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Umstrittene Uni-Gruppe in den USA: Nur für Weiße, sorry
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Rassistisch? Wir doch nicht! Eine Hochschulgruppe in den USA nimmt nur hellhäutige Mitglieder auf und will die "euro-amerikanische Kultur zelebrieren". Jetzt gibt es Proteste gegen die "White Student Union" - auch weil ihr Gründer Kontakte zu Rechtsextremen pflegt. USA: White Student Union löst Proteste aus - SPIEGEL ONLINE

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Lankoron 01.12.2013, 10:39
1. Diskriminierung

ist immer falsch...aber das gilt in meinen Augen für BEIDE Seiten. Wer Gleichberechtigung will, darf für seine "Seite" keine Vorteile verlangen, die anderen versagt werden....und da ist es egal, ob es um Hautfarben, Gender, Glauben, sexuelle Orientierung oder Augenfarbe geht....

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gruenerfg 01.12.2013, 11:16
2. Vergessen

Zitat von sysop
Rassistisch? Wir doch nicht! Eine Hochschulgruppe in den USA nimmt nur hellhäutige Mitglieder auf und will die "euro-amerikanische Kultur zelebrieren". Jetzt gibt es Proteste gegen die "White Student Union" - auch weil ihr Gründer Kontakte zu Rechtsextremen pflegt.
Euro-amerikanisch, das war ja wohl mal, die Sache ist vorbei. Männer des letzten Jahrhunderts wie Helmut Schmidt können solchen Vereinen noch angehören, aber Europa hat sich weiterentwickelt, da ist kein Platz für US-Amerikaner mit ihrem ständigen Rassismus.

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ijf 01.12.2013, 11:42
3. einerseits andererseits

Einerseits stellen sich auch mir direkt die nackenhaare auf, wenn ich lese "nur fuer weisse" und "sharp fiel bereits mit rechtsextremem Kommentaren auf". Andererseits stimme ich den anderen foristen hier zu: es gibt an dieser Uni offensichtlich weitere Gruppierungen, die ebenfalls entsprechende Mitgliedsbeschraenkungen haben ("Hochschulgruppen fuer Schwarze"). Rassismus und Diskriminierung funktionieren in all diesen Gruppierungen, unabhaengig von Hautfarbe, Geschlecht, Glauben. Wir, "die Menschen", koennen nur wachsam sein und fuer Gegengewichte sorgen...

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psychologiestudent 01.12.2013, 11:43
4. optional

Zu den Kommentaren 1 und 2: Es ist ein Unterschied, ob man sich als Nachfahren der Sklaven nach Jahrhunderten der Unterdrückung zusammen tut, um zu zeigen, dass auch Schwarze etwas wert sind und stolz auf sich sein können, oder ob die Nachfahren der Sklavenhalter sich zusammen tun, um zu feiern wie toll weiß sein doch ist. Das haben sie die letzten paar hundert Jahre schon gemacht. Sorry, ist einfach so.

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vitalik 01.12.2013, 12:08
5. Messen

Zitat von psychologiestudent
Zu den Kommentaren 1 und 2: Es ist ein Unterschied, ob man sich als Nachfahren der Sklaven nach Jahrhunderten der Unterdrückung zusammen tut, um zu zeigen, dass auch Schwarze etwas wert sind und stolz auf sich sein können, oder ob die Nachfahren der Sklavenhalter sich zusammen tun, um zu feiern wie toll weiß sein doch ist. Das haben sie die letzten paar hundert Jahre schon gemacht. Sorry, ist einfach so.
Sie machen genau das, was die Leuten in den ersten beiden Kommentaren schreiben. Warum bewerten Sie die beiden Sachverhalte unterschiedlich?
dass auch Schwarze etwas Wert sind?
wie toll weiß sein doch ist?
Es ist Ihre Sichtweise auf diese Dinge und Sie stellen es absichtlich so negativ dar.
Und warum kann man nicht stolz auf sich sein? Ich bin stolz auf mich für das was ich geschafft habe, nicht weil ich eine bestimmte Haupfarbe habe. Ihre Aussage deutet aber darauf hin, dass man nur bestimmten Menschen erlauben kann stolz auf sich zu sein.

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perspective 01.12.2013, 12:16
6. Ist einfach so?

Zitat von psychologiestudent
Zu den Kommentaren 1 und 2: Es ist ein Unterschied, ob man sich als Nachfahren der Sklaven nach Jahrhunderten der Unterdrückung zusammen tut, um zu zeigen, dass auch Schwarze etwas wert sind und stolz auf sich sein können, oder ob die Nachfahren der Sklavenhalter sich zusammen tun, um zu feiern wie toll weiß sein doch ist. Das haben sie die letzten paar hundert Jahre schon gemacht. Sorry, ist einfach so.
Hmmm, "ist einfach so" ist eine merkwürdige und unreflektierte Aussage. Vergangenes Unrecht kann nicht dazu dienen, gegenwärtiges Unrecht zu rechtfertigen. Hier kann es nicht darum gehen, eine alte Rechnung zu begleichen oder von aufgehäuften 'Einlagen' zu leben. Die Nachfahren der Sklaven haben mit der Sklaverei ebenso wenig zu tun, wie die Nachfahren der Sklavenhalter. Oder wird hier für Erbsünde argumentiert?

Entweder man nimmt Gerechtigkeit ernst oder nicht. Und Clubs in denen Personen nur aufgrund ihrer Hautfarbe Mitglied werden können sind diskriminierend -- und wenn es für Schwarze möglich ist, dann kann es nicht für Weiße illegal oder unmoralisch sein. Rassistische Altlasten hin oder her.

Hmm, und wie Pratchett schon so nett formulierte:

"Just because someone's a member of an ethnic minority doesn't mean they're not a nasty small-minded little jerk."
"Feet of Clay" by Terry Pratchett

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gribofsky 01.12.2013, 12:20
7. @psychologiestudent

Nein, es macht keinen Unterschied. Leute wie sie glauben an eine Weitervererbung der "Schuld".

Ich sage Schuld/Verantwortung ist eine persönliche Sache und betrifft nur den Menschen der die Tat begangen hat. Nur weil ein Vorfahr etwas getan hat kann das mich nicht einschränken. Solang ich mich an Gesetzte halte kann ich machen was ich will, ungeachtet der Taten der Menschen vor mir.

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karl-der-gaul 01.12.2013, 13:03
8. Nicht nur in den Unis

Im US Congress House of Representatives gibt es den Congressional Black Caucus eine Versammlung nur für Schwarze. Da wollte ein weißer Südstaatler mit einer großen schwarzen Gemeinde in seinem Bezirk beitreten wurde aber abgewiesen obwohl es zu Gunst seiner schwarzen Gemeinde gewesen wäre.

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regentrude 01.12.2013, 14:03
9. Rasse darf keine Rolle spielen

Eigentlich ist es einfach: Bestimmte "Quantenzahlen" wie Rasse, Geschlecht, soziale Herkunft dürfen bei der Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten *nicht abgefragt werden*. Alles andere -- alles! -- ist Rassismus/Sexismus/Diskriminierung. Also gibt es keinen positiven Rassismus (Gruppen für Schwarze). -- Wenn trotzdem eine Gruppe bevorzugt scheint (lauter weiße Männer an den Unis), ist es gerechtfertigt, die offensichtlich benachteiligten Gruppen mittels affirmative action gleichzustellen. Nur gleich. Nicht zu bevorteilen.

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