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Umstrittenes Lanz-Interview: Der Pesthauch des Konformismus
DPA

Das unverschämte Interview von Markus Lanz mit Sahra Wagenknecht ist Ausdruck eines aggressiven Konformismus, der das gesamte ZDF durchzieht. Die Petition gegen den Moderator ist nur der gerechtfertige Aufschrei gegen all das, was demokratisches Fernsehen sein sollte. Das undemokratische ZDF: Markus Lanz und Sahra Wagenknecht - SPIEGEL ONLINE

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Nevermeind 29.01.2014, 18:16
490.

Zitat von davincione
(...) Den großen Erfolg der „heute show“ verdankt der Sender auch dem wöchentlichen Echo auf Facebook und Twitter. (...))
Quark.

Der Erfolg ist der Tatsache zu verdanken, dass eine gute Sendung zum richtigen Zeitpunkt ausgestrahlt wird. Ob das jemand anders bei Facebook oder Twitter genauso sieht oder nicht, sollte dem muendigen Buerger vollkommen egal sein. Der "Scheibernwischer" war auch ohne Facebook erfolgreich!

Die "Facebook-Generation" uebersieht, dass es Web-Communities schon zirka 10 Jahre gab, als 2006 Facebook gegruendet wurde. Das Internet ist eigentlich ein abgelutschtes Medium, in dem sich viele Dinge nach einiger Zeit totlaufen. Viele Benutzer merken das nicht, weil sie definitiv in einer Parallelwelt leben.

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davincione 30.01.2014, 23:35
491. Das schöne Wörtchen "auch"

Zitat von davincione:
(...) Den großen Erfolg der „heute show“ verdankt der Sender auch dem wöchentlichen Echo auf Facebook und Twitter. (...))


Zitat von Nevermeind
Quark. Der Erfolg ist der Tatsache zu verdanken, dass eine gute Sendung zum richtigen Zeitpunkt ausgestrahlt wird. Ob das jemand anders bei Facebook oder Twitter genauso sieht oder nicht, sollte dem muendigen Buerger vollkommen egal sein. Der "Scheibernwischer" war auch ohne Facebook erfolgreich! Die "Facebook-Generation" uebersieht, dass es Web-Communities schon zirka 10 Jahre gab, als 2006 Facebook gegruendet wurde. Das Internet ist eigentlich ein abgelutschtes Medium, in dem sich viele Dinge nach einiger Zeit totlaufen. Viele Benutzer merken das nicht, weil sie definitiv in einer Parallelwelt leben.
Quark? Sagen Sie das dem Tagesspiegel, aus dem das Zitat stammt.
Ich sehe dort allerdings das Wort "auch", das Sie offenbar übersehen haben. Und ich wüsste nicht, wie Sie dieses "auch" widerlegen könnten!? Das Eine schließt nämlich das Andere nicht aus. Und generationenbezogen dürfte es sogar einen entscheidenden Unterschied machen: nämlich wann Junge überhaupt Öffentliche anschauen, und wenn, was.
Nur weil Ihnen das nicht zu gefallen scheint, ist es deshalb halt nicht unwahr.
Jedenfalls von dieser Petition hätte ohne das Internet niemand erfahren. Es ist nämlich eine Online-Petition. Und das Internet hat AUCH(!) zu ihrer Bekanntheit beigetragen.

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carla.bock 30.01.2014, 10:24
492. Danke!

Ihr Artikel gibt mir Hoffnung, dass es doch noch keine Gleichschaltung der Medien gibt. Den Eindruck konnte man nämlich in den letzten Tagen leicht bekommen, wenn man sieht, wie die Presse einstimmig die Petition und ihre Unterzeichner diffamiert anstatt uns zu unterstützen.

Ich versuche irgendwie, mich damit abzufinden, dass ich nun zum "Pöbel" dieser Gesellschaft gehöre, "digitales Mobbing" betreibe, einer "binäre(n) Erregung" und "Onlinepetitionswahn" erliege. Und das alles nur, weil ich versucht habe, die einzige (demokratische?) Möglichkeit von Einflussnahme in Anspruch zu nehmen: indem ich eine Online Petition mit meinem Namen und Wohnort sowie mit einem wohlüberlegten Kommentar versehen unterzeichnet habe.

