Forum: Blogs
Urteil zum Schulsport: Muslimisches Mädchen muss mit Jungs schwimmen
DPA

Die Schülerin wollte aus religiösen Gründen nicht mit ins Schwimmbad, jetzt entschied Hessens Verwaltungsgerichtshof: Auch Musliminnen müssen zum gemischtgeschlechtlichen Schulschwimmen. Integration sei wichtiger als Glaubensfreiheit, begründeten die Richter - zumindest bis zur Pubertät. Schwimmunterricht für Muslime: Schule musste Mädchen nicht befreien - SPIEGEL ONLINE

Seite 9 von 12
tarkin70 29.09.2012, 20:23
80. Schwimmunterricht

Noch ist Deutschland ein säkularer Staat.
Wer es nicht erträgt, dass Frauen und Männer bzw. Mädchen und Jungen gemeinsam schwimmen, der darf gerne in den Gottesstaat seiner Wahl auswandern und über dieses Glück dort religiöse Freudentränen vergießen.

Zu weitgehende religiöse Sonderrechte führen zur Abschottung vom Rest der Gesellschaft und gefährden somit die Integration. Ich denke, dies hat das Gericht sehr richtig erkannt und deutlich gemacht.

=> "Integration verlange auch, dass religiöse Minderheiten sich nicht selbst ausgrenzten."

Beitrag melden
kwh2 29.09.2012, 20:50
81.

Zitat von conny2
Gewiss. Was konnten denn die Deutschen dafür, dass sie billige Arbeitskräfte wollten und kamen, die auch noch Kinder hatten bzw. bekamen? Mit sowas war ja nicht zu rechnen, geschweige denn, dass die auch noch nach ihren Vorstellungen leben wollten.
Interessanterweise sind die Muslime von damals, aus den klassischen "Gastarbeiter"-Generationen gar nicht das Problem, diese glänzten zwar nicht durch übereifrige Integration, aber fügten sich dennoch insgesamt eher unauffällig in die Gesellschaft ein.
Wirklich problematisch sind nahezu ausschließlich Zuwanderer der letzten Jahre, die oftmals schon eine sehr radikale Einstellung mitbringen, und die 3./4. Generation der "Gastarbeiter"-Familien, die auffallend zur Radikalisierung neigen, Ansichten verteten, die ihren eigenen Eltern fremd sind.
Das sind allerdings keine brandneuen Erkenntnisse, über entsprechende soziologische Erhebungen wurde schon hinreichend berichtet. Wundert mich, daß das an Ihnen so gänzlich vorbeigegangen ist. Oder paßt es einfach nicht in Ihr hochtolerantes, alles gleichmachende Weltbild? ;-)

Beitrag melden
WirIhrSie 29.09.2012, 21:02
82.

Zitat von conny2
Wir waren (sind) aber ganz froh, dass Muslime, wie die Türken, dem nämlichen Ruf trotzdem folgten. Gewiss. Was konnten denn die Deutschen dafür, dass sie billige Arbeitskräfte wollten und kamen, die auch noch Kinder hatten bzw. bekamen? Mit sowas war ja nicht zu rechnen, geschweige denn, dass die auch noch nach ihren Vorstellungen leben wollten. Wo sollte das denn hinführen? Und schon gar nicht brauchte man darüber nachzudenken, man die Leute für die Arbeit in Deutschland anwarb, denn schließlich geschieht Integration ja von selbst. Die Leute brauchen doch nur nach unseren Vorstellungen zu leben und gut ist's. Schließlich sind wir tolerant und wissen auch, was sich gehört. Aber ja. Ebenso Kanalarbeiter, PutzarbeiterInnen in allen Varianten auch in AKWs; unterste Hilfsarbeit auf dem Bau und im Straßenbau; Müllbeseitigung etc. Alles tolle Jobs, für welche die Deutschen Schlange stehen. Näheres u.a. z.B. bei Wallraff, "Ganz unten."
Zweiter Versuch:

Bitte googlen:

"Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei"

mfg

Beitrag melden
Blaue Fee 29.09.2012, 21:08
83. Uiiii!

