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Vatileaks-Skandal: Papst Benedikt kritisiert die Medien
REUTERS

Benedikt XVI. hat sich erstmals persönlich zum Skandal um Geheimnisverrat im Vatikan geäußert - und die Medien kritisiert. Das Bild, das in der Öffentlichkeit vom Heiligen Stuhl verbreitet werde, habe "nichts mit der Realität zu tun", sagte der Papst in Rom. Er selbst sei tief traurig. Papst Benedikt XVI. äußert sich zum VatiLeaks-Skandal - SPIEGEL ONLINE

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peter_1974 30.05.2012, 18:05
60.

Zitat von bosemil
Das mag ja oberflächlich betrachtet alles richtig sein. Nur, es erhebt sich die Frage wer in das entsehende Vakuum springt und die Menschen mit einer obskuren Idee beglücken will.
Warum gehen Sie davon aus, dass sich "die Menschen" stattdessen einer - wie auch immer gearteten - Ersatzreligion zuwenden müssen?

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Rainer Helmbrecht 30.05.2012, 18:05
61.

Zitat von markus_wienken
Man wird (üblicherweise) nicht Papst ohne ein gewisses Machtstreben zu haben. Und welches Amt er vor seiner Wahl inne hatte ist Ihnen sicherlich auch nicht unbekannt, nicht wahr? Ich gehe davon aus dass er weitaus mehr von den Vorgängen im Vatikan mitbekommt als Sie und ich auch nur erahnen können.
Da haben Sie völlig Recht. Ich habe noch von keinem Papst in den letzten 500 Jahren gehört, der in Afrika den armen Schwarzen warme Socken gestrickt hätte um gutes zu tun, sondern um sie auszuplündern und ihre Scham zu bedecken, waren sie immer dabei. Das sind Machtpolitiker, weiter nichts.

MfG. Rainer

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Gebetsmühle 30.05.2012, 18:16
62.

Zitat von neeanders
Ratzinger lebt lange genug in Italien, um zu wissen, wie man dort seit vielen Generationen fast auf Volkssportart den Laden am laufen lässt.
kann man eigentlich ein noch vernichtenderes urteil über den römischen katholizismus sprechen als sie das tun? es geht also gar nicht um moral, christentum, sittlichkeit, nächstenliebe, gerechtigkeit unter den menschen,... sondern um die stinkenden normalitäten? na dann, wozu noch eine kirche, wozu einen vatikan? das kann man ganz ohne glaube auch anderswo an jedem punkt der erde haben.

Zitat von neeanders
Und würde er behaupten, dass es unter den 1000 Einwohnern seines Staates und dessen 2000 weiteren Angestellten keine Korruption gibt, müsste er darüber wohl selber herzlich lachen.
würde er darüber lachen, taugte er zu allem möglichen, aber ganz bestimmt nicht zum vom heiligen geist bestimmten oberhaupt der christenheit. was sie hier tun ist nix andres, als die kirche von jesus christus zu erniedrigen.

Zitat von neeanders
Selbst in Deutschland kam 2005 auf 325 Angestellte des öffentlichen Dienstes ein Fall von Korruption, warum sollte der Papst also behaupten, dass das ausgerechnet in Rom, dem Stammland eines Berlusconi, völlig ausgeschlossen ist?
vielleicht, weil sich dieses stammland auf einen religionsgründer, genannt jesus christus, beruft?

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Gebetsmühle 30.05.2012, 18:17
63. wer soll das sein?

Zitat von peter_1974
Wissen Sie, was ich dabei am erstaunlichsten finde? Das der Papst & die RKK, trotz allem, immer noch als moralische Instanz anerkannt wird.
von wem bitte? also von mir nicht.

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sara100 30.05.2012, 18:18
64. Wow

Zitat von sysop
Benedikt XVI. hat sich erstmals persönlich zum Skandal um Geheimnisverrat im Vatikan geäußert - und die Medien kritisiert. Das Bild, das in der Öffentlichkeit vom Heiligen Stuhl verbreitet werde, habe "nichts mit der Realität zu tun", sagte der Papst in Rom. Er selbst sei tief traurig.
Himmlisch nicht??.
Wie schnell man doch an die Öffentlichkeit geht wenn es um Kritik an andere geht.
Hätte mir gewünscht das der Papst auch so schnell an die Öffentlichkeit gegangen wäre als der dimensionale Kinder Missbrauch und Misshandlungen durch seine Mitarbeiter an bekannt wurde.

Aber so setzt man halt seine Prioritäten........

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Gebetsmühle 30.05.2012, 18:22
65. andersrum wird nen schuh draus

Zitat von kasemattenbär
Weil die RKK die mit weitem Abstand älteste noch existieren Institution der Welt ist,
gestatten: der puff von jericho ist älter!

Zitat von kasemattenbär
ständig gewohnt, ohne Rücksicht auf den schnellebigen Zeitgeist in Jahrhunderten zu denken, und deshalb über ein Wissen und einen Erfahrungsschatz verfügt, von dem andere Staaten und Institutionen nur träumen können.
erfahrungsschatz darüber, wie man andere menschen erniedrigt, meinen sie das?

