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Umstrittene OLG-Entscheidung: Fahrrad-Club wehrt sich gegen Helm-Urteil
DPA

Der Streit um das Fahrradhelm-Urteil geht weiter. Ein Gericht hatte entschieden, dass Radfahrer ohne Helm eine Mitschuld tragen, wenn sie sich bei einem Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer am Kopf verletzen. Gegen diese Rechtsprechung will die Radler-Lobby nun vorgehen. Fahrrad-Club wehrt sich gegen Helm-Urteil des OLG Schleswig-Holstein - SPIEGEL ONLINE

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uban1 19.06.2013, 14:31
1.

Grundsätzlich ist das Lebenvoler Risiken und endet it dem Tod, wer zur falschn Zeit am falschen Ort war dem ist immer mit einer Teil-Schuld zuzechnen.

Mit dieser Logik habe unsere Richter absolt Recht, ich bitte die absolute Freiheit der Justiz zu achten und zu ehren, Richter sind über jeden Zeifel erhaben!

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FrankH 19.06.2013, 14:33
2. Simples Lobby-Denken

Zitat von sysop
Der Streit um das Fahrradhelm-Urteil geht weiter. Ein Gericht hatte entschieden, dass Radfahrer ohne Helm eine Mitschuld tragen, wenn sie sich bei einem Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer am Kopf verletzen. Gegen diese Rechtsprechung will die Radler-Lobby nun vorgehen.
Es spielt doch gar keine Rolle, ob sie jetzt gegen einen Fußgänger, anderen Fahrradfahrer oder Auto gefahren ist, wieso dieses dumme Stärkere/Schwächere-Klischee? Es ist wie beim Autofahren: Gurt hilft gegen Verletzten beim Unfall = bei Nichtanlegen muß man zumindest einen Teil eventueller Verletzungen selbst tragen. Fahrradhelm hilft gegen Kopfverletzungen - bei Nichanlegen muß man zumindest einen Teil eventueller Verletzungen selbst tragen. In beiden Fällen spielt die Schuldfrage keine Rolle.
Aber nein, Fahrradfahrer brauchen eine Sonderrolle...

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Geographus 19.06.2013, 14:38
3. ...

Entweder ist der Helm Pflicht oder nicht. Ist letzteres der Fall darf aus dem Fehlen eines Helmes kein Nachteil für den Radfahrer entstehen.

So gesehen könnte man auch Autofahrern eine Teilschuld anlasten, sollten sie sich bei einem Unfall verletzten und kein Auto mit Airbag haben. Klar ist das Fahren mit Helm/Airbag sicherer, aber es ist eben keine Pflicht.

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guteronkel 19.06.2013, 14:42
4. optional

Wann endlich schafft es der deutsche Michl, sich der Leute zu entledigen, die ihn ins Unglück stürzen?
Wann wird endlich die Haftung für Politiker und Richter/Staatsanwälte eingeführt. Diese sollte greifen, sobald ein Urteil von der nächsten Instanz abgeändert wird. Als Vorschlag: 20% der laufenden Bezüge kürzen und 80% der Altersvorsorge kürzen. Unsere Richter hätten sofort den Anreiz zur Korrektheit und zum Gesetz.

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Geographus 19.06.2013, 14:43
5.

Zitat von FrankH
Es spielt doch gar keine Rolle, ob sie jetzt gegen einen Fußgänger, anderen Fahrradfahrer oder Auto gefahren ist, wieso dieses dumme Stärkere/Schwächere-Klischee? Es ist wie beim Autofahren: Gurt hilft gegen Verletzten beim Unfall = bei Nichtanlegen muß........
Mit dem GROSSEN Unterschied, das es keine Helmpflicht gibt, wohl aber eine Gurtpflicht!

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enfanterrible 19.06.2013, 14:44
6.

Zitat von uban1
Grundsätzlich ist das Lebenvoler Risiken und endet it dem Tod, wer zur falschn Zeit am falschen Ort war dem ist immer mit einer Teil-Schuld zuzechnen. Mit dieser Logik habe unsere Richter absolt Recht, ich bitte die absolute Freiheit der Justiz zu achten und zu ehren, Richter sind über jeden Zeifel erhaben!
Hehe, genau :)
Darum setze ich mir beim Duschen einen Helm auf!

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stefansaa 19.06.2013, 14:44
7.

Zitat von Geographus
Entweder ist der Helm Pflicht oder nicht. Ist letzteres der Fall darf aus dem Fehlen eines Helmes kein Nachteil für den Radfahrer entstehen. So gesehen könnte man auch Autofahrern eine Teilschuld anlasten, sollten sie sich bei einem Unfall verletzten und kein Auto mit Airbag haben. Klar ist das Fahren mit Helm/Airbag sicherer, aber es ist eben keine Pflicht.
Fahren unter Alkoholeinfluss, egal wie gering, führt im Ergebnis auch immer zu einer Teilschuld. Egal ob Sie etwas getan haben oder nicht was falsch war. Selbst unter der 0,5er Marke.
Damit ist das ganze wohl eher vergleichbar.

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eigenform 19.06.2013, 14:45
8. optional

Wenn das Schule macht, müssen demnächst auch Fußgänger Helm tragen !

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J_Curious 19.06.2013, 14:46
9. Ja, aber

Zitat von FrankH
Es spielt doch gar keine Rolle, ob sie jetzt gegen einen Fußgänger, anderen Fahrradfahrer oder Auto gefahren ist, wieso dieses dumme Stärkere/Schwächere-Klischee? Es ist wie beim Autofahren: Gurt hilft gegen Verletzten beim Unfall = bei Nichtanlegen muß man zumindest einen Teil eventueller Verletzungen selbst tragen. Fahrradhelm hilft gegen Kopfverletzungen - bei Nichanlegen muß man zumindest einen Teil eventueller Verletzungen selbst tragen. In beiden Fällen spielt die Schuldfrage keine Rolle. Aber nein, Fahrradfahrer brauchen eine Sonderrolle...
Sie hätten dann absolut recht, wenn der Fahrradhelm Pflicht wäre (wie es das Anlegen eines Gurtes eben ist).
Auch der ständige Vergleich mit der Teilschuld bei Autofahrten über 130 km/h zielt ins Leere, da da die höhere Geschwindigkeit ursächlich für einen Unfall sein kann (auch wenn der Fahrer nicht Verursacher ist).
Die Frage kann doch nur sein, was ursächlich für das Eintreten eines Schadens war. Das ist die Unachtsamkeit der Autofahrerin.
Da es keine Helmpflicht gibt, kann bei der Frage nach der Entschädigung meines Rechtsempfindens nach keine Einschränkung gemacht werden.

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