronische Warn- bzw. Sicherheitssysteme. Gerade bei nicht oder nicht richtig geschlossenen Luken Gittern, Toren etc. dürfte dies technisch doch kein Problem sein. Fragwürdig bleibt, ob der Abschuss des Tigers wirklich notwendig war oder eine Betäubung ihn nicht ebenfalls wirksam außer Gefecht gesetzt hätte. So menschlich verständlich eine Racheaktion wäre, ein Tierparkleiter sollte auch in Krisensituationen einen kühlen Kopf bewahren.
Der Tiger wurde doch nicht aus Rache getötet. Der Tiger kann auch nicht "schuld" sein. Wenn Schuld überhaupt eine zutreffende Kategorie für Tiere sein kann. Es ist mir auch nicht bekannt, dass es für Tiere eine Todesstrafe geben soll.

Zu töten liegt in der Natur des Tigers. Deswegen gibt es auch die Absperrungen und die Vorrichtungen und Vorschriften zum Schutz des Personals.

Das Tier wurde getötet, weil es die einzige Möglichkeit war der Frau gefahrlos zu helfen. Der Direktor war auch nicht derjenige der hier eine einsame Entscheidung getroffen hat. Die Polizei hat ihn dazu aufgefordert den Tiger mit dem Großkalibergewehr zu töten.

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Rainer Helmbrecht 26.08.2012, 19:39
171.

Zitat von moserer
Raubtiere sind immer eine potenziele Gefahr. Deswegen wurden sie in Mitteleuropa auch fast gänzlich ausgerottet und aus keinem anderen Grund. So nun hat man Zoos und auch Raubtiere. Hier gelten besondere vorsichtmaßnahmen und auch besonders geschulte Personal...........
Früher hat das Personal Kontakt zu allen Tieren im Zoo aufgebaut, irgendwann in den Ende der 70er Jahre wurde das Personal angewiesen diesen Kontakt nicht mehr zu zulassen.

Der Tiger soll so gehalten werden, dass man ihn ohne Probleme in einen anderen Zoo verbringen kann. Bei Elefanten macht man das noch nicht, oder nicht in dem Maße. Die Tiere werden bewusst von einem Kontakt abgehalten. Ich gehe davon aus, dass dieser Tiger die Pflegerin bei besserem Kontakt nicht umgebracht hätte. Damit will ich nicht sagen, dass er dann ungefährlich gewesen wäre, aber die Chancen wären besser gewesen.

Die Kontaktsperre zwischen den Tieren und ihren Pfleger ist vielleicht als Programm für den Zoo verständlich, (Weitergabe, der Tiere, weltweite Zuchtprogramme) aber für die Tiere und auch die Pfleger eine Belastung des Betriebslebens.

MfG. Rainer
MfG. Rainer

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Sandbagger 26.08.2012, 19:55
172. Menschlicher Fehler, Tiger muss dafür büßen - falsche Welt

Ich bin nicht dagegen Zoos abzuschaffen, da man theoretisch nach der Argumentation, dass Raubtiere nicht in Gefangenschaft gehören, wohl auch keine Hunde, Pferde, Kaninchen etc. halten. Artgerecht ist Käfigs- und Wohnungshaltung in diesen Fällen nämlich auch nicht. Ich übe aber heftige Kritik daran, dass der Tiger sterben musste. Natürlich hat er Beute gemacht und vielleicht oder auch sehr wahrscheinlich, verhält er sich deswegen nun anders, aber es gibt diese scharfen Sicherheitsvorschriften nun mal nicht umsonst. Der Tiger hätte also getrost weiterleben können. Ich bin offengestanden mehr geschockt darüber, dass der Tiger sterben musste, als dass die Frau dabei umkam, natürlich ist es nicht schön, wenn jemand stirbt. So ein Fehler darf in diesem Job eben einfach nicht passieren.
Traurig, dass das Tier einfach erschoßen wurde. Mit welchen Argumenten denn bitte? Es hatte doch offenbar schon längst von der Frau abgelassen. Wieso nicht einfach in ein anderes Gehege locken? Es ist mir einfach schleierhaft, wie man dies rechtfertigen kann. Man erwartet doch nicht von einem Tiger ernsthaft anderes Verhalten, wenn er auf einen Menschen trifft?

