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Ungewöhnliche Direktkandidaten: Werben um die Erststimme fürs Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren diskutiert, von den meisten Parteien aber abgelehnt. Drei Hamburger möchten das Thema nun konkret wählbar machen - sie treten als parteilose Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an. Direktkandidaten für Bedingungsloses Grundeinkommen - SPIEGEL ONLINE

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thelma&louise 22.09.2013, 07:55
60. Der Denkfehler liegt in der falschen

Grundannahme, dass alle Menschen seelisch gesund und kreativ sind und wissen, was sie wollen. Das ist falsch. Allein 12% leiden unter Depressionen, die weniger schwer leidenden profitieren von der Struktur, die ihnen jede noch so stupide Arbeit durch die Regelmäßigkeit der Verpflichtung gibt. Man könnte die Argumentation auf andere ausbreiten, was hier zu weit führt. nur so viel: vom Arbeitsplatz allein bekommt niemand Burn out. Jeder, der einmal sich auf eine ernstzunehmende Prüfung vorbereitet hat, weiß: über viele Wochen begleitet einen die Vorstellung, was man tun wird, wenn die Prüfung vorbei ist. Man macht das alles dann aber NICHT. Wer glaubt, er könne sich ohne Geld verdienen zu müssen, besser selbst verwirklichen, der hat auch jetzt Möglichkeiten, sich diese Freiräume zu schaffen. Frei ist nur, wer sich seine Freiheit selbst schafft. Der Ruf nach dem Staat ist immer der Ruf nach Unfreiheit.

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9813205uxbxdjrgfj 22.09.2013, 07:57
61.

[QUOTE=spiegelleser987;13799502]
Das bedingungslose Grundeinkommen hat nur einen Höhe, die für Grundbedürfnisse ausreicht. Also Miete , Ernährung, Energie usw.
... Die Pflegekraft kriegt dann vielleicht 1000 Euro bedingungsloses Grundeinkommen und zusätzlich einen Lohn von 5000 Euro.

Ihr Beitrag ist ja recht spannend,aber ich muß nachfragen:Wenn der Müllmann und die Pflegekraft für ihre Arbeit nochmal 5000 Euro erhalten:Auf welche astronomischen Summen steigen dann die Müllgebühren und die Pflegepauschalen im Altersheim?Wie lange wird sich der "Grundeinkommler" dann mit seinen "nur 1000 Euro" noch Müllabfuhr leisten können,geschweige denn alles andere?Nach kurzer Zeit MUSS er doch arbeiten - egal was und unter welchen Bedingungen - weil er mit 1000 Euro überhaupt keine Chance hat,seine Grundbedürfnisse zu stillen.Oder das Grundeinkommen muss steigen,aber damit dreht sich doch nur die Spirale weiter nach oben?!

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hackelberg 22.09.2013, 08:06
62.

Zitat von NorbertHirsch
Hier der Film zum Grundeinkommen: Eine Stimmenverteilung halte ich für wenig sinnvoll - so wird es wohl keiner in den Bundestag schaffen. Es ist glaube ich weithin bekannt, dass die PIRATENPARTEI die Disskusion zum bedingungslosen Grundeinkommen in den Bundestag tragen möchte.
ja aber nicht den immer objektiv und umfassend berichtenden Spiegel Journalisten.

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aufdenpunktgebracht 22.09.2013, 08:15
63. Bedingungslos?

Zitat von sysop
Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren diskutiert, von den meisten Parteien aber abgelehnt. Drei Hamburger möchten das Thema nun konkret wählbar machen - sie treten als parteilose Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an.
Ich kann mit gut bei einem bedingungslosen Grundkeinkommen vorstellen, dass gewisse Bevoelkerungsschichten eben noch mal ein Kind "produzieren", falls man ein neues Auto oder eine bessere Wohnung braucht. Zwei Erwachsene und 10 Kinder gibt zusammen 12000 Euro. Super! Davon traeumt der Sozialromantiker.

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kapamb 22.09.2013, 08:22
64. Träumer

Illusorisch ist das. Warum sollte ich noch arbeiten wenn ich ein schönes Einkommen ohne Arbeit habe? Höchstens schwarz. Oder ich mache Dauerurlaub in einem Billigland und gebe dort das Geld dann aus. Diese Idee entspricht dem des Sozialismus. Auf dem Papier ist alles ganz schön nicht aber in der Realität.

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M.O.A. 22.09.2013, 08:50
65. optional

Zitat:
"In St. Pauli leben viele Freiberufler und Kreative", sagt Füsers. "Denen ist der Gedanke eines Grundeinkommens natürlich sehr nahe."

Das sagt doch schon alles aus. Die Sozialromantik der Grundeinkommens-Spinner wird nie eine auch nur annähernd relevante Mehrheit hierzulande finden. Also entspannt zurücklehnen und sich über die "Argumente" der Befürworter köstlich amüsieren

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EchoRomeo 22.09.2013, 08:52
66. Erhöhte Mehrwertsteuer?

