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Tunesien: Aktivistin Sboui verlässt Femen wegen Islamfeindlichkeit
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Mit ihrem Oben-Ohne-Protest in Tunesien wurde Amina Sboui zu einer Femen-Ikone. Nachahmerinnen wanderten für sie ins Gefängnis. Doch jetzt hat die junge Frau die Aktivistinnengruppe verlassen. Sie könne sich nicht mit der "islamfeindlichen Organisation" identifizieren. Tunesien: Aktivistin Sboui verlässt Femen wegen Islamfeindlichkeit - SPIEGEL ONLINE

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AllesnureinWitz 20.08.2013, 20:39
20.

Zitat von doppelpost123
kann ich gut nachvollziehen. auch hier in deutschland gibt es "atheistische" und "liberale" gruppen, die mittlerweile komplett von islamophoben unterwandert sind. es ist schade, dass man kaum noch religionskritik üben kann, ohne sich mit leuten wie pro Köln etc. auseinandersetzen zu müssen. Mittlerweile ist eine ekelhafte Mischung (kann man auch hier im Forum gut beobachten) aus Stammtisch, "Man-wird-jawohl-noch-sagen-dürfen-Alltagsrassisten" und Rechtsextremen entstanden. Alle propagieren den Untergang des ach so aufgeklärten Westens und sind im Kern einfach nur fremdenfeindlich. Dazu kommen dann noch die "intellektuellen" Rechten mit ihren Sympathisanten bis in die Chefetagen. Hallo Herr Sarrazin; Hallo Frau Familienministerin Schröder, wie war dass denn noch gleich mit ihreren Sympathien zur Seite politically incorrect? Außer eine Standardantwort auf abgeordnetenwatch.de haben sie dazu nichts zu sagen? Solche Menschen werden dann auf Schüler mit Migrationshintergrund losgelassen und fordern Leute auf, sich zu demokratischen Grundordnung zu bekennen. absurd.
Ihr Beitrag spricht mir aus dem Herzen. In den allermeisten Fällen steckt hinter Islamkritik pure Islamfeindlichkeit, die sich das Mäntelchen der Seriösität überstreifen will. Und wenn man darauf hinweist ist man ein "Gutmensch", der mit der "Nazi-Keule" die Meinungsfreiheit beschneidet...
Die Debatte um den Islam, ob es nun um Deutschland oder anderswo geht, muss sachlicher und fairer werden, ansonsten wird es niemals zu einer konstruktiven Diskussion kommen, mit der die Probleme angegangen werden können.

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letzter-dödel 20.08.2013, 20:41
21. pop-kultur einer emotionalen Kriegsführung

Zitat von Bernd.Brincken
Ähnliches Muster wie bei Pussy Riot - es treten junge Frauen auf, denen es angeblich um Freiheit geht, aber wenn man genauer hinschaut, geht es in beiden Fällen um den Angriff auf eine nicht-westliche Religion, im Kern darum, die jeweilige Gesellschaften insgesamt symbolisch zu beleidigen. Beide Aktionen sind professionell durch Pressearbeit begleitet, offenbar auch durch ein internationales Netzwerk - und in beiden Fällen ist unklar, wer die Kampagne jeweils finanziert.
Das sehe ich ähnlich.
Weiteres Beispiel: Putin besucht mit Merkel in D einen Messestand, plötzlich tauchen in Putins unmittelbarer Nähe Femen auf, die sich in der nachfolgenden TV-Talk-Show damit brüsten, die russische Security übertölpelt zu haben. Für "Abschirmungen" zuständig ist aber wohl das deutsche Sicherheitspersonal, welches mit Sicherheit jeden unangemeldeten Demo-Versuch abgeblockt hätte. Ein erschossener Putin wäre nicht so schön gewesen; die Femen aber durften durch.
Frau Shouis Verhalten und Argumentation verdient Respekt. Die Femen scheinen Teil einer gelenkten politischen Pop-Kultur zu sein, die dazu dient, insbesondere junge Leute über ein vordergründig berechtigtes Anliegen gegen andere Kulturen emotional aufzubringen. Die Schande besteht darin, dass die berechtigten Anliegen nebst ihrer Form des Happenings nur noch instrumentalisiert werden, um dem Gegner zu schaden. Das Gute wird ins Gegenteil verkehrt!