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tobma 26.08.2012, 19:57
173. mensch gestorben

Zitat von sysop
Der Tod einer Pflegerin, die von einem sibirischen Tiger im Kölner Zoo getötet wurde, hat landesweit für Entsetzen gesorgt. Jetzt ermittelt die Polizei den Tathergang.
eine mensch wurde getötet und alle reden von tierschutz???

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caliper 26.08.2012, 19:59
174. Keiner

Zitat von moserer
Ein Tiger der also einen Menschen gerissen hat ist keine POTEINZEILLE Gefahr mehr sondern eine HACJGRADIG AKUTE. Da finden sie weder einen Pfleger und noch wichtiger eine Versicherung die dafür die Verantwortung übernimmt.
Auch einem Tiger der noch keine Chance hatte einen Menschen zu töten darf man sich nicht nähern. Dieses Risiko übernimmt keine Versicherung.

Wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte die Frau zu bergen, ohne den Tiger zu töten, könnte man das Tier sicher weiter im Kölner Zoo ansehen.

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anvis23 26.08.2012, 20:02
175.

Zitat von moserer
nochmal, weil es nun keine Alternative mehr gibt. Dieser Tiger wird dazu tendieren bei sich nun jeder bietenden Möglichkeit, dass zu widerholen.
Soviel ich weiß gibt es keinen direkten, ungeschützten Kontakt zwischen ausgewachsenen Tigern und Pflegern. Warum? Weil jeder Tiger einen Menschen potentiell töten könnte. Aus Gründen der Revierverteidigung, aufgestauten Jagdtriebes, was auch immer. Je nach Verfasstheit und Stimmung können schon relativ unspezifische Reize ein bestimmtes Verhalten auslösen bei jedem der Tiger. Sich in einem Gehege mit einem gefährlichen Raubtier aufzuhalten ist der Ausnahmefall und den gilt es auszuschließen. Alle technischen und sonstigen Möglichkeiten müssten geprüft werden um Sicherheitsstandards zu verbessern. Ähnlich wie bei der Bahn etwa, wo man sich beim Lokführer oder Weichenstellen schon lange nicht mehr nur auf menschliche Aufmersamkeit verlässt.

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spon-facebook-637017581 26.08.2012, 20:05
176. Freiheit für alle Tiere

Ein Tier ist kein ausstellungsobjekt.Egal wild oder nicht!

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klausneumer 26.08.2012, 20:17
177.

