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Trennungsdrama: Vater, Mutter, drei Kinder; acht Aktenordner; lauter gebrochene Herze
Patrick Runte/ DER SPIEGEL

Thomas Wolters hat drei Kinder, als seine Ehe scheitert. Je mehr seine private Welt in Unordnung gerät, desto mehr vertraut er darauf, dass der Staat für Ordnung sorgt. Die Geschichte einer Enttäuschung.

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opa44 02.12.2016, 09:24
40. Behauptungen nehmen Gerichte als Fakten - was für ein rechrsverständnis!!

Den Satz:"Vorwürfe werden erhoben, die nicht belegt werden müssen, weil im Familienrecht schon eine bloße Behauptung Folgen haben kann", kann ich nur unterstreichen, habe es selbst so erlebt. Es wäre viel gewonnen und es würde die Kinder vor viel Leid schützen, wenn Gerichte und Jugendämter unbewiesene Abschuldigungen ignorieren bzw. bewiesenermaßen Falsche Behauptungen Sanktionieren.

Es würde diese schädlichen Intrigen deutlich eindämmen, zum Wohle der Kinder. Eine Alternative sind professionelle Verfahrensbeistände für die Kinder, damit haben wir gute Erfahrungen gemacht und die Einbeziehung eines solchen Beistandes hat deutlich Ruhe in den Konflikt gebracht.

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susuki 02.12.2016, 09:48
41.

Hoffnungslos!
Ich kenne getrennt lebende Eltern und sie hat mich allen Ernstes gefragt ob der Vater dem Kind etwas antun könnte.

Sie waren 5 Jahre zusammen und ich kenne beide über 8 Jahre, ungezählte Feiern und Tätigkeiten über diese Zeit.

Da muss etwas sein was den Verstand ausknipst
Übrigens ist das Kind jetzt 20 und hat ein gutes Verhältnis zu beiden Eltern. Die beiden reden noch immer nicht miteinander!

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KurtBande 02.12.2016, 09:49
42. Einfach wie banal...

Eine echte Gleichstellung von Mann und Frau. Beide bekommen gleichen Anteil. Wer was will muß reden/ fragen, Gegenangebote machen. Die Institutionen sollten das Wohl der Kinder, nicht wie aktuell, das Wohl der Mutter im Auge haben. Ich bin selbst Betroffener. Immer wieder innehalten und das Wohl der Kinder sehen hilft mir. Schon deshalb, weil als Mann die Front so groß ist, dass nur die wichtigen Kämpfe ausgetragen werden sollten.

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ralle0507 02.12.2016, 09:53
43. So ergeht es doch fast jedem...

..Leider ergeht es doch fast jedem so, in der Regel dem Mann. Die Mutter versucht die Kinder allein für sich zu gewinnen, als Mann bleibt man oft nur der Zahlmeister. Aufgrund von hohen Unterhaltszahlungen kann ich es mir jedenfalls nicht leisten, mehrmals vor dem Oberlandesgericht oder vor dem EGH in Revision zu gehen. Was soll das Gericht auch tun ? So lange wie die Mutter die Kinder "Anti-Papa" erzieht, macht da niemand etwas gegen, auch kein Richter.
Es müsste sich generell etwas ändern, an den Gesetzen. Wenn beide Partner ein normales Leben führen und beide Sorgerecht haben, dann sollte es nur dann Unterhalstzahlungen geben, wenn sich auch beide an die Regeln und Gesetze halten. Das gilt natürlich auch andersherum. Drückt sich jemand vor den Zahlungen, hat er kein Sorgerecht. "Geld" ist leider die einzige Sprache, die die meisten auf Anhieb verstehen. Traurig, aber wahr.

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florafauna 02.12.2016, 09:57
44.

