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Unfälle: Todesfahrt mit Ansage

Ein Epileptiker verursachte seit 2004 drei schwere Verkehrsunfälle. Weil er trotzdem seinen Führerschein behielt, konnte es im März zur Katastrophe kommen: In Hamburg starben vier Menschen. Jetzt wird Anklage erhoben wegen fahrlässiger Tötung.

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fatherted98 10.11.2011, 14:40
1. Typisch....

...ein unverantwortlicher Mensch der sich trotz einiger Unfälle wieder ans Steuer setzt und andere totfährt. Wahrscheinlich erwartet der Mann, der das ganze wohl mit einem Schulterzucken abtut, das man ihm verständnisvoll auf die Schulter klopft und weiterfahren läßt.
Das bei dem Ganzen nur eine Bewährungsstrafe im Raum steht und diese wahrscheinlich durch Gutachter noch abgemildert wird ist schon jetzt klar. Die Opfer hatten halt Pech...wie so oft...

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brazolino 10.11.2011, 14:46
2. Was soll man da sagen?

Zitat von sysop
Ein Epileptiker verursachte seit 2004 drei schwere Verkehrsunfälle. Weil er trotzdem seinen Führerschein behielt, konnte es im März zur Katastrophe kommen: In Hamburg starben vier Menschen. Jetzt wird Anklage erhoben wegen fahrlässiger Tötung.
Àls ich unter diesem Beitrag das übliche "Diskutieren Sie diesen Artikel ..." sah, konnte ich nur müde den Kopf schütteln: Was gibt es da eigentlich zu diskutieren?
Da lassen Ärzte, Richter und weiß-der-Geier-wer zu, dass Jahre lang eine tickende Zeitbombe durch die Gegend fährt, ein Mann also, in dessen Händen ein PKW regelmäßig zu einer potentiell tödlichen Waffe wird ... da fährt einer durch die Gegend, der genau wissen müsste, dass er jederzeit durch einen Anfall Menschen schwer verletzen oder töten könnte. Was dann auch passierte. Und jetzt?

Wer wird zur Verantwortung gezogen? Auch rückwirkend? Wahrscheinlich mal wieder "keine Sau". Also - Diskussion? Über was denn, bitteschön?

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gunman 10.11.2011, 14:52
3. Hochreck

Zitat von sysop
Ein Epileptiker verursachte seit 2004 drei schwere Verkehrsunfälle. Weil er trotzdem seinen Führerschein behielt, konnte es im März zur Katastrophe kommen: In Hamburg starben vier Menschen. Jetzt wird Anklage erhoben wegen fahrlässiger Tötung.
Fahrlässige "actio libera in causa". Wird sich die Saatsanwaltschft schwer tun, was man schon an der späten Anklage sieht.
Der Angeklagte wird auf Schuldunfähigkeit zum Unfallzeitpunkt plädieren. Die StA muss nachweisen, dass der Angeklagte im Vorfeld hätte wissen müssen, dass es zu einem Unfall an dem Tattag wegen seiner Krankheit kommen könnte und er insoweit fahrlässig gehandelt hat, als er die Fahrt began.
Freispruch ist möglich. Die "actio" ist Hochreck ibs. in ihrer fahrlässigen Form!

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nemesis001 10.11.2011, 14:52
4. Aw

Zitat von fatherted98
...ein unverantwortlicher Mensch der sich trotz einiger Unfälle wieder ans Steuer setzt und andere totfährt. Wahrscheinlich erwartet der Mann, der das ganze ....
Es geht hier ja uch nur um Menschenleben, nicht um Geld. Da wären 15 Jahre Knast kein Problem.

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mr_supersonic 10.11.2011, 14:58
5. Selbsteinschätzung funktioniert nicht...

