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Undercover in iPhone-Fabrik: "Ich konnte mich kaum noch aufrecht halten"
DEJIAN ZENG

Das Vorstellungsgespräch dauerte 30 Sekunden, dann hatte Dejian Zeng den Job: als Fließbandarbeiter in einer iPhone-Fabrik in Shanghai. Dort erlebte der US-Student, wie gnadenlos Apple Menschen ausbeuten lässt.

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fluxus08 27.08.2017, 23:31
320. Nichts als Theorie,

Zitat von tuxrunner
Ich hatte in einem anderen Beitrag auf folgende hingewiesen: "Der wahre Wert von Apples neuem Smartphone", "Lohnkosten von sieben Dollar" http://www.sueddeutsche.de/digital/iphone-s-und-iphone-c-der-wahre-wert-von-apples-neuem-smartphone-1.1780067 Die Lohnkosten sind bei einer derart durchautomatisierten Produktion vernachlässigbar. Selbst wenn sich die Lohnkosten bei einer Produktion in Deutschland verfünffachen würde (35$ statt 7 $), fiele das bei einem Smartphone mit einem Preis >700$ wohl kaum ins Gewicht - insbesondere unter der Berücksichtigung einer Marge von 65%! "65 Prozent Gewinnmarge: Was Apple die Produktion des iPhone 7 wirklich kostet" http://meedia.de/2016/09/22/so-viel-kostet-apple-material-und-herstellung-des-iphone-7/
beweisen Sie Ihre Theorie doch und etablieren Sie Ihr eigenes Unternehmen in Deutschland, welches Massenprodukte für einen internationalen Markt herstellt, wenn Sie es besser können, als andere, die damit bereits gescheitert sind.

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hamock 28.08.2017, 00:12
321. Fließbandarbeit ist menschenunwürdig,...

...aber Monotonie, Zeitdrücker im Nacken, einmal zehn Minuten und einmal 30 Minuten Pause, das klingt wie in den 1980er Jahren bei Mercedes am Band.

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power.piefke 28.08.2017, 06:41
322. teilweise kaum zu ertragen

gäbe es in diesem forum bei diesem Beitrag an Zynismus-o-meter: es wäre im roten Bereich. Man diese sklavenhalterbedingungen doch nicht ernsthaft damit legitimieren, wenn man sagt, dass die Arbeiter ungelernt sind.

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Plasmabruzzler 28.08.2017, 06:51
323.

Wenn man schon Arbeitsbedingungen anprangert, die in einem Land - tausende Kilometer entfernt - sind, sollte man wenigstens den Schuldigen richtig benennen. Und das ist nicht Apple (weil Auftraggeber) sondern die entsprechenden Firmen, die die Leute anstellen. Auch der Gesetzgeber ist gefragt. Die Schuld Apple in die Schuhe zu schieben ist dasselbe, als würde man ein Haus bauen und Sorge zu tragen haben, dass die Bauarbeiter, welche von einer Firma bezahlt werden, ihre Arbeitszeit, Sicherheitsvorschriften usw. einhalten.
Und: aus unserer, teutonischen Sicht, traurig aber wahr: die Arbeitsbedingungen in China sind größtenteils anders als hier. Würden man aber dort den Fabrikarbeitern unseren Mindestlohn bezahlen, würde man dort das soziale Gefüge total zerstören.

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Plasmabruzzler 28.08.2017, 06:51
324.

Wenn man schon Arbeitsbedingungen anprangert, die in einem Land - tausende Kilometer entfernt - sind, sollte man wenigstens den Schuldigen richtig benennen. Und das ist nicht Apple (weil Auftraggeber) sondern die entsprechenden Firmen, die die Leute anstellen. Auch der Gesetzgeber ist gefragt. Die Schuld Apple in die Schuhe zu schieben ist dasselbe, als würde man ein Haus bauen und Sorge zu tragen haben, dass die Bauarbeiter, welche von einer Firma bezahlt werden, ihre Arbeitszeit, Sicherheitsvorschriften usw. einhalten.
Und: aus unserer, teutonischen Sicht, traurig aber wahr: die Arbeitsbedingungen in China sind größtenteils anders als hier. Würden man aber dort den Fabrikarbeitern unseren Mindestlohn bezahlen, würde man dort das soziale Gefüge total zerstören.

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g.h. 28.08.2017, 08:00
325. same same

Zitat von dbeck90
Über Samsung spricht keiner?
Das ist vollkommen austauschbar, da diese Zulieferer eh für alle großen Technologiefirmen die Geräte bauen. Es ist schließlich kein Apple-Werk.

