Forum: Blogs
Unglücksflug MH370: "Ich denke, die Menschen starben ganz am Anfang"
DPA/ATSB

Was geschah wirklich mit dem Rätselflug MH370? Ein Ermittler ist überzeugt: Einer der Piloten hat die Maschine gekapert und wollte sie auf der Oberfläche des Ozeans landen - damit sie auf Nimmerwiedersehen untergeht. Ein Interview von Marco Evers

Seite 1 von 8
DMenakker 08.08.2016, 11:58
1.

Technisch gesehen sicherlich ein sehr interesanter Gedankengang. Aber gibts és halt doch einige "Aber".

Wenn der Pilot das Flugzeug unbeschädigt auf dem Wasser landen wollte, frage ich mich, warum er mit voll ausgefahrenen flaps geflogen ist. Die Begründung ist so logisch, wie wenn er das Fahrgestell ausgefahren hätte und man daraus konstruiert, er hätte auf dem Wasser landen wollen. Jeder, der sich mit der Materie beschäftigt weiss, dass die grösste Gefahr bei der Wasserung ist, dass sich Flugzeugteile "verkanten". Das können einmal die Triebwerke sein, aber auch die Flügel, wenn die Maschine nicht exact auf dem Wasser aufkommt. Dann lieber mit etwas höherer Geschwindigkeit, als mit irgendwelchen "Störungen" an der Unterseite. Man vergleiche die Notwasserungen der US Air und der Ethiopian air, um zu wissen was ich meine. Gerade aufzukommen ist das allerwichtigste. Aber warum wollte er gerade aufkommen? Wollte er mit der Rettungsinsel wegpaddeln? Mit Sicherheit nicht. Wer als Pilot so ein Ding durchzieht, hat mit sich selbst abgeschlossen. Und dann stellt sich immer noch die Frage, warum möglichst sanft aufsetzen? Wenn er mit sich selbst abgeschlossen hat, dann wäre Berg oder ungebremst aufs Wasser immer noch die bessere Möglichkeit. Kurz und schmerzlos. Nein, hier handelt es sich nur um eine Theorie unter vielen. Sicherlich technokratisch halbwegs sauber begründet, aber deswegen in ihrer Gesamtheit noch lange nicht schlüssig.

Beitrag melden
horstenporst 08.08.2016, 12:08
2. Popcorn steht bereit

Ich kann den Artikel zwar nicht lesen (und werde auch keine 39 Cent dafür zahlen) freue mich aber schon auf unterhaltsame Verschwörungstheorien. Aber bitte nicht wieder Diego Garcia, das ist inzwischen langweilig.

Beitrag melden
ihawk 08.08.2016, 12:24
3. Alles entscheidende Frachliste

Die Antwort auf viele offene Fragen liegt in der bis heute nicht veröffentlichten Frachtliste.
Ansonsten ist endgültig bewiesen worden, dass man ein Verkehrsflugzeug "verschwinden" lassen kann. Ein Grund mehr, über ein Satelliten gestütztes, autarkes Fluginformationsystem nachzudenken, welches nicht von innerhalb des Flugzeuges abgeschaltet werden kann.

Beitrag melden
hkostal 08.08.2016, 12:39
4. In der Tat ...

... ist es nicht einzusehen, warum er eine Prozedur anwendet, die für eine "richtige" Landung nötig ist.

Beitrag melden
pythagoräische Bohne 08.08.2016, 12:41
5. Viele ungelöste Fragen

Zitat von DMenakker
Aber warum wollte er gerade aufkommen? Wollte er mit der Rettungsinsel wegpaddeln? Mit Sicherheit nicht. Wer als Pilot so ein Ding durchzieht, hat mit sich selbst abgeschlossen. Und dann stellt sich immer noch die Frage, warum möglichst sanft aufsetzen? Wenn er mit sich selbst abgeschlossen hat, dann wäre Berg oder ungebremst aufs Wasser immer noch die bessere Möglichkeit. Kurz und schmerzlos. Nein, hier handelt es sich nur um eine Theorie unter vielen. Sicherlich technokratisch halbwegs sauber begründet, aber deswegen in ihrer Gesamtheit noch lange nicht schlüssig.
Die Vertreter dieser Theorie sagen, dass die Absicht bestand, Trümmer zu vermeiden, das Flugzeug möglichst intakt versinken zu lassen und auch den Treibstoff bis auf den letzten Tropfen zu verbrauchen, damit kein Ölteppich entsteht.

Das Paradox daran ist, was machen innerhalb vieler Stunden die Flugbegleiter? Es wird immer wieder behauptet, die Person im Cockpit könne diejenigen außerhalb quasi durch Knopfdruck töten, indem sie die Klimaanlage ausschaltet. Die tragbaren Sauerstoffflaschen der Flugbegleiter reichen allerdings bei einer empfohlenen Einstellung von 3-4 Litern pro Minute für ein bis zwei Stunden (>300 Liter pro Flasche). Es gab außerdem 15 Flaschen für 10 Flugbegleiter. Da bei abgeschalteter Klimaanlage die Temperatur rasch sinkt, würde die Person im Cockpit erfrieren, bevor den Flugbegleitern der Sauerstoff ausgeht. Dann wäre sie nicht in der Lage, die Flaps auszufahren. Und die Flubegleiter können mit Hilfe der tragbaren ELT in der Kabine die Außenwelt auf sich aufmerksam machen.