Etwa auf 50++ Prozent oder womöglich nur noch die derzeitige von 19% übriglassen? Prima, lebe ja an der Grenze zu Frankreich, dann wird eben dort eingekauft und aus Hamburg laufen jeden Morgen die Einkaufsflotten gen Niederlande aus. PS: Bin mal gespannt welche Vollwatsche die Schweizer den Bedingungslosen verpassen werden wenn es zum Volksentscheid kommt. Daran sind schon mehr pfiffige Schmarotzer in der Schweiz gescheitert, denn Schweizer sind Realisten und keine getarnten Kommunisten oder gar Faulenzer mit überzogenen Ansprüchen.

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olli0816 22.09.2013, 08:56
67. Ich bin schon lange dafür

Zitat von sysop
Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren diskutiert, von den meisten Parteien aber abgelehnt. Drei Hamburger möchten das Thema nun konkret wählbar machen - sie treten als parteilose Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an.
Von allen negativen Argumenten, die ich u.a. in Foren lese, ist das einzige relevante, wie das finanziert wird. Aber es gibt schon Länder mit BGE, z.B. Kuwait. Dort ist es aber so gelöst, dass nur die Kuwaitis in den Genuss kommen und die vielen Ausländer nicht.

Gehen wir mal das Problem an, das keiner mehr arbeiten möchte oder die unbeliebten Jobs nicht besetzt werden können. Solange ich mit einem BGE mir nichts großartig leisten kann, werde ich weiter arbeiten. Da aber die Menschen mit heutigen unteren Einkommen nicht mehr gezwungen werden können, 1E-Jobs oder schlechtest bezahlte Arbeit anzunehmen, egal wie die Bedingungen sind, wird diese Arbeit aufgewertet. Andererseits werden durch technischen Fortschritt heutige Jobs, die sich so noch finanzieren, wegrationalisiert. Gerade das Dienstleistungsangebot wird abnehmen, da man in naher Zukunft keine Kassiererinnen, Fahrkartenverkäufer oder Bahnschaffner mehr benötigt. Auch bei der Pflege wird sich das in den nächsten 10- 20 Jahren ändern oder der Taxifahrer wird wohl ab spätestens 2025 nicht mehr benötigt.

Leute, die sich gegen das BGE wehren und gerade in gutbezahlten Jobs arbeiten, haben die Angst, dass ihnen ihr Status Quo weggenommen wird. Die Angst ist aber unbegründet, da gutausgebildete Menschen immer benötigt werden. Ich meine damit nicht Studienabgänger von Fächern, die nicht benötigt werden sondern diejenigen, die die Wirtschaft am Laufen halten. Dafür wird es immer Nachfrage geben und da es davon zu wenige gibt, werden die auch gut leben.

Mit einem BGE würden wir eine ganze Menge Ämter überflüssig machen. Rentenamt, Arbeitsamt, Sozialamt würde nicht mehr notwendig sein. Genauso würde es zu einer starken Entlastung der Gerichte kommen, da alle H4-Kämpfe nicht mehr notwendig sind, inkl. den Kontrolleuern. Da es keine gesetzliche Rente mehr gibt, kann der Bürger, wenn er arbeitet, noch zusätzlich sparen und dafür aufstocken.

Insgesamt würde unsere Gesellschaft viel freier werden und der Mensch hätte endlich die Möglichkeit, sich selber zu entwickeln. Manche würden gar nichts machen, aber das passiert heute auch schon. Andere würden endlich mal die Dinge im Leben machen, die sie schon immer verwirklichen wollen. Ein Wunschtraum? Ja, sehr wahrscheinlich. Weil es einige wenige gibt, die zu sehr vom jetzigen System profitieren und zu mächtig sind, was sie mit dem neuen System nicht mehr wären.

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holyfetzer86 22.09.2013, 09:07
68. Meinung

Zitat von Hafturlaub
Mit bedingungslosem Grundeinkommen muss man diese Jobs, die keiner machen will, entsprechend gut bezahlen. Heute wird ja die Zwangslage von meist benachteiligten Menschen ausgenutzt und ein Hungerlohn gezahlt. Durch dieses Grundeinkommen würde eine gerechte Entlohnung von unterschiedlichen Tätigkeiten stattfinden.
Schwachsinn. So ein infantiler Irrglaube. Also verdient dann die Klofrau auf einmal fast soviel wie ein Facharbeiter und die Welt ist wieder in Ordnung.
Es zeigt vor allem, was der wirkliche Antrieb der Befürworter ist. Einfach mehr Geld von "denen da oben" (= in der Hauptsache Mittelstand, Akademiker etc.) abpressen und selbst mehr bekommen, ohne was konkret dafür zu tun. Das Grundeinkommen ist das mit Abstand unsozialste Werkzeug der aktuellen politischen Diskussion.

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roithamer 22.09.2013, 09:23
69. Natürlich

würde ich auch mit Grundeinkommem arbeiten gehen. Aber ich würde nix mehr für die Rente tun.

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