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radioactiveman80 28.08.2017, 08:04
326. @tmhamacher1

ZITAT: "Sklavenhalter! Alle Menschen, die solche Produkte kaufen, finanzieren mit ihrem Geld eine Sklavenwirtschaft!" --- Sie also auch. Oder hat der Laptop mit denen Sie vermutlich diese Zeilen geschrieben haben, etwa 5000€ gekostet? Weil er in Deutscland von einer komplett sozialversicherten Fachkraft zusammengebaut wurde? Mit dem supertollen gesetzlichen 8,50 die Stunde? Mit Rohstoffen, die man in ausschliesslich in Deutschland geschürft hat? Wurden das Gerät dann in Deutschland von einer komplett sozialversicherten Fachkraft verpackt? Da das Gerät vmtl eher 500 und keine 5000 gekostet hat, eher nicht. Kam wohl auch in einem Container aus China an. Wurde es denn danach ausschliesslich von ausgelernten, eingewiesenen Fachkräften von diesem Container ent- und umgeladen? Von einer deutschen Spedition mit deutschen Fahrern zu Ihrem Elektrofachhändler gebracht - auf Strassen, die ausschliesslich von deutschen Facharbeitern mit Mindestlohn gebaut wurden? Tipp: auch nicht. Eher von ganz vielen Sub-Sub-Subunternehmern aus Polen, Ungarn etc. Sie wären der erste Kunde, der freiwillig 5000€ für einen x-beliebiges Notebook zahlen würde. Geiz ist geil, und wir alle machen mit. Willkommen im Wohlstand. Schlimmer als die Arbeitsbedingungen ist die Heuchelei, sich darüber aufzufegen, P.S.; in meinen T-Shirts steht bestenfalls "Made in Malaysia", ich gehe davon aus dass Sie auch meistens angezogen das Haus verlassen. Sie fahren ein deutsches Auto, weil Sie keine Asiaten ausbeuten wollen? Herzlichen Glückwunsch, das Airbag-Steuermodul kommt vmtl. von Bosch, und auch die werden irgendwo in China einen haben der 23 Sekunden Zeit pro Schraube hat....

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schmidtchen123 28.08.2017, 08:26
327. @plasmabruzzler # 326

Zitat: "(...)Würde man aber dort den Fabrikarbeitern unseren Mindestlohn bezahlen, würde man dort das soziale Gefüge total zerstören."

Was ist das bitte für eine widerwärtige Ansicht?
Dieses würde das soziale Gefüge zerstören, aber die wenigen (leider immer zahlreicher werdenden) Personen in den westlichen Ländern, die sich hemmungslos bereichern (Manager und Co), stabilisieren das soziale Gefüge oder was?
Außerdem geht es ja nicht nur um höheren Lohn, das wohl nebenbei, sondern um einfach menschlichere Arbeitsbedingungen. Das, in Kombination mit den abartigen Gewinnen von Apple, macht das schale Gschmäckle...

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Plasmabruzzler 28.08.2017, 09:00
328.

Zitat von schmidtchen123
1) Dieses würde das soziale Gefüge zerstören, aber die wenigen (leider immer zahlreicher werdenden) Personen in den westlichen Ländern, die sich hemmungslos bereichern (Manager und Co), stabilisieren das soziale Gefüge oder was? 2) Außerdem geht es ja nicht nur um höheren Lohn, das wohl nebenbei, sondern um einfach menschlichere Arbeitsbedingungen. Das, in Kombination mit den abartigen Gewinnen von Apple, macht das schale Gschmäckle...
1) Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ein einfacher Arbeiter bei besagter ausländischer Firma dort mehr verdient als ein Gelernter bei einem lokalen Unternehmen, wären die Ausmaße katastrophal. Wenn dort die Löhne insgesamt höher wären, könnte man auch besagten ungelernten Arbeitern mehr zahlen. Dass aber das Lohnniveau dort niedrig ist, liegt nicht an irgendwelchen Managern, sondern am dortigen Markt, der den Preis bestimmt.
2) Apple gibt die Arbeitsbedingungen nicht vor. Die besagten Zulieferfirmen nutzen eben die vollen Möglichkeiten der geltenden Gesetze. Das zu ändern kann nicht Aufgabe von Firmen sein, sondern von der dortigen Regierung.

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Plasmabruzzler 28.08.2017, 09:00
329.

Zitat von schmidtchen123
1) Dieses würde das soziale Gefüge zerstören, aber die wenigen (leider immer zahlreicher werdenden) Personen in den westlichen Ländern, die sich hemmungslos bereichern (Manager und Co), stabilisieren das soziale Gefüge oder was? 2) Außerdem geht es ja nicht nur um höheren Lohn, das wohl nebenbei, sondern um einfach menschlichere Arbeitsbedingungen. Das, in Kombination mit den abartigen Gewinnen von Apple, macht das schale Gschmäckle...
1) Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ein einfacher Arbeiter bei besagter ausländischer Firma dort mehr verdient als ein Gelernter bei einem lokalen Unternehmen, wären die Ausmaße katastrophal. Wenn dort die Löhne insgesamt höher wären, könnte man auch besagten ungelernten Arbeitern mehr zahlen. Dass aber das Lohnniveau dort niedrig ist, liegt nicht an irgendwelchen Managern, sondern am dortigen Markt, der den Preis bestimmt.
2) Apple gibt die Arbeitsbedingungen nicht vor. Die besagten Zulieferfirmen nutzen eben die vollen Möglichkeiten der geltenden Gesetze. Das zu ändern kann nicht Aufgabe von Firmen sein, sondern von der dortigen Regierung.

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