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grashalm 20.08.2013, 20:42
22. muss sie auch nicht

Zitat von sysop
Mit ihrem Oben-Ohne-Protest in Tunesien wurde Amina Sboui zu einer Femen-Ikone. Nachahmerinnen wanderten für sie ins Gefängnis. Doch jetzt hat die junge Frau die Aktivistinnengruppe verlassen. Sie könne sich nicht mit der "islamfeindlichen Organisation" identifizieren.
Sie sagt Religionen respektieren
sag ich, nee
Religionen sollen Religionen respektieren
schaffense aber net
gewalttätige Religion ist schon gar nicht religiös

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fussball11 20.08.2013, 20:47
23.

Zitat von Buxhux
Dann soll sie jetzt was Vernünftiges tun, vielleicht eine Kochschule gründen.
Das ist sinnlos, als Frau wirst du nie eine bekannte Köchin - das bleibt uns Männern vorbehalten. Aber wer weiß, vielleicht sind die muslimischen Ländern da weiter?

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München 20.08.2013, 20:47
24. Femen zweifellos religionsfeindlich

Die Islamfeindlichkeit von Femen ist doch nichts Neues! Die Gruppierung ist überhaupt generell religionsfeindlich. Es gibt zahlreiche aufsehenerregende Aktionen auch gegen das Christentum, ob nun gegen den Papst oder die russisch-orthodoxe Kirche. Femen mißachtet damit primitivste und selbstverständlichste kulturelle Grundvoraussetzungen. Sicher ein großer Fehler dieser Organisation.

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Red Herring 20.08.2013, 20:49
25. Kleine Freiheit

Zitat von jaakow
Falsch. Sie könnn sich gerne kritisch zu den jeweiligen arabischen Staaten äußern, welche die Religion benutzen, um ihre politischen Machtvorstellungen und ihre Ansicht von Gesellschaft zu manifestieren. Eine vehemente Ablehnung des Islams, nur weil er missbräuchlich für politische Zwecke verwendet wird, ist erstens jedoch wieder einmal extrem polemisch und zweitens steht es in keinster Weise mit der Religionsfreiheit, welche auch eine Grundlage der Menschenrechte darstellen.
Sie liegen nicht völlig falsch - der Islam wird in all diesen extrem patriarchalischen Staaten nicht zuletzt deshalb so geschätzt, weil er die Geschlechterrollen zementiert und die Frauen schön klein hält. Aber das tut er eben schon von sich aus, sonst wäre er dafür ja nicht zu gebrauchen. Der Islam als solcher ist ein Feind der Frauen - es sei denn, sie sind wirklich total gern Sklavinnen.

Und bitte bewerten sie die Religionsfreiheit nicht zu hoch. Von allen menschlichen Grundrechten ist sie am unwichtigsten, denn Religion ist ja eigentlich nur dummes Zeug. Religionsfreiheit ist vor allem für den Staat bedeutend, weil sie den sozialen Frieden wahrt - denn sonst würde die eine Sorte kreischender Fanatiker ständig die andere umbringen, sozusagen im Zustand des Dauerpogroms.

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brainwayne 20.08.2013, 20:49
26.

Zitat von jaakow
Sie sollten mal dringend nachdenken über ihre polemische Sichtweise, die nun rein gar nichts mit sachlicher Kritik zu tun hat. Allein schon, Religiöse als "dumm" zu bezeichnen offenbart Ihre eigene Intoleranz und Engstirnigkeit. In dem Sinne sind Sie keinen Deut besser als religiöse Fanatiker, welche nur ihre eigene Religion als die Wahre wahrhaben wollen und alles andere als dumm bezeichnen sowie diesen Dingen keinerlei Zugeständnisse machen.
Ohje, und wieder einer, der nicht verstehen will...

Polemisch und Intolerant bin ich gerne; und zwar gegen jeden, der seinen Unsinn in der Welt verbreitet und dadurch bei leicht beinflussbaren Menschen starken schaden anrichtet. Ob gewollt oder ungewollt ist mir schnuppe!

Menschenrechte sind keine Ansichtssache und NICHT verhandelbar!

Daher sind die Zeiten für sachliche Kritik an Religionen bei mir vorbei.