Dabei wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass mir RESPEKT und eine DEMOKRATISCHE MEDIENKULTUR noch am Herzen liegen. Für tendenziöse, offen parteiische Berichterstattung und beleidigende "Gesprächsführung" sollten doch keine Rundfunkgebühren ausgegeben werden!

Ich wollte das ZDF daran erinnern, dass es einen Bildugsauftrag hat und Neutralität gewährleisten sollte. Die Presse jedoch bietet derzeit nur ein jämmerliches Bild von AM KERN DES PROBLEMS VORBEI ZIELENDER VERHARMLOSUNG.

P.S. Übrigens habe ich mich noch nie bisher so dermaßen "umanomym" zu einer Sache geäußert. Es ist doch viel leichter, eine Unterschriftenliste zu unterschreiben, die mal so beim Bäcker ausliegt. Wo hört denn die soganannte "Laune" auf und wo fängt der Ausdruck einer Überzeugung an? Wenn ich auf eine Demonstration gehe, dann bin ich viel anonymer als bei dieser Petition, wo jeder meinen Namen, meinen Wohnort und meinen Kommentar lesen kann.

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davincione 30.01.2014, 11:48
493. Sag mir bitte den Preis, Schatz

Zitat von Auceza
... Möglicherweise sind die Hintergründe der Petition nicht allen Menschen klar. Wem bekannt ist, dass die Initiatorin der Petition jahrelang Stadträtin für die SPD war, aus der Partei austrat und seither mit der Linken sympathisiert, bekommt möglicherweise ein anderes Meinungsbild: Einer Parteifreundin der Linken ... Diese Hintergrundinformationen lassen die Geschehnisse in einem gänzlich anderen Licht erscheinen. ...

Ach tatsächlich? Sie wissen also, dass die Frau aus der SPD ausgetreten ist (womit wir wieder so ein beredtes Beispiel für die vielzitierten "Altstalinisten" aus dem Osten haben ;)) - Sie wissen aber nicht - hoppla -, dass die Frau später auch bei der Linken ausgetreten ist? Warum? Haben Sie befürchtet, mit dieser Erwähnung Ihren "Argumenten" die Schlagkraft zu nehmen?

Sie gehören wohl auch zu denen, die nicht wissen, was eine Speise wert ist, wenn man auf der Speisekarte die rechte Seite mit den Preisen zuhält?
Sie gehören auch zu denen, die nicht "selbständig" wissen, was sie von einem Text halten sollen, wenn man ihnen nicht sagt, wer ihn geschrieben hat?
Sie gehören auch zu denen, die, falls sie z.B. ein sehr gläubiger Katholik wären, dem Papst zustimmen, wenn er von "Der Kapitalismus tötet" spricht. Der aber dann, wenn er in derselben Zeitung zwei Seiten weiter denselben Satz lesen würde, aber mit der Bemerkung, dass er von jemand von der Linken geäußert wurde, diesen sofort aufs Schärfste verurteilen würden als mal wieder "typisch"!?

Es tut mir ja leid, aber da Sie so viel von Niveau in Ihren Beiträgen schreiben - das wäre für mich kein Ansatz dafür!
Eher schon, dass Sie schlicht in dieselbe Kerbe hauen wollen, wie ein Markus Lanz. Der wohl gedacht hat: mit DER kann ich´s ja machen. Da hab´ ich ja schließlich die Mehrheit hinter mir!?

Schön, wenn er EINMAL eine unerwartete Rückmeldung erhalten hat. Die die Gebührenzahler-Welt auch zur Kenntnis genommen hat. Und NUR dadurch musste ER es auch!

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davincione 30.01.2014, 12:50
494. Danke für IHREN Beitrag

