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Urteil zum Schulsport: Muslimisches Mädchen muss mit Jungs schwimmen
DPA

Die Schülerin wollte aus religiösen Gründen nicht mit ins Schwimmbad, jetzt entschied Hessens Verwaltungsgerichtshof: Auch Musliminnen müssen zum gemischtgeschlechtlichen Schulschwimmen. Integration sei wichtiger als Glaubensfreiheit, begründeten die Richter - zumindest bis zur Pubertät. Schwimmunterricht für Muslime: Schule musste Mädchen nicht befreien - SPIEGEL ONLINE

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Scribulus 30.09.2012, 03:43
90. Zu 8. stürmisch 28.09.2012

Nicht all Ihre Werte! Aber es wird zu Recht, da im Interesse der Muslims und ihrer Gastkultur, verlangt, dass sie sich einem gewissen Maß an Verzicht auf eigene Vorstellungen als erkennbares Wollen zur Integration beugen. Sie, die Muslime, kennen die Gepflogenheiten eines Landes, bevor sie sich aus freiem Entschluss dorthin begeben; diese zu akzeptieren ist ein Gebot der Höflichkeit und Ausdruck einer Dankbarkeit für die Bereitschaft der gewählten Nation, sie aufzunehmen. Es ist ein Anliegen aller Beteiligten, die Integration aktiv mit einem hohen Maß an Toleranz zu verwirklichen.

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thevicar 30.09.2012, 09:10
91. Ich sehe nicht hübsch genug aus!

quote
Die Schülerin hatte ihn abgelehnt. Ihr Anwalt sagte, das Kleidungsstück sei ein "Plastiksack" und lasse die Trägerin "hässlich" aussehen.
unquote

Daran kann man die Verlogenheit der Argumentation der jungen Dame, bzw. ihres Umfeldes erkennen. Es ist ja gerade Sinn und Zweck des muslimischen Vermummungsgebotes, sich der männlichen Umwelt unattraktiv und nicht begehrenswert zu zeigen. Um also die tiefe Verankerung in ihrer Religion zu demonstrieren, wäre das Tragen der Haschima wohl die "ulima ratio".

Sollte dies aus Gründen der "Gefälligkeit des Aussehens" abgelehnt werden, kann diese Verankerung wohl doch nicht so tief sein.
Also ab ins Schwimmbecken.

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zitzewitz 30.09.2012, 09:56
92. Willkommen in der Parallelgesellschaft

Zitat von Legacy
Aber dann das Gemischt-Schwimmen ablehen. Was soll das eigentlich ? Gibts bald eigends für Muslime angelegte Bäder, Kinos, Kneipen ? Oder Klassen je nach Religion getrennt ? Gehts noch ?
Es soll bereits Bäder geben, die zu bestimmten Öffnungszeiten nur muslimische Frauen einlassen, da ihnen ja das Schwimmen mit Ungläubigen nicht zuzumuten ist. Forderungen nach eigenen Bädern sind auch bereits laut geworden, so z.B. in Lübeck.

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halbstark 30.09.2012, 10:01
93. Erst denken, dann klagen

Wenn "strenggläubige" Muslime nach ihren Wertvorstellungen leben wollen, sollten sie in Erwägung ziehen, eines der zahlreichen muslimischen Länder mit ihrer Einreise zu beglücken, wenn man schon nicht im eigenen Land leben möchte, obwohl dieses ja die "richtigen" Wertvorstellungen hat. Wenn ich als Niederländer keine Berge mag, dann ziehe ich ja auch nicht nach Österreich in die Alpen und fordere dort die Einebnung der Berge.

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brewknow 30.09.2012, 10:55
94. Verhinderung von Integration

Eigentlich müsste man solche Eltern wegen "Verhinderung der Integration" bestrafen...

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Hans58 30.09.2012, 11:03
95.