Zitat von kasemattenbär
Und weil sich die Gebote, auf die sich der christliche Glauben, Ethik und Moral stützt, im Zusammenleben der Menschen bewährt hat, egal, wie sehr auch die Kritiker darüber lächeln.
dumm nur, dass es weder eine christliche ethik noch eine christliche moral gibt, die sich irgendwie bewährt hätte. was sich bewährt hat, sind die menschenrechte, die bis vor 100-200 jahren von eben dieser ach so moralischen kirche mit allen erdenklichen mitteln bekämpft und bekriegt wurden. man kann den aufklärern nur danken, dass sie uns von dem mittelalter befreit haben.

Zitat von kasemattenbär
Denn welcher Gegenentwurf zur christlichen Ethik und Moral kann das schon von sich behaupten?
die erklärung der menschenrechte zb.

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sarandanon 30.05.2012, 18:30
66. Barmherzigkeit

Zitat von neeanders
Komisch, zu viel Nachsicht und Barmherzigkeit ist es doch, die man dem Vatikan gegenüber Missbrauchstätern ziemlich lautstark (und sogart mit einigem Recht) zum Vorwurf macht. Vielleicht einigen sich die Damen und Herren Kritiker mal ... ;-))
Ich glaube kaum, dass es sich um Barmherzigkeit handelt. Selbst Nachsicht ist viel zu harmlos ausgedrückt. Vertuschung und Verdunklung trifft es da wohl eher, nicht wahr?

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bosemil 30.05.2012, 18:59
67. Das ist ja gerade die Frage !

Zitat von peter_1974
Warum gehen Sie davon aus, dass sich "die Menschen" stattdessen einer - wie auch immer gearteten - Ersatzreligion zuwenden müssen?
Jeder mag ja über Religionen denken wie er/sie will. Ob es das Christentum ist, oder der Katholozismus im besonderen, oder was auch immer. Die Kaiser und Päpste mit dem ganzen Mönchstum (nur als Beispiel) hatten, angefangen im fühen Mittelalter eine "Idee"und setzten sie um. Jetzt nicht gleich diskutieren "WIE" sie das machten. Sie verfolgten eine "Idee". Was haben "WIR" , ach so aufgeklärten Menschen heute?

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turekat 30.05.2012, 19:06
68. Nachvollziehbar

Zitat von sysop
Benedikt XVI. hat sich erstmals persönlich zum Skandal um Geheimnisverrat im Vatikan geäußert - und die Medien kritisiert. Das Bild, das in der Öffentlichkeit vom Heiligen Stuhl verbreitet werde, habe "nichts mit der Realität zu tun", sagte der Papst in Rom. Er selbst sei tief traurig.
Ich kann die Kritik des Papstes durchaus nachvollziehen, denn viele Berichte, die man auch hier in Spiegel Online nachlesen kann, sind reine Spekulation ohne jegliche Beweise. Das trifft z.B. auch auf das angebliche Mordkomplott gegen den Papst zu, über das sich der Erzbischof von Palermo ausgerechnet in China ausgelassen haben soll.
Er selbst hat diese Berichte gemäß Spiegel Online im Übrigen als "völlig haltlos" bezeichnet.
Das gleiche trifft analog auf andere angebliche Skandale zu, die sich bei entsprechend seriöser Recherche als rein spekulativ entpuppen.
Ich weiß nicht, warum sich dennoch eine bestimmte Klientel auf solche Berichte stürzt und sie dazu benutzen, um die katholische Kirche zu verunglimpfen. Was bezwecken sie damit, was ist ihr Ziel?
Bedauerlicherweise führt das auch dazu, dass die vielfältigen karitativen Tätigkeiten von Priestern und Ordensleuten ins Hintertreffen geraten. Ich wünsche mir wirklich, dass Menschen hier mehr differenzieren zwischen dem, was jemand angeblich gesagt oder getan haben soll und dem was an nachprüfbaren Fakten vorhanden ist.

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peter_1974 30.05.2012, 19:17
69.

Zitat von bosemil
Jeder mag ja über Religionen denken wie er/sie will. Ob es das Christentum ist, oder der Katholozismus im besonderen, oder was auch immer. Die Kaiser und Päpste mit dem ganzen Mönchstum (nur als Beispiel) hatten, angefangen im fühen Mittelalter eine "Idee"und setzten sie um. Jetzt nicht gleich diskutieren "WIE" sie das machten. Sie verfolgten eine "Idee". Was haben "WIR" , ach so aufgeklärten Menschen heute?
Was haben wir ach so aufgeklärten Menschen heute? Unseren Verstand und eigentlich auch das nötige Wissen um Religion hinterfragen zu können/zu müssen, ohne totale Verunsicherung und Identitätsverlust zu riskieren.

Eine Gefahr, dass das Ergebnis nicht unbedingt besser sein muss, sehe ich zwar auch... aber an einem bekannten Übel trotz besseren Wissens krampfhaft festzuhalten - und vor allem andere damit zwangsbeglücken zu müssen - nur weil die Alternative u.U. auch nicht besser sein könnte, finde ich absurd.

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