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Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung"
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Günter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich - und kritisiert die "Gleichschaltung der Meinung". Lob erhält er aus Iran, dort wird sein "tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel" gefeiert. Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung" - SPIEGEL ONLINE

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intenso1 05.04.2012, 17:43
170.

[QUOTE=mikelorey;9962904]Der Iran, nicht Israel, stellt eine Bedrohung für den Weltfrieden und die Sicherheit in der Welt dar.


>>>Richtig


Der Iran, nicht Israel, droht anderen Staaten damit, sie auszulöschen.


>>>Richtig


Der Iran, nicht Israel, unterstützt Terrororganisationen, die Raketen gegen unschuldige Zivilisten richten.


>>>Eingeschränkt Richtig

Der Iran, nicht Israel, unterstützt das Massaker des syrischen Regimes an seinem Volk.

>>>Syrien, Regimes, Aktivisten???????????????????? Israel ist an einem Rücktritt des syrischen Diktators nicht sehr interessiert.

Der Iran, nicht Israel, steinigt Frauen, henkt Homosexuelle und unterdrückt aufs grausamste Millionen eigener Bürger.

>>>Richtig

Sechzig Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen. Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht.

>>>Unsachlich, Falsch

Anständige Leute auf der ganzen Welt sollten diese ignoranten und verwerflichen Aussagen verurteilen.

>>>Die Menschen, die nicht ihrer Meinung sind, sind in ihren Augen keine anständigen Leute?

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randolftreutler 05.04.2012, 17:44
171. Ihre Offenheit bzgl. ihrer Identität Herr Wasnun..

Zitat von Wasnun
Ein Nobelpreisträger ist nichts mehr wie jeder gewöhnliche bürger. Und muß es ertragen, Kritik an seinen Äußerungen hinzunehmen.
spricht für ihren Mut....aber Günter Grass kritisieren...Helden gibts in diesem Forum...KLASSE..SIE werden sicherlich täglich weltweit von Politikern, Zeitungen, Fernsehen, Medien generell kritisiert..und Unmengen Bürger fallen über Sie her...NACHDENKEN...bevor SIE kritisieren....ich würde diese mediale Tortour nicht aushalten..ich bewundere Günter Grass..ich hätte Angst...auch vor Menschen wie Ihnen...

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JayMAF 05.04.2012, 17:44
172. Ist das nicht

Zitat von panzerknacker51
Man kann Herrn Grass mögen oder nicht, man kann zu seinem Schaffen geteilter Meinung sein, man kann sogar mutmaßen, daß Grass ein gestörtes Verhältnis zur Öffentlichkeit hat, und man kann seinen Essay - Gedicht trifft irgendwie nicht - kritisieren oder unterstützen. Das ist alles erlaubt und auch Sinn solcher Foren. Was mir allerdings tierisch auf den Geist geht, ist, daß einige Leute hier eine Hetzjagd veranstalten, die ihresgleichen sucht. Peinlich daran ist, daß diese Schmierereien von der offensichtlich mainstream-beeinflußten Presse auch noch sehend geduldet und begleitet werden. Das hat Grass - ich persönlich mag ihn nicht sonderlich - nicht verdient, und ist auch in der Sache nicht hilfreich. Ganz am Anfang dieses Threads wurde ein Artikel aus Haaretz verlinkt. Vielleicht sollten sich alle mal diesen durchlesen, dann könnte man auch wieder auf den Boden kommen. Aber dazu muß man natürlich ein wenig Englisch verstehen ...
Ist das nicht etwas viel verlangt ?
Lesen - und dann auch noch Englisch - und dann auch noch verstehen ?
Wenn es schon die SpOn-Praktikanten nicht können - oder wollen ?

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Wasnun 05.04.2012, 17:44
173. Oder ...

Zitat von fr.rottenmeier
Sehr geehrter Herr Grass, Sie müssen sich schon entscheiden. Leben wir nun in einem demokratischen Land, oder leben wir in einem Land indem eine gewisse Gleichschaltung der Medien herrscht? Beides geht nämlich nicht .....
Demenz läßt grüßen!

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heldenmut 05.04.2012, 17:45
174. wer entscheidet, was sensibel ist?

Zitat von ein_bayer
Ab einem gewissen Alter und damit einher gehender Einschränkung der Sichtweise auf internationale Zusammenhänge sollte man sich nicht mehr öffentlich äussern zu sensiblen Themen..
Ihre These von altersbedingter Einschränkung wird durch Helmut Schmidt ad absurdum geführt. Oder sprechen Sie über sich selbst aus eigener Erfahrung?

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Luna-lucia 05.04.2012, 17:45
175. gibts denn

nie Frieden!? Andere Staaten haben auch AKWs, und forschen. Was ist denn so schrecklich dabei, wenn die Iraner dasselbe tun? Ami, Russen, Japaner, Koreaner, selbst das kleine Österreich hat ein, wenn auch nie in Betrieb genommenes Atomkraftwerk. Wir tippen hier absichtlich nix negatives zu Israel und seiner, für uns völlig verkappten Siedlungspolitik. Nur soviel, > wer Wind säht, wird Sturm ernten. Warum muss Krieg und Bomben immer vor einfacher Vernunft stehen? Aufeinander zugehen, reden! Ist das sooo schwer? Kinder haben damit kein Problem!

