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Vermögensabgabe & Co.: Was die Reichensteuer wirklich bringt
Corbis

Die Umverteilungs-Debatte ist wieder voll entbrannt: Die da oben sollen zur Kasse gebeten werden. Aber wie viel Geld bringen die verschiedenen Spielarten der Reichensteuer dem Staat ein? Ein Überblick. Reichensteuer: So viel bringen höhere Steuern für Vermögende - SPIEGEL ONLINE

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sappelkopp 07.08.2012, 11:44
40. Das ist unser Problem...

Zitat von glen13
Ich lebe auf der von ihnen genannten "Sonnenseite". Habe ein Unternehmen, eine 70 Stunden - Woche und beschwere mich nicht. Mein ESt-Bescheid sagt folgendes: Einkünfte 229.717 KV 6.523 Pflegevers 878 EsT 70.116 Ich meine, dass ich mit 70.116 Euro Steuern im Jahr meinen Beitrag zu dieser Gesellschaft ausreichend geleistet habe und ich bin es leid, von Leuten wie Ihnen irgend etwas über "Solidarität" hören zu müssen. Wenn alle, die hier von Solidarität faseln, diese Steuern jährlich zahlen würden, könnten wir den Rest der EU kaufen und bar bezahlen. Das Problem sind nicht die "Reichen, die keine Steuern zahlen", denn etwa 10 % der Bevölkerung zahlen 70 % der Steuern (circa!!). Das Problem sind die 60 % der Bevölkerung, die fast keine Steuern zahlen, sondern nur vom Staat profitieren.
...dass einige Leute in Deutschland meinen, dass jeder, der von Solidarität redet, faselt.
Machen Sie sich keine Sorgen, Sie persönlich gehören mit Ihrem Einkommen sicher nicht zu den Reichen, die hier gemeint sind.
Aber Sie haben Recht, jene die keine Steuern zahlen sind sicher ein Problem, besonders wenn sie Leistungen beziehen. Ob das wirklich 60 Prozent der Bevölkerung sind, wage ich zu bezweifeln.

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zickezackehoihoihoi 07.08.2012, 11:45
41. Nun

Zitat von sabine_26
Sollte der Staat erkennen, dass das Steuersystem in der Vergangenheit die wohlhabenden eher bevorteilt hat, so könnte das besteuern von Besitz in Zukunft durchaus für mehr Gerechtigkeit sorgen. Ganz vorne stehen hier jährliche Immobilienabgaben und Erbschaftssteuern. Einkommen weiter zu belasten dürfte nicht zum Ziel führen.
ja. Ich vermiete z.B. und habe die letzten 5 Jahre keine Mieterhöhungen umgesetzt. Bei einer zusätzlichen Immobilienabgabe würde ich einfach mal wieder die Miete erhöhen, der Mietspiegel gäbe das auf jeden Fall her.

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sappelkopp 07.08.2012, 11:46
42. Ja, ...

Zitat von lars2105
Sie schreiben von besonderer Verantwortung. Sehe ich auch so, allerdings ist das keine Einbahnstraße. Politiker und Banken haben in der Vergangenheit und auch heute keinerlei Verantwortung übernommen. Dieses tägliche herumgewuschtel wirkt auf mich planlos. Nennen sie mir auch nur einen Grund warum ich dafür auch nur noch einen einzigen Penny mehr aufbringen sollte.
...aber darum geht es in dieser Diskussion gar nicht.

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denn76 07.08.2012, 11:46
43. Soweit ist es schon...

Zitat von sysop
Die Umverteilungs-Debatte ist wieder voll entbrannt: Die da oben sollen zur Kasse gebeten werden. Aber wie viel Geld bringen die verschiedenen Spielarten der Reichensteuer dem Staat ein? Ein Überblick.
.. dass Steuermehreinnahmen von rund einer Mrd Euro als nicht viel angesehen wird.

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bauesel 07.08.2012, 11:46
44. Wesentliches vergessen

SPON scheint das Ziel zu verfolgen, die Diskussion um Gerechtigkeit ad Absurdum führen zu wollen.
Es fehlt ganz wesentlich die Verfolgung ( und die korrekte Gesetzgebung) der Steuer"sünder", die ihre Steuern, aus welchem Grund auch immer, nicht zahlen. Wenn ich mich recht erinnere, war der Wahlkampf der inzwischen auf ein Drittel geschrumpften FDP im Wesentlichen auf Steuerersenkungen zugeschnitten. Was viele dabei vergessen: es ging auch um Steuerhinterziehung im Umfang von zig Milliarden, also um viel mehr als das, was hier angedeutet wurde. SPON könnte ja mal recherchieren, wie viel davon umgesetzt wurde. Steuerfahnder gibt es immer noch zu wenige (manche wurden von der CDU gemobbt) und die Gesetzgebung ist wohl auch so, dass nicht wirklich mehr Steuern eingetrieben werden sollen. Also wie so oft, eine verlogene Diskussion.