Zitat von conny2
Wir waren (sind) aber ganz froh, dass Muslime, wie die Türken, dem nämlichen Ruf trotzdem folgten. Gewiss. Was konnten denn die Deutschen dafür, dass sie billige Arbeitskräfte wollten und kamen, die auch noch Kinder hatten bzw. bekamen? Mit sowas war ja nicht zu rechnen, geschweige denn, dass die auch noch nach ihren Vorstellungen leben wollten. Wo sollte das denn hinführen? Und schon gar nicht brauchte man darüber nachzudenken, man die Leute für die Arbeit in Deutschland anwarb, denn schließlich geschieht Integration ja von selbst. Die Leute brauchen doch nur nach unseren Vorstellungen zu leben und gut ist's. Schließlich sind wir tolerant und wissen auch, was sich gehört. Aber ja. Ebenso Kanalarbeiter, PutzarbeiterInnen in allen Varianten auch in AKWs; unterste Hilfsarbeit auf dem Bau und im Straßenbau; Müllbeseitigung etc. Alles tolle Jobs, für welche die Deutschen Schlange stehen. Näheres u.a. z.B. bei Wallraff, "Ganz unten."
Wenn Sie schon dieses Fass aufmachen wollen, dann können Sie mir und den restlichen Foristen gerne erklären, wie es kommt, dass die anderen Gastarbeiter, die zumeist unverheiratet waren, gerne Einheimische geehelicht haben und es grosse binationale Communities der Spanier, Italiener, Perser und Griechen gibt.
Oder wieso Chinesen ihren Kindern einheimische (westliche) Namen geben und nicht auf Ming Ling oder Yun Tse bestehen.

Wer in einer multinationalen Familie aufwächst, der hängt sich an solchen traditionellen Verhaltensweise nicht an, sondern schätzt die Gemeinsamkeiten und sucht diese, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Think global, not local!!!

Beitrag melden
lila123 29.09.2012, 22:07
84. @conny2

Ich verstehe ihre Argumentation beim besten Willen nicht bzw. worauf Sie hinaus wollen?
Man suchte Arbeitskräfte und ja es kamen Menschen. Diese nahmen diese Arbeit gerne an, weil zu Hause Perspektivlosigkeit herrschte. Ja, man nahm "minderwertige" Arbeit an.Was immer das auch sein mag. Laut ihrer Definition sind ja die guten alten Kumpels, Stahlarbeiter, Müllmänner, Kanalarbeiter, Putzfrauen etc. Menschen 2. Klasse.
Die Frage ist doch jetzt eher, wie sieht es nach ca. 40 Jahren aus. Der Großteil der damaligen Gastarbeiter hat sich entschieden hier zu bleiben und sich zu integrieren. Sie schickten ihre Kinder auf gute Schulen, förderten diese und freuten sich über neugewonnen Perspektiven, welche nun auch ihren Kindern offeriert werden konnten.
Ein kleiner Teil hat es leider, trotzt physischer Präsenz, jedoch niemals geschafft hier anzukommen. Man schaffte nicht den Schritt vom Gastarbeiter zum vollwertigen Mitglied der heutigen Gesellschaft. Also schafft man sich eine Parallelgesellschaft. Und genau hierin besteht die Problematik. Man überträgt seine eigenes Versagen auf die nächste Generation und suggeriert den hier geborenen Kindern sie wären von unserer Gesellschaft nicht erwünscht. Der böse Westen möchte, dass du eine Sünde begehst und in der Schule am Schwimmunterricht teilnimmst.
Paradoxerweise ist genau das Gegenteil der Fall. Man möchte nicht, dass diese Kinder in einer Parallelgesellschaft gefangen sind und ein aktives und wertvolles Mitglied der hier vorherrschenden Gesellschaft werden. Und nein, es wurde nicht einmal die Aufgabe der Religion verlangt. Es ist Frauen durchaus gestattet im Burkini? zu schwimmen.
Leider sind die Leute, die sich der Gesellschaft verweigern sehr laut, wenn sie ihrem Frust freien Lauf lassen. Der integrierte Muslim freut sich am Leben, seiner Familie, seiner Arbeit im Stillen.

