Forum: Blogs
USA: Kinderärzte befürworten Beschneidung
DPA

US-Kinderärzte rechnen mit steigenden Gesundheitskosten und Infektionszahlen, weil die Zahl beschnittener Kinder sinkt. Es spreche mehr für als gegen die Beschneidung neugeborener Jungen, finden die Mediziner. Doch über die Operation entscheiden sollen die Eltern. USA: Kinderärzte sprechen sich für Beschneidung aus - SPIEGEL ONLINE

Seite 1 von 42
Newspeak 29.08.2012, 06:31
1. ...

Die vorgebrachten medizinischen Gründe sind Schein-Argumente. Selbst eine Vorhautverengung ließe sich nicht-operativ behandeln. Und die angeführten Krankheiten, die man angeblich vermeidet, sind entweder sehr selten, oder der Vorteil gegenüber einem Nicht-Beschnittenen liegt haarschaft über der Signifikanzgrenze.

Warum wird überhaupt soviel diskutiert. Die Vorhaut ist ein natürlicher Teil des Körpers eines Mannes, wer sie entfernt begeht eine Körperverletzung und das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes wiegt schwerer als das der Religionsfreiheit der Eltern. Zumal auch das Kind Religionsfreiheit geniesst und der Eingriff irreversibel ist, spräche nichts dagegen, einfach zu warten, bis das Kind 18 ist und selbst für sich entscheiden kann. Aber dieses Argument zählt nicht, weil Reiligöse eben borniert sind und weil es bei der ganzen Debatte vor allem um Machtausübung und zwanghafte Glaubensverbreitung geht.

Beitrag melden
dongerdo 29.08.2012, 06:46
2.

Zitat von sysop
US-Kinderärzte rechnen mit steigenden Gesundheitskosten und Infektionszahlen, weil die Zahl beschnittener Kinder sinkt. Es spreche mehr für als gegen die Beschneidung neugeborener Jungen, finden die Mediziner. Doch über die Operation entscheiden sollen die Eltern.
Und der Dr. Stehr aus dem Artikel hat auch Recht: hier wird mit teils absurd seltenen Erkrankungen argumentiert.
Nicht nur dass die statistischen Auswirkungen auf Harnweginfekte zu vernachlässigen sind, dass man von allen Dingen Peniskarzinome als Grund für Beschneidungen angibt ist vollkommen lächerlich.
Peniskrebs ist eine der seltensten Krebserkrankungen überhaupt und die Unterschiede zwischen Europa und USA spielen sich im Rahmen der statisch erreichbaren Genauigkeit ab - laut Argumentation der US-Kinderärzte müssten Hierzulande Legionen an Männern daran sterben und da widerspricht die pure Realität allen Computersimulationen...
Und auch die STD-bezogenen Ergebnisse sind allesamt mehr als umstritten (man denke nur daran welches Land die höchsten STD-Infektionsraten der westlichen Welt hat. Ein Tipp: es hat auch die höchste Beschneidungsquote.....)

Was bleibt dann übrig? Nix

Alle Ergebnisse dieser "Studie" werden Tag für Tag in allen möglichen Ländern auf diesem Planet direkt und unmissverständlich widerlegt
Es ist immer wieder gleich unschön wenn mit Medizin versucht wird Politik zu machen - ein Trauerspiel

Beitrag melden
elveda 29.08.2012, 06:50
3. Warum nicht Ketanest-Dormicum?

Diese Analgesie ist bezüglich der Schmerzunterdrückung nicht weniger potent als eine Vollnarkose, ohne jedoch die Gefahren einer Vollnarkose. Warum wurde in München (unter der Leitung von Prof. Stehr) und wird anderswo weiterhin die Vollnarkose bei einem nur wenige Sekunden bis wenige Minuten dauernden Eingriff propagiert?

Beitrag melden
NewHuman 29.08.2012, 07:00
4. Der Vollständigkeit halber...

sollte man vielleicht dazu sagen, dass - im Gegensatz zu den US-Kinderärzten - der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sich ganz eindeutig gegen eine Beschneidung von nicht einwilligungsfähigen Kindern aus religiösen Gründen ausspricht; ebenso wie die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie, in der der zitierte Kinderchirurg Stehr Mitglied ist.

Beitrag melden
pluuto 29.08.2012, 07:11
5. Götter in weiss

"US-Kinderärzte rechnen mit steigenden Gesundheitskosten und Infektionszahlen, weil die Zahl beschnittener Kinder sinkt. Es spreche mehr für als gegen die Beschneidung neugeborener Jungen, finden die Mediziner"

Verdammt, da hat die Evolution wohl einen Fehler gemacht. Da muss man doch gleich nachhelfen und das Ding flächendeckend wegschnipseln. Alternativ kann man auch das Gehirn dieser Ärtzte etwas beschneiden.

Beitrag melden
hxk 29.08.2012, 07:17
6.

Zitat von sysop
Würde die Rate der beschnittenen männlichen US- Amerikaner auf Werte wie in Europa sinken, so das Fazit der Studie, könne das die lebenslangen Gesundheitskosten in die Höhe treiben. Das Risiko für Infektionen unter anderem mit dem HI-Virus, dem humanen Papillomvirus und anderen über Geschlechtsverkehr übertragbare Krankheiten könne ansteigen. Das hatten Computersimulationen der Forscher gezeigt.
Aber nur wenn Mann(!) beim Poppen kein Gummi benutzt. Und wer das nicht macht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.


PS: Was wollen wir wetten, dass dieser Artikel noch heute auf der Achse des Guten erscheint.

Beitrag melden
willhy 29.08.2012, 07:22
7. Geld stinkt nicht

Zitat von sysop
US-Kinderärzte rechnen mit steigenden Gesundheitskosten und Infektionszahlen, weil die Zahl beschnittener Kinder sinkt. Es spreche mehr für als gegen die Beschneidung neugeborener Jungen, finden die Mediziner. Doch über die Operation entscheiden sollen die Eltern.
Wen wunderts?
Ist doch eine lukrative Einnahmequelle.
Es gab schon mal einen "renommierten" Frauenarzt, der ernsthaft
vorschlug Frauen schon im Kindesalter die Brustdrüsen zu entfernen,
um späteren Brustkrebs zu verhindern.

Beitrag melden
Der Terraner 29.08.2012, 07:30
8. Ja, ja

Und in Europa sterben alle unbeschnittenen Männer an Peniskrebs. Sehr witzig! Vielleicht waschen sich die Amerikaner ja auch nie. Vielleicht sind aber auch alle Kinderärzte in Amerika beschnitten und wollen unbewußt nicht, dass die zukünftigen Männer mehr Spaß am Sex haben als sie selber, vielleicht sieht sich aber auch die amerikanische Beschneidungsindustrie bedroht.

Beitrag melden
DianaSimon 29.08.2012, 07:38
9. Wem nützt es?

Da würde ja eine gute und sichere Geldquelle wegbrechen wenn die Beschneidung aus der Mode käme. Dann doch lieber Kleinkinder schädigen.

Beitrag melden
Seite 1 von 42
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!