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Urteil: Katholische Schule darf muslimischen Jungen ablehnen
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Über diesen Fall wurde heftig gestritten: Ein muslimischer Junge wollte eine katholische Grundschule besuchen - aber nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Der Schulleiter weigerte sich, die Eltern reichten Klage ein. Nun hat das Oberverwaltungsgericht Münster ein Urteil gefällt. OVG Münster: Bekenntnisschule darf muslimischen Schüler ablehnen - SPIEGEL ONLINE

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dentista 05.09.2013, 00:27
100. Als

erstes, ich bin nicht religiös. Zweitens lehne ich jeglichen Religionsunterricht ab sondern bin für die Einführung eines Art Ethikunterrichts für alle Religionsgruppen, bei der alle Religionsgruppen erklärt und diskutiert werden, egal ob Protestant, Katholik, Muslim oder einer anderen Glaubensgruppe. Staat und Religion (Schule -> Religion) gehört absolut getrennt. ABER unter den aktuellen Bedingungen finde ich, dass wenn ein religiöser Träger eine Schule betreibt, finde ich, dass er anhand der Ablehnung seiner Religion eben den Bewerber, bzw anhand der Überzeugung der Eltern, diesen ablehnen darf. Wenn ich nicht will das mein Kind Sexualkundeunterricht in der Schule hat schicke ich es eben auf so eine Schule und keine Öffentliche (glaub 2005 gab es eine Diskussion weil Nonnen Seiten aus Aufklarungsbüchern rissen).
Aber wie man sieht, die Religion ist eben mal wieder der Scheideweg.
Deshalb absolute Trennung!
Religion gehört nach Hause, und nicht in die Öffentlichkeit! Aus diesem Grund finde ich es auch gut dass bei uns damals in Bayern alle Kreuze aus den Klassenzimmern (öffentliche Schule) entfernt wurden!
Meine persönliche Überzeugung geht sogar noch weiter, ich unterscheide unter Glauben - Religion - und den dazu gehörigen Institutionen. Ich glaube bin aber nicht religiös. Ich Brauch niemanden der mir sagt wie ich was zu tun habe. Jeder Mensch kann/darf/soll glauben, aber wenn's tiefer in die Substanz geht, erzeugt es nur Intoleranz zwischen den Menschen.

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zorr0 05.09.2013, 00:38
101. Völlig legitim

Wenn ich beispielsweise eine Schule nur für Jungen aufmache, kann mich ja auch keiner darauf verklagen , dass ich Mädchen aufzunehme.

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flyhi172 05.09.2013, 05:27
102. OVG Muenster

das OVG Muenster ist bekannt dafuer, grundsaetzlich keine Revision zuzulassen... ein schoenes Instrument um die Ueberpruefung durch hoehere Gerichte von vorneherein auszuschliessen (auch wenn ich der Meinung bin, dass die Entscheidung richtig war)

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tomboygö 05.09.2013, 05:40
103. Wechsel

Zitat von intelligenzbestie22
Mir ist unklar, wieso die Schwester am Religionsunterricht und Gottesdienst teilnehmen darf, der Sohn jedoch nicht aus der Sicht der Eltern. Außerdem kann man nicht immer nur alles haben wollen - die Schule in der eigenen Straße, mit Geschwistern und Freunden - ohne sich auch mal anzupassen.
Es gab vor einiger Zeit schonmal einen Artikel darüber. Zwischen der Einschulung der Tochter und der des Sohnes gab es einen Wechsel in der Schulleitung. Als die Tochter eingeschult wurde, war die Teilnahme am Religionsunterricht/Gottesdienst nicht zwingend.

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fredadrett 05.09.2013, 06:48
104. Gutes Urteil

Da hätte mal einer in Pakistan gegen eine Koranschule klagen sollen oder in der Türkei. Es ist schwer erträglich zu sehen wie unsere abendländische Kultur missachtet und mit Füßen getreten wird. Starts dankbar zu sein hier eine Bleibe gefunden zu haben wird geklagt. Die Nationalität wird verschwiegen. Warum? Ein Syrier?

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c++ 05.09.2013, 07:07
105.

Das Urteil wird durch die Überschrift seltsam verfälscht. Die katholische Schule darf den Jungen nicht ablehnen, weil er Moslem ist, sondern weil er nicht am Religionsunterricht teilnehmen will. Damit kann sie auch katholische Schüler ablehnen. Mit Religionszugehörigkeit hat es also nichts zu tun.

Man kann natürlich darüber streiten, ob es Schulen in nichtstaatlicher Trägerschaft geben soll. Aber Kinder an einer kath. Schule anzumelden, gleichzeitig aber vom Religionsunterricht abzumelden, ist schon reichlich bizarr.

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opreewalter 05.09.2013, 07:15
106.

Zitat von sysop
Über diesen Fall wurde heftig gestritten: Ein muslimischer Junge wollte eine katholische Grundschule besuchen - aber nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Der Schulleiter weigerte sich, die Eltern reichten Klage ein. Nun hat das Oberverwaltungsgericht Münster ein Urteil gefällt.
Diskriminierung - und schon wieder Kirchenklüngel und das über die Gerichte..... Jeder soll glauben was er will und kann - aber dafür Weigerungen auszusprechen.... das Oberberwaltungsgericht hat echt einen Dachschaden - also der Richter davon.

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h3ld 05.09.2013, 07:16
107. Worüber sollte man sich mehr Sorgen machen?

1. Das ein muslimischer Junge nicht auf eine christliche Schule gehen darf ODER 2. Das es im durchaus aufgeklärten Deutschland, noch sehr viele Menschen gibt die an irgendwelche Übernatürlichen Dinge glauben?
Denkt mal drüber nach.

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Peterle 05.09.2013, 07:19
108. fliegende Schuhe

Zitat von knowit
zum Christentum konvertieren.
Zu den "Ungläubigen"? Das schlagen Sie mal ernsthaft einem Muslim vor. Es könnte sein das Ihnen ein Schuh entgegen fliegt

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nochmehrunsinn 05.09.2013, 08:03
109. Es ist nun mal so das die Kirchen in diese Schulen auch Geld

stecken und die Hardware (Gebäude etc.) stellen!
Nicht nur wegen der Ausstattung haben Konfessionelle/Bekenntnisschulen überwiegend ein sehr guten Ruf.
Da es wirklich so wie eine Kiezflucht gibt (Multikulti hört ja bekanntlich bei den eigenen Kindern auf) bieten solche Schulen für Eltern eine echte alternative da gerade dort guter Unterricht im Vordergrund steht.
Wer es nicht glaubt soll sich solche Schulen mal ansehen!;-) zudem wird er bemerken das diese Schulen überwiegend von Schüler aus Spanien, Italien, Polen, Russland, Gr. usw. besucht werden.
Anstatt Debatten über Gummibärchen, Schwimmunterricht, Schweinefleisch etc wird dort unterrichtet.

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