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zukunftsorientiert 05.04.2012, 17:45
176. Faktencheck

Zitat von ibekn
Ich finde man kann Stolz, sein einen solchen Mann in seinen eigenen Reihen zu haben.
Sie sind also stolz auf diesen Mann. Auf einen Mann, der Fakten schamlos um 180° dreht und sie mit einer poetischen Soße übergießt, um dieses unappatitliche, schreiend unehrliche Werk schließlich als eine maßgebliche Verkündigung mit Wahrheitsgarantie zu verkaufen.

Ich finde diesen Mann infam, und Menschen wie Sie -mit Verlaub- beängstigend.

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LeonLanis 05.04.2012, 17:46
177. Genau das

Zitat von copperfish
Herr Grass hat doch Recht. Und die Mehrheit der Europäer (nicht der europäischen "Politiker") sieht das genauso. Weltweit wird das Empfinden nicht anders sein.
ist der Grund für die Hysterie der Grass-Kritiker. Sie haben keine starken Sachargumente und greifen daher vorrangig zu den Mitteln der Demagogie und der persönlichen Diffamierung. Und auffällig ist - ganz nebenbei bemerkt - daß die sonstigen 'Gutmenschen'-Basher (Broder und Konsorten) mit den angeblichen 'Gutmenschen' (Claudia Roth und Konsorten) in dieser Frage an einem Strang ziehen. Wenn das kein Erfolg von Grass ist!

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ex_Kamikaze 05.04.2012, 17:46
178.

Zitat von phboerker
Sie kennen den Unterschied zwischen einem Erstschlag und einem Erstschlag? Bezüglich der U-Boote: atomar gerüstete U-Boote sind keinesfalls eine Waffe für den Erstschlag, sondern für die Vergeltung. Mit einem Erstschlag verbindet man gewöhnlich auch die Hoffnung, die Möglichkeit des Angegriffenen für einen Gegenschlag auszuschalten. .
Eine Waffe die für einen Zweitschlag geeignet ist, taugt ebenso zum Erstschlag. Und das trifft damit auch auf die Dieselelektrischen Boote und Brennstoffzellenboote aus deutscher Herstellung (und Bezahlung - 2 sind ganz geschenkt) zu die mit Marschflugkörpern mit nuklearen Sprengköpfen ausgerüstet werden können - für ein Land das nicht mal den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat.

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Ines L 05.04.2012, 17:47
179. Günther Grass

Zitat von sysop
Günter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich - und kritisiert die "Gleichschaltung der Meinung". Lob erhält er aus Iran, dort wird sein "tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel" gefeiert.
Es ist das erste Mal, dass ich eine Sache, die Günther Grass geschrieben hat, wirklich gut finde.
Und ich kann absolut nicht versteheh, wieso die Medien nicht zu einem differenzierten Urteil in der Lage zu sein scheinen!

Günther Grass hat nicht behauptet, in seinem Gedicht eine allumfassende Kritik zu üben. Es weist lediglich darau hin, dass es eben auch noch eine andere Seite gibt. Es steht außer Frage, dass Iran kein Musterschhüler ist, den man in Schutz nehmen sollte. Aber dabei darf man eben nicht vergessen, auch Israel im Blick zu haben. Iran wird dich derzeit noch nicht trauen, irgendjemanden anzugreifen - bei Israel ist das nicht gesichert. Demnach ist im Moment der Weltfrieden eher durch einen Angriff Israels gefährdet, als andersherum. Wer mit was angefangen hat, ist dabei völlig egal.

Eine weitere oft eingebrachte Kritik, er würde Isreal mit "den Juden" gleichsetzen, sehe ich eher genau andersherum. In dem Gedicht fällt mir das an keiner Stelle auf. In den Medien allerdings wird ständig alles so interpretiert, als meine er damit die Juden und sei somit, wie er ja schon vermutet hat dass es passieren wird, ein Antisemit.

Auch kann ich in dem gesamten Gedicht keinerlei der oft erwähnten Klischees gegen Juden (hier schon wieder!) finden.

Günther Grass schreibt, dass Israel durch die deutschen U-Boote die MÖGLICHKEIT bekommt, das iranische Volk zu vernichten. Dass es dies vorhat, wird gar nicht unterstellt, es besteht allerdings tatsächlich diese Möglichkeit.

Ich habe das Gefühl, die Medien wollen mit allen Mitteln das Gedicht falsch verstehen. Wieso bemüht sich denn niemand, einfach mal nur das zu lesen, was auch wirklich geschrieben ist, ohne dabei irgendwelche Hintergedanken oder vorgefertigte Meinungen über Günther Grass einzubringen?

So gelesen finde ich, zeigt das Gedicht sehr schön auf, dass es eben auch noch eine andere Seite dieses Konfliktes gibt, die nicht vergessen werden sollte.

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