Zitat von mm01
.... Ob diese "Jungfrauen" waren, entzieht sich meiner Kenntnis ;-)
Eine Jungfrau bleib aus der Zeit übrig: Datei:Jungfrau.wengen.jpg

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FreierHumanist 30.09.2012, 12:11
96. Unglaublich dreist

Zitat von stürmisch
Was hat das Schwimmen bitte mit Integration zu tun? Nur weil ich jemanden nicht nackt sehen möchte verwehre ich mich doch nicht der Gesellschaft. Von uns Muslimen wird keine Integration gefordert, sondern dass wir doch all unsere Werte und Moralvorstellungen über Bord werfen und uns komplett beugen. Irgendwie kontrovers, wo doch hier Toleranz und Freiheit so groß geschrieben werden. Integration muss sein, aber so nicht!
Integration = Annehmen der Normen des Gastlandes. Es ist immer noch unser Land. Wenn sie das als "beugen" empfinden, empfehle ich Ihnen die Ausreise in ein Land, in dem sie "frei" leben können. Unglaublich, wie dreist man sein kann. Personen wie sie sind verantwortlich für die Ablehnung, die man ihrer ganze Religion mittlerweile entgegenbringt.

Zitat von AnRoSe
Ich bin deutsch, ich bin Muslima und ich habe echt die Schnauze voll davon, welche Sonderrechte manche Muslime in Deutschland (oder auch in anderen westlichen Ländern) haben wollen. Es wird gar nicht gefordert, daß Sie Ihre Werte und Moralvorstellungen über Bord werfen, sondern daß Sie sich in die vorherrschende Gesellschaftsordnung einfügen, denn ich vermute mal, daß Sie sich dauerhaft für den Aufenthalt in Deutschland entschieden haben. Umgekehrt wird ja auch erwartet, daß man sich anpaßt, wenn man in einem islamischen Land lebt! Ich verstehe außerdem auch nicht, warum viele Muslime in Deutschland muslimischer sein wollen als Muslime in islamischen Ländern. Gilt es sich da etwas zu beweisen? Und ich kann Ihnen versichern, daß ich genau weiß, wovon ich spreche, denn ich lebe - mit Unterbrechungen - seit fast zwanzig Jahren in islamischen Ländern (Iran/Pakistan). Ach übrigens: In der Schule in Pakistan (!!!!), in die meine Tochter geht, gibt es keinen getrennten Schwimmunterricht. Da müssen Jungs und Mädchen - egal welchen Alters - gemeinsam ins Wasser. Die einzige Konzession ist, daß keine Bikinis getragen werden dürfen. Manche Mädchen, denen auch ein Badeanzug zu viel Haut zeigt, tragen halt eine Art Burkini, aber ohne Kopfbedeckung. Und einen Burkini zu tragen, war dem Mädchen in Hessen ja auch freigestellt. Schon blöd, wenn man sich dann mit so einem Outfit nicht hübsch genug findet. Allein diese Aussage läßt doch jedem normalen Menschen den Kamm schwellen!
Vielen Dank für diesen Beitrag. Er zeigt, dass es auch vernünftige Menschen muslimischen Glaubens gibt. Leider vernehme ich in Diskussionen mit Angehörigen Ihrer Religion viel zu selten Stimmen wie Ihre. Ich wünschte, unsere feigen Politiker würde mal so klare Worte finden. Leider sind beide, die realitätsfremden "Volksvertreter" und die nicht integrationswilligen Muslime, gleichermaßen Schuld an der zunehmenden Ablehnung ALLER Menschen aus dem islamisch geprägten Kulturkreis.

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Legacy 30.09.2012, 12:18
97. Zählen Sie...

Zitat von halbstark
Wenn "strenggläubige" Muslime nach ihren Wertvorstellungen leben wollen, sollten sie in Erwägung ziehen, eines der zahlreichen muslimischen Länder mit ihrer Einreise zu beglücken, wenn man schon nicht im eigenen Land leben möchte, obwohl dieses ja die "richtigen" Wertvorstellungen hat. Wenn ich als Niederländer keine Berge mag, dann ziehe ich ja auch nicht nach Österreich in die Alpen und fordere dort die Einebnung der Berge.
...jetzt bitte islamische Länder auf, in denen eine funktionierende Demokratie nach westlichem Vorbild herrscht (nur so könnte ich ja bei meiner Einreise sicherstellen auch westliche Werteprinzipien geniesen zu können) und gleichzeitig der Islam gelebt wird. Sie werden da Probleme haben.
Vereinfacht ausgedrückt - was tut eigentlich ein Steinzeitmensch (implantiert in die heutige Zeit) wenn er das erstemal einen Supermarkt betritt ? Richtig - er zieht der Verkäuferin eins mit der Keule über, nimmt sich das entdeckte Objekt der Begierde und verschwindet nebst der Verkäuferin im Sack in seine Höhle. Und wenn sie nun noch glauben diesen Steinzeithelden in einer einzigen Lebensspanne umerziehen zu können...hmmm...versuchen Sie doch mal, grins :o)