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Direwolf 07.08.2012, 11:47
45. Da haben sie Recht

Zitat von Solid
Das ist faszinierend, wie hier im Artikel suggeriert wird, "DIE" (im Sinne von "JEDE") Vermögenssteuer sei verfassungswidrig gewesen. Das ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass die Ungleichbehandlung von Immobilienvermögen und Geldvermögen als verfassungswidrig angesehen wurde, also die konkrete Ausgestaltung. Die Vermögenssteuer selbst war natürlich NICHT verfassungswidrig.
Nur hat es bislang noch keiner geschafft ein praktikables Verfahren vorzustellen, welches diesen Mißstand beseitigt. Und nein eine jährliche Marktwerterhebung ist nicht praktikabel

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Quagmyre 07.08.2012, 11:47
46. Reichensteuer

Zitat von sysop
Die Umverteilungs-Debatte ist wieder voll entbrannt: Die da oben sollen zur Kasse gebeten werden. Aber wie viel Geld bringen die verschiedenen Spielarten der Reichensteuer dem Staat ein? Ein Überblick.
1.
Wer ist reich? Wer bestimmt das und wie?

2.
Was würde mit dem zusätzlich eingenommenen Geld passieren?

Meine Befürchtung:
Als "reich" wird schon der normale Häuslebauer klassifiziert, und die finanziellen Mehreinnahmen leitet unsere Regierung sofort nach Brüssel zur Verwendung in irgendwelchen alternativlosen Rettungsfonds weiter.

Sowas brauchen wir nicht wirklich.

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mps58 07.08.2012, 11:48
47. Unser Problem sind die Nichtstuer

Unser Problem sind die Nichtstuer auf beiden stressfreien Sonnenseiten des sozialen Spektrums. Arbeitsunwillige und reiche Erben, die beide nichts zu unserem Wohlstand beitragen. Worauf es aber nach dem Willen von Grünen und SPD hinauslaufen wird ist wieder eine zusätzliche Besteuerung der arbeitenden Leistungsträger unserer Gesellschaft.

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Direwolf 07.08.2012, 11:49
48. Klasse

Zitat von np_nbg
wenn man es richtig macht! Ein Ansatz ab 250.000€ oder 80.000€ Jahreseinkommen ist natürlich Quatsch. Warum denn nicht das Hundertfache? Wenn ich ab einem Vermögen von 25 Mio beginne und diesem Steuerpflichtigen dann sogar 75% abnehmen würde könnte der immer noch zweimal täglich warm essen. Man müsste nur an die ganz großen Vermögen und dann auch mit richtigen Steuersätzen, immer die Worte von Balzac im Hinterkopf, dass hinter jedem großen Vermögen auch ein großes Verbrechen steht. Und wer soviel hat, dass sogar seine Urenkel noch von Zins- und Zinseszins leben können, ohne das Grundvermögen aufbrauchen zu müssen, der kann ruhig abgeben. Nur an die wirklich Reichen traut man sich eben wieder mal nicht ran! Und davon gäbe es in Deutschland genug! Und man müsste natürlich den Kapitalverkehr überwachen - wer sein Vermögen abfließen lässt erhält auch keinerlei Steuervergünstigungen mehr. Und wer als Superreicher Arbeitsplätze zunichte macht wird verstaatlicht!
Und was macht der Staat dann mit den ganzen enteigneten Unternehmen? Beispielsweise würden nach ihrem Modell 75% der Aldi-Filialen an den Staat gehen - Konsum reborn :(

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böseronkel 07.08.2012, 11:49
49.

Zitat von glen13
Das Problem sind die 60 % der Bevölkerung, die fast keine Steuern zahlen, sondern nur vom Staat profitieren.
Es ist tatsächlich ein riesiges Problem, wenn 60% der Bevölkerung für einen derartig geringen Lohn den Reichtum einiger Weniger mehren müssen, dass sie keine Einkommensteuer zu zahlen haben. Allerdings wird häufig übersehen, dieser Personenkreis zahlt von seinem Einkommen wesentlich höhere indirekte Steuern als jemand der sein Einkommen einzig und allein durch Kuponschneiden erzielt.

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