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Verschmähter Ribéry: Der Fluch des Teamspielers
AFP

Die individuellen Zahlen haben bei der Wahl zum Weltfußballer gesiegt: Cristiano Ronaldo erzielte 69 Pflichtspieltore, Franck Ribéry nur 23. Die Titel-Sammlung des Bayern-Stars war nebensächlich und die Spielweise des Franzosen offenbar nicht attraktiv genug. Ballon d'Or: Das Team des FC Bayern überstrahlt Ribéry - SPIEGEL ONLINE

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pfzt 14.01.2014, 21:34
200.

Zitat von Greg84
Die "anderen Großen" konnten das Finale eben nur von der Couch aus verfolgen, weil sie weder den Dortmundern noch den Bayern gewachsen waren.
Es ist im Prinzip wie in der Liga, die anderen werden nur Meister wenn Bayern schwächelt und genau so ist es in Europa mit den Bayern auch. Es tut mir leid aber dabei bleibe ich.

Weder Barca, noch Real, noch die Italiener noch die Engländer waren letztes Jahr in Normalform. Und wie Dortmund eigentlich drauf ist, das können wir seit geraumer Zeit sehen. Das Geschwafel von spanischen Verhältnissen in der Liga war von Anfang an Müll. Dortmund hatte einen tollen Lauf und der ist jetzt vorbei. Von "gleichauf" konnte nur in den sensationsheischenden Medien die Rede sein, die das Produkt Bundesliga vermarkten wollen.

Für mich zählen nur klar gewonnene Endspiele in Bestbesetzung und ohne Elfmeterschießen gegen herausragende Gegner aus anderen Ländern. Aber ich gebe zu das ist eine sehr puristische Sicht und deshalb höchst streitbare auf die Dinge.

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Traffical 15.01.2014, 09:25
201.

Zitat von pfzt
Es ist im Prinzip wie in der Liga, die anderen werden nur Meister wenn Bayern schwächelt und genau so ist es in Europa mit den Bayern auch. Es tut mir leid aber dabei bleibe ich.
Also bei aller Liebe: Die CL mit der Buli zu vergleichen ist ja schon mir zu dreist. Gut sie waren dreimal hintereinander im CL Finale, aber sind sie jetzt automatisch Topfavorit. Also wirklich :-)

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Svenner80 15.01.2014, 11:01
202. Ribery

Ronaldos Wahl zum Weltfussballer (im Vergleich zu Messi und Ribery) ist nachvollziehbar.
Wenn man bei Ronaldo einen Personenkult als Auslöser unterstellt, muss man das bei Ribery auch tun. Nicht das Ribery schlecht gespielt hätte, er hat grandios gespielt. Aber haben das in dieser Bayernmannschaft nicht auch Robben, Lahm, Müller oder Boateng gemacht?

Die Bayern haben (ich unterstelle das mal) sich da auch den rausgepickt, der noch am besten "vermarktbar" ist und das war dann halt Ribery. Und der wurde gepusht als "Weltfussballer". Sonst wäre er gar nicht unter die besten 3 gekommen sondern wie Lahm "nur" auf die Shortlist.
Wie gesagt, überhaupt keine Abwertung, er hat ja grandios gespielt.
Das jetzt von zunehmendem Personenkult gesprochen wird, sehe ich auch nicht als zutreffend. Man sehe sich mal die Liste der Weltfussballer seit 1990 an. Matthäus, van Basten, Ronaldo, Ronaldinho, Zidane, Canavaro, Messi (natürlich) und andere.

Jeder dieser Spieler ist nicht einfach nur ein super Spieler sondern hat eben auch das gewisse etwas. Wird als Persönlichkeit, als extrem außergewöhnlicher Spieler angesehen, als jemand bei dessen Namen allein der Gegner bereits Respekt hat.
Man kann darüber diskutieren, warum es überwiegend offensive Spieler sind. Der einzig defensive Spieler in der Reihe war Canavaro. Das z.B. ein Xavi nie Weltfussballer wurde, das ist ein "Skandal".

Ansonsten werden es aber ein Xavi und auch ein Ribery sicher verwinden, wenn sie nur "alles gewonnen" haben aber nie Weltfussballer waren.

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der_ba_be 15.01.2014, 11:55
203.

Zitat von Svenner80
Ronaldos Wahl zum Weltfussballer (im Vergleich zu Messi und Ribery) ist nachvollziehbar. Wenn man bei Ronaldo einen Personenkult als Auslöser unterstellt, muss man das bei Ribery auch tun. Nicht das Ribery schlecht gespielt hätte, er hat grandios gespielt. Aber haben das in dieser Bayernmannschaft nicht auch Robben, Lahm, Müller oder Boateng gemacht? ...
Sehr guter, weil ausgewogener, Kommentar.