Zitat von Lykanthrop_
Leider ist man als Mann mit einem getrennt lebenden Kind wie auch ich, arm dran. Der Mann hat das Recht zu zahlen und die Pflicht, sich dem guten Willen der Mutter zu beugen. Für viele Frauen sind die Kinder leider nur Mittel zum Zweck der Erhöhung des .....
Sicherlich gibt es viele Fälle, wo ein Elternteil das alleinige Sorgerecht missbraucht. Bei mir war es z.B. umgekehrt. Ich hätte mir gewünscht, dass der Vater des Kindes sich um ihn kümmert, aber da war ca. 1-2 % Interesse, soll heißen 2-4 Kontakte im Jahr, kaum ein Telefonanruf, keine Briefe, vergessene Geburtstage etc.
Eine Möglichkeit Kindsbesuche oder Kontakte einzuklagen gibt es nicht.
Ich dachte heutzutage wird normalerweise das gemeinsame Sorgerecht ausgesprochen?

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Schweizer 02.12.2016, 10:32
45. Guter Artikel

Er zeigt vor allem der Kampf lohnt nicht.
Die meisten werden verlieren und sind wenn die Kinder des Mutter zugesprochen werden auch kaum Chancen haben.
Das Spiel geht so: Kindeswohl ist die Lüge mit der man erpresst wird.
Im Wirklichkeit geht es um den Egoismus der Mutter. Nicht arbeiten müssen, alle macht haben, Rache, Geld von Ex kassieren.
Man zahlt, darf hunderte km fahren und prozessieren bis der Arzt kommt. Wörtlich.
Kindeswohl ist wenn ein Elternteil die Kids hunderte km weit entführt?
Entführung ist ein Straftat für die man jahrelang in den Knast wandert.
Erpressung auch.
Auch Verleumdung ist nicht billig.
Allerdings gilt das nicht für Exfrauen. Siehe Kachelmann. Er sass im Knast sie soll nun Strafe zahlen und wird das wohl nicht können weil sie kein Geld hat.

Wer dieses Spiel mitmacht hat bereits verloren.
Mein Tipp: Einigung wo möglich.
Wenn die Ex und ihre feministischen Anwältinnen und Richerinnen meinen man solle nur zahlen und hat keine Rechte. De fakte, nicht de jure!
Dann sagt man das macht mich krank, so kann ich weder Vater sein noch zahlen.
Alle Macht = alle Verantwortung. Auch für das eigene Einkommen.
Von was lebt die Frau um die es im Artikel geht?
Vom Ex und Stütze, sonst würde sie keine Prozesskostenhilfe bekommen.

Er hingegen arbeitet(e) voll, zahlt alles, bekommt nichts und die Erschöpfung aus der 3fachen Überlastung Job + Prozess + Kids mit hunderten Km wird ihm nun zum Verhängnis.

Was lernen wir daraus? Entweder sie macht mir und will einen Vater, oder er verschwindet aus ihrem Leben, wie sie es ja will. Allerdings auch finanziell.

Wer nicht weiss wie es geht, schaue hier nach: http://www.das-maennermagazin.com/blog/von-frauen-traumatisiert

Der Mann hier im Artikel hätte die Voraussetzungen als quasi selbständiger könnte er Arbeit und Verdienst auf den unpfändbaren Betrag runter fahren. Grund: Traumatisiert.

Das Leben würde auch ohne Kinder weiter gehen. So hart es klingt das ist nur die Wahrheit.
Was haben die Kinder von einem Vater der kaputt ist?
Selbst wenn die Ex alles sabotiert, werden die Kinder ev. später alleine kommen.
Was wenn sie einen halbtoten verbitterten Vater vorfinden?
Wäre es nicht besser einen fröhlichen Menschen zu finden, der sein Leben lebt und in der Lage ist den Kindern ein tolle Vater zu sein, wenn sie denn kommen wollen und nicht zu sehr manipuliert sind?

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oliver.twist 02.12.2016, 10:43
46.