Zitat von carla.bock
Ihr Artikel gibt mir Hoffnung, dass es doch noch keine Gleichschaltung der Medien gibt. Den Eindruck konnte man nämlich in den letzten Tagen leicht bekommen, wenn man sieht, wie die Presse einstimmig die Petition und ihre Unterzeichner diffamiert anstatt uns zu unterstützen. Ich versuche irgendwie, mich damit abzufinden, dass ich nun zum "Pöbel" dieser Gesellschaft gehöre, "digitales Mobbing" betreibe, einer "binäre(n) Erregung" und "Onlinepetitionswahn" erliege. Und das alles nur, weil ich versucht habe, die einzige (demokratische?) Möglichkeit von Einflussnahme in Anspruch zu nehmen: indem ich eine Online Petition mit meinem Namen und Wohnort sowie mit einem wohlüberlegten Kommentar versehen unterzeichnet habe. Dabei wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass mir RESPEKT und eine DEMOKRATISCHE MEDIENKULTUR noch am Herzen liegen. Für tendenziöse, offen parteiische Berichterstattung und beleidigende "Gesprächsführung" sollten doch keine Rundfunkgebühren ausgegeben werden! Ich wollte das ZDF daran erinnern, dass es einen Bildugsauftrag hat und Neutralität gewährleisten sollte. Die Presse jedoch bietet derzeit nur ein jämmerliches Bild von AM KERN DES PROBLEMS VORBEI ZIELENDER VERHARMLOSUNG. P.S. Übrigens habe ich mich noch nie bisher so dermaßen "umanomym" zu einer Sache geäußert. Es ist doch viel leichter, eine Unterschriftenliste zu unterschreiben, die mal so beim Bäcker ausliegt. Wo hört denn die soganannte "Laune" auf und wo fängt der Ausdruck einer Überzeugung an? Wenn ich auf eine Demonstration gehe, dann bin ich viel anonymer als bei dieser Petition, wo jeder meinen Namen, meinen Wohnort und meinen Kommentar lesen kann.
Danke für IHREN Beitrag! Er blamiert die schließlich gefundene Haltung mit mitgelieferten Sprachregelungen der vereinigten Medienwelt.

Aber das macht ja nix, man fühlt sich ja genau deshalb in der Mehrheit und damit im Recht. Und damit beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn genau darum, um den Umgang mit "anderen" Meinungen und den sie vertretenden Personen wäre es ja gegangen.

Aber nun kann man wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Man hat gezeigt, dass man sich nichts sagen lässt. Und wenn es mal viele waren, die das versucht haben, dann erklärt man sie zum Pöbel und zum Mob.
Diese Macht hat man, die benutzt man. Und diese lässt man sich auch nicht nehmen. Mit allen Mitteln, die einer medialen Macht zur Verfügung stehen.
Dass sich die Presse und Co. um das kümmert, was HINTER einem solchen Machtpopanz steckt, und worauf die Petition und ihr Anklang wohl auch ein Protest war, dass sie also aufklärerisch wirkt: vergiss es! Das war vielleicht mal.

Von wohltuenden, aber dennoch eben Ausnahmen abgesehen, WAREN die Zeiten einer Spiegel-Affäre mal, in der Presse UND Öffentlichkeit zusammengeholfen haben. Gegen die Macht und ihren Missbrauch.
Wie schön, dass man die Washington Post mit ihrer glorreichen Geschichte erwähnen kann. Aber eben als Geschichte.
Von der AUFDECKUNG des Watergate-Skandals bis zum kleinen Lanz, alles eine Linie. Eine nach unten.

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davincione 30.01.2014, 13:51
495. Warum liest man DAS nie?

Warum liest man DAS nie in den großen Medien? Warum versuchen diese sogar den gegenteiligen Eindruck zu erwecken, obwohl der ganz klar gelogen ist?
Und wer nicht lesen will, braucht sich auch nur die bunten Bildchen ansehen:
„Es geht nicht nur um Wagenknecht“
http://www.annotazioni.de/post/1327

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davincione 30.01.2014, 19:17
496. Die unsichtbare Oppositionsführerin

Es ist noch schlimmer, als ich dachte.
Neben den bemühten Gegenbehauptungen von Jörges und Co. gibt es - man höre und staune - auch WISSENSCHAFTLICHE Herangehensweisen.
Nur - um die mitzukriegen, muss man sich mal wieder selbst kümmern.

Und das genau wird den großen Nachrichtenversorgern gerade recht sein.
Denn was sie nicht zur Verbreitung vorgesehen haben, muss auch neben ein paar Hanseln keiner wissen. Insbesondere wenn es ein schlechtes und entlarvendes Bild auf die großen Meinungsmacher selbst wirft.
Sie wollen wahrscheinlich einfach nur unsere "großen Brüder" sein, die uns beim Denken ein bisschen auf die gewünschten Sprünge helfen.

http://m.heise.de/tp/artikel/40/40847/

DAS ist natürlich KEIN Mob oder Mobbing von oben! Das ist es nur, wenn man von unten dagegen protestiert!