Zitat von klausneumer
Gewiss, der Tod der Pflegerin ist tragisch. Mein Mitleid gilt den Angehörigen des Opfers. Ich finde es aber geradezu skandalös, daß man das Tier, was ja nur durch seine natürlichen und arttypischen Reflexe so handelte, einfach zu ermorden. Wird davon etwa die Pflegerin wieder lebendig? Was soll das Ganze? Ich wäre sehr dafür den Zoodirektor (Zirkusdirektor?) für sein Handeln vor Gericht zu stellen. Die kaltblütige Tötung des Tieres war durch nichts zu rechtfertigen!
Von einigen Forenmitgliedern bin ich wegen meines Beitrages hart angegangen worden.
Mein Mitgefühl mit den Angehörigen des Opfers ist definitiv nicht geheuchelt sondern echt!
Ich bin weiterhin der Meinung. daß das Töten des Amurtiegers eine Straftat darstellt. Es wäre nämlich auch anders gegangen. Glaubt man dem Medien, so hat man nach dem Angriff auf die Pflegerin nicht etwa versucht das Tier sofort zu betäuben um die Pflegerin zu bergen, nein man wartet fast eine halbe Stunde tatenlos auf den einzigen Mann im Zoo der einen gültigen "Jagdschein" nebst Großkalibergewehr hat, sprich die Lizenz zum Töten, und knallt das Tier einfach ab. So einfach geht das. Eine schnelle Betäubung des Tieres wäre sicherlich viel schneller gegangen.
Da nach BRD-Strafecht Tiere keine Lebewesen sind sondern lediglich Sachen, kann der Tiermörder hierbei auch nur wegen Sachbeschädigung belangt werden. Eine Anzeige kann lediglich der Eigentümer der "beschädigten" Sache stellen und somit schließt sich der Kreis.
Das Übel liegt aber meines Dafürhaltens viel tiefer: Da sich bei diesen Dreckskapitalisten ja bekanntlich alles, selbst Kitas und Altersheime, ganz zu schweigen von Zoologischen Gärten, rechnen muß, arbeitet der Zoo natürlich nur mit einem Minimum an Arbeitskräften (Pflegern).
Ist es da verwunderlich, daß erstens nur eine Pflegerin im Tigergehege war und zweitens, auf Grund des unmenschlichen Zeitdruckes, elementare Sicherheitsregeln durch die Pfleger mißachtet werden um etwas Zeit zu schinden?
Bitte denkt mal über die von mir geäußerten Sachverhalte nach und übergießt mich bitte nicht mit Dreck.

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legastheniker 26.08.2012, 20:20
178. Tieger erschossen 1000Schweine ermordet....

Hallo
nach dem durchlesen der forenposts fällt mir am meisten auf das auf jeder seite neu erklärt werden muss warum der tieger erschossen wurde.
um nicht müde zu werden hier nochmal die begründung.
-Tieger und versterbende pflegerin waren im gleichen gehege
-weder schutz noch bergung und behandlung der pflegerin waren so möglich
-der einsatz einer betäubung kostet zeit und ist unsicher zumal die pflegerin weiteren attacken ausgesetzt gewesen wäre
-wer bei der rettung v. menschenleben zögert macht sich strafbar

Die gesammte diskussion tire/zoo/rechte wird meiner meinung vom gesamten verhältnis mensch gegenüber tier bestimmt.
soll heissen gesetzte/bibel/tradition geben vor das das tier dem menschen "untersteht". alle drei quellen besagen auch das ein tier nicht "unnötig" gequält werden soll und da liegt die krux.
Was genau qualen für ein tier bedeuten und welche davon noch vertretbar sind ist für menschen wohl schwer zu definieren.
Ich selbst kann im zoo teilweise nicht hinschauen ertappe mich aber dabei mehr oder weniger mitleid je nach tierart zu fühlen.
So erkläre ich mir auch das der tierschutz und die "tiegerfans" im forum sich hauptsächlich für segmente und tierarten einsetzen aber am grossen ganzen verhältnis tier/mensch nicht rütteln.
Ich finde es schwer zu verstehen wenn jemand den "mord" an einem tieger bedauert oder zootierhaltung anprangert ohne dies in ein verhältnis mit schlachtung oder käfighaltung bei nutztieren zu setzten.(nutztiere haben auch nix falsch gemacht)
Wer etwas an zootierhaltung verändern will sollte auf sein gesamtes verhältnis zu tieren achten sonst wied er unglaubwürdig.

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bolkow 26.08.2012, 20:35
179. optional

Warum musste nach dem tragischen Unfall das äußerst seltener Tiger-Art erschossen werden…? Definitiv war die Zoo-Pflegerin leider selbst schuld, indem sie sich vermutlich in dem Gehege befand, ohne Absperrung zu aktivieren, wie der folgende Zitat belegt: "Wir können uns derzeit nicht erklären, warum der erfahrenen Pflegerin ein derart verhängnisvolles Versehen unterlaufen konnte"
Ist in diesem Zusammenhang der Zoodirektor, der den Tiger reflexartig erschossen hat, ein MÖRDER…?
In meinen Augen: JA ! Denn die Zoos haben die Verantwortung für den Artenschutz ….

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