Beitrag melden
Legacy 29.09.2012, 22:22
85. Oha !!

Zitat von Blaue Fee
Wenn Sie schon dieses Fass aufmachen wollen, dann können Sie mir und den restlichen Foristen gerne erklären, wie es kommt, dass die anderen Gastarbeiter, die zumeist unverheiratet waren, gerne Einheimische geehelicht haben
Na dreimal dürfen Sie raten warum. Oder besser - überlegen Sie mal aus welchen Regionen ihrer Heimat diese Leute kamen und was ihre Beweggründe waren für die Jobreise nach Deutschland. Und einmal im Paradies will man dieses auch nicht so schnell verlassen. Da hat sich zu heute nicht viel verändert, hmm ?

Zitat von Blaue Fee
Wer in einer multinationalen Familie aufwächst, der hängt sich an solchen traditionellen Verhaltensweise nicht an, sondern schätzt die Gemeinsamkeiten und sucht diese, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Think global, not local!!!
HaHaHa....der war gut. Ich lebe eine binationale Ehe nebst Kind und kann Ihnen versichern, das es so einfach nicht ist. Gerade die Traditionen sind, die man gegenseitig respektieren sollte. Und es muß die Bereitschaft da sein, seinen Kindern die Wertigkeit BEIDER Traditionen zu vermitteln - nur so können sie später für sich selbst eine Mitte dazwischen finden, mit der sie klar kommen. DAS - macht sie, um Ihre Worte zu nutzen, zu "global people", die in der Gesellschaft eben nicht anecken wie jenes Mädchen im Gemeinschaftsschwimmen.

Beitrag melden
fuzzi-vom-dienst 29.09.2012, 22:35
86. WER denkt hier "falsch"?

Ich glaube, da ist eben beim Eintragen etwas schief gegangen, deswegen nochmal. Diese Zeile bitte streichen! Danke!



Lieber Mitforist,

Sie schreiben:

Zitat von stürmisch
Was hat das Schwimmen bitte mit Integration zu tun? Nur weil ich jemanden nicht nackt sehen möchte verwehre ich mich doch nicht der Gesellschaft. Von uns Muslimen wird keine Integration gefordert, sondern dass wir doch all unsere Werte und Moralvorstellungen über Bord werfen und uns komplett beugen. Irgendwie kontrovers, wo doch hier Toleranz und Freiheit so groß geschrieben werden. Integration muss sein, aber so nicht!
Gegenbeispiel: Ich wandere Nach Saudi-Arabien aus, weil es dort so schön warm ist und der Sprit fast verschenkt wird. Wenn ich dorthin gehe, muss ich mir bewusst sein, dass meine Frau eben nicht mehr "oben ohne" im Garten liegen kann, dass sie kein Auto fahren darf usw. usw.

Sie sind - aus welchen Gründen auch immer - aber hier in Deutschland! Unsre Vorfahren haben über Jahrhunderte Freiheiten erkämpft, die Ihre archaische "Religion" verbietet. Über diese Freiheiten bin nicht nur ich froh! Ich weiß nicht, woher Sie kommen, aber warum darf sich meine Frau auch in Ihrem Herkunftsland dann nicht "oben ohne" an den Strand legen? Warum darf ich dort nicht nackt baden?

Dies ist UNSER Land, das WIR aufgebaut haben. WIR sind sehr tolerant, aber nicht nur ich meine, dass es langsam ein bisserl viel wird mit der von Leuten wie Ihnen GEFORDERTEN "Toleranz". Sie haben selbstverständlich das Recht - und wir tolerieren das auch - dorthin zu gehen, wo Ihre verquerten "Moralvorstellungen" Standard sind. Hier gelten UNSRE Werte, verehrter Mitforist! Und wenn hier eine junge Frau aus Jux und Dollerei splitternackt durch die Stadt läuft, dann hält man die vielleicht für bekloppt, vielleicht hat sie auch nur eine Wette verloren. Aber sonst passiert da NIX. Vor 20, 30 Jahren gab es regelrechte "Flitzer-Wettbewerbe", da mussten wir allerdings auch noch nicht mit religiösen Fanatikern rumstreiten, was in UNSREM Land nun mal zulässig oder - um zum Ausgangsthema zurückzukommen - gefordert ist, nämlich z.B. gemischter Schwimmunterricht.

