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Undercover in iPhone-Fabrik: "Ich konnte mich kaum noch aufrecht halten"
DEJIAN ZENG

Das Vorstellungsgespräch dauerte 30 Sekunden, dann hatte Dejian Zeng den Job: als Fließbandarbeiter in einer iPhone-Fabrik in Shanghai. Dort erlebte der US-Student, wie gnadenlos Apple Menschen ausbeuten lässt.

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YourSoul Yoga 27.08.2017, 02:19
160. Outsourcing

Wir haben die Sklaverei abgeschafft. Bei uns. Also da, wo wir es nicht sehen. Egal oh Klamotten aus Bangladesch, Sri Lanka, Kambodscha, etc... Elektronik aus China, Kaffee aus Ghana.... Sklaverei gibt es, ganz real. Warum ? Weil Geiz geil ist ! Und zwar bei Verbrauchern UND Herstellern.
Sagen wir mal, auf einem iPhone ist 1 Montagestunde. In China = 2 EUR, in den USA 50 EUR.
Würde der Verbraucher 48,00 EUR mehr für das iPhone bezahlen wenn man ihm das erklärt ?
Wahrscheinlich ja. Nur: Apple ( und alle anderen ) wollen die 48.00 EUR Einsparung einstreichen. Da ist es wieder, unser westliches Wertesystem!

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micromiller 27.08.2017, 02:22
161. Die miesen Menschen des Westens,

könnte man sagen, leben von der Ausbeutung der Asiaten und Afrikaner, dass hat sich in den letzten 200 Jahren nicht sehr wesentlich geändert, jedoch ist der Lebensstandard der ausgebeuteten Chinesen um ein vielfaches höher als je zuvor und auch als in der Ukraine, wo die Menschen von ihren Oligarchen ausgeplündert werden..... Interessanterweise hat der Praktikant, der hier die schrecklichen Dinge feil bietet, seinen Bericht auf einem Rechner geschrieben, der unter den gleichen oder schlechteren Bedingungen hergestellt wurde. Elektronik kommt in der Mehrzahl aus China und das ist Markenunabhängig, hier nun Apple als besonders schlimm hervorzuzerren ist vielleicht einem Taschengeld der Konkurrenz geschuldet aber auch die Konkurrenz lässt von den gleichen Herstellern produzieren. Wenn die chinesischen und afrikanischen Arbeiter zu ähnlich guten Bedingungen entlohnt würden, wäre der Lebensstandard der USA und Europas um mindestens 30% niedriger....

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wformosa 27.08.2017, 02:25
162. Scheinheilig?!

Oh man wenn ich solche Artikel lese könnte ich immer kotzen. Das böse Apple Blabla. Foxconn baut für alle und jeden - sprich keiner macht es besser. Und B wenn alles ach so schlimm ist wieso arbeiten die Leute dann da? Selbst im nicht ganz so freien China kann ich mir meinen Arbeitsplatz auch aussuchen. Und mal ehrlich ohne Foxconn hätte der arme Landarbeiter wohl keine Chance. Also besser als nichts oder? Klar kann man da keine US oder EU Standards verlangen - oh moment mal EU Standards? Wie wird denn in Rumänien produziert?! Oder in Mexiko? Mir gehen diese Gutmenschen voll auf den Zwirn - iphone und Macbook nutzen tun sie aber dennoch!

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hotgorn 27.08.2017, 02:27
163.

Zitat von maria_tonath
Menschen ausgebeutet ? Jeder möchte ALLES so günstig wie möglich kaufen ,weswegen die Billigläden wie Pilze bei Regen aus dem Boden schießen. Wenn dann so ein Bericht erscheint ist die Empörung erstmal groß ,aber auf die Billigprodukte zu verzichten kommt niemanden in den Sinn da heißt es dann nur ,wenn wir sie nicht kaufen verdienen diese Menschen gar nicht's. Ist zwar traurig ,aber wahr .Alle Firmen die in diesen Ländern produzieren , sollten in die Plicht genommen werden menschenwürdige Arbeitsplätze zu schaffen ,aber auch sie regelmäßig überwachen .
Das Samsung S8 gibt's nicht bei Kick oder Teddy und ist mit 629 Euro im Markt ohne Firmenbranding und Vertrag zu haben, man blättert mehr hin als für eine Playstation pro das soll billig sein? Meiner Meinung nach muss die Regierungen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen. Auch arbeiten die Chinesen nur in diesen Fabriken weil sie in anderen Bereichen total entrechte werden z.B. nimmt man Chinafarmern für digitale Inhalte in Videospielen erst mal die Ausweise weg bis diese Arbeiter ihr Pensum erfüllt haben. Das Problem ist der Staat ist Korrupt und unternimmt nichts. Auch in Deutschland kann man am Band beim und in der Produktion hervorragend verblöden. Habe mal Ferienarbeit am Band bei einem Elektronikzulieferer gemacht diesen Mist tue ich mir heute nicht mehr an.

