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Umstrittenes Mohammed-Video: Deutsche Muslime streiten über Aufführungsverbot
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Soll das antiislamische Schmäh-Video in Deutschland gezeigt werden? Neben Politikern sind sich auch muslimische Verbände darüber uneins. Die einen bezeichnen den Film als "tiefgreifende Beleidigung", andere warnen: Ein Verbot werde die Islamfeindlichkeit schüren. Mohammed-Video: Deutsche Muslime streiten über Aufführungsverbot - SPIEGEL ONLINE

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panit 18.09.2012, 08:23
20. Ich habe es gesehen

Gestern habe ich mir das Video angeschaut Es kommen zwar einige Wahrheiten in dem Video vor, aber sonst ist das nur Blödsinn. Die, die deswegen Botschaften anzünden haben das Video vermutlich nicht einmal gesehen bzw. verstanden. Es diente nur als Grundlage ungebildere und gewaltbereite aufzuhetzen.

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ritter13 18.09.2012, 08:29
21. Der eigentliche Skandal ist die Politik!

Das ist ein furchtbar schlechter Film. Wer sich durch so eine Kitschverrücktheit beleidigt fühlt und womöglich auch noch deswegen auf die Straße geht, der ist nicht ganz helle im Kopf. Dass die Bundesregierung ernsthaft an Verbote dieses Machwerkes denkt und damit den interessengesteuerten verbrecherischen Imame in der arabischen Welt und den moslemischen Politikern, die ihr Volk in der Dunkelheit und in Armut halten, in die Hände spielen würde, das ist der eigentliche Skandal, denn sie stellen dadurch die Freiheiten einer aufgeklärten freien Welt zur Disposition! Der Film ist dämlich genug und indiskutabel, einige Politiker - ja sogar die Kanzlerin - wollen das scheinbar noch überbieten! Hier schafft sich die aufgeklärte Welt ab. Quo vadis, Deutschland!

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Voltaren 18.09.2012, 08:31
22. Lächerlich

Zitat von sysop
...rief Ahmed Fuad Aschusch die "jungen Muslime in den USA und in Europa" in seinem religiösen Gutachten auf, die Macher und Schauspieler des Films sowie alle, die zu seiner Verbreitung beitrugen, wegen Verunglimpfung des Propheten Mohammed umzubringen.
Es ist geradezu grotesk, dass in Deutschland ernsthaft über Einschränkungen der Informations- und Meinungsfreiheit diskutiert wird, nur weil irgendwelche Religionsfanatiker irgendwo in der Welt, die noch an Märchen glauben, nicht ganz gesund sind.

Die Typen, die Botschaften stürmen und Selbstmordattentate begehen, sind Verbrecher, die auch gegen die Gesetze ihrer jeweiligen Länder verstoßen. Und unsere Politiker wollen diese Gesetzesbrecher über unsere Freiheitsrechte bestimmen lassen? Lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre, wie deutsche Politiker den Schwanz einziehen vor diesem Mob anstatt einmal aufrecht und im Klartext für die Grundrechte unserer westlichen Wertegemeinschafdt einzustehen.

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Andi Arbeit 18.09.2012, 08:31
23. Zerrbild in deutschen Medien - wieso?

Unsere Medien vermitteln vehement das Bild, die ganze Bevölkerung jedes muslimischen Landes laufe Amok gegen diesen Film. Das ist nicht nur verzerrt und falsch, sondern ganz einfach erfunden.

Beispiel: Allein die Region Kairo hat 16.2 Millionen Einwohner. Davon haben gerade mal zwei- bis dreitausend Idioten aus radikalen Gruppierungen die Botschaften angezündet.

Den restlichen Menschen ist der Film *egal*!

Hier entsteht nun aber überall der Eindruck, als würde jeder Moslem die Sau durch die Gassen treiben.

Ich möchte gern wissen, warum dieser Eindruck vermittelt werden soll und was dahinter steht.

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kalanak 18.09.2012, 08:32
24.

