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Trump und Putin: Ein unheimlicher Freund
AFP

Zwei Macher und Männer unter sich - Donald Trumps Faible für Wladimir Putin verstört Parteifreunde und westliche Partner. Bringt seine Sympathie für Russlands Präsidenten die ganze Welt ins Wanken?

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franz.v.trotta 17.12.2016, 18:45
1.

Die Annäherung Trumps an Putin berechtigt zu Hoffnungen. Sollten sie an einem Strang ziehen, könnte mancher Konflikt bereinigt und manche Region befriedet werden. Merkel könnte indes in Bedeutungslosigkeit versinken. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein; denn sie hat zur Spaltung und Schwächung Europas erheblich beigetragen.

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n.strohm 17.12.2016, 18:47
2. Trump

will dahin wo Putin bereits ist:
Sein Volk/Staat in nahezu absoluter Weise zu beherrschen - äh sorry zu regieren.
Russland : Putin - Medwedevp - Putin - Medwedev
USA : D. Trump - I.Trump - D.Trump - I. Trump

Spass beiseite, ich gebe D. Trump bis Weihnachten 2017. Bis dahin haben auch die letzten Republikaner kapiert, dass sie nur noch nickendes und maximal schmückendes Beiwerk sind....

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Bernd.Brincken 17.12.2016, 19:33
3. Unheimlich

Eher unheimlich an dieser Geschichte ist doch die Faszination für die EMail-"Affäre", die von anfang an abstrus war, und vielleicht sogar das Ziel war, die Botschaft zu erzeugen, dass neben dieser Lapalie an der Kandidatin Clinton kein Haar in der Suppe zu finden sei. Email war nie als sicheres Kommunikationsmedium gedacht und ist es bis heute nicht - also welche Wirkung soll es haben, wenn ein Politiker seine Emails nicht über den "richtigen" Server versendet?
Sich jetzt darauf zu stürzen, dass auf dem Umweg über Wikileaks die Russische Regierung bewusst und dazu noch erfolgreich Einfluss auf die Wahl genommen hätte, ist so abstrus, dass man dahinter schon fast wieder eine false-flag-Operation vermuten kann.
Aber von wem? Chinesen? Mongolen? Mauretanier? Wir werden die ganze Wahrheit wohl nie erfahren.

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taglöhner 17.12.2016, 19:41
4.

Zitat von fridolingaertner
Es kann einen schon ein wenig mürbe machen, zu beobachten, wie es gebetsmühlenartig wiederholt wird, Putin fühle sich von der NATO "bedroht". Wenn ein Artikelkommentierer schriebe, Hitler habe die "Bedrohung durch das 'internationale Judentum'" tatsächlich empfunden, würde dieser hier doch wohl achtkantig rausfliegen, oder? Bei dem einen wie beim anderen aber liegen die "Bedrohungslage" bzw. die Motive gleichermaßen klar zutage. Putin tötet nicht in der Ukraine und in Syrien Frauen und Kinder, weil er sich bedroht fühlt, sondern weil sein Ziel die Herstellung eines Zustandes ist, der seinen offen zutage tretenden Zurück-an-die-Welmacht-Ambitionen dient: Die Zerstörung der EU durch herbeigebombte Flüchtlinge - angesichts der überall wuchernden Putinparteien a la Front National, Linkspartei, Syriza, AfD, Morgenröte, Ukip etc. etc. weitgehend gelungen -, die Zersetzung der USA - offensichtlich ebenfalls gelungen. Am Ende steht der Zerfall des Transatlantischen Bündnisses, des größten Hindernis für Putin auf dem Weg zur Weltmacht und dementsprechend die meistgehasste und -verhöhnte Institution für die Putinisten ("sogenannte Wertegemeinschaft").
Ich stimme Ihnen weitgehend zu bis auf Eines: Selbst wenn ihm all das gelänge, würde er damit sein Imperium, das niemals eine akzeptierte Führungsmacht darstellen, sondern das eines wirtschaftlichen Zwerges mit einer rückständigen Gesellschaft bleiben wird, in der damit heraufbeschworenen Lawine von Kleinkonflikten zerreiben auf Nimmerwiedersehen.