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ibecf 27.08.2017, 02:29
164. Erschreckend geringer Unterschied zu unserem Niedriglohnsektor

Wenn man bedenkt das bei 8.80 € Mindestlohn bei 40h knapp über 1.100 € bekommt.

Wenn man davon noch die Kosten für Unterkunft ,Verpflegung und Fahrkosten abzieht, stellt man erschenkend fest das der Unterschied zum chinesischen Fabrikarbeiter mit seinen 455 € gar nicht nicht so groß ist. Ich komme auf 200-300 € Unterschied je nachdem wo man wohnt.

Wenn man aber das unterschiedliche Preisniveau von China und Deutschland mit mit einkalkuliert hat der chinesischen Fabrikarbeiter im Endeffekt mehr.

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hotgorn 27.08.2017, 02:30
165. damals ohne zweite Maustaste wie Innovativ

Zitat von arghh
Wie groß kann denn das Leid der Arbeiter sein, wenn es unzählige Arbeitssuchende gibt, die bei dem Produzenten anfangen wollen? Willkommen in der Realität! Es mag für unser Verständnis schwer nachvollziehbar sein, unter welchen Bedingungen die Arbeiter dort ihr Geld verdienen. In deren Verständnis scheint der Produzent eine Top Adresse zu sein, die bessere Arbeitsbedingungen als die meissten anderen Arbeitgeber bietet.
Da haben Sie es doch schwarz auf weiß bei Samsung arbeiten die weniger als bei Appel. Bei den Sektenähnlichen Strukturen bei Appel überrascht mich das nicht. Schade das diese Ramschcomputer um die 2000er nicht Pleite gegangen sind.

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fluxus08 27.08.2017, 02:35
166. Hier wird Fließbandarbeit beschrieben,

wie sie auch früher in Deutschland praktiziert wurde.
Und ja, in den allermeisten Staaten träumen sie von Arbeitsbedingungen wie in Deutschland.
Was ist jetzt aber die Quintessenz davon - Empörung?
Wie viele iPhones existieren denn in der Redaktion des Spiegels und selbst der Protagonist verzichtet nicht auf sein Apple-Spielzeug.
Wie nennt man das jetzt: Ignoranz, Heuchelei?

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Xiuhcoatl 27.08.2017, 02:36
167. Zwei Lösungen

Es scheint hier ja wohl zwei Betroffenheiten zu geben:

A) Mein Arbeitgeber beutet mich aus, mir passen die Arbeitsbedingungen und/oder die Bezahlung nicht.

Lösung: Na, dann geh' ich doch. Ich kündige.

B) Ich bin jemand, der es echt blöd findet, wie (vermeintlich) ausbeuterisch Smartphones hergestellt werden.

Lösung: Ich tue mich mit Gleichgesinnten zusammen und wir etablieren eine Marke und produzieren Smartphones auf u. M. n. nicht ausbeuterische Weise. Wir werden so (quasi zwingend) viele tolle Angestellte kriegen, klar. Und wir werden so (quasi zwingend) ein tolles Produkt hinkriegen. Und das wird so (quasi zwingend) ein Riesenerfolg werden, denn es wird viele Gleichgesinnte (also potenzielle Kunden) wie uns geben.

Das war einfach.

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langenscheidt 27.08.2017, 02:36
168. Der US-Student hat gearbeitet...

...und ist empört über Arbeit von mehreren Stunden am Stück. Vielleicht hat er jetzt fürs Leben gelernt und wird nie eine Arbeit annehmen. Böse Chinesen!

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roby1111 27.08.2017, 02:49
169. Deshalb tut bei mir auch weiterhin ein inzw. 11 Jahre altes Nokia 9300

Smartphone Dienst, wurde in Europa gefertigt, kostete damals genau so viel wie heute ein iPhone und geht im Gegensatz zu den auf max 2 Jahre ausgelegten iPhones auch nach 11 Jahren noch wunderbar...

Mehr Nachhaltigkeit geht wohl kaum!

Und jetzt mal an Alle eMobilitätsverfechter: Wollt ihr auch Autos, die zwar für Euch nicht günstiger sind, als die bisherigen westlichen Modelle, aber

a) Zu den beschriebenen, oder noch schlimmeren Umständen in China gefertigt werden
b) 2 max 4 Jahre halten, dann ist der Akku und somit das einzig wirklich teure Teil soweit heruntergeritten, das ein sinnvoller Betrieb nicht mehr möglich sein wird
c) Euch vom Monopol der Stromerzeuger abhängig machen?
Strom ist heute schon 4x so teuer wie die gleiche Energiemenge in Öl oder Gas!

Denkt mal drüber nach und entscheidet Euch gut, wenn die westlichen Firmen erstmal platt sind, ist es zu spät!

Siehe Nokia: unter dem alten Namen aktuell auch nur noch China-Schund und Android-Spionage-SW aus USA obendrauf!

Wie weit müssen wir noch sinken, bevor die ganzen Öko-Nazis begreifen, das sie den Ast absägen, auf dem wir sitzen?

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