Nach meiner Ansicht fehlt eine wesentliche Information in der Story: Wäre der betroffene Vater - gegebenenfalls unter Hintanstellung seines Berufs - denn willens und in der Lage gewesen, die Betreuung der drei Kinder allein zu übernehmen? Für mich wurde nicht klar, ob dies am Anfang der Trennung überhaupt eine Option war. Wenn das nicht der Fall gewesen sein sollte, bestand von vornherein für das Gericht keine andere Möglichkeit, als die Kinder bei der Mutter zu lassen.

Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass der Artikel nur die Sicht des Vaters beschreibt. Dies ist kein Vorwurf an die Autoren, denn sie legen das auch ausdrücklich offen. Doch ist es aus dieser einseitigen Perspektive schwierig, irgendwelche Folgerungen ableiten zu wollen. Die Sicht der Mutter wird eine andere sein. Und man kann wohl davon ausgehen, dass keine dieser Perspektiven vollständig zutreffend sein wird.

Letztlich will ich noch darauf hinweisen, dass es nicht die Aufgabe der Familiengerichte ist, das (rechtswidrige) Verhalten einer der Eltern zu sanktionieren. Es ist nachvollziehbar, dass der geschädigte Elternteil sein Recht will, das ihm zusteht. Es ist auch nachvollziehbar, dass der geschädigte Elternteil eine Sanktionierung des rechtswidrigen Handelns des Ex-Partners erwartet. Doch das Gesetz gibt dem Familiengericht eine andere Perspektive vor: Es wird immer zunächst geschaut, was für das Kind in Zukunft am besten ist. So kann es sein, dass es für das Kind am besten ist, bei einem Elternteil belassen zu werden, selbst wenn der Elternteil diese Situation rechtswidrig herbeigeführt hat. Es kann sogar sein, dass einem Elternteil der Umgang vollständig versagt wird, wenn die Kommunikation zwischen den Eltern überhaupt nicht mehr möglich ist. Dies kann unter Umständen besser für das Kind sein, als andauernd Streit, Eskalation und Polizeieinsätze erleben zu müssen.

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KilgoreTrout 02.12.2016, 10:48
47.

Zitat von hinnimann
und Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, Ratschlägen oder Kommentaren zu folgen, wenn man sich als Scheidungsopfer sieht. Ich mach es trotzdem. Vom Staat kann Mann hier nichts erwarten. Je eher man sich damit abfindet, desto leichter lebt es sich. Die Kinder interessiert der Streit zwischen den Eltern nur insoweit, als dass sie sich selbst schuldig daran fühlen. Die Unterlagen in den Aktenordnern werden sie.....
Was sie von dem Stress gehabt hat? Freiheit von einem Menschen, der Krebs offenbar als Strafe oder Stressfolge wahrnimmt (wie zum Geier kommt man auf solche Ideen?) und den sie nicht mehr liebte. Das sind gute Gründe für eine Trennung.
Hätten Sie diesen "Haha, Krebstod"-Kommentar auch bei anderen Todesarten angebracht? Es gibt Leute, die sterben mit 30 an Krebs. Liegt das auch daran, dass sie Stress haben oder ist es vielleicht doch eher so, dass sie verheiratet, unverheiratet, geschieden, verlobt, polygam oder im Zölibat *auch* Krebs bekommen hätten? Wären Sie noch verheiratet und stressfrei gewesen, wer wäre dann "Schuld" an ihrer Krankheit gewesen?
Raus aus dem magischen Denken, das gehört zum Loslassen dazu.