Zitat von butternut
Mohammed hat unter anderem einen kompletten jüdischen Stamm massakrieren lassen, weil dessen Mitglieder nicht konvertieren wollten. Das qualifiziert ihn als Mörder. Mohammed hat laut Überlieferung seine Lieblingsfrau Aishe im zarten Alter von sechs Jahren geheiratet und diese als Neunjährige konsumiert. Das qualifiziert ihn als Kinderschänder. In Österreich hat ein Gericht jedoch festgestellt, dass er nicht als Kinderschänder bezeichnet werden darf, da er ja mit dem Kind verheiratet wahr (Meiner Meinung nach ein Kniefall vor Islamisten.) Dass Mohammed ein Frauenheld war, wird kein Muslim bestreiten. Verwerflich ist, dass er die Frauen seiner getöteten Feinde als Sexsklavinnen missbrauchte und die Kinder als SKlaven verkaufte. Steht ebenfalls in den islamischen Überlieferungen. DIe Aufregung bei den Islamisten rührt meines Erachtens vorwiegend daher, dass Ungläubige es überhaupt gewagt haben, sich bewegte Bilder von ihrem Propheten und größten moralischen Vorbild gemacht haben.
Nun; für die Islamisten - und damit meine ich nicht die Millonen Bürger muslimischer Konfession, die sich zu unserer Demokratie bekennen - sind das ja auch keine negativen Eigenschaften. Sie machen es ebenso. Vergewaltigungsopfer können von Glück reden, wenn sie nicht auch noch gesteinigt werden. Die Rolle der Frau ist reduziert auf dauerträchtige Gebärmaschine, die zwischendurch zum Bierholen geschickt wird (das mit dem Alkohol wollen wir dann ´mal nicht so eng sehen). Ehen werden verabredt und notfalls mit Gewalt durchgesetzt - und das nicht zwingend vor Erreichen der Volljährigkeit. Mord und Totschlag findet ebenfalls statt.

Da ist es doch durchaus normal, sich aufzuregen, wenn diese "Werte" diffamiert werden. Schließlich macht das friedliche Leben doch viel weniger Spaß.

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Americanet 18.09.2012, 08:34
25.

Zitat von sysop
Soll das antiislamische Schmäh-Video in Deutschland gezeigt werden? Neben Politikern sind sich auch muslimische Verbände darüber uneins. Die einen bezeichnen den Film als "tiefgreifende Beleidigung", andere warnen: Ein Verbot werde die Islamfeindlichkeit schüren.
Die Situation wird langsam aberwitzig. Grüne, Rote und nun sogar Vertreter der Muslime (!) sprechen sich gegen ein Verbot aus, während Gelbe und Schwarze sich gegenseitig in Verbotsforderungen überbieten. Noch einmal: Wenn dieses Machwerk jetzt verboten wird, dann haben einfach die gewonnen, die am lautesten schreien (bzw. die brutalsten Reaktionen ankündigen). Diese Schreihälse werden bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit noch lauter schreien und dann noch lauter usw...

Eines interessiert mich, vielleicht kann mir das einer der Foristen beantworten: Gibt es eine solche Verbotsdiskussion auch in anderen europäischen Staaten oder sind es nur wir Deutschen, die sich in den Staub werfen? In den USA, also in dem Land, das am meisten unter diesem Gewaltausbruch zu leiden hat, denkt niemand ernsthaft daran, ein Verbot auch nur zu prüfen. Vielleicht sollten wir Westerwelle, Zimmermann und Co. mal zur Demokratie-Nachhilfe nach Washington schicken?

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Zaphod 18.09.2012, 08:39
26. Meinungsvielfalt

Wenn einige Muslime eine Aufführungsverbot fordern, so bewegen sie sich damit voll und ganz im Rahmen der geltenden Gesetze. Wie bereits ausführlich berichtet wurde, könnte ein Aufführungsverbot leicht angeordnet werden, ohne dass irgendein deutsches Gesetz besonders verbogen werden müsste. Daher ist die Forderung nach einem Aufführungsverbot - und somit die Anwendung unserer Gesetze - legitim.

Wenn andere Muslime dagegen für eine Aufführung sind, zeigt dies, dass - entgegen einer weitverbreiteteten Meinung - überraschenderweise die Muslime nicht alle identisch sind. Für viele Menschen dürfte es verblüffend sein, dass es nicht "den Muslim" gibt, dessen einzige Beschäftigungen das Fahnen-Verbrennen und Botschafts-Stürmen ist.

Insgesamt ist die Reaktion der muslimischen Verbänden begrüßenswert und positiv. Es kann keiner erwarten, dass eine Glaubensgemeinschaft eine Video, das sie verhöhnt, auch noch begrüßt und gut heisst. Wenn es nun noch zu einem friedlichen Protest der Muslime gegen die Aufführung kommt, dann ist doch eigentlich alles wieder in Ordnung.

