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TV-Duell zur Bundestagswahl : Wie Schulz Merkel endlich stellen will
Hermann Bredehorst / DER SPIEGEL

Für SPD-Kandidat Martin Schulz ist das TV-Duell die wohl letzte Chance auf ein Wende. Ein Medientrainer bereitet ihn darauf vor. Merkel hingegen setzt alles daran, der Konfrontation zu entgehen. Ein ZDF-Exchef spricht gar von "Erpressung".

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Watchtower 26.08.2017, 09:50
1. SPON strengt sich an...

Herrn Schulz immer wieder neu zu positionieren. Einen einfältigen EU-Technokraten zu einem zupackenden, strukturierten Politprofi zu machen, ist allerdings trotz allem medialen Aufwands eine Sache der Unmöglichkeit..

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kenterziege 26.08.2017, 09:51
2. Was ist denn das für ein jammervolles

.. Eingeständnis, wenn ein Medientrainer den Kanzlerkandidaten der SPD auf ein Fernsehduell vorbereiten muss? So ein Schuss kann leicht nach hinten losgehen, weil der Kandidat vor lauter Übertrainiertheit seine Athentizität verliert! Selbst, wenn es glückt, bringt es nur einen Prozentpunkt. Die Wahl ist für Schulz gelaufen - mit oder ohne Training!

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lupo44 26.08.2017, 10:03
3. wenn dem so ist wie hier dargestellt dann wäre das ein Skandal.....

und kein Duell.Vielleicht sollte man ein anderes Wort für diese politische Diskussion erfinden. Duell ist immer estwas endgültiges und hat den Sinn das nur einer übrig bleibt und der andere besiegt worden ist. Es ist eine politische Auseinandersetzung auf höchset Ebene mit dem Ziel vor der Öffentlichkeit Standpunkte ,Interessen und Absichten zu erklären und zu beweisen. Der Zuhörer (Wähler) könnte durch diese politische Auseinandersetzung sein persönliches Bild von den Kandidaten schärfen bzw.entscheiden.Auf jeden Fall zeugt dieses von einer hohen Demokratie und hat trotz seiner Brizans einen hohen kulturellen Wert.
Wie gesagt wenn die CDU Wahlkampfstrategen hier eine andere Art an den Tag legen dann haben wir fast (sorry) DDR Verhältnisse-mehr Schein als SEIN. Das schadet der Demokratie.Man sollte hier nochmals überlegen einiges zu ändern wenn es so sein sollte wie beschrieben.

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Matttthias 26.08.2017, 10:38
4. Schulz kann gut reden

und ist auch schlagfertig. Für eine TV-Runde gute Voraussetzung. 1-2% mehr für die SPD könnte dabei rausspringen. Für einen Wahlsieg müsste er sich klar von seiner bisherigen Linie trennen. Schulz fehlt das Thema. Gerechtigkeit zieht nicht da die Neiddebatte auf dem Augstein-Griff basiert. Jakob hatte nicht gewusst dass mittlere Haushalte seit 1990 schrumpfen - mehr Singles - Daraus fälschlich schrumpfende Einkommen abgeleitet. Schulz' Kernthema ist inexistent.

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josho 26.08.2017, 10:44
5. Womit will er sie denn stellen?

Beim Thema Asyl und Flüchtlingspolitik zum Beispiel, was einer Umfrage zufolge die meisten interessiert, passt zwischen die beiden kein Blatt Papier. Also wird man davon nichts hören. Alle anderen Themen hat Schulz in schon fast verzweifelter Art und Weise ausgetestet-ohne die geringste Resonanz. Und: bei vier Jahren großer
Koalition ist es höchst unglaubwürdig, die jetzigen Zustände zu verteufeln. Schließlich hat man ja regiert! Der Wähler spürt das. Und Merkel? Nach dem Motto: "Ein Deutschland, in dem es sich gut und gerne lebt" wird sie
Schulz abblitzen lassen. Getreu dem Adenauer Motto: "Keine Experimente". Brachte diesem damals sogar die absolute Mehrheit!.

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780 26.08.2017, 10:50
6.

Dieses TV-Duell scheint mir ein Stück amerikanische Wahlkampftradition darzustellen.
Aber bei uns geht es nicht nur um 2 Parteien, die paradoxerweise beide auch noch in der Regierung sind, sondern es geht um die vielen Parteien, die kleineren können bei diesem Wahlkampf den Ausschlag geben, also warum nur Schulz/Merkel in einer Fernsehdiskussion?
Das geht womöglich in die Richtung: Was ich Ihnen immer schon sagen wollte, aber in der großen Koalition nicht zu sagen wagte?

Tut mir leid, das ist völlig unverständlich und ob das demokratische Tradition ist?

Und schließlich, ob sich nun Merkel einem wirklichen Austausch stellt oder nicht, ihre Handlungen oder Nichthandlungen liegen auf dem Tisch und können mühelos herangezogen werden.
Man kann aus jeder Debatte etwas machen, aber es kommt eben auf die Inhalte an.

Was waren das noch für Zeiten als Helmut Schmidt, der Politik auch als Kampfsport verstand, zu Journalisten sagte: "Nun stellen Sie endlich anständige Fragen, damit ich zeigen kann, was ich auf der Pfanne habe."

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oceang 26.08.2017, 10:52
7. Merkel stellen wäre einfach

Ein Programm mit Punkten aufstellen, die Merkel nucjt akzeptieren wird. Eine Aussage treffen, und auch durchsetzen, dass eine Neuauflage der Groko für die SPD unter keinen Umständen infrage kommt.

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rolantik 26.08.2017, 11:16
8. Wie will Schulz gegenüber Merkel punkten?

Zunächst ist es ein Witz, dass Schulz noch einen Medientrainer braucht, er scheint auch darin ein "Lehrling" zu sein. Mit welchen Themen will er denn Merkel jetzt "stellen"? Er wird abprallen an Merkel's Schild, wenn er nicht ein neues, überraschendes Thema haben sollte. Vielleicht, dass der Dieselmotor noch lange gebraucht wird? Welche tolle Erkenntnis. Da haut er gleichzeitig seine Umweltministerin in die Pfanne, die das Ende des Diesel verkündete und für die jetzt neue Erkenntnis und Einsicht brauchte Schulz sehr lange!! Dieser Zick-Zack-Kurs ist der Beweis, dass er keine Themen oder eine stringende Strategie hätte, die ihm auf den Thron verhelfen könnten. Kein Wunder bei einem Wahlkampfmanager wir Herr Heil, dem jegliches Gespür für einen solchen Job fehlt.
Arme SPD!

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Mister Stone 26.08.2017, 11:28
9. Die Medien entscheiden das Duell

Der Ausgang des "Duells" wird zu 70% von der Moderation entschieden (Fragestellung, Unterbrechungen, Themenwechsel). Die übrigen 30 % werden durch die nachträgliche mediale Bewertung beigetragen. Schulz wird deshalb nicht die geringste Chance haben, den merkelschen Mainstream aufzuhalten. Ganz egal was er sagt, ganz egal was Frau Merkel sagt. Schulz will das ja auch nicht wirklich. Er will die SPD erneut als Juniorpartner in der kommenden Regierung etablieren. Seine Gegner sind weder die Union noch Frau Merkel, sondern grün und gelb! Sein Ziel kann nur sein, schwarz-grün/gelb zu verhindern. Sein größte Sorge dürfte aber eine rechnerische Mehrheit mit den Linken (und Grünen) darstellen. Dann müsste dieser "überzeugte Europäer" seine Hüllen fallenlassen.

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