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sreppi 30.01.2014, 19:33
497. ZDF und Jörges entzaubern die Ikone der LINKEN

Das ganze war vom ZDF als ganz große Entzauberung Sarah Wagenknechts inszeniert. Sie als einzige Politikerin gegen den Rest der Welt der Vernünftigen und Normalen. SPD-Sympathisant Jörges verteidigte mit Verve die Leistungen der Großen Koalition und seiner SPD in derselben. Moritz Bleibtreu fleetzte sich neben die Ikone Sarah Wagenknecht (fehlte nur noch ein Rülpser aus der untersten Sohle) und outete sich als Politik(er)vertrossener Nichtwähler, der in der Freundschaftspflege seines Umfelds aufgeht. FDP - ach ja, ist das so ? Wozu braucht er Politiker, wozu eine politische Gesellschaft. Er lebt sowieso gerade auf einem ganz anderen Stern. Für ihn war diese Sendung eine einzige Quälerei, was man seinem Gesicht, seiner Haltung und seinem Schrei nach einem Glas Wein entnehmen konnte. Lediglich Markus Lanz brachte ein bisschen Pepp in die Sendiung, indem er Sarah wagenknecht fragte, bei wem die Verblödung eigentlich weiter fortgeschritten sei, bei Ihr oder bei Oskar Lafontaine ? Na, wenn das nicht originell war, was dann ? Markus Bleibtreu und Jörges hätten ihm dafür eins in die Fr... gegeben, Sarah musste cool bleiben. weli es sonst doch nur wieder gehießen hätte: Ach Gottchen, wie empfindlich, die Ikone der LINKEN. Bei dem Verdienst. Was verdient solch ein "Moderator" eigentlich auf unsere Gebühren ?

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Rudolf Raser 30.01.2014, 19:50
498. Wenn es an sachgerechten Kommentaren fehlt....

Zitat von sysop
Das unverschämte Interview von Markus Lanz mit Sahra Wagenknecht ist Ausdruck eines aggressiven Konformismus, der das gesamte ZDF durchzieht. Die Petition gegen den Moderator ist nur der gerechtfertige Aufschrei gegen all das, was demokratisches Fernsehen sein sollte.
Bringen wir es auf den Punkt: Wenn es Kommentatoren wie Lanz oder seines Mitstreiters des STERN nicht mehr gelingt, themengerecht zu argumentieren, wird man laut und unsachlich - bisweilen beleidigend.
Nun, das war bei diesen beiden Herrren sehr wohl der Fall. Wunderbar, wie Sarah Wagenknecht sich nicht die Butter vom Brot hat nehmen lassen. Beweist es doch, dass diesen wohlfeilen Herren nichts anderes einfiel, als sich lautstark-beleidigend zu Wort zu melden.
Eine Steilvorlage für Sarah Wagenknecht und ihre Partei, der ich schon lange ob ihrer guten Politiker aufs Fell schauen kann. Wohlgemerkt: Ich bin für die Linken! Wunderbar, wie Frau Wagenekecht diesen neoliberalen Kackärschen in die Parade gefahren ist. Wenn es denn an Argumenten fehlt - wie weiland Herrn Dobrindt anlässlich einer Talk-Show, dann kann man davon ausgehen, dass jeder Ausrutscher konservativer und unsachlicher Politiker den LINKEN ein Mehr an Plus bringt.
Weiter so, liebe Fernsehanstalten.

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seilspecht 31.01.2014, 11:51
499. ....andere machen es besser

Die ganze deutsche Medienlandschaft ist doch mittlerweile gleichgeschaltet.Siehe letzte Bundestagswahl und die Meinung der Medienlandschaft über die neue AdD Partei .Ignorieren derselben oder aber unrichtige und verunglimpfende Berichte über diese waren an der Tagesordnung und dauern bis jetzt an.Die Medien werden von der Politik gesteuert und gleich gestaltet .Als 3Sat Seher kann man auf ZIB 2 also dem ORF sehen wie eine gute und rel.faire Berichterstattung aussieht .Da sieht man wesentlich besser als mit dem 2.!

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