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Umstrittenes Bauwerk: Dresden eröffnet Waldschlösschenbrücke
DPA

Dresden hat die umstrittene Waldschlösschenbrücke eingeweiht. Vier Jahre nach dem Entzug des Welterbe-Titels überquerten Tausende Menschen den Fluss zu Fuß, Autos dürfen ab Montag rollen. Ministerpräsident Tillich eröffnete das Brückenfest mit einem Wortspiel. Dresden: Umstrittene Waldschlösschenbrücke eröffnet - SPIEGEL ONLINE

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lofi 24.08.2013, 14:09
40.

ich hätte fast nicht mehr dran geglaubt, aber sie wird wirklich eröffnet. Noch vor BER und Stuttgart21, toll.

Damit wir uns recht verstehen, ich brauche weder die Jubelarien der FDP noch das Beleidigtsein der Grünen. Immerhin haben letztere uns noch als letzte Rache die Hufeisennase untergejubelt. Niemand hat je eine gesehen, aber im Gedenken daran darf man auf der neuen Brücke nur 30 fahren.

Und jeder auswärtige der früher aufgrund der überregionalen Berichte geglaubt hat, dieses Monster teilt das Stadtbild in 2 Teile, fragt nun erstaunt: "Deswegen habt ihr euch gestritten?"

Ach ja die UNESCO. Wir hätten den Titel sicher heute noch, hätte Herr Blobel nicht in New York bei Herrn Bandarin geklingelt und gesagt: "Du mußt was machen, die bauen wirklich"

UNESCO hin oder her. Die Besucherzahlen in Dresden steigen von Jahr zu Jahr. Und die Stadtundfahrten werden bald auch wie selbstverständlich über die neue Brücke fahren.

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bramsel 24.08.2013, 14:09
41.

Zitat von kannmanauchsosehen
Es gab akzeptable Alternativen, den Entzug des Titels abzuwenden. Dass Dresden, wo ja eigentlich ansonsten nichts barock genug sein kann, die UNESCO und deren Titelvergabe auf diese Weise beschädigt, ist an Arroganz und Provinzialität kaum zu überbieten.
Nachdem Dresden mit Milliarden Euro aus dem Westen wieder aufgebaut, renoviert, saniert und verschönert wurde, kann es nicht sein daß ein paar provinzielle Ost-Politiker mit einem Brückenbau im Stil einer 70er Jahre Trabantenstadt den Titel des Weltkulturerbes wegschmeissen. Anscheinend ist das ein Fall mangelnder Zurechnungsfähigkeit oder einfach nur Arroganz.

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fleischwurstfachvorleger 24.08.2013, 14:10
42. Die Entscheidung

Zitat von Emil Peisker
Tunnel haben die Eigenschaft vollzulaufen. Da müssen Fluttore her! Bei langanhaltenden Überschwemmungen keine Elbquerung. Und massives Hochwasser gibt es in Zukunft an der Elbe häufiger. Sie denken nur bis zu Ihrer Nasenspitze, aber das ist ja jetzt irrelevant, da die Dresdner die richtige Entscheidung getroffen haben.:-)
.... haben konservative Politiker durchgedrückt. So wird ein Schuh draus, den man werfen kann.

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Zensierter Name 24.08.2013, 14:12
43. Weltkulturerbe

Wusstet Ihr, dass das Dresdner Elbtal erst 2004 zum Weltkulturerbe ernannt wurde, nachdem man sich 1999 entschieden hat sich zu bewerben, um den Brückenbau zu verhindern! Das Dresdner Elbtal ist 19 km lang und nicht nur am Waldschlößchen. Die Begründung für die Verleihung des Titels "würdigte die UNESCO neben den landschaftlichen und architektonischen Qualitäten des Elbtals auch „die Schätze der staatlichen Kunstsammlungen und die lebendigen Traditionen in Musik und bildender Kunst“.[http://de.wikipedia.org]
In wie fern wird durch die Brücke dies gefährdet?

Die Brücke ist meiner Meinung nach mehr als Notwendig. Natürlich nutzt und braucht Sie nicht jeder.

Des weiteren gab es einen Bürgerentscheid, der mit 68 % für den Brückenbau entschieden wurde und trotzdem wurde versucht den Bau zu verhindern, durch klagen wegen Fledermäuse oder dem Welterbe.