Beitrag melden
lagartixa 08.08.2016, 12:56
6. Nicht veröffentlichte Frachtliste?

Zitat von ihawk
Die Antwort auf viele offene Fragen liegt in der bis heute nicht veröffentlichten Frachtliste. Ansonsten ist endgültig bewiesen worden, dass man ein Verkehrsflugzeug "verschwinden" lassen kann. Ein Grund mehr, über ein Satelliten gestütztes, autarkes Fluginformationsystem nachzudenken, welches nicht von innerhalb des Flugzeuges abgeschaltet werden kann.
Die Frachtliste finden sie hier: http://avherald.com/h?article=4710c69b/0526&opt=0

Beitrag melden
dingodog 08.08.2016, 12:58
7. In sich logisch

Ich bin kein Flugzeugexperte, aber die Beschreibung ist in sich logisch. Vielleicht denkt jetzt mal jemand darüber nach, ob der Pilot vielleicht doch nicht Selbstmord begehen wollte bzw. begangen hat. Könnte es irgendeinen Grund, zb. irgendeine Ladung, gegeben haben, wegen der der Pilot ein solches Risiko einzugehen bereit war? Eine "sanfte Landung" würde ja heissen, dass der "Selbstmörder" entweder ertrinkt (na gut, beliebte Selbstmordvariante) oder in einem Rettungsfloß im Ozean verdurstet. Oder doch kein Selbstmord, und er hatte Freunde, die auf ihn gewartet haben?

Beitrag melden
1gegenstimme 08.08.2016, 13:47
8. sanfte Landung

Was sich mir noch nicht erschließt, ist, warum ein Pilot (oder wer immer im Cockpit die Kontrolle hatte) eine sanfte Landung versuchen sollte, wenn er nicht nur Mörder sondern auch Selbstmörder sein will. Logisch gibt es nur zwei Erklärungen: entweder wollte er wirklich nur das Flugzeug verschwinden lassen, oder aber er wollte doch keinen Selbstmord begehen und sich absetzen. Hat er dafür vielleicht doch näher an einer Küste zu landen versucht? Ich glaube nicht, dass es hier Raum für Verschwörungstheorien gibt, aber die menschliche Psyche ist eben manchmal wie der Indische Ozean - tiefgründig!

Beitrag melden
rolo 08.08.2016, 13:53
9. Ich halte die Schlussfolgerungen für gewagt...

... denn wenn man aus dem Zustand so weniger Bruchstücke auf die Art der Wasserung schließen will, kann man schnell einem Irrtum aufsitzen.
Daher befasse ich mich lieber mit dem gesicherten Wissen und daraus ableitbaren "realistischen" Spekulationen. Gesichert scheint mir, dass der Flugverlauf vom Abweichen von der normalen Flugroute bis zum Wendepunkt nach Süden nach Umfliegen der Nordspitze Indonesiens kein Zufall im Sinne chaotischer oder kopfloser Steuerung infolge eines Brandes oder technischen Defektes sein kann. Jemand muss das Flugzeug bewusst gesteuert oder auf diesen Kurs programmiert haben. Dies kann im einfachsten Fall als eine Entführung oder ein terroristischer Akt verstanden werden. Allerdings ergibt der anschließende Flug ins südliche Nirvana keinen dazu passenden Sinn. Terroristen hätten sich sicherlich ein "spektakuläres" Einschlagsziel gesucht und "einfache" Entführer wollen gewöhnlicherweise überleben. Bleibt also die These vom Pilotenselbstmord, der als Suizid aber unbeweisbar sein sollte, um die Auszahlung von Versicherungsgeldern an Angehörige nicht zu gefährden. Hierzu würde das Szenario passen, da das Flugzeug nun so gut wie unauffindbar ist und selbst im Falle, die Blackboxes würden gefunden, die entscheidenden Aufzeichnungen am Beginn des "Blindfluges" nach dem stundenlangen Flug gen Süden längst überschrieben wären. Dazu passt auch, dass man grobe Radarinformationen über einen plötzlichen starken Aufstieg bis über die Dienstgipfelhöhe kurz nach Beginn des Irrflugs ermittelt hat. Der Pilot könnte auf größtmögliche Höhe gegangen sein und den Druckausgleich der Kabine abgeschaltet haben, was zur Bewusstlosigkeit oder gar dem Tod aller Personen an Bord ohne längerfristige Sauerstoffversorgung geführt hätte. (Teil 1)

Beitrag melden
Seite 1 von 8
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!