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Vätersorge 02.12.2016, 10:58
48. Zermürben ist staatlich geduldet

Zermürben ist zur staatlich geduldeten Strategie geworden und Deutschland ein Väter-Hasser-Land, das muss ich nach fünf Jahren "Krieg" leider sagen.
Allzu oft traurige Erkenntnis: Mütter können sich alles erlauben, es passiert Ihnen ja nichts. Nachdem zahlreiche Sorgerechtsklagen ebenso abgelehnt wurden, wie Umgangsklagen (ich habe keine angestrengt, weil ich denke, jedes Kind hat Anspruch auf seine Eltern) geht es unverdrossen weiter. Dutzende Erklärungen von Kita und Schule habe ich besorgt, um unwahre Behauptungen zu widerlegen.
Trotzdem gibt es keine Konsequenzen. Nicht einmal nachdem die Mutter einen 8-Jährigen um 21 Uhr alleine mit Rucksack aus dem Haus gehen lässt, weil er zum Vater fahren will. Nachdem er über eine Stunde an einer Straßenbahn-Haltestelle versucht eine Fahrkarte zu kaufen, hilft ihm ein Passant.
Ich werde von der Mutter nicht informiert und bin nicht Zuhause. Die Nachbarn helfen, weil Sie unseren Sohn zufällig auf der Straße rufen hören. Dass er dort sitzt erfahre ich, weil ich die Nachbarn anrufe um Sie um Hilfe zu bitten.
Zwei Stunden nach dem Verschwinden unseres Sohnes erhalte ich einen Anruf der Mutter (die die Herausgabe Ihrer Handy-Nr für Notfälle verweigert). Ich muss durch mehrfaches Nachfragen selbst herausfinden, dass unser Sohn in der Dunkelheit alleine unterwegs ist. Sie nahm einfach an, ich sei Zuhause. Ich rase Nachhause und rufe die Nachbarn an und bitte Sie, draußen nachzuschauen. Als ich ankomme, fährt gerade die Polizei vor.
16 Tage lang meldet sich die Mutter nicht. Ich muss als Freiberufler mehrere berufliche Termine absagen, auf dem finanziellen Schaden bleibe ich sitzen. Viel schlimmer, unser Sohn leidet und ist mehr und mehr verwirrt und verletzt.
Vom Jugendamt erhalte ich die Auskunft, eine Kindes-Wohl-Gefährdung läge nicht vor, die Mutter habe sich lediglich am Rande dazu bewegt. Wäre unserem Sohn etwas passiert, wäre die Sache anders. Über eines bin ich mir sicher: Hätte ich mich so verhalten, ich würde unseren Sohn nie wieder sehen dürfen.
Keine Konsequenzen gibt es als unser Sohn mit blau geschlagenem Gesicht bei mir auftaucht nachdem er von einem gehbehinderten Vater Ihrer Bekannten mit dessen Krücken geschlagen wurde. Das sei ein bedauerlicher Zufall gewesen heißt es vom Jugendamt (und der Mutter). Ich wurde über den Vorfall nicht informiert. Nach meinen Recherchen (auch in der Schule) stellt sich heraus, das war leider kein Einzelfall, anderen Kindern erging es ähnlich.
Ich kümmere mich intensiv um unseren Sohn (zwei Tage jede Woche und gerne mehr!). Doch Väter, die sich kümmern, scheinen in Deutschland unerwünscht.
Das im Text beschriebene Verhalten von Jugendämtern und Gerichten ist allzu oft leider eine Tatsache. Noch viel besser kann ich die Gedanken des Vaters verstehen. Der fühlt sich mit gutem Grund verraten und verkauft.
Nochmal: Deutschland ist zum Väter-Hasser-Land verkommen. Was ich nicht mehr hören kann, ist der Hinweis, Jugendämter und Gerichte hätten am Ende keine Möglichkeit, einzugreifen. Sie nutzen Sie nur nicht und das hat leider Methode!

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ruhepuls 02.12.2016, 11:55
49.

Es ist wohl eine deutsche Spezialität, vom "Vater Staat" Lösungen zu erwarten, die dieser gar nicht leisten kann. Ein Gericht fällt ein Urteil nach den bestehenden Gesetzen - UND im Rahmen der Erkenntnisse, die es vorliegen hat und die ihm glaubhaft erscheinen. Emotionale Gerechtigkeit kann kein Gericht der Welt herstellen. Und kein Staat kann "gut machen", was zwischen zwei Menschen geschehen ist.

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