Was ist mit der DEMOKRATIE???!

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schwarzes_lamm 24.08.2013, 14:13
44.

Zitat von fleischwurstfachvorleger
Der Titel ist weg - Dresden hat ja auch ganz viel anderes "herausragendes" zu bieten. Die Frauenkirche .... und was noch? Es ist schon herrlich, wenn politische Kleingeister visionäre Entscheidungen treffen.
Der Wiederaufbau der Frauenkirche wurde durch Spenden finanziert.

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schwarzes_lamm 24.08.2013, 14:14
45.

Zitat von schwarzes_lamm
Viele selbsternannte (Pseudo)Intellektuelle scheinen eher ein Problem damit zu haben, dass der "Stimmtisch" selber entscheidet, was er will und es nicht den ach so intellektuellen Sozialökologen überlässt. Die Dresdner Pendler werden für die Brücke ewig dankbar sein.
Es war selbstverständlich der "Stammtisch" gemeint, obwohl der freudsche Begriff "Stimmtisch" in diesem Fall so falsch nicht war.

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kannmanauchsosehen 24.08.2013, 14:15
46. Arroganz, die Zweite!

Zitat von schwarzes_lamm
So einen wertlosen Sinnlos-Titel der Unesco kann man in die Tonne kloppen. 2/3 der Dresdener haben sich für den Bau der Brücke entschieden.
Zitat von
wertlosen Sinnlos-Titel der Unesco kann man in die Tonne kloppen
Das ist genau das, ich meinte mit Arroganz. Die überwiegende Zahl der UNESCO Titelträger ist nämlich sehr stolz auf diesen Titel, nicht nur, weil er unter anderem Publizität/Touristen/ ... mit sich mit bringt.

Zitat von
2/3 der Dresdener haben sich für den Bau der Brücke entschieden.
Ich habe nicht die Rechtmäßigkeit der Entscheidung in Zweifel gezogen, allerdings bezweifle ich, dass alle Dresdner über die Alternativen, bzw. über die Umstände der Brückenfinanzierung informiert waren.

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patina 24.08.2013, 14:15
47.

Wenn ich mir das Foto mit dem Blitzkasten so anschaue, denke ich, die Finanzierung ist gesichert...

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schwarzes_lamm 24.08.2013, 14:16
48.

Zitat von Backtofuture
Vor allem wo es ja eine Zustimmung der Mehrheit gab, aber Bürgerentscheide sind natürlich nur toll, wenn die eigene Meinung bestätigt wird, stimmt's liebe GRÜNE?
Das hat nichts mit Meinungsbestätigung zu tun. Das hat etwas mit Weitblick und vernünftiger Argumentation zu tun, die es für die Dresdner Bürger nicht gab. Ich bin weder grün, links etc. Aber diejenigen, die für die Brücke gestimmt haben, wohnen ja auch nicht in unmittelbarer Umgebung derselbigen beziehungsweise ist es ihnen hinsichtlich ihres eigen Fortbewegungsmittels egal gewesen. Und obendrein, war ein Bürgerentscheid zur Aberkennung des Welterbetitels, das es letztendlich gewesen ist, eine fatale Entscheidung in dieser konservativen Provinzhauptstadt. Funktion hin oder her. Einig ist man sich, dass der Verlust des Welterbetitels nicht hätte sein müssen![/QUOTE]

Die (laut Ihrer Aussage) unmittelbare Umgebung dieser Brücke ist unbewohnt. Welche Anwohner also dagegen gewesen sein sollen, müssten Sie etwas genauer erklären.

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RalfWagner 24.08.2013, 14:16
49. Glückwunsch an die Dresdener!

Die Brücke fügt sich sehr gut in die Landschaft ein und wir das Leben Hunderttausender jeden Tag ein wenig besser machen. Ein Stadt lebt und verändert sich - und sie gehört ihren Bewohnern und nicht irgendwelchen überflüssigen Kulturbürokraten. Der Verlust des ohnehin inflationär vergebenen Titels Weltkulturerbe hat bestimmt keinen einzigen Touristen davon abgehalten nach Dresden zu kommen. Nicht auf die Brücke kann man verzichten sondern auf die UNESCO.

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