Überlegen sei ganz einfach mal, ob Sie sich auf Dauer hier wohlfühlen können. Wir haben hier in der Nachbarschaft eine Ingenieurin von irgendwo aus Schwarzafrika (spricht übrigens perfekt Deutsch mit einem drolligen Akzent), eine Russin, die bei einem großen hiesigen Konzern arbeitet (sie ist verheiratet mit einem Deutschen), einen russischen ehemaligen Zahnarzt plus Familie, eine rumänische Zahnärztin (Zufall !) plus Ehemann, eine französische Familie mit mehreren Kindern, eine tschechische Familie. Niemand (niemand!!) von denen verlangt hier, dass WIR uns anpassen sollen! Die Engländer haben nicht mal als Besatzungsmacht in Norddeutschland den Linksverkehr verlangt!

Merken Sie den Unterschied? Denken sie mal drüber nach, verehrter Mitforist, WER hier sich falsch verhält!

Gute Nacht!

Beitrag melden
uuunglaublich 29.09.2012, 22:39
87. Mal anders herum

Wer weiß noch, wie jeder früher ins Schwimmbad durfte- vorher Duschen, dann Badekappe (igitt) auf, und dann erst schwimmen! Woher soll ich denn wissen, was in so einem schwarzen Schwimmsack drinnsteckt? Entschuldigung, aber aus hygienischer Sicht ist das ein absolutes nogo

Beitrag melden
Rainer Helmbrecht 29.09.2012, 22:43
88.

Zitat von a.f.
hmm... 27 Jahre ist noch nicht so arg lang her...stimmt... aber soweit ich mich erinnern kann, war es auch damals schon so, dass sich Frauen immer auch auf die Männerseite verirrt haben.g Vielleicht waren ja die bayrischen Frauen so anziehend, dass Sie die rechte Seite gar nicht betrachtet haben...g Warum allerdings die Männer auch heute noch die linke Seite vermeiden, weiß ich auch nicht zu sagen. Vielleicht trauen sie sich einfach nur nicht, weil sie die bayrischen Frauen ja gut kennen. g Oder die Frauen sind wie immer einfach den Männern einiges voraus. g Nichts für ungut lg
Ich habe das meiner Frau so erklärt: früher (vor der Erderwärmung) waren die Winter kälter und die Bergbauern kamen den ganzen Winter nicht mehr mit den Weibsbildern zusammen. Wenn dann so ein kraftstrotzendes Männchen am ersten Schnee freien Sonntag in die Kirche kamen und die Jungfrauen des Ortes in ihrer Lieblichkeit sahen, da gab es kein Halten mehr und egal, wo der Priester war, die Damen wurden in den ewigen Kreislauf des Lebens, aufgenommen;o).

MfG. Rainer

Beitrag melden
mm01 30.09.2012, 00:21
89. na ja,

Zitat von Rainer Helmbrecht
Ich habe das meiner Frau so erklärt: früher (vor der Erderwärmung) waren die Winter kälter und die Bergbauern kamen den ganzen Winter nicht mehr mit den Weibsbildern zusammen. Wenn dann so ein kraftstrotzendes Männchen am ersten Schnee freien Sonntag in die Kirche kamen und die Jungfrauen des Ortes in ihrer Lieblichkeit sahen, da gab es kein Halten mehr und egal, wo der Priester war, die Damen wurden in den ewigen Kreislauf des Lebens, aufgenommen;o). MfG. Rainer
vor der berühmten Erderwärmung bestanden die "Berge" aus Gletschern. Danach waren Ihre Bergbauern, wie heute, nur im Sommer auf den Almen. Also, den Winter dürfen wir mal ausschließen.
Kraftstrotzende Männchen haben sich wohl meist (im Sommer) an "Touristinnen" aus dem norddeutschen Flachland bedient.
Ob diese "Jungfrauen" waren, entzieht sich meiner Kenntnis ;-)

Beitrag melden
Seite 9 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!