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yyz 18.09.2012, 08:43
27. ich bin auch ein deutscher muslim...

und ich habe mir geschworen, als ich mich entschied hier in
diesem wirklich schönen land zu leben, mich so zu benehmen
wie es sich meiner meinung nach für jemanden gehören sollte
der die glückliche chance bekommen hat hier in friedlicher
koexistenz ein erfülltes (auch religiöses leben) zu führen.

ich bekenne mich voll und ganz zum grundgesetz deutschlands und
zu den darin verankerten werten.
und mit dieser einstellung bin ich niemals mit meinen deutschen
nicht-muslimischen mitbürgern in konflikt geraten.
im gegenteil, hatte ich das gefühl, das mir im gegenzug für diese offenheit eher respekt von diesen entgegengebracht wurde.

ich weiß das dieses für oben genannte friedliche koexistenz
die absolute grundlage ist.

ich weiß aber leider auch, das sehr viele meiner muslimischen mitbürger dies bedauernswerterweise völlig anders sehen.
in ihrem hassverhalten gegen ihr gastland dokumentieren sie in
offener weise das sie sich zu den grundwerten des deutschen grundgesetzes nicht bekennen, und auch nicht bekennen wollen.
dies ist mir völlig unverständlich.

es sollte in der ganzen diskussion doch garnicht darum gehen, welcher
religion ich angehöre, sondern in erster linie darum, ob ich in der lage bin mich am "tisch meines gastgebers" den regeln entsprechend zu benehmen.

wer sich dazu nicht in der lage sieht, sollte lieber das haus des
freundlichen gastgebers verlassen.

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Larnaveux 18.09.2012, 08:44
28. Lasst den Mob nicht die Entscheidungen diktieren!

Zitat von sysop
Soll das antiislamische Schmäh-Video in Deutschland gezeigt werden? Neben Politikern sind sich auch muslimische Verbände darüber uneins. Die einen bezeichnen den Film als "tiefgreifende Beleidigung", andere warnen: Ein Verbot werde die Islamfeindlichkeit schüren.
Für mich gibt es eine einzige Frage hinsichtlich des Problems, ob das Video in Deutschland gezeigt werden darf oder nicht: Verstößt das Video gegen hier in diesem Land geltende Gesetze oder nicht? Verstößt es gegen Gesetze, darf es nicht gezeigt werden, wenn es innerhalb der Legalität und der freien Meinungsäußerung angesiedelt ist, dann darf es gezeigt werden.

Fragen nach der Qualität des Videos selbst sind hierbei vollkommen unerheblich.

Ebenso darf es kein Entscheidungskriterium sein, ob bei einer Aufführung Krawalle zu erwarten sind oder nicht. Wird dieser Punkt zu einem wesentlichen Kriterium, bedeutet das, dass Dinge, die zu Unruhen führen können, per se quasi verboten sind, ohne Rücksicht darauf, ob sie eigentlich legal sind oder nicht. Diese Herangehensweise wäre ein extremer Rechtsbruch unseres freiheitlichen Denkens und eine Selbsteinschränkung, die Deutschland niemals zulassen darf.

Diese Selbsteinschränkung hätte zur Folge, dass die freie Meinungsäußerung in Zukunft davon abhängt, ob es einen wütenden Mob gibt, der Morddrohungen gegen jemanden ausstößt, der seine freie Meinung äußern möchte (egal, wie gut oder schlecht diese Meinung ist), oder ob es diesen Mob eben nicht gibt. Im ersten Fall wäre die Meinungsäußerung dann von vornherein verboten, im zweiten zulässig.

Unabhängig davon, was dieses vielzitierte und vermutlich wenig gesehene Video (ich habe es auch nicht gesehen) überhaupt zeigt, darf es nicht geschehen, dass ein Mob darüber bestimmt, was gezeigt werden darf und was nicht. Dafür gibt es bei uns gültige Gesetze, und genau diese sollten angewendet werden. Und dann gibt es auch eine UNABHÄNGIGE Entscheidung für oder gegen das Video, Mob hin oder her.

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hxk 18.09.2012, 08:45
29. Fehlt da nicht was?

Auch die, die gegen ein Verbot sind, argumentieren mit einer weiteren Verschlechterung des Images des Islam, nicht etwa mit Rede- und Kunstfreiheit.

Bedenklich, sehr bedenklich.

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