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Urteil in Berlin: Schüler scheitern mit Klage gegen schlechte Noten
DPA

Drei Gymnasiasten aus Berlin-Neukölln sind vor Gericht gescheitert. Sie hatten wegen ihrer schlechten Noten geklagt. Schuld daran seien die vielen Migrantenkinder in der Klasse. Sie sind selbst keine Muttersprachler. Schüler klagen im Berlin Neukölln gegen schlechte Noten - SPIEGEL ONLINE

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kb26919 26.09.2013, 22:47
1. Das ist doch eine absurde Klage

Schuld sind für gewisse Migranten immer die Anderen,die Deutschen .Auf die Idee daß sie selber in der Pflicht sind um in der Schule bessere Noten zu erreichen kommen sie offenbar nicht.seltsamer Weise gibt es auch Migranten die sehr gute Noten erreichen ,ist das etwa auch die " Schuld" der Deutschen ?

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lordas 27.09.2013, 23:22
2.

Zitat von sysop
...Ein neues Schulgesetz, das sich jedoch gerade verzögert, soll sich darum kümmern, das nicht mehr so viele für die Schulform ungeeignete Schüler aufs Gymnasium kommen - oder dort scheitern.
Manchmal verstehe ich die Politik in NRW nicht. Erst scheint man den Kindern das Abitur am liebsten schenken zu wollen, jetzt auf einmal soll das Gymnasium von der Flut befreit werden?

Oder versucht man nicht eher möglichst viele Schüler auf die Sekundarschulen zu leiten? Immerhin gibt es dort am Ende die Garantie das Abitur machen zu dürfen.

Mich würde mal interessieren, wieviele Sekundarschulen ehemalige Hauptschulen waren.

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prüderiegegner 27.09.2013, 00:02
3. Nix Gümmi?

"Die Bildungsexpertin der CDU-Fraktion, Hildegard Bentele, sagte dem "Tagesspiegel" dagegen, jeder Schüler hätte die Möglichkeit, nicht auf eine Schule zu gehen, an der er Benachteiligung befürchtet."

1. Nicht "dagegen" sondern "hingegen".
2. Nicht "hätte" sondern "habe". (Konjunktiv realis)
3. Nicht "nicht auf eine Schule zu gehen", sondern "Schulen zu meiden".

Und nun der ganze Satz in korrigierter Form und gymnasientauglich: "Die Bildungsexpertin der CDU-Fraktion, Hildegard Bentele, sagte dem "Tagesspiegel" hingegen, jeder Schüler habe die Möglichkeit, Schulen zu meiden, an denen er Benachteiligung befürchtet."

Na? War doch gar nicht so schwer, oder?

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Ich_sag_mal 27.09.2013, 00:25
4. Kapiere ich nicht!

Der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Özcan Mutlu, freut sich, dass endlich Schüler gegen die Bildung von Klassen mit hohem Migrantenteil klagen, das sei ein "Skandal".
Was wird denn hier gemeint?
Ich stelle mir gerade vor das hier jemand ohne Migrantenhintergrund geklagt oder kommentiert hätte.
Das Faktum besteht, die Abstimmung mit den Füßen besteht.
Ist nur noch nicht im Kopf.
Wer soll muß oder darf jetzt wie reagieren, ich meine damit das politisch korrekt bleibt.

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bettyboop2013 27.09.2013, 00:31
5.

63% Migrantenanteil ist für eine Neuköllner Schule doch eher wenig.

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Alex Ander 27.09.2013, 00:51
6. ,,nicht mehr so viele für die Schulform ungeeignete Schüler''

was wäre auf mit dem Anspruch auf eine Gute und Optimale Bildung für Jeden, unabhängig von der Schulform?

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georgia.k 27.09.2013, 01:42
7. Der Ausländeranteil an sich muß kein Nachteil sein

wenn es sich um Kinder aus bildungsbewussten Elternhäusern handelt. In der öffentlichen Grundschule meines Kindes waren um 30-40% Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache. Nur hatten diese Kinder Eltern, die sich selbst schon um die deutsche Sprache bemüht hatten und die die Lernerfolge ihrer Kinder sehr wichtig nahmen. Ein ebenso hoher Anteil von Kindern ohne gleichwertige Deutschkenntnisse wäre zweifellos zulasten des allgemeinen Standards gegangen.
Das Berliner Verwaltungsgericht entschied nun gegen die Klage - wohl weil es solch eine Argumentation nicht gelten lassen will.
Dabei gibt es schon längst eine mehrere Jahrzehnte alte Untersuchung darüber, dass Kinder aus Einwandererfamilien bessere Chancen auf Bildung haben, wenn sie Klassenverbänden in nur geringer Anzahl vertreten sind. Sie müssen sich dann zwangsläufig der deutschen Sprache bedienen und auch den Gepflogenheiten der Mehrheit anpassen.
Inzwischen lässt sich das wegen der hohen Zahl der Migranten gar nicht mehr darstellen, insbesondere, wenn sie schon 50% der Schüler/innen stellen.

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BettyB. 27.09.2013, 02:22
8. Was ist denn das - kein Muttersprachler

Nun, eine Mutter werden die Kinder doch wohl haben, oder? Und dass die Mütter der Nichtmuttersprachler gar keine Sprachkenntnisse in Wort und/oder Schrifthaben, ist wohl auch unwahrscheinlich. Und selbst dann haben die Mütter eine Muttersprache und somit auch die Kinder. Dass das nicht Deutsch ist, mag ja stimmen, doch nicht nur Deutsche mit deutscher Mutter sind Muttersprachler...

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ChristianDortmund 27.09.2013, 03:35
9. Wenn die Argumentation des Gerichts längst überholt ist:

"Der hohe Ausländeranteil bringe keine Benachteiligung der Schüler mit sich."

Wer nur ein wenig Fachliteratur gelesen hat oder klaren Verstandes ist, der wird sofort auf die Idee kommen, dass diese Aussage komplett falsch ist und an der Wahrheit vorbeizielt. Es ist längst erwiesen, dass sich das nachteilig auswirkt. Richtig ist aber: Es muss aber nicht immer der schlimmste Fall eintreffen, so wie auch woanders mal schlechtere Ergebnisse erzielt werden können. Dies ist dann allerdings kein Beleg dafür, dass es sich nicht nachteilig auf die Lernentwicklung von Kindern auswirkt. Es gibt tausende von Gründen, warum es in einer anderen Klasse mal schlechtere Ergebnisse gab: soziale Faktoren, höhere Ansprüche der heterogenen Lehrerschaft usw.! Ist doch nen Witz mit einer anderen Klasse zu argumentieren.

Es gibt nunmal soziale Benachteiligung und eben auch Benachteiligung durch die Zusammensetzung einer Klasse. Wer das verkennt ist blind oder möchte blind sein.

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