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Darwins Affe 17.12.2016, 19:49
5. Chinapolitik

1) Trumps Agenda ist China, wie er wiederholt schon im Wahlkampf erwähnte. Deshalb will und kann er sich keinen zusätzlichen Konflikt mit Russland leisten. Und auch Putin schaut seit Jahren mit Schaudern auf seinen übermächtigen Nachbarn im Osten.
2) Die zerstrittene EU verfällt langsam in Bedeutungslosigkeit. Trump geht von einer zunehmenden Islamisierung des Kontinents aus, Putin will das mit Unterstützung rechtspopulistischer Parteien verhindern.
3) Russland ist nicht die SU, der ja Putin nachtrauert. Im Hinblick auf seine Ökonomie und Bevölkerungszahl ist Russland keine Weltmacht und muss sich an Stärkere anlehnen. Da sind die USA wohl das kleinere Übel als der Riese im Osten.
4) Nebenbei: Man kann nur warnen, Trump und Putin als zwei Idioten anzusehen. Interessen- und Machtpolitik gingen historisch meist über moralisches Handeln.

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thequickeningishappening 17.12.2016, 20:23
6. Ich habe keine Kontakte zu irgendeinem Dienst

und wusste Wer Potus wird! Warum? Weil ich mich in die Gefühlswelt des durchschnittlichen Waehlers versetzen konnte!

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Putin-Troll 17.12.2016, 21:25
7. Trumps gute Seite

Zitat von franz.v.trotta
Die Annäherung Trumps an Putin berechtigt zu Hoffnungen. Sollten sie an einem Strang ziehen, könnte mancher Konflikt bereinigt und manche Region befriedet werden.
Das sehe ich genauso. Ich verspreche mir von Trump nicht allzu viel, aber wenn zumindest die Russland-Politik auf Entspannung zielt, ist schon etwas gewonnen. Es ist der Bevölkerung ohnehin nicht vermittelbar, warum Putin gegenüber immer "klare Kante" zeigen soll, während Dikatoren vom Kaliber eines Erdogan Persilscheine ausgestellt bekommen...

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Bernd.Brincken 17.12.2016, 21:36
8. Kenntnisse

Zitat von fridolingaertner
Dass die russische Regierung mit zersetzender, westen- und demokratiefeindlicher Lügenpropaganda seit Jahren Europa und die USA infiltriert ... dass Russland in der Ukraine Krieg gegen den Westen führt. .. .dass Putin ... in Syrien nicht nur den IS nicht bekämpft, sondern dessen Feinde ... Abstrus .. so zu tun, als ginge es bei der Aufklärung der Aktivitäten und Absichten Putinrusslands nur um (Gegen-) Propaganda.
Die Geschichte der deutschen Russophobie geht nun sehr viel länger zurück. Mit einer kurzen Unterbrechung durch Gorbatschov wurde nach der Wende wieder mit Inbrunst über Verbrechen, Mafia, Korruption und Militär berichtet.
Schauen Sie mal Russland-Berichte im TV aus Frankreich, Italien, England oder USA an - da kommen auf einmal auch sympathische Geschichten hervor, es wird über den Wirtschaftsaufschwung ab 2000 berichtet usw.
Sorry, das mediale und politische Deutschland hat seinen Russland-Komplex schon sehr nachhaltig gepflegt.
Frage am Rande, da Sie das Thema ja zu beschäftigen scheint: Wann waren Sie zuletzt in Russland, wann haben Sie zuletzt mit ihren Bekannten dort gesprochen?

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Gudrun3 17.12.2016, 22:32
9. Der Westen bangt, denn

Trumps augenscheinliche Sympathie für Putin macht heute Kräfte im Westen nervös, denn anders als noch 1989 bangt man, dass man sich abspricht, und die Pro-Kleine-Leute-Macht Russland hier gewähren lässt.

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