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Umstrittene Uni-Gruppe in den USA: Nur für Weiße, sorry
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Rassistisch? Wir doch nicht! Eine Hochschulgruppe in den USA nimmt nur hellhäutige Mitglieder auf und will die "euro-amerikanische Kultur zelebrieren". Jetzt gibt es Proteste gegen die "White Student Union" - auch weil ihr Gründer Kontakte zu Rechtsextremen pflegt. USA: White Student Union löst Proteste aus - SPIEGEL ONLINE

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BeatDaddy 02.12.2013, 07:10
30. Komisch,

wenn Schwarze eine Studentenvereinigung gründen, dann ist das absolut in Ordnung, wenn keine Weißen aufgenommen werden. Das ist dann kein Rassismus...
Wacht endlich auf, Ihr Pseudo-Gutmenschen!

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rotertraktor 02.12.2013, 07:19
31. Erbsünde = Sünde der Erben

Zitat von perspective
Die Nachfahren der Sklaven haben mit der Sklaverei ebenso wenig zu tun, wie die Nachfahren der Sklavenhalter. Oder wird hier für Erbsünde argumentiert?
Ach ja? Wann sind denn die Sklavenhalter enteignet und die Sklaven entschädigt worden?
Die Nachfahren der Sklavenhalter leben heute immer noch in Saus und Braus von dem Reichtum, den ihre Vorfahren aus den Sklaven herausgeprügelt haben, und die Nachfahren der Sklaven leben heute größtenteils in Ghettos am Rande oder sogar unterhalb des Existenzminimums.

Der erste schwarze Student durfte erst 1962 eine US-Uni besuchen:
DER SPIEGEL*25/1966 - Immer noch Nigger
Die Unterdrückung der Farbigen im Bildungssektor hat damit wesentlich länger gedauert als die eigentliche Sklaverei. Da müssten jetzt schon für mindestens 100 Jahre alle Weißen von den Unis ausgeschlossen werden, damit man wenigstens in dem Punkt mal quitt wäre.

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RenegadeOtis 02.12.2013, 08:15
32.

Zitat von perspective
Hmmm, "ist einfach so" ist eine merkwürdige und unreflektierte Aussage. Vergangenes Unrecht kann nicht dazu dienen, gegenwärtiges Unrecht zu rechtfertigen.
Welches "Unrecht" geschieht denn den Weißen am Campus? Ich denke wir gehen konform, dass - wenn auch vielleicht unbewusst - eine Benachteiligung Schwarzer leider immer noch gang und gäbe ist. Sich gegen diese zu wehren (in Form einer Stuedentverbindung für gleichermaßen Benachteiligte, sprich Schwarze) erscheint doch legitim, da damit ein Unrecht verdeutlicht und ggfls korrigiert wird.

Zurück zur Ursprungsfrage: Welches Unrecht geschieht Weissen - ausser dass Sie in Gruppen von Schwarzen gegen Unrecht welches diesen tagtäglich geschieht nicht mitspielen dürfen?

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RenegadeOtis 02.12.2013, 08:18
33.

Zitat von Krakz
Daran wird man sich wohl gewöhnen müssen. Acuh "weiss und mainsteam" ist letztlich nur eine Gruppe - und wird in Zukunft aller sog Minderheitenrechte auch für sich reklamieren.
Wohl kaum, da diese zumindest in dem Bundesstaat einfach keine Minderheit sind.

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bewarzer-fan 02.12.2013, 08:35
34. Skatclub

ich verstehe den Bohei nicht. Es gibt Skatclubs, da sollte man Skatspieler und nicht etwa Saunagänger sein (dafür gibts... ja richtig...).
Wer sich abgrenzen möchte, der tut es auch. Ich sehe da nix pöhses. Oder werfen die Gutmenschen etwa jede Wäsche unsortiert in die Waschmaschine?

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kobalt666 02.12.2013, 08:43
35. Oha....

Zitat von gruenerfg
Euro-amerikanisch, das war ja wohl mal, die Sache ist vorbei. Männer des letzten Jahrhunderts wie Helmut Schmidt können solchen Vereinen noch angehören, aber Europa hat sich weiterentwickelt, da ist kein Platz für US-Amerikaner mit ihrem ständigen Rassismus.
....wir Europäer sind schon echt gute Menschen....wir entwickeln uns weiter...aha...die Amis stecken immer noch im 19. und 20. fest...bei uns ist also kein Platz für Amerikaner...
Ich sehe es eher so, dass Sie mit Ihrem schwarz/weiss-Denken in alten und längst überkommenen Mustern stecken geblieben sind.....
BTW....wieviele Amerikaner kennen Sie überhaupt um sich solche Urteile anzumaßen?