Leider verwechseln Menschen wie Sie gerne Glauben mit Religion. Das beide Dinge getrennt anzusehen und zu bewerten sind, sehen Sie nicht. Eine Säkularisierung des Glaubens von der Religion wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Auch sind gerade die politischen Strömungen in den Religionen keinerlei Grund, diese als gerechtfertigte (gerade mit dem hinweis auf Tradition) freie Meinung zu akzpetieren, denn rechtfertigen kann man politische Religion halt nicht.
Nur weil etwas als "politisch" bezeichnet wird, muss man sich ja nicht davon blenden lassen, und muss es auch nicht aus reinem Gutmenschentum als Vertretbar ansehen.

Und ja, Menschenrechte halte ich für die einzig wahre Religion! Der ganze Rest ist persönlicher Glaube! Und der hat im eigenen Kopf, zumindest aber in den eigenen vier Wänden zu bleiben!

Solange diese Fanatiker und "es gut meinende" Leute wie Sie das nicht einsehen, wird die Welt weiterbrennen!

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brainwayne 20.08.2013, 21:09
27.

Zitat von fussball11
Na ja, kommt darauf an was Sie unter frei verstehen. Ich sehe da eigentlich keinen Widerspruch. Es sind doch eher die Extremisten auf allen Seiten die die Gewalt antreiben. Für "Gottlose" ist es doch auch kein Problem in fremde Länder einzumarschieren, Hunderttausende ins Jenseits zu befördern und dann ein zerstörtes Land zurück zu lassen. Was sind das für Menschen die dafür ihr Leben opfern - wo ist da der Unterschied zu einem Dschihadisten? Ist der Irak befreit worden? Nein, die "Götter" des Westens rufen zum Krieg gegen das "Böse" und die "Gläubigen des Mammons" folgen aufs Wort und sterben dafür. Ich seh da keinen Unterschied ob man sich für Deutschland oder den Glauben töten lässt.
Ich verstehe, was Sie meinen.

Allerdings denke ich, die Sache geht weit tiefer als es den meisten bewusst ist. Denn: Klar, man kann als Religionsanhänger absolut friedlich und glücklich mit Andersdenkenden auskommen. Das sind aber eben auch nur Individuen, die eben beizeiten auch mal die Mehrheit bildeten. Schöne Zeiten waren das damm sicherlich.

Religion als solche aber ist stets eine Gefahr für diese Individuen und auch für die genannten Andersdenkenden.
Dies im Detail zu erklären möchte ich nicht, da ich Erkenntnisse nur schwer per Forum vermitteln kann.
Ich hoffe dennoch, Sie werden meinen Ansatz verstehen und weiterspinnen können.

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Oskars 20.08.2013, 21:12
28. Schade

Wieder ein Mensch, der vor den Faschisten kapituliert. Wie ihre Familie sie entführt und bedrängt hat, hatte sie geschildert, was ihr sonst angetan wurde nicht. In jedem Fall sollten wir ihre Entscheidung respektierem aber zugleich nie nachlassen, gegen Diskriminierung, Gewalt und Irrationalität einzustehen, gegen den Faschismus, egal in welcher Form und Täuschung.

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nur_ich_bin_ich 20.08.2013, 21:17
29. Hier irrt Frau Sboui

Zitat von sysop
Mit ihrem Oben-Ohne-Protest in Tunesien wurde Amina Sboui zu einer Femen-Ikone. Nachahmerinnen wanderten für sie ins Gefängnis. Doch jetzt hat die junge Frau die Aktivistinnengruppe verlassen. Sie könne sich nicht mit der "islamfeindlichen Organisation" identifizieren.
...weil sie irrt. Hä?

mir ist es egal, ob sich welche alle paar Stunden die Knie wundschubbern, mit einem Klotz an der Stirn vor Mauern rennen oder in Spanien ein bischen Quellwasser trinken usw.
Sie alle haben ganz gewaltig einen an der Waffel. Punkt.

Aber wenn es um Freiheits- und Individualrechte von Frauen geht, da haben sie (die Frauen dieser Welt), mich auf ihrer Seite, einigermassen bedingungslos.
Ziemlich kontraproduktiv, was Sie äussern, liebe Frau Sboui!

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