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annley 30.09.2012, 15:23
98. Recht auf Selbstbestimmung

In was für einem Land leben wir eigentlich? In einem, in dem man Menschen gegen ihren Willen ins Wasser zwingen kann? Das ist mit dem Grundgesetz, der Würde des Menschen, der Freiheit und dem Recht auf Selbstbestimmung absolut unvereinbar. Wir regen uns (zu Recht) über andere Länder und Religionen auf, die ihren Frauen eine bestimmte Kleiderordnung aufzwingen, leben aber selbst in einem Land, in dem man Menschen im Namen der Schulpflicht und per Gerichtsbeschluss in ein Schwimmbecken zwingen kann. Und das finden wir normal, weil es unser Land ist und wir es nicht anders kennen. Es ist traurig. Wenn wir so einen Zwang ausüben, sind wir nichts besser als andere Länder, die andere Zwänge ausüben.
Dieses Mädchen möchte unter den gegebenen Bedingungen nicht schwimmen, und sie sollte jedes Recht über ihre eigene Person haben, dass sie das entscheiden darf. Es ist ihr Körper, und es ist ihr Leben. Die Richter dürfen genauso wenig darüber bestimmen, wie das eine Religion darf.
Jeder Erwachsene darf frei entscheiden, ob er schwimmen gehen will oder das aus diversen Gründen nicht will, aber Kinder, die doch noch viel mehr Schutz ihrer Menschenwürde brauchen, weil sie noch viel angreifbarer sind, dürfen das nicht entscheiden?

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karl_schnitzel 30.09.2012, 15:45
99.

Zitat von annley
In was für einem Land leben wir eigentlich? In einem, in dem man Menschen gegen ihren Willen ins Wasser zwingen kann? Das ist mit dem Grundgesetz, der Würde des Menschen, der Freiheit und dem Recht auf Selbstbestimmung absolut unvereinbar. Wir regen uns (zu Recht) über andere Länder und Religionen auf, die ihren Frauen eine bestimmte Kleiderordnung aufzwingen, leben aber selbst in einem Land, in dem man Menschen im Namen der Schulpflicht und per Gerichtsbeschluss in ein Schwimmbecken zwingen kann. Und das finden wir normal, weil es unser Land ist und wir es nicht anders kennen. Es ist traurig. Wenn wir so einen Zwang ausüben, sind wir nichts besser als andere Länder, die andere Zwänge ausüben.
Erstens haben Sie wohl nicht vestanden dass es nicht um eine Kleiderordnung geht, denn die Wahl ihrer Kleidung war dem Mädchen freigestellt. Es war die Kleidung der Mitschühler die störte - denen hätte eine andere Kleidung aufgezwungen werden sollen, dementspechend widersprechen Sie sich hier selbst.

Zweitens hat die Wahl an welchen Unterrichtsfächern man selbst oder seine Kinder teilnehmen nichts mit dem Recht auf Selbstbestimmung zu tun - übrigens genauso wenig wie die allgemeine Schulpflicht. Es darf auch von anderen Schulfächern (z.B. Mathematik & Deutschunterricht) nicht selbstbestimmt ferngeblieben werden.

Zitat von annley
Dieses Mädchen möchte unter den gegebenen Bedingungen nicht schwimmen, und sie sollte jedes Recht über ihre eigene Person haben, dass sie das entscheiden darf. Es ist ihr Körper, und es ist ihr Leben. Die Richter dürfen genauso wenig darüber bestimmen, wie das eine Religion darf. Jeder Erwachsene darf frei entscheiden, ob er schwimmen gehen will oder das aus diversen Gründen nicht will, aber Kinder, die doch noch viel mehr Schutz ihrer Menschenwürde brauchen, weil sie noch viel angreifbarer sind, dürfen das nicht entscheiden?
Und drittens zeigt mir schon Ihre gleichstellung von Religion mit der Rechtsprechung dass Sie leider für die freiheitlich demokratische Grundordnung auf der unser deutscher Staat basiert nichts übrig haben und bitte Sie hiermit höflich aber bestimmt selbigen doch zu verlassen.

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