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0xd00faffe 02.12.2013, 08:43
36.

Zitat von OHCRIKEY
Tja, wo war da nun nochmal der qualitative Unterschied zwischen White Union und Black Union?
Der zeigt sich in der Praxis, mit ihrer theoretisch / historischen Betrachtungsweise kommen sie da nicht weiter.

Es gibt eben auch erfolgreiche, schwarze Mittel- und Oberschichtamerikaner die sich dem Mainstream anpassen, die diese amerikanische Interpretation europäischer Kultur seit Generationen leben und deren Kinder darin aufwachsen. Die aus dem Europa-Club auszugrenzen, weil sie schwarz sind ist Rassismus.

Den umgekehrten Fall - also Weiße, die wirklich durch und durch von der afro-amerikanischen Kultur geprägt sind (nein, irgendwelche Kiddies, die auf Gangsta Rap stehen zählen nicht), ... hmmm da werden sie bei der Masse an Menschen in den USA sicher auch zwei oder drei finden und wenn einer von denen sich dann über Diskriminierung durch schwarze Verbände beschwert, dann würde ich ihm _natürlich_ moralisch genauso beistehen.

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perspective 02.12.2013, 09:32
37.

Zitat von rotertraktor
Ach ja? Wann sind denn die Sklavenhalter enteignet und die Sklaven entschädigt worden? Die Nachfahren der Sklavenhalter leben heute immer noch in Saus und Braus von dem Reichtum, den ihre Vorfahren aus den Sklaven herausgeprügelt haben, und ......
"mal quitt wären" ... hmmm ... das heißt dann wohl, hier geht es um Rache, nicht um Gerechtigkeit. Halte ich für fragwürdig. Ich würde es mit der folgenden Situation vergleichen: Person A schlägt Person B ohne Grund zusammen, Person A sollte dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn Person A allerdings schon lange tot ist oder nicht verfügbar ist, dann kann man nicht den Sohn oder die Tochter von Person A zusammenschlagen damit man "mal quitt" ist. Hautfarbe sollte keine Rolle spielen, aber wenn sie von Gruppen -- selbst früher stark benachteiligten Gruppen -- zum Thema gemacht wird, dann sollten auch Gegenbewegungen möglich sein.

Ah, und kaum eine Gruppe ist super-homogen. Es gibt genug "Weiße" in ärmlichen Verhältnissen, die halt nicht in "Saus und Braus" leben.

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perspective 02.12.2013, 09:35
38.

Zitat von RenegadeOtis
Welches "Unrecht" geschieht denn den Weißen am Campus? Ich denke wir gehen konform, dass - wenn auch vielleicht unbewusst - eine Benachteiligung Schwarzer leider immer noch gang und gäbe ist. Sich gegen diese zu wehren (in Form einer Stuedentverbindung für gleichermaßen Benachteiligte, sprich Schwarze) erscheint doch legitim, da damit ein Unrecht verdeutlicht und ggfls korrigiert wird. Zurück zur Ursprungsfrage: Welches Unrecht geschieht Weissen - ausser dass Sie in Gruppen von Schwarzen gegen Unrecht welches diesen tagtäglich geschieht nicht mitspielen dürfen?
Ich halte nichts davon, allgemeine Probleme auf Subgruppen aufzusplitten. Ich bin für Chancengleichheit, Gruppe die sich für bessere Bedingungen bestimmter Gruppen einsetzen richten meiner Ansicht nach mehr Schaden an, als das sie nutzen. Ob das jetzt Schwarze, Frauen, was-auch-immer ist. Mag naiv sein, aber ich halte es für besser gemeinsam gegen ein gemeinsames Problem vorzugehen, anstatt sich aufzusplitten.

Was die Nachteile von Weißen betrifft -- die würde ich u.a. bei affirmative action Programmen sehen. Die Hautfarbe sollte keine Rolle spielen, weder positiv noch negativ.

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Steve Holmes 02.12.2013, 11:02
39.

Zitat von RenegadeOtis
Ich denke wir gehen konform, dass - wenn auch vielleicht unbewusst - eine Benachteiligung Schwarzer leider immer noch gang und gäbe ist.
Das konnte ich bisher, bei meinen vielen und langen Aufenthalten in den USA, nicht feststellen. Aber eventuelles Unrecht kann man nicht durch Sonderrechte ausgleichen, sondern nur dadurch, dass gleiches Recht für alle gilt
Das alles gilt natürlich nur für den öffentlichen Sektor. Im Privaten kann sich jeder seine Freunde aussuchen wie er will. Wenn sich da eine Gruppe nur für Männer oder nur für Frauen oder nur für Rothaarige, oder sonstwas bildet ist es deren Privatangelegenheit.

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