Ja so ähnlich sehe ich das auch. Bei den Bayern war die Gesamtleistung des Teams zu herausragend, als das da ein einzelner hätte die anderen Überstrahlen können. Bei Madrid, die letztes Jahr als Team nur "durchschnittlich" abgeliefert haben (für deren ansprüche und Verhältnisse) hat Ronaldo dann eben doch zu sehr rausgestochen. Dazu kommt -und ich denke davon kann man sich niemand freisprechen- kommt einem bei der bloßen Erwähnung von Real automatisch CR7 in den Sinn. Aber genau dafür haben Sie ihn ja geholt (vom sportlichen Mehrwert mal ganz abgesehen).

Zitat von
"...Die Finanzexperten des spanischen Rekordmeisters rechneten nach Presseberichten vom Freitag vor, dass der Klub einen beträchtlichen Teil der Einnahmen von rund 290 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr der weltweiten Anziehungskraft des 31-jährigen "Spice Boy" zu verdanken hatte. Seit Beckham vor vier Jahren von Manchester United zu Real wechselte, hat der Verein mehr als zwei Millionen Trikots mit der "23" im Wert von 140 Millionen Euro verkauft. Ein Drittel des Umsatzes floss in die Kassen der "Königlichen", die sich vertraglich auch die Hälfte der Werbeeinnahmen des einstigen "Flankengotts" gesichert hatten. Dass Real Madrid zum reichsten Fußballverein der Welt aufstieg, war somit auch ein Verdienst Beckhams. "Real Madrid hat mit ihm nur aus finanziellem Interesse über eine Vertragsverlängerung verhandelt. Das Interesse am Fußballer war gleich Null", urteilte Kolumnist José Luis Calderón. Andere meinten, der Verein hätte den Wechsel des einstigen Kapitäns der englischen Nationalmannschaft zu den Los Angeles Galaxy in die Fußball-Profiliga der USA verhindern müssen. "Real kann es sich nicht leisten, auf ihn zu verzichten, denn er ist eine Ikone und als Profi ein Vorbild für die Mannschaft", schrieb Emilio Contreras in "Marca". "Hollywood hat nun den Star, der dort noch fehlte", meinte das Sportblatt. ...
Ähnlich ist die Situation mit CR7. Weltweiter Werbeträger für die "Marke" Real Madrid.

Bei Bayern ist es da wesentlich schwieriger. Nimmt man die Eigengewächse und Leistungsträger Lahm, Müller und Schweinsteiger, Ribery, oder Robben, der zwar nciht immer geliebt wurde, aber häufig die entscheidenden Tore erzielt?

Ich persönlich habe diesen Ganzen "FR7 vs. CR7" auf einen Satz runtergebrochen:

Bei Real profitiert Ronaldo von der Mannschaft, bei Bayern die Mannschaft von Ribery.

Ich weiß das der Satz zu wenig ausdifferenziert und stark verkürzt ist, er bringt jedoch mMn das wesentliche rüber.

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DerWeisseWal 15.01.2014, 12:46
204. Ergebnisse zurechtschieben

Zitat von der_ba_be
eine ironische vllt. sogar schon satirische replik auf die Unterstellung eines anderen foristen, ich wolle nur die Top 50 abstimmen lassen etc. alles schmonses.
Okay, ich weiss nicht mehr genau, wer diese Unterscheidung (zwischen Top50 und allen) zuerst in den Raum gebracht hatte.
Ich wollte nur andeuten, dass man solche Überlegungen nur anstellt, wenn das von einem selbst erhoffte Ergebnis nicht eintrat.
Im umgekehrten Fall hätten wir uns sicher über ähnliche Ansätze
von Ronaldo-Fans lustig gemacht und sie als unsportlich verworfen.

Sie scheinen ja insgesamt eher vernünftig und fair unterwegs zu sein,
wenn ich Ihnen also was Falsches unterstellt habe, nehme ich das mit Bedauern zurück.

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der_ba_be 15.01.2014, 13:14
205.

Zitat von DerWeisseWal
Okay, ich weiss nicht mehr genau, wer diese Unterscheidung (zwischen Top50 und allen) zuerst in den Raum gebracht hatte. Ich wollte nur andeuten, dass man solche Überlegungen nur anstellt, wenn das von einem selbst erhoffte Ergebnis nicht eintrat. Im umgekehrten Fall .....
No hard feelings ;-) Und bitte kein Bedauern, mein Fell ist eher eines der dickeren.
Die "gefilterte Auswertung" (nur die Top 50 zu betrachten) kam durchaus von mir. Ich fand das eben interessant, das das Wahlergebnis auf den Kopf gestellt wurde.

Und ich gebe ihnen Recht, dass das Wahlergebnis nicht dem von mir erhofften entsprach. Ob eine eingehende Analyse des Wahlergenisses gleich unsportlich ist sei dahingestellt.

Wenn die FDP nach der Bundestagswahl analysiert, wor man Stimmen verloren hat ist das ja auch nicht undemokratisch, oder?

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kmohta 16.01.2014, 18:24
206.

dir analyse an sich nicht, aber die Forderung, die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen und besagte Gruppe dann von der nächsten Wahl auszuschließen, erscheint mir demokratisch doch eher fragwürdig :)

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