Zitat von sysop
Ein Epileptiker verursachte seit 2004 drei schwere Verkehrsunfälle. Weil er trotzdem seinen Führerschein behielt, konnte es im März zur Katastrophe kommen: In Hamburg starben vier Menschen. Jetzt wird Anklage erhoben wegen fahrlässiger Tötung.
Fälle wie dieser müssten eigentlich mehr als deutlich machen, dass die Sicherheit im Strassenverkehr oftmals mehr als Leichtsinnig aufs Spiel gesetzt wird.

Ich bin daher für wiederkehrende ärztliche und psychologische Begutachtung jedes Autofahrers.
Und diesem Autofahrer, der mehr als Leichtsinnig das Leben anderer aufs Spiel gesetzt hat, sollte wegen Totschlags ins Gefängnis.

Ich weiß schon gar nicht mehr welche Geschichte ich zuerst erzählen soll, die ich mit manchen Autofahrern erlebt habe. Aber von z.B. älteren Autofahrern, die Unfälle mit Todesfolge beim Unfallgegner produzieren, höre ich öfters und kenne persönlich Menschen, die dadurch Familienangehörige verloren haben.

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Schweizer 10.11.2011, 15:05
6. ...

Wenn ich dem Artikel glauben darf ist der Mann nun schon gestraft genug. Er hat scheins kapiert, was er angerichtet hat und wird daran sein Leben lang zu beissen haben. So ist zu hoffen?
Aber es geht nun nicht mehr um den Unfallverursacher.
Es geht um die Tatsache, dass die Gefährdung anderer nicht überall ähnlich behandelt wird:

- vorsätzliche Körperverletzung mit Waffen z.B. Rumballern mit Schusswaffen führt sehr schnell hinter Gitter
- aber wo liegt der Unterschied zu Leuten die betrunken/bekifft/krank/zu schnell/usw. Auto fahren?
Oder zu Leuten aus dem vor allem pseudomedizinischen Bereich, die bei lebensgefährlichen Erkrankungen ohne Ahnung Tee und Akupunktur empfehlen?
Oder die Offiziellen Stellen die nicht gehandelt haben ... ?! Haben die sich nicht ganz erheblich mit schuldig gemacht?
Was würde passieren wenn ich einem Psycho eine Waffe verkaufen würde?

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Neurovore 10.11.2011, 15:06
7. ...

Zitat von Artikel
Caesar S. steht vor den Trümmern seines Lebens.
Angesichts der Tatsache, daß Caesar S. den Tod von vier Menschen verursacht hat, ist dieser Satz zutiefst geschmacklos....

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einuntoter 10.11.2011, 15:08
8. Nicht zu vergessen:

Zitat von McUtty
Gefährliche Kranke (auch AIDS Infizierte), Sexualstraftäter und Drogenkriminelle gehören nicht in unsere Gesellschaft. Für eine saubere Gesellschaft!!!
Mental minder bemittelte, die die Foren mit geistigem Dünnpfiff überschwemmen

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manuelbaghorn 10.11.2011, 15:10
9. Unfassbarer Einzelfall?

es ist unglaublich wie sehr Leute wie Caesar das Risiko eines Anfalls beim Autofahren verdrängen und sich dennoch ans Steuer setzen. Aber man muss ehrlicherweise auch sagen: Viele der Leute, die sich hier jetzt zu Recht über den Unfallfahrer aufregen verhalten sich selber beim Autofahren auch nicht gerade Risikovermeidend. Denn seien wir mal ehrlich: in weiten gesellschaftlichen Kreisen ist es doch keine Ausnahme betrunken Auto zu fahren. Und auch im nüchternen Zustand: wer auf der Autobahn mit über 200 km/h an einer Schlange Autos vorbeibrettert, der riskiert das Leben der anderen genauso sehr wie einer, der sich mit Epilepsie ans Steuer setzt! Was wir auf Deutschlands Straßen brauchen ist Rücksicht und Risikobewusstsein. Aber bis das bei allen Autofahrern angekommen ist, wird es wohl leider noch lange dauern...

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